2019-09-21 _ ↓↓ ENDE

 

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Zeige-Geschichte Teil 3

 

Was Frauen von sich zeigen dürfen

 

Inhaltsverzeichnis

 

1 Hidschab-Hadith (Zeige-Geschichte)

 

2 Infos zu Asma

 

3 Versuch Nr. 1 für das Jahr

 

4 Versuch Nr. 2 für das Jahr

 

5 Versuch Nr. 3 für das Jahr

 

6 Islam-Akademie (Aischa-Heirat)

 

7 Versuch Nr. 4 für das Jahr

7 Zeit-Skala 1 (gültig)

 

8 Versuch Nr. 5 für das Jahr

 

9 Asma in Islam-Pedia _ ↑↑ (= oben)

 

10 Versionen Zeige-Geschichte

 

11 Versionen Ansar-Hadith

 

12 Ereignisse um das Jahr 840

 

13 Asma im Hidschab-Hadith

 

14 Anwendung des Hidschab-Hadith

 

15 Fehlende Angaben im Hidschab-Hadith

 

16 Freiwilligkeit des Hidschabs

 

17 Schutz des Hidschab-Hadith

 

18 Kritik am Hidschab-Hadith

 

19 Zeige-Geschichte Teil 1 & 2

 

20 Interna mit E-Mail

 

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1 Hidschab-Hadith (Zeige-Geschichte)

 

Der englische Basis-Text steht unter _ ↑↑

 

Für Leute die denken →→ (0,02 MB)

 

Die nachfolgende Übersetzung erfolgte mit dem Google-Übersetzer, die noch ein wenig nachbearbeitet wurde. Einige Text-Stellen wurden durch Fett-Schrift hervorgehoben.

 

Ist die Kopfbedeckung für Frauen im Islam obligatorisch?

 

von Ibrahim B. Syed, Phil. Dr.

 

HIJAB (Kopfbedeckung) ist für muslimische Frauen im Koran NICHT vorgeschrieben. Wenn es anders behauptet wird, ist es nur die subjektive Interpretation einer AYAH (eines Verses) seitens des Lesers. Daher sagen viele islamische Gelehrte, dass laut einem Hadith eine Frau ihren ganzen Körper bedecken sollte, außer ihrem Gesicht und ihren Händen. Die Mehrheit der Muslime weiß nicht, in welchem Hadith dies erwähnt wird. Eine sehr begrenzte Anzahl von Muslimen weiß, dass dies in der Sunna von Abu Dawud ist. Die englische Übersetzung der Sunna von Abu Dawud ist in drei Bänden. Wiederum erwähnt niemand, dass es in Band 3 ist. Tatsächlich ist es in Band 3, Buch XXVII, Kapitel 1535 und Hadith Nummer 4092, mit dem Titel: "Wieviel Schönheit kann eine Frau von sich zeigen?" Als Erleichterung für den Leser wird der genaue Hadith nun wiedergegeben: _ ↑↑

 

(4092 = Hidschab-Hadith = ZEIGE-GESCHICHTE) Aischa sagte: Asma, Tochter von Abu-Bakr, trat in dünnen Kleidern vor den Apostel Allahs (möge Friede mit ihm sein). Der Apostel Allahs (Friede sei mit ihm) wandte seine Aufmerksamkeit von ihr ab. Er sagte: Oh Asma, wenn eine Frau das Alter der Menstruation erreicht, dann ist es für sie unpassend, wenn sie ihre Körperteile außer diesem und diesem zeigt, und er ZEIGTE auf ihr Gesicht und ihre Hände. (Anmerkung 3523*)

 

Abu Dawud sagte: Dies ist eine MURSALE Überlieferung (d.h. der Erzähler, der es von Aischa übertragen hat, fehlt). Khalid B. Duraik sah Aischa nie.

 

*Anmerkung 3523: Wenn eine Frau das Alter der Pubertät erreicht, muss sie PURDAH (= die islamische Verschleierung) befolgen und einen dichten Schleier tragen, der ihre Schönheit verbirgt. Sie kann ihr Gesicht und ihre Hände bis zu den Handgelenken enthüllen. In modernen Zeiten haben einige Gelehrte es verboten, das Gesicht vorsorglich zu enthüllen. _ ↑↑

 

Es ist sehr interessant festzustellen, dass niemand - weder die muslimischen Gelehrten noch die muslimische Umma (Gemeinschaft) - jemals darauf hingewiesen haben, dass dies ein MURSALER (schwacher) Hadith ist. Wenn man aus irgendeinem Grund einen schwachen Hadith benutzt, sollte man den Menschen unbedingt erklären, dass es so ist.

Was ist ein MURSALER Hadith und was ist ein Hadith?

 

Hadith ist ein arabisches Wort, das in seinem wahren Sinn eine Erzählung, eine Rede, einen Chat, eine Konversation oder eine Kommunikation bedeutet. In einem technischen Sinn bedeutet Hadith oder Überlieferung: alle Sprüche, Taten, Entscheidungen des Propheten Muhammad (S.A.A.W), seine stille Zustimmung zum Verhalten seiner Gefährten und Beschreibungen seiner Persönlichkeit. Jedem Hadith ist eine Kette von Erzählern vorangestellt, die AL-ISNAD genannt werden. AL-ISNAD war die Kette von Menschen, durch die der Hadith übertragen wurde. Der zweite Teil des Hadith ist AL-MATN, der Inhalt, der die Lehre oder den Vorfall berichtet. Jeder Hadith oder jede Überlieferung muss eine Kette (ISNAD), sowie den Text (MATN) haben. _ ↑↑

 

Es gibt drei Hauptkategorien des Hadith, die

(1) AS-SAHIH oder der authentische Hadith,

(2) AL-HASAN oder der Gute, da herausgefunden wurde, dass einige ihrer Erzähler eine ungenauere Erinnerung haben, verglichen mit den Erzählern der SAHIH Hadith, und

(3) AD-DA'IF oder die schwachen. Dies bezieht sich auf Überlieferungen, in denen es ein Problem mit der Übertragungskette gibt, im richtigen Verständnis des Übermittlers oder in seinen Inhalten, die mit der islamischen Überzeugung und Praxis nicht übereinstimmen.

 

AD-DA'IF Überlieferungen sind weiter unterteilt nach dem Grad der Probleme mit ihren Berichterstattern (RUWAAT) oder mit dem Text (AL-MATN) der Berichte. Einige dieser Unterteilungen sind wie folgt:

 

a) AL-MURSAL: Ein Hadith, in dem ein TAB'I (diejenigen, die dem SAHABAH oder den Gefährten des Propheten nachfolgten) von trägt RASULULLAH (S.A.A.W), direkt abfallend die SAHABI vom ISNAD. _ ↑↑

 

b) Al-MUNQATI: Ein Hadith, der nur bis zum TAB'I zurückgeht.

 

c) AL-MU'DAL: Ein Hadith, in dem an einer oder an mehreren Stellen des ISNAD zwei kontinuierliche Erzähler vermisst werden.

 

d) AL-MU'ALLAQ: Ein Hadith, in dem ein oder zwei Übermittler am Anfang des ISNAD nicht vorhanden sind.

 

In der Scharia oder im islamischen Gesetz werden nur die authentischen (SAHIH) und guten (HASAN) AHADITH (Plural von Hadith) verwendet, um Regeln abzuleiten. Die schwachen (DA'IF) AHADITH haben keinen Wert für den Zweck der Scharia.

 

Wie oben erwähnt, sagte Imam Abu Dawud selbst, dass dies eine MURSALE Tradition ist (d.h. der Erzähler, der es von Aisha übermittelte, fehlt). Was ich interpretiere ist, dass der Erzähler dieses Hadith Khalid B. Duraik ist, der Aischa (radhi Allahu anha, möge Allah mit ihr zufrieden sein) nicht gesehen hat.

 

Da dies ein schwacher Hadith ist, ist er wertlos für die Verwendung in der Scharia. Das bedeutet, dass kein Muslim, keine Islamische Republik oder Regierung Gesetze erlassen kann, die eine muslimische Frau bestrafen, die den HIJAB nicht beachtet, besonders das Haar auf ihrem Kopf zu bedecken. Dies wird in den sogenannten islamischen Ländern nicht praktiziert, wo die religiöse Polizei mit ihren Stöcken muslimische Frauen bedroht und bestraft, die den HIJAB nicht beachten. _ ↑↑

 

Die ganze Zeit habe ich in meinen Argumenten behauptet, dass der Islam die Bescheidenheit in der Kleidung einer muslimischen Frau betont, aber nirgends verlangt er das Tragen des HIJAB (Kopfbedeckung). In der Tat ist auch bei muslimischen Männern eine Bescheidenheit in der Kleidung erforderlich.

 

Gepostet am 6. November 1998. Dieser Artikel wurde in der Ausgabe vom April 1998, Band 19, Nr. 3 der Veröffentlichung "The New Trend" gedruckt.

 

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2 Infos zu Asma

 

Der englische Basis-Text steht unter

 

Inside Islam →→ (0,77 MB)

 

Die Übersetzung erfolgte mit dem Google-Übersetzer, die noch ein wenig nachbearbeitet wurde. Einige Text-Stellen wurden durch Fett-Schrift hervorgehoben und (622) wurde ergänzt.

 

Wichtige Figuren: Asma bint Abi Bakr

Veröffentlicht am 30. Januar 2012 von Reem

 

Eine Straße in Mekka, benannt nach Asma _ ↑↑

 

Eine Frau, die von Muslimen verehrt wird, ist Asma, die Tochter von Abi Bakr, dem engen Freund des Propheten Muhammad. Asma, die auch Ayeshas Halbschwester war, wird in der islamischen Geschichte für ihren Mut, ihre Integrität, Großzügigkeit und Intelligenz in Erinnerung bleiben. Viele wählen ihren Namen für ihre Töchter, in der Hoffnung, dass sie einige der Eigenschaften dieser großen Frau zeigen werden, die im Mittelpunkt dieses Beitrags steht, der achte in einer Reihe über wichtige Männer und Frauen des Islam.

 

Asma wurde um 593 unserer Zeit geboren und war die Tochter von Abi Bakr und seiner ersten Frau Qutaylah. Schließlich ließen sich ihre Eltern scheiden, weil Abi Bakr Muslim wurde. Asma folgte später in die Fußstapfen ihres Vaters und war die 18. Person, die den Islam akzeptierte.

 

Asma erhielt den Spitznamen Dhat an-Nitaqayn (die Eine mit den zwei Hüftbändern) wegen eines Zwischenfalls während der Hidschra nach Medina (622). Der Prophet Muhammad und Abi Bakr waren unter den Letzten, die Mekka verließen. Auf ihrem Weg nach Medina hielten sie an der Höhle von Thawr an. Asma benutzte ihren Hosenbund, um Essensvorräte zu binden, die sie dann ihrem Vater und dem Propheten in die Höhle herabließ. Für diese mutige Tat sagte der Prophet Mohammed ihr, dass sie zu denen im Paradies gehören würde. Ihr Mut ist dort nicht zu Ende. Als Abu Jahl, einer der mekkanischen Führer, zu ihr kam, um nach dem Propheten und ihrem Vater zu suchen, weigerte sich Asma, sie zu verraten. Daraufhin schlug er sie und brachte sie zum Bluten. _ ↑↑

 

Asma war mit Zubayr, dem Cousin, Freund und Begleiter des Propheten, verheiratet. Sie hatten zwei Söhne: Abdullah und Urwah. Auf ihrem Weg nach Medina (622) brachte Asma Abdullah zur Welt, der der erste Muslim war, der nach der Hidschra in Medina geboren wurde. Ihr Sohn Urwah wurde später einer der Gelehrten in Medina. Abdullah starb als Märtyrer, nachdem er den Kalifen Abdul Malik bin Marwan herausgefordert hatte.

 

Nach den vier rechtgeleiteten Kalifen wollten einige Muslime die Herrschaft der Umayyaden nicht. Abdullah war einer der Anwärter auf das Kalifat und gewann einige Anhänger. Abdul Malik bin Marwan entsandte Al-Hajjaj bin Yusuf zu seinem Vertreter im Hijaz-Gebiet. Eine Schlacht folgte dann zwischen den Armeen von Abdul Malik und Abdullah. Abdullahs Truppen wurden besiegt und er wurde getötet. Al-Hajjaj befahl daraufhin, Abdullahs Leiche drei Tage lang aufzuhängen. Als Asma hörte, dass ihr Sohn getötet wurde, ging sie, um den Körper ihres Sohnes zu holen. Dann forderte sie Al-Hajjaj bei einer Rede, die er in Mekka hielt, furchtlos heraus, selbst nachdem er sie bedroht hatte. _ ↑↑

 

Sie starb wenige Tage nach dem Tod ihres Sohnes im Alter von 100 Jahren. Schon in diesem Alter war Asma für ihre scharfe Erinnerung bekannt. In der Tat werden ihr viele Hadith zugeschrieben. Asma ist ein Vorbild für muslimische Mädchen aufgrund ihres Mutes, ihrer Hingabe und ihrer Beiträge zum Glauben. Sie trat nicht nur für das ein, was sie trotz der Risiken glaubte, sondern demonstrierte auch, dass muslimische Frauen starke Mitglieder ihrer Gemeinschaft sein sollten.

 

Eigene Bemerkungen: Es wäre interessant zu wissen, ob es eine belastbare Unterlage gibt, aus der hervorgeht, dass Asma tatsächlich auf der Flucht Abdullah zur Welt brachte. Aischa ist zwar die bekanntere Person aber Asma scheint die interessantere Person zu sein. _ ↑↑

 

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3 Versuch Nr. 1 für das Jahr

 

- U N G Ü L T I G -

Prinzipiell lässt sich das Jahr, in dem der Zeige-Vorgang angeblich stattgefunden haben soll, errechnen. Die vier für die Berechnung erforderlichen Angaben sind jedoch alle mit einer Unsicherheits-Spanne behaftet.

Die vier für die Berechnung erforderlichen Angaben sind:

 

Ai: Geburts-Jahr von Aischa, das in Wikipedia →→ (0,26 MB) nur mit 6. Jahrhundert oder 7. Jahrhundert angegeben wird.

As: Anzahl Jahre, die Asma vor Aischa geboren wurde, denn es ist bekannt, dass Asma die ältere Halb-Schwester von Aischa war. _ ↑↑

Ei: Das Lebens-Jahr, in dem Asma die Geschlechts-Reife erlangte (Ei = erster Ei-Sprung)

Fr: Anzahl der Jahre, die Asma bereits eine Frau war, als sie den Propheten angeblich besuchte.

 

Folgende Spannen werden angenommen:

 

Ai: 613 - 614

As: -1 bis -3

Ei: 11 - 14

Fr: 0 - 1

 

Frühestes Jahr

621 = 613 (Ai) - 3 (As) + 11 (Ei) + 0 (Fr)

 

Spätestes Jahr

628 = 614 (Ai) - 1 (As) + 14 (Ei) + 1 (Fr)

 

621 wäre noch vor dem Umzug nach Medina im Jahre 622 gewesen.

628 wäre bereits nach der Verkündung von Vers 59 und 31 im Jahre 627 gewesen.

 

Bereichs-Reduzierung am unteren Ende _ ↑↑

Der Zeit-Bereich am unteren Ende 621 lässt sich noch um 1 bis 2 Jahre in die Gegenwart verschieben, wenn berücksichtigt wird, dass Aischa bereits mit dem Propheten verheiratet gewesen sein muss, weil sie nur dann Zeuge des (angeblichen) Zeige-Vorganges gewesen sein kann. Angenommen Aischa heiratete mit neun, dann ergäbe sich über ihr Geburts-Jahr 613 oder 614: 613 + 9 = 622 oder 614 + 9 = 623.

 

Der Zeit-Bereich wäre dann 622 bis 628. Das wahrscheinlichste Jahr für den behaupteten Zeige-Vorgang wäre dann der Mittelwert von 622 und 628, also 625 und dies wäre wiederum zwei Jahre vor der Verkündung von Vers 59 und 31 im Jahre 627.

 

Bereichs-Reduzierung am oberen Ende

Der Zeit-Bereich am oberen Ende 627 lässt sich jedoch noch etwas in die Vergangenheit verschieben, indem die Heirat von Asma berücksichtigt wird. Gemäß Wikipedia lautet es: „Nach der Hidschra (622) heiratete Asma den Propheten-Gefährten az-Zubair ibn al-ʿAuwām.“ Leider steht nicht dabei, wann sie heiratete. Es wird einmal angenommen, dass Asma in den ersten drei Jahren nach der Ankunft in Medina heiratete. _ ↑↑

 

Eine Heirat drei Jahre nach der Medina-Ankunft wäre 625. Weiterhin wird angenommen, dass der angebliche Besuch von Asma beim Propheten noch VOR ihrer Heirat war, denn nur dann hätte sie einen Grund für einen Besuch beim Propheten in sparsamer Bekleidung gehabt, weil sie vielleicht versuchen wollte, eine weitere Frau des Propheten zu werden. Nach der Heirat hätte Asma den Propheten ganz bestimmt nicht mehr in leichter Bekleidung besucht, weil ihr Mann ein Propheten-Gefährte war.

 

Egal wie gerechnet wird, das angebliche Zeige-Ereignis müsste 625 oder früher gewesen sein, also mindestens zwei Jahre VOR der Verkündung von Vers 59 und 31. Zu diesem Zeitpunkt gingen aber die meisten Frauen noch busenfrei oder nackt in die Öffentlichkeit. Es ist unter dieser Randbedingung nur schwer vorstellbar, dass der Prophet Asma gegenüber kundtat, dass von einer Frau nur Gesicht und Hände zu sehen sein dürfen, zumal Asma selbst nie von diesem Erlebnis berichtete, was doch am naheliegendsten gewesen wäre.

 

In Wikipedia wird unter dem Stichwort „Asmā' bint Abī Bakr“ folgendes (gekürzt) aufgeführt:

- Asmāʾ gehörte zu den frühesten Anhängern Mohammeds in Mekka.

- Asmāʾ versorgte die kleine Gruppe um Mohammed drei Tage lang in einer Höhle nahe Mekka.

- Asmāʾ heiratete nach dem Umzug von Mekka nach Medina. Hierbei ist unklar, ob sie zum Zeitpunkt des angeblichen Zeige-Vorganges bereits verheiratet war oder noch nicht. _ ↑↑

 

Da Asma noch in Mekka zu den ersten gehörte, die den neuen Glauben annahmen, sie weiterhin zu dem kleinen Kreis derer gehörte, die (etwas unfreiwillig) von Mekka nach Medina umzogen und sie die Tochter des Mannes war, der sicherlich zu den engsten Vertrauten Mohammeds zählte, kannten sich Asma und der Prophet sicherlich recht gut. Außerdem hatte Asma mit ihrem Vater Abi Bakr und ihrer Halb-Schwester Aischa zwei dem Propheten nahestehende Informations-Quellen und kannte somit sehr wahrscheinlich die Vorstellungen Mohammeds zur Frauen-Bekleidung.

 

Als eine der ersten gläubigen Frauen befolgte Asma ganz bestimmt die ihr sehr wahrscheinlich bekannten Vorstellungen Mohammeds zur Frauen-Bekleidung und zwar nicht nur, wenn sie ihn besuchte, sondern auch generell.

 

In Anbetracht dessen, dass die hochschwangere Asma die kurzzeitigen Höhlen-Bewohner unter Einsatz ihres Lebens mit Nahrung versorgte, ist es sowieso kaum zu glauben, dass sich der Prophet gegenüber seiner „Retterin“ so verhielt, wie in der Zeige-Geschichte widergegeben. _ ↑↑

 

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4 Versuch Nr. 2 für das Jahr

 

- U N G Ü L T I G -

Ein weiterer Versuch, das Jahr mit dem angeblichen Zeige-Ereignis herauszufinden

Bei diesem Versuch wird das Geburts-Jahr des wahrscheinlich ersten Sohnes von Asma herangezogen, der den Namen Abdallāh ibn az-Zubair trägt. Da es sich bei diesem ersten Kind um eine bedeutende Persönlichkeit handelt, wurde sie in Wikipedia erfasst. Abdallāh ibn az-Zubair wurde gemäß Wikipedia →→ (0,30 MB) bereits 619 geboren. Daraus lässt sich zurück rechnen, dass Asma ungefähr 605 zur Welt gekommen sein muss. Da Asma gemäß Wikipedia erst 692 starb, wurde sie für die damalige Zeit erstaunliche 87 Jahre alt.

 

Das Zeige-Ereignis müsste entweder 618 oder 619 stattgefunden haben, wenn einmal unterstellt wird, dass Asma noch Jungfrau war, als sie verführerisch gekleidet beim Propheten erschien. Zu diesem Zeitpunkt war ihre Halb-Schwester Aischa gerade mal 4 - 6 Jahre, da sie 613 oder 614 geboren wurde. Es darf angezweifelt werden, dass Aischa in diesem Alter die Bedeutung des angeblichen Zeige-Ereignisses erkannte. Somit ist es nur schwer vorstellbar, dass Aischa das angeblich Gesehene einer unbekannten Person erzählte, die es wiederum Khalid B. Duraik erzählte und der es schließlich demjenigen erzählte, der es dann aufschrieb. Kinder mit 4 - 6 Jahren haben normalerweise nur zur Familie Kontakt. _ ↑↑

 

Außerdem war Aischa mit 4 - 6 Jahren noch zuhause bei ihrer Familie und noch nicht beim Propheten. Aischa konnte somit das angebliche Zeige-Ereignis im Hause des Propheten überhaupt nicht beobachtet haben. Dies bedeutet, dass Aischa als Berichtende des Zeige-Ereignisses NICHT in Frage kommt.

 

Realistischerweise kommt für das angebliche Zeige-Ereignis nur die kurze Zeit-Spanne zwischen Erreichung der Fruchtbarkeit und dem Verlust der Jungfräulichkeit in Frage.

 

Noch zu bedenken

Nachdem Asma eine feste Beziehung zu ihrem späteren Ehe-Mann und dem Vater all ihrer Kinder eingegangen war, konnte es kaum sein, dass Asma dann noch allein und womöglich auch noch heimlich und leicht bekleidet zum Propheten ging. Der Grund für diesen Ausschluss ist ganz einfach: Der Partner von Asma war gleichzeitig ein Gefährte des Propheten. Der Asma-Partner und Propheten-Gefährte hieß „az-Zubair ibn al-ʿAuwām“.

 

Wäre also Asma zu der Zeit, als sie bereits eine feste Beziehung zu ihrem späteren Ehe-Mann „az-Zubair ibn al-ʿAuwām“ hatte, ohne dessen Wissen zum Propheten gegangen, hätte der Prophet dies seinem Gefährten „az-Zubair ibn al-ʿAuwām“ früher oder später erzählt, da sich Prophet und Gefährte bestimmt regelmäßig trafen. Da Asma zweifellos eine kluge Frau war, konnte sie sich eine solche Rückmeldung denken und ging deshalb ganz bestimmt nicht unerlaubt zum Propheten. _ ↑↑

 

Der Prophet und sein Gefährte hatten sicherlich die gleichen Bekleidungs-Vorstellungen für Frauen. Asma musste also wissen, wie sie sich zu kleiden hätte, wenn sie mit Erlaubnis ihres Partners den Propheten besucht hätte.

 

Da Asma ihr erstes Kind „Abdallāh“ 619 zur Welt brachte, mussten Asma und der Kindes-Vater „az-Zubair ibn al-ʿAuwām“ bereits 618, spätestens jedoch Anfang 619 in einer festen Beziehung gelebt haben. Das Zeige-Ereignis hätte also rund 9 Jahre VOR der Verkündung von Vers 59 und 31 im Jahre 627 liegen müssen.

 

Merkwürdig ist, dass Asma noch in Mekka 619 ein Kind von „az-Zubair ibn al-ʿAuwām“ bekam, beide jedoch erst 622 in Medina heirateten. Anscheinend gab es auch damals schon „wilde Ehen“. Dass Asma dennoch eine „anständige“ Frau war, ist daran zu erkennen, dass alle ihre Kinder denselben Vater hatten. Allein aus diesem Grund ist es nur schwer vorstellbar, dass die Zeige-Geschichte stimmt.

 

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5 Versuch Nr. 3 für das Jahr

 

- U N G Ü L T I G -

Und weiter geht die Suche _ ↑↑

Um das Jahr des angeblichen Zeige-Ereignisses, an dem Asma, der Prophet und Aicha beteiligt gewesen sein sollen, herauszufinden, kann folgendes als feste Randbedingung genutzt werden:

Das angebliche Zeige-Ereignis muss VOR Beginn der ersten Schwangerschaft gewesen sein, weil der Vater des ersten und aller weiteren Kinder von Asma ein Gefährte des Propheten war.

 

Asma konnte es also ab Beginn ihrer ersten Schwangerschaft nicht mehr wagen, einfach nur so zum Spaß leicht bekleidet beim Propheten aufzutauchen, weil dies der Prophet dem Gatten von Asma mitgeteilt hätte und ein Ehe-Krach die Folge gewesen wäre. Dies konnte sich die kluge Asma natürlich denken.

 

Die große Frage ist nur, wann begann ihre erste Schwangerschaft?

 

Asma hatte acht Kinder. Leider wird nirgends angegeben, in welcher Reihenfolge die Kinder zur Welt kamen. Weiterhin wird nur von zwei ihrer acht Kinder ein Geburts-Jahr angegeben. Da eines dieser beiden Kinder erst 644 zur Welt gekommen sein soll, bleibt nur der Sohn mit dem früheren Geburts-Jahr für die nachfolgende Betrachtung. Für diesen Sohn gibt es jedoch gleich drei Angaben für das Geburts-Jahr: 619 (Wikipedia), 622 (siehe auf dieser Webseite weiter oben: Inside Islam) und Mai 624 (scheint eine Google-Angabe zu sein).

 

Allen drei Jahres-Angaben ist gemeinsam, dass die Herleitung fehlt. Die Jahres-Zahl steht einfach nur da und es wird nicht erläutert, wie diese Zahl zustande gekommen ist. Somit müssen alle drei Jahres-Angaben als gleich unsicher gewertet werden. Durch die Angabe des Monats Mai wird die Jahres-Zahl 624 auch nicht sicherer. _ ↑↑

 

Die früheste der drei Jahres-Angaben 619 wurde im vorherigen Abschnitt „Ein weiterer Versuch …“ ausführlich behandelt, mit dem Ergebnis, dass Aischa erst fünf war und mangels Anwesenheit beim Propheten nicht berichten konnte.

 

Die mittlere der drei Jahres-Angaben 622 bedeutet, dass Asma wahrscheinlich bereits 621 schwanger wurde. Hätte Aischa den Propheten mit neun geheiratet, wäre dies 613 + 9 = 622 gewesen. Aischa hätte also auch in diesem Fall nicht Zeuge des angeblichen Zeige-Vorganges sein können.

 

Die späteste der drei Jahres-Angaben Mai 624 bedeutet, dass Asma wahrscheinlich bereits 623 schwanger wurde. In diesem Fall hätte Aischa Zeuge des angeblichen Zeige-Vorganges sein können. Wenn davon ausgegangen wird, dass Asma 593 - 595 geboren wurde, wäre sie bei der Geburt im Jahre 624, 29 - 31 Jahre alt gewesen. Dies kann für eine Erst-Gebärende als fast schon unglaublich spät angesehen werden.

 

Es gibt keine Überlieferung, aus der hervorgeht, dass Aischa und Asma NACH dem angeblichen Zeige-Ereignis in der Öffentlichkeit stets nur noch Gesicht und Hände offen zeigten. _ ↑↑

 

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6 Islam-Akademie (Aischa-Heirat)

 

Islam-Akademie.de →→ (1,54 MB, 25 S.)

 

Auf dieser externen Sub-Webseite, die erst im Jahre 2017 erstellt wurde, wird das Heirats-Alter von Aischa untersucht und bestimmt. Da hierbei ihre Halb-Schwester Asma eine bedeutende Rolle spielt, kommt sie in dieser Untersuchung 19-mal vor. Dadurch liefert diese Untersuchung auch wichtige Informationen zu Asma. Der Alters-Unterschied zwischen beiden Halb-Schwestern beträgt zum Beispiel zwischen 10 und 20 Jahren.

 

Alle Versuche, für bestimmte Ereignisse jeweils eine genaue Jahres-Zahl zu bestimmen, werden enorm erschwert, weil die damaligen Araber in der Region Mekka und Medina keinen Kalender führten.

 

Die Sub-Webseite von Islam-Akademie unterscheidet sich wohltuend von den meisten anderen Webseiten, weil hier nicht nur einfach Jahres-Zahlen hingeschrieben werden, sondern oftmals auch die Herleitung der Jahres-Zahlen angegeben wird. _ ↑↑

 

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7 Versuch Nr. 4 für das Jahr (gültig)

 

Einige der in den beiden nachfolgenden Zeit-Skalen 1 und 2 angegebenen Jahres-Zahlen wurden der Sub-Webseite von Islam-Akademie.de entnommen und zwar der Tabelle, die es auf dieser Seite gibt.

 

Zeit-Skalen zur Zeige-Geschichte

Wegen des großen Sprunges beim Geburts-Jahr von Asma, der rund 10 Jahre beträgt und der bislang nicht beseitigt werden konnte, müssen zwei separate Zeit-Skalen angelegt und auch separat kommentiert werden, weil ansonsten die Angelegenheit zu unübersichtlich würde. _ ↑↑

 

Zeit-Skala 1

Asma-Geburt 593 bis 595

 

569 / 570: Mohammed-Geburt

593 - 595: Asma-Geburt

613 / 614: Aischa-Geburt

607 - 611: Asmas Geschl. Reife 14-16 J.

619 / 620: Aischas Verlobung mit 5-7 J.

618/621/623: Asma wurde schwanger

622: Mekka → Sohn-Geburt → Medina

619/622/624: Asma bekam Sohn

624: Aischas Heirat mit 10-11 J.

627: Verkündung Vers 59 und 31

720: Erfindung der Zeige-Geschichte

880: Abû Dawûd-Sammlung (Sunna)

 

Erläuterungen zur Zeit-Skala 1 _ ↑↑

Zu „593 - 595: Asma-Geburt“: Wikipedia gibt als Geburts-Zeitpunkt nur sehr ungenau das sechste oder siebte Jahrhundert an. Wird 593 angenommen, ergibt sich mit 29 Jahren ein ungewöhnlich hohes Alter für eine Erst-Geburt und mit 100 Jahren ein ungewöhnlich hohes Alter, wenn als Todes-Jahr 693 angenommen wird.

 

Zu „607 - 611: Asmas Geschl. Reife 14-16 J.“ = Asmas Geschlechts-Reife mit 14 bis 16 Jahren (Annahme). Die Geschlechts-Reife von Asma würde also ungefähr mit dem Beginn der Propheten-Verkündungen im Jahre 610 zusammenfallen.

 

Zu „618/621/623: Asma wurde schwanger“: Es wurde vereinfacht angenommen, dass die Schwangerschaft ein Jahr vor der Geburt begann. Das fehlende viertel Jahr kann hinzugerechnet werden, weil es zwischen Asma und dem Vater ihrer Kinder bereits mindestens drei Monate VOR Schwangerschaft-Beginn eine feste Beziehung gegeben haben sollte.

 

Zeige-Episode

Asma hätte bei der Zeit-Skala 1 zwischen 607 und 611 die Geschlechts-Reife erlangt. Da war Aischa noch nicht geboren. Damit Aischa als berichtende überhaupt infrage kommt, müsste Asma mindestens bis zur Verlobung von Aischa im Jahre 619 / 620 eine Frau gewesen sein, also 8 bis 13 Jahre lang, bevor sie (angeblich zu) leicht bekleidet vor den Propheten trat. In diesen 8 bis 13 Jahren sahen sich Asma und der Prophet sicherlich mehrmals, ohne dass der Prophet etwas an ihrer Bekleidung beanstandete.

 

Als Ergebnis kommt heraus, dass die Zeige-Episode bei der Zeit-Skala 1 nahezu unmöglich stattfand. _ ↑↑

 

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8 Versuch Nr. 5 für das Jahr

 

Zeit-Skala 2

Asma-Geburt 603 / 604

 

569 / 570: Mohammed-Geburt

603 / 604: Asma-Geburt

613 / 614: Aischa-Geburt

617 - 620: Asmas Geschl. Reife 14-16 J.

619 / 620: Aischas Verlobung mit 5-7 J.

618/621/623: Asma wurde schwanger

622: Mekka → Sohn-Geburt → Medina

619/622/624: Asma bekam Sohn

624: Aischas Heirat mit 10-11 J.

627: Verkündung Vers 59 und 31

720: Erfindung der Zeige-Geschichte

880: Abû Dawûd-Sammlung (Sunna)

 

Erläuterungen zur Zeit-Skala 2 _ ↑↑

Zu „603 / 604: Asma-Geburt“: Bei der Geburt von Asma im Jahre 603 oder 604, wäre sie bei der Geburt ihres Sohnes im Jahr 622 achtzehn oder neunzehn Jahre alt gewesen, was noch in den Bereich „normal“ fällt. Das erreichte Alter wäre mit 88 bis 90 Jahren immer noch gewaltig.

 

Zu „617 - 620: Asmas Geschlechts-Reife mit 14 bis 16 Jahren“: Nur die Jahre 619 / 620 würden in eine Zeit fallen, in der Aischa bereits verlobt war und somit prinzipiell als Berichtende infrage käme. 617 = 603 + 14 und 620 = 604 + 16

 

Zeige-Episode

Zwischen 619 / 620 und 624 war Aischa verlobt. In dieser Zeit war Aischa noch nicht fest beim Propheten, sondern höchsten besuchsweise. Angenommen, dass die Zeige-Episode zwischen 619 und 624 war, hätte Aischa zufällig auch beim Propheten gewesen sein müssen. Es kommt aber nur 619 bis 620 infrage, weil Asma im Jahre 621 schwanger wurde.

 

Wie wahrscheinlich die Zeige-Episode für die Zeit-Skala 2 ist, bleibt dem Leser überlassen.

 

Gemeinsames: _ ↑↑

Für beide Zeit-Skalen ist das Zeit-Fenster für das behauptete Zeige-Ereignis 619 bis 620. Die untere Grenze 619 ergibt sich durch die Verlobung Aischas, denn erst ab ihrer Verlobung war sie manchmal beim Propheten. Die obere Grenze ergibt sich durch den Schwangerschaft-Beginn Asmas. In dem Zeit-Fenster 619 bis 620 war Aischa sechs bis maximal sieben Jahre alt. Ein Mädchen in diesem Alter hätte das (angeblich) beobachtete Ereignis bestimmt nicht der erst besten fremden Person, die ihr über den Weg lief, erzählt. Viel wahrscheinlicher wäre es gewesen, dass Aischa ihre (angebliche) Beobachtung ihren Eltern erzählt hätte. Ob die Eltern dann das (angebliche) Ereignis für so wichtig gehalten hätten, dass sie zu jemandem gingen, der es dann niederschrieb, ist nicht besonders wahrscheinlich.

 

Allgemein:

Grundsätzlich sollten sich Asma und der Prophet auch schon VOR der Geschlechts-Reife hin und wieder gesehen haben, weil der Vater von Asma ein enger Gefährte des Propheten war. Bei diesen früheren Treffen war Asma wahrscheinlich ebenso leicht bekleidet, wie in der Zeige-Geschichte erwähnt. Nach der Erlangung der Geschlechts-Reife sahen sich der Prophet und Asma vielleicht auch mal wieder und Asma war bei diesem Treffen genauso leicht bekleidet wie vor der Geschlechts-Reife. _ ↑↑

 

Nachdem Asma zur Frau geworden ist und sie sich und der Prophet erstmals wiedersahen, ist es nur schwer vorstellbar, dass der Prophet vor Asma so eine Show abgezogen haben. Besonders schwer ist hierbei zu glauben, dass sich der Prophet (angewidert) von Asma abgewendet haben soll. Immerhin kannte er Asma von Kindes Beinen an. Da hätte doch zum Beispiel folgendes belehrendes Wort genügt: „Du solltest Dich nun als Frau doch ein wenig mehr bedecken.“ Hierbei ist auch noch zu berücksichtigen, dass die bekleidungsrelevanten Verse erst sieben bis acht Jahre später verkündet wurden. Woher sollte Asma also wissen, was erst viel später verkündet wurde?

 

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9 Asma in Islam-Pedia

 

ISLAM-PEDIA.DE →→ (0,27 MB)

 

Auf dieser Sub-Webseite wird sogar der Ort genannt, an dem Asma ihren Sohn zur Welt brachte. Dieser Ort hat den Namen „Quba“. Deshalb kann das Sohn-Geburts-Jahr mit 622 als gesichert angesehen werden. _ ↑↑

 

Auf der Sub-Webseite von Islam-Pedia wurde auch eine besonders ausführliche Version der Zeige-Geschichte widergegeben. Dies zeigt klar und deutlich, dass hier einiges hinzuerfunden wurde (im nächsten Punkt 10 unter V2 fett angelegt). Wenn es darum geht, Frauen vom Hidschab zu überzeugen, ist eine bestimmte Personen-Gruppe äußerst einfallsreich darin, sich immer wieder irgendetwas Neues einfallen zu lassen, um die angebliche Hidschab-Pflicht zu begründen.

 

Das eigentlich Verwerfliche ist jedoch, dass auch in diesem Fall auf folgendes NICHT hingewiesen wurde:

Dieser Hadith ist ein sogenannter SCHWACHER, weil es einen Bruch in der Überlieferungs-Kette gibt. Dieser Hadith hat deshalb nicht das Anrecht darauf, in die Scharia aufgenommen zu werden.

 

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10 Versionen Zeige-Geschichte

 

V1 ISLAMIQ.DE →→ (8,91 MB!)

Das Bekleidungsgebot lässt sich auch aus einem Hadith ableiten, welcher in der Sammlung von Abû Dawûd überliefert ist: „Aischa berichtet: Asmâ bint Abî Bakr erschien in freizügiger Kleidung vor dem Propheten. Dieser wendete sich von ihr ab und sprach: ‚O Asmâ! Wenn die Frau ihre Geschlechtsreife erlangt hat, dann sollte nichts von ihr zu sehen sein, außer diesem!’ Und er zeigte auf sein Gesicht und seine Hände. _ ↑↑

 

V2 ISLAM-PEDIA.DE →→ (0,27 MB)

Aischa (Allahs Wohlgefallen auf ihr) überlieferte, dass Asma' bint Abi Bakr (Allahs Wohlgefallen auf beiden) bei dem Propheten (Allahs Segen und Friede auf ihm) eintrat und mit einem dünnen Kleidungsstück bekleidet war, da wandte sich der Prophet (Allahs Segen und Friede auf ihm) von ihr ab und sagte zu ihr:

”Oh Asma’, wenn eine Frau das Alter der Menstruation erreicht hat, so darf von ihr nichts gesehen werden außer diesem und er zeigte auf sein Gesicht und seine Hände, denn das ist besser geeignet als Vorsichtsmaßnahme und unter Berücksichtigung der Verdorbenheit der Menschen. So zeigt die Frau nichts von ihrem Schmuck außer dem, was von ihrem Gesicht und ihren Händen sichtbar ist. Allah ist der Verleiher von Erfolg, es gibt keinen Herrn außer ihm.” (Hadith bei Abu Dawud)

 

V3 TURKISH-TALK.COM →→ (1,16 MB)

Aischa, die Frau des Propheten, berichtet, dass der Prophet seinen Blick von ihrer Schwester Asma abwandte, als diese einmal mit durchsichtiger Kleidung zu ihm kam. Er sagte zu ihr: "Asma, wenn eine Frau ihre erste Regelblutung hatte, soll man nichts von ihr sehen, außer diesem und diesem." Und er zeigte dabei auf sein Gesicht und seine Hände. _ ↑↑

 

Kommentar von Selâm: Was hat der Prophet da gesagt? Das was jeder vernünftige Mann unabhängig von der Religion sagen würde, wenn seine Schwägerin wie eine Lolita sein Regungsvermögen aufkratzt!

Idee: Weil es sonst Zoff mit der Schwester gibt (Alter hat ihn ja nicht gestört, Aïcha selbst war noch ein absolutes Kind für unser sicher viel richtigeres dafürhalten)!

Wenn ich das richtig sehe und wenn die Anekdote stimmt, killen sich die Menschen gegenseitig wegen der unverschämt durchsichtigen Bekleidung von einer Lolita die vermutlich immer noch heute in unserem viel sittlicheren Zeitalter eine viel zu junge Minderjährige nach unserem Rechtsverständnis wäre, einer der Kardinalfehler vom Propheten, die seinem Ansehen im Westen immer noch zurecht sehr schadet! Es gibt wirklich nichts, was es nicht gibt! Wie alt war Asma denn zum Zeitpunkt der Sprüche?

 

Kommentar von Marion: Also, wenn vor dem Propheten ein Mädel rumgesprungen ist, das kaum etwas

anhatte … (durchsichtige Kleider) … und dann noch ihre Tage hatte, dann ist es doch wohl völlig normal, dass man dem Mädchen sagt, lauf nicht so rum, das sieht nicht gut aus. Daraus dann zu machen, dass sich eine Frau immer bedecken soll, finde ich arg übertrieben...

 

Eigener Kommentar: Selâm ist eine kluge Frau. Aus ihrem Nachsatz, wenn die Anekdote stimmt, und der Frage, wie alt war Asma denn zum Zeitpunkt der Sprüche, lässt sich ihr Verdacht erkennen, dass die Anekdote nicht stimmen bzw. erfunden sein könnte. Offenbar hat sie die Angelegenheit jedoch aus Zeitmangel nicht weiterverfolgt. _ ↑↑

 

V4 SUNNAH.COM→→ (0,44 MB)

4a Arabisch

باب فِيمَا تُبْدِي الْمَرْأَةُ مِنْ زِينَتِهَا

حَدَّثَنَا يَعْقُوبُ بْنُ كَعْبٍ الأَنْطَاكِيُّ، وَمُؤَمَّلُ بْنُ الْفَضْلِ الْحَرَّانِيُّ، قَالاَ حَدَّثَنَا الْوَلِيدُ، عَنْ سَعِيدِ بْنِ بَشِيرٍ، عَنْ قَتَادَةَ، عَنْ خَالِدٍ، - قَالَ يَعْقُوبُ ابْنُ دُرَيْكٍ - عَنْ عَائِشَةَ، رضى الله عنها أَنَّ أَسْمَاءَ بِنْتَ أَبِي بَكْرٍ، دَخَلَتْ عَلَى رَسُولِ اللَّهِ صلى الله عليه وسلم وَعَلَيْهَا ثِيَابٌ رِقَاقٌ فَأَعْرَضَ عَنْهَا رَسُولُ اللَّهِ صلى الله عليه وسلم وَقَالَ ‏ "‏ يَا أَسْمَاءُ إِنَّ الْمَرْأَةَ إِذَا بَلَغَتِ الْمَحِيضَ لَمْ تَصْلُحْ أَنْ يُرَى مِنْهَا إِلاَّ هَذَا وَهَذَا ‏"‏ ‏.‏ وَأَشَارَ إِلَى وَجْهِهِ وَكَفَّيْهِ ‏.‏ قَالَ أَبُو دَاوُدَ هَذَا مُرْسَلٌ خَالِدُ بْنُ دُرَيْكٍ لَمْ يُدْرِكْ عَائِشَةَ رضى الله عنها ‏.

 

4b English

Asma, daughter of Abu Bakr, entered upon the Messenger of Allah wearing thin clothes. The Messenger of Allah turned his attention from her. He said: O Asma', when a woman reaches the age of menstruation, it does not suit her that she displays her parts of body except this and this, and he pointed to his face and hands.

Abu Dawud said: This is a mursal tradition (i.e. the narrator who transmitted it from 'Aishah is missing) Khalid b. Duraik did not see 'Aishah. _ ↑↑

 

4c Deutsch

Asma, die Tochter Abu-Bakr, trat in dünnen Kleidern vor den Gesandten Allahs. Der Gesandte Allahs wandte seine Aufmerksamkeit von ihr ab. Er sagte: O Asma, wenn eine Frau das Alter der Menstruation erreicht, passt es ihr nicht, dass sie ihre Körperteile außer diesem und diesem zeigt, und er zeigte auf sein Gesicht und seine Hände.

Abu Dawud sagte: Dies ist eine MURSALE Überlieferung (d.h. der Erzähler, der es von Aischa übertragen hat, fehlt). Khalid b. Duraik sah Aischa nicht.

 

V5 FOR PEOPLE WHO →→ (0,02 MB)

5a English

Aisha said: Asthma', daughter of Abu Bakr, entered upon the Apostle of Allah (may peace be upon him) wearing thin clothes. The Apostle of Allah (peace be upon him) turned his attention from her. He said: O Asthma', when a woman reaches the age of menstruation, it does not suit her that she displays her parts of the body except this and this, and he pointed to her face and hands.

 

5b Deutsch

Aischa sagte: Asma, Tochter von Abu-Bakr, trat in dünnen Kleidern vor den Apostel Allahs (möge Friede mit ihm sein). Der Apostel Allahs (Friede sei mit ihm) wandte seine Aufmerksamkeit von ihr ab. Er sagte: Oh Asma, wenn eine Frau das Alter der Menstruation erreicht, dann ist es für sie unpassend, wenn sie ihre Körperteile außer diesem und diesem zeigt, und er ZEIGTE auf ihr Gesicht und ihre Hände. _ ↑↑

 

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11 Versionen Ansar-Hadith

 

W1 ISLAM-FATWA→→ (0,70 MB)

Aischa sagte: „Möge Allah den frühen ausgewanderten Frauen (Frauen der Ansar) gnädig sein. Als die AYAH (der Vers 31) ‚Sie sollen etwas von ihrem Überwurf über sich herunterziehen‘ offenbart wurde, schnitten sie ihre Unterröcke auseinander, um damit ihre Gesichter zu bedecken.“ (Hadith von BUCHARI)

 

Eigen-Hinweise: Diese Version des Ansar-Hadith wird als „Gesichts-Hadith“ bezeichnet. Gemäß Wikipedia handelt es sich bei den „Ansar“ um die Anhänger des Propheten, die bereits vor dem Propheten, also vor 622, in die Stadt Medina auswanderten (von Mekka kommend). Die Ansar nahmen im Jahre 622 den Propheten mit Gefolge in Medina auf.

 

W2 DIE SÜSSE DES GLAUBENS →→ (6,21 MB)

a) Es wurde überliefert, dass ‚Aischa (Allahs Wohlgefallen auf ihr) sagte: „Möge Allah den Frauen der Muhaajirin gnädig sein. Als Allah die Worte offenbarte (sinngemäß) “sie ihre Tücher über ihre Juyubihinna (daher ihre Körper, Gesichter, Nacken und Brüste) schlagen“ [an-Nur 24:31], zerrissen sie ihre Unterröcke und bedeckten ihre Gesichter damit.“ (Überliefert von BUCHARI (al-Bukhaari, 4480)) _ ↑↑

 

b) Bei Allah, niemals sah ich bessere Frauen oder stärkere in der Befolgung des Buches Allahs als die Frauen der Ansar. Als Surat An-Nur herabgesandt wurde - ‚… und dass sie ihre Tücher um ihre Kleidungsausschnitte schlagen …‘ - gingen ihre Männer nach Hause und berichteten ihnen, was Allâh offenbart hatte. Jeder zitierte den Vers vor seiner Frau, seiner Tochter, Schwester und den Verwandten. Es gab keine Frau, die nicht auf der Stelle aufstand, ihren Rock zerriss und sich selbst von Kopf bis Fuß (i’tajarât) damit bedeckte. Am nächsten Tag beteten sie von Kopf bis Fuß bedeckt (mu’tajirât) das Fajr-Gebet.“ [Fathu-l-Bâri]

 

Eigen-Hinweise: a) Diese Version des Ansar-Hadith wird als „Gesichts-Hadith“ bezeichnet. Juyubihinna = Juyuwbihin bedeutet nur Busen. b) Diese Version des Ansar-Hadith wird als „Kopf-Fuß-Hadith“ bezeichnet.

 

W3 ISLAMIQ.DE →→ (8,91 MB!)

Aischa wird dazu mit folgenden Worten zitiert: „Allah soll sich der Frauen der Auswanderer erbarmen. Sie haben sofort im Anschluss des Gebotes, sie sollen ihre Kopftücher über ihren Busen schlagen, einen

Teil ihrer Röcke abgeschnitten und daraus ein Kopftuch gemacht.“ [9]

[9] BUCHARI, Sahih, Auslegung des 31. Verses der Sure an-Nur _ ↑↑

 

Eigen-Hinweise: Diese Version des Ansar-Hadith wird als „Kopftuch-Hadith“ bezeichnet.

Obwohl W1 bis W3 dieselbe Quelle BUCHARI (al-Buchari, 810 - 870) nennen, fallen die drei Texte erstaunlich unterschiedlich aus. Zunächst lautet es „um damit ihre Gesichter zu bedecken“ (W1+W2) und dann soll stimmen „und daraus ein Kopftuch gemacht“ (W3). Nicht nur an diesem Beispiel wird deutlich, wieviel Männer-Einfallsreichtum im Spiel ist, um Frauen davon zu überzeugen, dass die mehr oder weniger vollständige Kopf-Bedeckung eine religiöse Pflicht sein soll, obwohl dies im ursprünglichen Islam des Propheten bestimmt nicht so war.

 

Es sollte eigentlich jeder von sich aus erkennen, dass es Blödsinn wäre, Kleidung zu zerkleinern, um damit Teile des Kopfes oder auch den gesamten Kopf zu bedecken. Die Frauen hatten bereits seit Jahrhunderten diese länglichen Stoff-Stücke, auch HIMAR oder KHIMAR genannt, mit denen sie problemlos ihr Haupt bedecken konnten, wenn sie es wollten. W1 bis W4 basieren offenbar auf W5. Die erheblichen Veränderungen gegenüber W5 sind jedoch genauso erfunden, wie die Zeige-Geschichte.

 

W4 TURKISH-TALK.COM →→ (1,16 MB)

Als der Prophet Mohammed mit den Versen über das Kopftuch kam, haben die Gefährtinnen es als Kopftuch-Pflicht empfunden. Deswegen haben sie (die Frauen) auch ihre Kleider zerrissen und über ihren Kopf gezogen. Wäre es falsch gewesen das zu tun, dann hätte der Prophet Mohammed die Pflicht gehabt zu sagen, dass es falsch ist. _ ↑↑

 

Selâm (Forum-Teilnehmerin) fragt: Aus welchem der 6 authentischen Hadith-Bücher entstammt dieses Hadith und welche Referenz-Nummer trägt es? Ich suche es, seit Du es uns vorgetragen hast, aber es ist scheinbar nichts Derartiges zu finden!

 

Eigen-Hinweis: Diese Version des Ansar-Hadith ähnelt noch am ehesten dem „Gesichts-Hadith“.

 

W5 Kleider-Ordnung→→ (0,63 MB)

Ein Bericht von Umm Salama (einer Frau des Propheten): „Als der Vers (59) ‚Sie sollen ihre Über-Gewänder reichlich über sich ziehen‘ offenbart wurde, schienen die Frauen der Ansar Krähen auf ihren Köpfen zu tragen, durch das Tragen der Jalabib (Plural von Jilbab).“ (Sunna Abu Dawud 32/409)

 

Eigen-Hinweise: Diese Version des Ansar-Hadith wird als „Krähen-Hadith“ bezeichnet.

Nur das letzte Zitat W5 ist aus der Sammlung von Abu Dawud. Es ist aber leider recht unverständlich. Die anderen vier Zitate basieren offenbar auf Zitat W5. Sie wurden jedoch erheblich verändert.

Die Varianten W1 bis W4 werden gerne und oft mit folgenden beiden Erläuterungen mündlich oder schriftlich ergänzt:

 

(1) Es wird ergänzend gesagt oder geschrieben, dass die Frauen der Ansar, als ihnen Vers 24:31 vorgelesen wurde, diese doch wohl am besten verstanden haben müssen, als sie ihre Gewänder zerschnitten, weil sie damals lebten. _ ↑↑

 

(2) Es wird ergänzend gesagt oder geschrieben, dass die Frauen der Ansar doch wohl richtig gehandelt haben, als sie Vers 24:31 hörten, weil der Prophet nicht sagte, dass dieses Handeln falsch war.

 

Abwandlungen von Zitat W5 sind jedoch eine spätere reine Erfindung. Somit konnte der Prophet auch nichts dazu sagen, weil er zum Zeitpunkt der Erfindung schon längst tot war.

 

Die beiden Verse wurden jedoch überhaupt nicht für die Frauen verkündet, die sich vor dem Verlassen des Hauses bereits ein Gewand anzogen oder wenigstens ihre Busen bedeckten, sondern die Verse wurden verkündet für die im Hause nackten Frauen, die genauso nackt in die Öffentlichkeit gingen.

 

Bei der Auslegung oder Interpretation von Vers 33:59 ist zu berücksichtigen, dass die freien Frauen, egal ob mit Gewand oder nackt, bereits meistens eine Kopf-Bedeckung trugen, um sich gut von den Sklavinnen abzuheben. Wozu also noch eine zweite Kopf-Bedeckung fordern, die vom Gewand abzuschneiden ist?

 

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12 Ereignisse um das Jahr 840

 

Ungefähr im Jahre 840, als es keine Zeit-Zeugen mehr von der vorislamischen Frauen-Nacktheit gab, fand vermutlich folgendes statt: _ ↑↑

- Es wurde das Zeige-Ereignis erfunden.

- Es wurden die beiden Verse 33:59 und 24:31 so umgestaltet und uminterpretiert, dass sie halbwegs zum frei erfundenen Zeige-Ereignis passen.

 

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13 Asma im Hidschab-Hadith

 

Für das im Hidschab-Hadith beschriebene (angebliche) Ereignis „Prophet zeigte auf Gesicht & Hände & sagte, nur dies …) gibt es zwei besonders naheliegende Zeitpunkte.

 

- Der erste der beiden naheliegenden Zeitpunkte ist das erste Jahr nach der Geschlechtsreife von Asma, weil es im Hidschab-Hadith lautet, … wenn eine Frau die Geschlechtsreife erreicht hat … Dieser Zeitpunkt wird hier behandelt (0,1 MB)

 

- Der zweite der beiden naheliegenden Zeitpunkte ist das erste Jahr nach der Verkündung von Vers 24:31, weil der Hidschab-Hadith als Verschärfung von Vers 24:31 angesehen werden kann. Dieser Zeitpunkt wird nachfolgend behandelt. _ ↑↑

 

Grundsätzlich gibt es zum Hidschab-Hadith drei Haupt-Fragen:

- Wann fand das Zeige-Ereignis statt?

- Warum ging Asma zum Propheten?

- Warum ging Asma (zu) leicht bekleidet zum Propheten?

 

Zu allen drei Fragen gibt es im Hadith keine Antwort. Um die drei Fragen vielleicht beantworten zu können, muss recherchiert werden. Zu der ersten Frage, wann das Zeige-Ereignis stattfand, ist es auch naheliegend, davon auszugehen, dass es NACH der Verkündung der beiden bekleidungsrelevanten Koran-Verse 33:59 und 24:31 war. Die Verkündung dieser beiden Verse war im Jahre 627 und das (angebliche) Zeige-Ereignis könnte somit zum Beispiel im Jahre 628 gewesen sein.

 

Hierbei steckt die Überlegung dahinter, dass der Hidschab-Hadith eine Verdeutlichung der beiden Verse 59 und 31 sein soll. Diese Verdeutlichung lieferte der Prophet jedoch nur im privaten Kreis unter der Mitanwesenheit von Aischa und das auch nur, falls es das Zeige-Ereignis denn überhaupt gab. _ ↑↑

 

X) Gründe, die dagegensprechen, dass der Hidschab-Hadith stimmt:

Niemand weiß, wann dieses angebliche Ereignis war. Es wird deshalb das Jahr nach der Verkündung der beiden Verse 33:59 und 24:31 angenommen, also das Jahr 628. Um abschätzen zu können, ob es einen Besuch von Asma beim Propheten in der Form gab, wie dies im Hadith beschrieben wurde, ist es wichtig zu wissen, welche Lebens-Situation bei Asma im Jahre 628 vorlag. Die Lebens-Situation von Asma war im Jahr 628 nach allem, was wir heute wissen, wie folgt:

 

01 Asma hatte im angenommenen Jahre 628 das Alter von 35 Jahren erreicht, wenn sie 593 geboren wurde.

 

02 Asma war seit dem Jahr 622, also seit 6 Jahren verheiratet.

 

03 Asma hatte 628 bereits mindestens drei, vielleicht sogar schon vier Kinder, von insgesamt acht.

 

04 Sie war mit einem Cousin, Freund und Gefährten des Propheten verheiratet.

 

05 Sie war eine sicherlich weit überdurchschnittlich kluge (intelligente) Frau. _ ↑↑

 

06 Sie war eine der ersten, die die neue Religion angenommen hatte (Nr. 18 auf einer Liste).

 

07 Sie hatte gleich drei Informanten bezüglich „anständiger“ Bekleidung (Aischa, Gatte und Vater).

 

08 Sie gehörte zum engsten Kreis des Propheten bei der Flucht im Jahre 622 (Höhlen-Versteck und Hosen-Bund-Geschichte).

 

09 Sie rettete dem Propheten wahrscheinlich das Leben, indem sie hochschwanger zurück nach Mekka ging, um Nahrung zu holen.

 

10 Sie rettete dem Propheten wahrscheinlich das Leben, indem sie ihn in Mekka nicht verriet, sondern sich lieber blutig schlagen ließ.

 

11 Der Prophet sagte nach überstandener Flucht zu Asma, dass sie zu denen im Paradies gehören würde. Quelle: Inside Islam, important figures →→ (0,77 MB)

 

12 Sie war im Jahre 628 bereits 18 Jahre lang eine Frau, falls die Geschlechtsreife im Jahr 610 war.                                                                     

 

13 Der Prophet hatte in den 18 Jahre viele Gelegenheiten, Asma zu sagen, wie sie sich zu kleiden hat.

 

14 Sie war die Schwägerin des Propheten, also seine Verwandte. _ ↑↑

 

15A Es gibt keine Unterlage, aus der sich ableiten lässt, wann und warum der Besuch gewesen sein soll.

 

15B Quelle: BPB.de, Konfliktstoff Kopftuch, Ralf Ghadban →→

>> Den Anlass der Offenbarung bildet ein Treffen bei Asma, einer Tochter von Murtad, auf dem die Frauen in ihren traditionellen Kleidern ohne zusätzliche Bedeckung erschienen sind. Da waren ihre Brüste und der Schmuck an ihren Füßen sichtbar. Das soll Asma angeekelt haben, sie sagte: "Wie hässlich ist das!", und darauf wurde der Vers (24:31) herabgesandt. <<

Eigen-Kommentar: Asma war demnach eher ein Vorbild oder eine Vorreiterin von gesitteter Kleidung. Diese Frau soll zu leicht bekleidet beim Propheten erschienen sein? „Leicht bekleidet“ ist außerdem eine dehnbare Formulierung.

 

15C Asma überlebte den Propheten um beeindruckende 60 Jahre. Offenbar erzählte sie in dieser langen Zeit niemandem von ihrem (angeblichen) Zeige-Erlebnis beim Propheten. Dies ist doch seltsam.

 

16 Es ist unklar, wie die angebliche Berichterstattung Aischas zu dem gelangte, der sie aufschrieb. Hierzu gibt es offenbar nur die Aussage von Abu Dawud, wonach sich Aischa und Khalid ibn Duraik nicht sahen. Allerdings gibt es zwei Möglichkeiten, die dazu führen, dass sich Aischa und Khalid ibn Duraik nicht sahen:
(a) Entweder es behauptete Khalid ibn Duraik, dass ihm der schwache Hadith direkt von Aischa erzählt wurde, obwohl Khalid ibn Duraik erst nach Aischas Tod geboren wurde. _
↑↑
(b) Oder es behauptete Khalid ibn Duraik, dass er von jemandem geschickt wurde, der den schwachen Hadith (angeblich) von Aischa erfuhr. Dieser Unbekannte müsste dann vor Aischas Tod geboren worden sein.

 

17 Im schwachen Hadith fehlt zum Beispiel die Angabe, wann das Ereignis gewesen sein soll, wann Aischa berichtet haben soll, warum Asma zum Propheten ging, wann Aischa geboren wurde, wann Asma geboren wurde, dass Asma die wesentlich ältere Halb-Schwester von Aischa war und wann Khalid B. Duraik geboren wurde.

 

18 Während in Vers 33:59 und 24:31, verkündet im Jahr 627, zwischen Gläubigen und (noch) Ungläubigen unterschieden wird, weil zu diesem Zeitpunkt die Mehrheit den neuen Glauben noch nicht angenommen hatte, fehlt im schwachen Hadith diese Unterscheidung. Dies ist ein Hinweis darauf, dass der schwache Hadith zu einem Zeitpunkt erfunden wurde, als eine Unterscheidung in Gläubige und Ungläubige nicht mehr erforderlich war, weil in der Region Mekka / Medina inzwischen so gut wie Alle den neuen Glauben angenommen hatten. Dies dürfte so um das Jahr 720 der Fall gewesen sein.

 

19 Im schwachen Hadith steht NICHT, … wenn die FREIE/GLÄUBIGE Frau ihre Geschlechtsreife erlangt hat …, sondern es steht darin, … wenn die Frau ihre Geschlechtsreife erlangt hat … (FREIE/GLÄUBIGE fehlt).

Daraus kann abgeleitet werden, dass ALLE Frauen gemeint sind, also auch die Sklavinnen. Zu den Sklavinnen gibt es jedoch zwei Informationen: _ ↑↑

(A) Der zweite Kalif riss zwischen 634 und 644 einer Sklavin das Tuch vom Kopf, weil sie sich nicht mit den freien Frauen vergleichen durfte. Daraus kann abgeleitet werden, dass die meisten freien Frauen eine Kopfbedeckung trugen. Diese sollte jedoch nicht die Kopf-Haare vor den Blicken fremder Männer schützen, sondern diente der Kenntlichmachung freier Frauen und war keineswegs vorgeschrieben.

(B) In einer nachgebildeten Sklaven-Karawane, die auf das Jahr 700 datiert wird, trugen die Sklavinnen keinen Hidschab, sondern waren selbst in der Wüste noch nackt. Siehe Fotos gemäß

Quelle: Figurenmuseum.de, Epochen, 700 →→

Daraus kann abgeleitet werden, dass der schwache Hadith zum Hidschab erst nach 700 erfunden wurde.

 

20 Zwischen dem, was der Hidschab-Hadith aussagt und dem, was die RICHTIG übersetzten Koran-Verse 33:59 und 24:31 aussagen, liegen Welten. Der Hidschab-Hadith verlangt die Komplett-Bedeckung, bis auf Gesicht und Hände. Die beiden Koran-Verse wurden verkündet, um die vor-islamische Frauen-Nacktheit und Busen-Freiheit in der Öffentlichkeit zu beenden. Die weit verbreitete Frauen-Nacktheit in Haus und Harem wurde durch die beiden Verse 59 und 31 nicht beanstandet und blieb auch noch nach den Vers-Verkündungen im Jahre 627 für eine ganze Weile bestehen. _ ↑↑

 

21 Asma war ganz bestimmt auch schon zu der Zeit, als sie noch in Mekka wohnte, also vor und während 622, so bekleidet, dass der Prophet nichts daran auszusetzen hatte. Wird einmal folgendes angenommen:

- Asma war fünf oder sechs Jahre später, also 627 / 628, aus einem unbekannten Grund beim Propheten.

- Asma war dabei leichter bekleidet, wie die vielen Jahre vorher, weil es z.B. ganz besonders heiß war.

Dann hätte der Prophet vielleicht zu ihr gesagt, dass sie auch bei großer Hitze nicht mehr von ihrer Haut zeigen sollte, wie sonst auch. Ganz bestimmt hätte der Prophet vor Asma (ausgerechnet vor seiner Retterin bei der Flucht) keine solche Show abgezogen, wie im schwachen Hadith beschrieben (abwenden und auf Gesicht und Hände zeigen). Mit dieser Show-Einlage haben sich die Erfinder des schwachen Hadith verraten, denn mit dem angeblichen Abwenden von Asma (wegen eines unerträglichen / schockierenden Anblickes), haben sie den Bogen überspannt. Außerdem vergaßen die Erfinder die Füße. _ ↑↑

 

22 Normalerweise dürfte es wie folgt gewesen sein: Abu Dawud, Buchari und Andere sammelten und ordneten Hadithe, die schon lange vor ihrer Geburt geschrieben wurden. Beim Hidschab-Hadith könnte es jedoch anders und wie folgt gewesen sein: Khalid ibn Duraik besuchte Abu Dawud und erzählte ihm den Hidschab-Hadith, der angeblich von Aischa stammen sollte. Abu Dawud ließ den Hidschab-Hadith von seinem Schreiber aufschreiben, wie er Abu Dawud und seinem Schreiber erzählt wurde. Nun oder nachdem Khalid ibn Duraik gegangen war, sagte Abu Dawud noch seinem Schreiber: „Khalid ibn Duraik sah Aischa nie“. Der Schreiber von Abu Dawud schrieb daraufhin folgende Ergänzung zum Hidschab-Hadith: „Abu Dawud sagte, dass Khalid ibn Duraik Aischa nie sah“ (, weil Khalid ibn Duraik wahrscheinlich erst über 100 Jahre nach Aischas Tod geboren wurde).

 

23 Es lassen sich relativ leicht viele Gründe finden, warum diese Geschichte erfunden ist. Im Gegensatz dazu lässt sich nur schwer ein triftiger Grund finden, warum diese Geschichte wahr sein soll.

 

Jede einzelne, dieser soeben aufgeführten Aussagen, lassen einen Besuch in der Weise, wie sie im Hidschab-Hadith beschrieben wurde, unwahrscheinlich erscheinen. Dies gilt erst recht, wenn alle Aussagen berücksichtigt werden. Aus Asmas Biografie ergibt sich, dass der Hidschab-Hadith erfunden wurde. _ ↑↑

 

Y) Gründe, die dafürsprechen, dass der Hidschab-Hadith stimmt:

Es lässt sich nur schwer ein Grund finden, der dafürspricht, dass es das Zeige-Ereignis gab. Ein solcher Grund ergäbe sich noch am ehesten, wenn bekannt wäre, warum Asma den Propheten besuchte.

Für einen Besuch beim Propheten lassen sich jedoch nur mühsam einleuchtende oder wichtige Gründe finden. Es können zwar Gründe erdacht werden, die meisten davon sind jedoch nicht stichhaltig oder sogar unsinnig. Erdachte Gründe für einen Besuch beim Propheten:

 

A Sie wollte den Propheten verführen und versuchen, eine weitere Frau von ihm zu werden.

 

B Sie wollte etwas besprechen, dass Aischa, ihr Mann oder Vater NICHT für sie erledigen konnte.

 

C Sie wollte sich beim Propheten beschweren, weil ihr Mann (Propheten-Gefährte) sie schlecht behandelte.

 

D Sie erschien unbeabsichtigt, also rein zufällig, beim Propheten.

 

E Sie wollte nur mal vorbeischauen, um den Propheten zu fragen, wie es ihm gerade so geht.

 

F Sie wollte dem Propheten stolz ihr neues Gewand vorführen. _ ↑↑

 

G Sie wollte beim Propheten feststellen, ob sie angemessen oder zu leicht bekleidet ist.

 

Der Grund A wäre nur denkbar, solange Asma noch keine feste Beziehung hatte. Ab wann Asma eine feste Beziehung hatte, ist unklar. Es sollte jedoch spätestens im Jahre 621 gewesen sein, weil sie 622 ihr (vermutlich) erstes Kind bekam.

 

Der Grund B ist prinzipiell möglich, jedoch ist unklar, worum es gegangen sein könnte.

 

Der Grund C ist prinzipiell möglich, jedoch ist unklar, ob sie dies gewagt hätte.

 

Der Grund D und E ist prinzipiell möglich, weil er sehr allgemein gehalten ist.

 

Der Grund F und G ist prinzipiell möglich, jedoch gibt es keine entsprechende Überlieferung.

 

Aber vielleicht liest ja jemand diesen Absatz und hat eine Idee, warum Asma den Propheten (zu) leicht bekleidet besuchte. Dann möge er/sie mir dies doch bitte mitteilen.

 

Besonders schwer ist es zu glauben, dass sich der Prophet von seiner Schwägerin und „Lebens-Retterin“, die er wahrscheinlich schon seit 30 Jahren, also bereits als Mädchen kannte, (angewidert) abwendete, nur weil sie keinen Hidschab trug, während gleichzeitig die Frauen und Töchter des Propheten in seinem Haus busenfrei oder nackt waren. _ ↑↑

 

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14 Anwendung des Hidschab-Hadith

Der Hidschab-Hadith ist besonders gut für Mädchen geeignet, die gerade erst vor kurzer Zeit die Geschlechts-Reife erlangten, also zur Frau wurden. Der Hidschab-Hadith macht es kürzlich zur Frau gewordenen Mädchen leicht, sich damit zu identifizieren. Dies liegt daran, dass im Hidschab-Hadith folgender Teilsatz steht: „Wenn die Frau ihre Geschlechtsreife erlangt hat …“. Das Mädchen, bzw. nun die junge Frau, fühlt sich persönlich angesprochen, weil im Hidschab-Hadith genau das erwähnt wird, was mit ihr vor kurzer Zeit geschah, also die Wandlung vom Mädchen zur Frau = Erlangung der Geschlechts-Reife.

 

Wenn der jungen Frau der Hidschab-Hadith vorgetragen wird, denkt sie bewusst oder unbewusst: Ach, damit bin ja genau ich gemeint. Die leichte Identifikation junger Frauen mit dem Hidschab-Hadith, der ja angeblich vom Propheten persönlich sein soll, macht ihn so erfolgreich und hinterlässt eine lebenslange Wirkung. Der Hidschab-Hadith ist gewissermaßen der JOKER unter den Überzeugungs-Bausteinen.

 

Der Hidschab-Hadith hat auch deswegen eine zentrale Bedeutung, weil er als Begründung für die unzulässig veränderten Koran-Verse 33:53 (Vorhang), 33:59 (Gewänder), 24:31 (Busen) und 24:60 (ältere Frauen) verwendet wird. _ ↑↑

 

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15 Fehlende Angaben im Hidschab-Hadith

Der erste Satz lautet:

„Aischa berichtet: Asmâ bint Abî Bakr erschien in freizügiger Kleidung vor dem Propheten. Dieser …“

 

Bereits in diesem ersten Satz fehlen drei Angaben (zwei Zeit-Angaben und der Besuchs-Grund), die nachfolgend beispielhaft erfunden ergänzt und fett markiert wurden:

 

„Aischa (geb.613) berichtet NACH DEM TOD DES PROPHETEN: Asmâ bint Abî Bakr (geb.593) erschien NACH DER VERKÜNDUNG VON VERS 33:59 und 24:31 (627) in freizügiger Kleidung vor dem Propheten, UM VON IHM GEKÜSST ODER GETRÖSTET ZU WERDEN. Dieser …“

 

Über 99,9% der muslimischen Frauen (und Männer) kennen den Hidschab-Hadith, doch keine von diesen hat sich offenbar über die drei fehlenden Angaben Gedanken gemacht. Über 99,9% der nicht-muslimischen Frauen (und Männer) kennen den Hidschab-Hadith hingegen nicht. _ ↑↑

 

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16 Freiwilligkeit des Hidschabs

Die von vielen Frauen angegebene Freiwilligkeit ist hauptsächlich das Resultat einer ausgiebigen Gehirn-Wäsche durch muslimische Geistliche. Gäbe es in Deutschland keine Moscheen und Koran-Schulen, so gäbe es auch fast keinen Hidschab.

Wenn eine Frau sagt, sie trägt den Hidschab freiwillig, dann beruht diese Freiwilligkeit auf dem sehr wahrscheinlich erfundenen Hidschab-Hadith und den unzulässig veränderten Koran-Versen 33:59 und 24:31.

Wenn eine Frau sagt, sie trägt den Hidschab oder Burkine, weil das ihre Religion so gebietet, dann beruht diese Aussage ebenfalls auf dem erfundenen Hidschab-Hadith und den unzulässig veränderten Versen 33:59 und 24:31.

Der Hidschab-Hadith dient sogar als Rechtfertigung, für die unzulässig veränderten Verse 33:59 und 24:31. Dabei fordert Vers 24:31 noch nicht einmal die Bedeckung der Scham, sondern nur, dass die Frau diese hüten soll. _ ↑↑

 

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17 Schutz des Hidschab-Hadith

Diejenigen, die auf den Hidschab-Hadith großen Wert legen, müssen ihn schützen. Der Schutz erfolgt auf zweierlei Weise:

- Die Frauen-Nacktheit und Busen-Freiheit der vorislamischen Zeit müssen bestritten werden.

- Die bekleidungsrelevanten Koran-Verse 33:53 (Vorhang), 33:59 (Gewänder), 24:31 (Busen-Bedeckung) und 24:60 (ältere Frauen) müssen so umgestaltet und uminterpretiert werden, dass sie wenigstens halbwegs zum Hidschab-Hadith passen.

 

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18 Kritik am Hidschab-Hadith

 

DIE SÜSSE DES GLAUBENS →→ (6,21 MB)

 

4. Antworten auf Gegen-Argumente:

“Asma bint Abi Bakr kam zu Allahs Gesandten (a.s.s.), als sie durchsichtige Kleider trug. Da wandte Allahs Gesandter (a.s.s.) sich ab von ihr und sagte: ‚Asma, wenn die Frau die Pubertät erreicht, schickt es sich nicht, dass von ihr etwas zu sehen ist, außer diesem und diesem’, und er zeigte auf sein Gesicht und seine Hände.“ (Abu Dawud) _ ↑↑

 

Fremd-Kritik: Dieser Hadith ist wohl am weitläufigsten bekannt, und taucht trotz seiner schon seit langem bekannten Schwäche immer und immer wieder in zahlreichen Büchern und Artikeln auf.

 

Dabei sollten schwache Ahadith nicht verbreitet und schon überhaupt nicht als Beweise für eine Meinung benutzt werden. Schon Abu Dawud, aus dessen Hadith-Sammlung dieser Hadith stammt, schreibt als Kommentar dazu: „Dies ist mursal. Khalid Ibn Duraik hat (Aischa) nicht erreicht.“ Mursal bedeutet in der Hadith-Wissenschaft, dass eine Lücke in der Überlieferungskette zwischen dem Zeitgenossen des Propheten (a.s.s.) und dem nächsten Glied besteht, in diesem Fall zwischen Aischa, die diesen Hadith berichtet haben soll, und Khalid Ibn Duraik, der dieses Wort angeblich von Aischa gehört haben soll, aber gar nicht zu ihrer Zeit gelebt hat.

 

Es ist erstaunlich, dass obwohl Abu Dawud selbst darauf hingewiesen hat, dieser Hadith immer noch so fest in den Köpfen der Muslime eingebrannt ist. Zudem tauchen in der ohnehin schon unvollständigen Überlieferungskette zwei schwache Überlieferer auf:

1. Sa’îd ibn Baschîr, der bei den Hadith-Gelehrten als schwach bekannt ist. Ahmad ibn Hanbal, Ibn Hajar, An-Nasâ’i, ‘Ali ibn Al-Madîni und Ibn Hibbân sagten einstimmig: „Er ist schwach.“

2. Qatâdah (nicht zu verwechseln mit dem Tâbi’i Qatâdah), der ebenfalls als schwach bekannt ist, und auch falsche Ahadith übermittelt. _ ↑↑

 

Abgesehen davon ist der Inhalt des Hadith absolut unglaubwürdig. Asma war eine erwachsene Frau, die Tochter von Abu Bakr, die Schwester von Aischa, der Frau des Propheten (a.s.s.), und soll laut Hadith in Kleidung herumgelaufen sein, die sie nicht einmal vor ihrer eigenen Mutter hätte tragen dürfen!

 

Die meisten Gelehrten sind sich einig über die Schwäche dieses Hadith. Schaikh Ibn ‘Uthaimîn erwähnt ihn in seinem Buch „Al-Hijab“ als schwach, ebenso Schaikh Ibn Bâz.

 

Eigene Bemerkungen dazu:

Die Kritik am Hidschab-Hadith kommt von jemandem, der die Voll-Verschleierung will. Da stört der Hidschab-Hadith natürlich gewaltig und muss bekämpft werden. Dennoch decken sich die aufgeführten Kritik-Punkte teilweise mit den selbst gefundenen. Verfechter der Voll-Verschleierung werden somit zu unfreiwilligen Unterstützern von Menschen, die die angebliche Hidschab-Pflicht für ungerechtfertigt halten. Leider wird auch in der Fremd-Kritik nicht angegeben, wann Khalid Ibn Duraik lebte und wie alt Asma gewesen sein soll, als sie (angeblich) beim Propheten erschien. _ ↑↑

 

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19 Zeige-Geschichte Teil 1 & 2

 

Zum Hidschab-Hadith bzw. zur Zeige-Geschichte gibt es noch den

 

Teil 1 (0,6 MB) und den

 

Teil 2 (0,7 MB)

 

Der Hidschab-Hadith gehört zu den folgenreichsten Sätzen im Islam, da sich die Bekleidung der meisten muslimischen Frauen danach richtet (weltweit gesehen). Der Islam gehört zu Deutschland! Deshalb sollte jeder Deutsche den Inhalt des Hidschab-Hadith kennen.

 

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20 Interna mit E-Mail _ ↑↑

 

Diese Webseite hat 0,3 MB, füllt 18 DIN-A4-Seiten und enthält ungefähr 9.490 Wörter mit 53.220 Zeichen. Seiten-Name: Khalid B. Duraik

 

Betreiber der Webseite _ www.parkfach.de _ ist Reiner Zabel.

 

Kontakt-Möglichkeiten

a) Alternative 1: Es kann mir eine E-Mail geschrieben werden unter parkfach@freenet.de

b) Alternative 2: Ein Kommentar kann veröffentlicht werden unter parkfach.wordpress →→ (1,4 MB)

c) Alternative 3: Ein Kommentar kann in https://gutefrage.net/nutzer/Renies veröffentlicht werden.

 

Seit 2018-09-06 _ OBEN ↑↑