2019-08-22 _ ↓↓ ENDE

 

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„… über sich herunterziehen“

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Inhalts-Verzeichnis

 

Interpretation Vers 33:59

 

Einwände

 

Mehrdeutigkeit

 

Groß-Familien / Sippschaften

 

Beispiel für die Doppeldeutigkeit

 

Gleiche Forderung für Frauen & Töchter

 

Harems-Nacktheit

 

VON IHREN GEWÄNDERN

 

Interpretation von Vers 33:59

Der Vers 59 aus Sure 33 wird gerne (falsch) übersetzt mit:

Die Frauen sollen etwas von ihrem Über-Gewand über sich herunterziehen. Wie dies von den meisten Muslimen und auch vielen Nicht-Muslimen verstanden wird, zeigt die nachfolgende Skizze:

 

Einwände _ ↑↑

Die wortwörtliche Bekleidungs-Forderung von Vers 59 lautet:

… to bring down over themselves of their outer garments …

(dass sie) lassen herab über sich von ihren Gewändern (nehmend)

 

Diese wortwörtliche Bekleidungs-Forderung wurde durch fünf Maßnahmen verändert zu:

Die Frauen sollen etwas von ihrem Über-Gewand über sich herunterziehen.

 

Es liegt also eine massive Abwandlung des ursprünglichen Textes vor. Diejenigen, die diese Abwandlung vornahmen, unterstellten und unterstellen dem Propheten, dass er nicht in der Lage war, sich klar und deutlich auszudrücken. So ganz falsch lagen und liegen die Abwandelnden auch nicht. Die Verkündung von Vers 59 war tatsächlich ein nicht sonderlich gut durchdachter Schnellschuss, denn es ergeben sich bei genauerer Betrachtung folgende Beanstandungen:

 

(1 Im Vers 59 fehlt ein Hinweis dazu, welchen Ausgangs-Zustand der Prophet vorfand. Aus damaliger Sicht war so ein Hinweis allerdings nicht nötig, denn jeder kannte zum Zeitpunkt der Vers-Verkündung den Ausgangs-Zustand „nackt“.) _ ↑↑

 

2 Im Vers 59 fehlt der Hinweis, dass er für die vielen immer noch nackt in die Öffentlichkeit gehenden freien Frauen der Unterschicht verkündet wurde und nicht für die wenigen Frauen der Oberschicht, die bereits regelmäßig ein Gewand trugen.

 

3 Im Vers 59 fehlt der Hinweis, dass die überzuziehenden Gewänder insbesondere auch den Busen bedecken sollen und es gibt keine Angabe, wie das Gewand beschaffen sein soll. Deshalb musste nach der Verkündung von Vers 59 einige Monate später mit Vers 31 der Sure 24 nachgebessert werden.

 

4 Der Prophet bedachte vor der Verkündung von Vers 59 nicht, dass seine Forderung „(sie sollen) lassen herab über sich von ihren Gewändern“ nicht nur auf unbedeckte (nackte) Frauen zutrifft, sondern dass sich seine Forderung auch auf Frauen anwenden lässt, die bereits ein Gewand tragen, mit der Folge, dass dann die Forderung „(sie sollen) lassen herab über sich von ihren Gewändern“ auf einmal eine ganz andere Bedeutung bekommt und dadurch auch als Begründung für die Voll-Verschleierung herangezogen werden kann.

 

(5 Im Vers 59 fehlt der Hinweis, dass er nicht für die Sklavinnen verkündet wurde, denn diese mussten weiterhin alle Arbeiten nackt verrichten. Dies änderte sich erst frühestens 70 Jahre nach dem Tod des Propheten.)

 

Mehrdeutigkeit _ ↑↑

Als das Satz-Fragment „… lassen herab über sich von ihren Gewändern …“ auf Frauen bezogen wurde, die keine Gewänder trugen (nackt waren), hatte es (das Satz-Fragment) eine ganz andere Bedeutung, wie wenn es auf Frauen bezogen wird, die bereits Gewänder tragen. Dies wird nun erläutert:

 

(1 von 2) Noch kein Gewand tragend

Wenn eine Frau noch kein Gewand trägt, bedeutet

… lassen herab über sich von ihren Gewändern …

etwas ausführlicher geschrieben:

lassen herab über sich (den Körper) von ihrem BESTAND AN Gewändern …

 

Hierbei bezieht sich das Wort „ihrem“ nicht auf eine einzelne Frau (Einzahl), sondern auf die Gesamtheit der Frauen (Mehrzahl). Der Prophet verlangte also, dass sich Frauen existierende Gewänder von nun an immer über sich herablassen, bevor sie austreten. _ ↑↑

 

Um mit diesem scheinbaren Widerspruch zurechtzukommen, gibt es nur eine Lösung: Die meisten verheirateten Frauen der Unterschicht hatten zwar Gewänder, trugen sie im Alltag jedoch nur ganz selten. Hierfür gibt es einige nachvollziehbare Gründe wie:

- einfach aus Bequemlichkeit (so nackt wie drinnen auch raus gehen)

- kein Scham-Gefühl in der Art wie heute (auch andere waren nackt)

- um das Gewand zu schonen (für arme Frauen damals ein Grund)

- Gewänder der Armen waren aus grobem Gewebe und nicht angenehm zu tragen

Die verheirateten Frauen trugen ihre Gewänder hauptsächlich zu besonderen Anlässen, wie z.B. Geburtstag oder Hochzeit*. Die verheirateten Frauen der Unterschicht hatten also keine Alltags-Gewänder, sondern nur Festtags-Gewänder. Es gibt KEINE Überlieferung, die dieser Behauptung entgegensteht!

 

* Zum Beispiel bei Hochzeiten schmückten sich die verheirateten Frauen ausnahmsweise mit ihren Gewändern. Die noch heiratswilligen Frauen trugen hingegen keine Gewänder, sondern entweder nichts oder ein schmückendes Tuch. So konnte jeder leicht erkennen, wer verheiratet und wer noch zu haben war. Vielleicht war es Brauch, dass eine Frau als Hochzeits-Geschenk ein Gewand bekam. _ ↑↑

 

(2 von 2) Bereits Gewand tragend

Wenn eine Frau bereits ein Gewand trägt, bedeutet

lassen herab über sich von ihren Gewändern …,

dass die Frau kein Gewand mehr anziehen soll, sondern dass sie irgendetwas anderes mit ihrem getragenen Gewand machen soll und da sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt, wie sich mit der Voll-Verschleierung herausstellte.

 

Hätte der Prophet diese Variante gemeint, so hätte er wahrscheinlich deutlicher verkündet

über sich herablassen von ihren ANGEZOGENEN Gewändern … oder

über sich herablassen von ihren GETRAGENEN Gewändern …

 

Das Satz-Fragment in Vers 59 mit der Bekleidungs-Forderung gehört wegen seiner Mehrdeutigkeit wahrscheinlich zu den am vielfältigsten interpretierten Koran-Vers-Teilen überhaupt. _ ↑↑

 

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All diejenigen, die im Vers 59 eine Haar- und Kopf-Bedeckungs-Pflicht sehen und dies mit dem Vers-Teil "lassen herab über sich von ihren Gewändern" begründen, indem sie diesen Vers-Teil gleichsetzen mit "zu ziehen über IHREN KOPF von ihren (bereits getragenen) Über-Gewändern", unterstellen folgende nicht nachgewiesene Situation, wie sie vor und bei der Verkündung von Vers 59 vorgelegen haben soll:

 

1. Alle Frauen trugen bereits in vorislamischer Zeit schon immer Haus-Kleidung, die alles bedeckte, außer Gesicht, Haare, Kopf, Hände und Füße.

 

2. Alle Frauen zogen bereits in vorislamischer Zeit schon immer vor dem Verlassen des Hauses ein Über-Gewand an, das jedoch mehr nackte Haut zeigte, wie die vom Gesicht, den Händen und Füßen.

 

3. Alle Frauen, alle Töchter sobald sie laufen konnten und auch alle Sklavinnen besaßen und trugen bereits in vorislamischer Zeit schon immer Haus-Kleidung und Straßen-Über-Gewänder. _ ↑↑

 

Folgende beiden schriftlichen Überlieferungen legen den Schluss nahe, dass es im Vers 59 nicht darum ging, etwas vom Über-Gewand über den Kopf herunterzuziehen, sondern dass es einfach nur darum ging, ein Gewand (einen Jilbab) anzuziehen, um die Nacktheit zu beenden. Beide Text-Stellen stammen von der Webseite KALIFAT.COM: Kleider-Ordnung →→

 

Zitat 1 >> Fakhr ad-Din ar-Razi (gest. 606 nach der Hijra): "In der Zeit der Jahiliyya (vorislamische Zeit) sind die freien und versklavten Frauen unbedeckt in die Öffentlichkeit gegangen, ... (unwichtiger Text) ... Und aus diesem Grund hat Allah den freien Frauen den Jilbab als Pflicht auferlegt." <<

 

Zu diesem Zitat wurde auf der Webseite Frauen-Verhüllung im Koran, unter Absatz 17, Hinweis 1 (0,5 MB) ausführlich Stellung genommen.

 

Zitat 2 >> Umm Atiyya (r.a.) sagte: „(unwichtiger Text) ... Ich fragte: ‚O Gesandter Allahs, was ist, wenn eine von uns keinen Jilbab hat?' Er sagte: "Dann soll ihre Schwester ihr einen Jilbab leihen." (Sahih Bukhari Buch 8/347) << _ ↑↑

 

Groß-Familien / Sippschaften

Kommentar: Das Zitat 2 besagt verallgemeinert, dass Frauen, die kein Gewand hatten, sich eines ausleihen sollen. Wenn in Groß-Familien oder Sippschaften, die auch damals schon üblich waren, zum Beispiel elf Frauen einen Bestand VON nur drei Gewänder hatten, so sollten zum Beispiel die beiden Frauen, die das Haus für Besorgungen verlassen, VON den zur Verfügung stehenden Gewändern je eines nehmen und über sich ziehen. Es ging also darum, ein eigenes oder geliehenes Gewand überzuziehen, anstatt wie bislang üblich nackt das Haus zu verlassen und es ging ganz bestimmt nicht darum, vom eigenen oder ausgeliehenen Gewand etwas über sich herunterzuziehen. Der Vers-Teil "lassen herab über sich von ihren Gewändern" könnte also ausführlicher lauten, "lassen herab über sich EINES von IHREN Gewändern".

 

Mit "IHREN" sind hierbei hauptsächlich die Frauen der Groß-Familie oder Sippschaft gemeint oder die Frauen verwandter Familien, wenn sie in der Nähe wohnten oder auch die Frauen von Nachbar-Familien, wenn sie mit diesen ein gutes Verhältnis hatten. _ ↑↑

 

Im Vers 59 fällt auf, dass für die Töchter des Propheten Gewänder gefordert werden, für alle anderen Töchter jedoch keine. Für diese Merkwürdigkeit könnte es folgende einfache Erklärung geben: Der Prophet wusste, dass es für die Töchter keine Gewänder gab und deshalb forderte er für die Töchter keine Gewänder, um einen Aufstand zu vermeiden. (Der Prophet wollte bei seinen Bekleidungs-Forderungen generell mit bereits Vorhandenem auskommen.) Für seine eigenen Töchter hatte der Prophet bereits Gewänder fertigen lassen, die sie nach der Verkündung von Vers 59 auch anziehen sollten, wenn sie das Haus verließen, denn im Hause waren die Propheten-Töchter nackt.

 

Beispiel für die Doppeldeutigkeit

„… von IHREN Gewändern“ bedeutet NICHT, dass jede einzelne Frau mehrere Gewänder besaß, von denen sie sich eines aussuchte, um es überzuziehen, sondern es ist die Gesamtheit aller Frauen und die Gesamtheit aller Gewänder gemeint. 100.000 Frauen hatten zum Beispiel 75.000 Gewänder zur Verfügung, die sie sich (meistens innerhalb der Familie) gegenseitig ausleihen konnten. Aber 100.000 Mädchen / Töchter hatten in vorislamischer Zeit genau NULL Kinder-Gewänder! _ ↑↑

 

Gleiche Forderung für Propheten-Frauen & -Töchter

Sure 33, Vers 59 fordert für die Töchter des Propheten bekleidungsmäßig genau dasselbe, wie für die Frauen des Propheten und die sonstigen Frauen der Glaubens-Gemeinschaft. Die Gleichbehandlung von recht verschiedenen Personen-Gruppen liefert wertvolle Hinweise darauf, was Vers 59 tatsächlich fordert. Auch für die Töchter des Propheten gilt gemäß Vers 59: Sage Deinen … Töchtern (, dass sie) lassen herab über sich von ihren Gewändern (nehmend).

 

Da in Vers 59 eine Alters-Spanne für die Propheten-Töchter fehlt, müsste der Vers 59 für folgenden Alters-Bereich gegolten haben: Die Töchter mussten so alt sein, dass sie das verstehen konnten, was Allah dem Propheten auftrug, seinen Töchter zu sagen. Daraus ergibt sich ein unteres Alter von zwei bis drei Jahren. Das obere Alter ist die Geschlechts-Reife. _ ↑↑

 

Es ist schwer vorstellbar, dass die Propheten-Töchter bereits mit zwei bis drei Jahren, etwas von ihrem Überwurf über sich (den Kopf) ziehen sollten, wenn sie austraten. Vorstellbar ist hingegen, dass die Propheten-Töchter ab ungefähr dem zweiten bis dritten Lebens-Jahr von den Gewändern, die sie zur Verfügung hatten, eines überziehen sollten, anstatt (wie bislang meistens) nackt in die Öffentlichkeit zu gehen.

 

Im ersten Schritt soll Allah dem Propheten folgendes aufgetragen haben:

„Sage Deinen … Töchtern (, dass sie) lassen herab über sich von ihren Gewändern.“

 

Im zweiten Schritt müsste dann der Prophet seinen zusammengerufenen Töchtern, die bereits so alt sind, dass sie Anweisungen verstehen, folgendes sagen:

„Allah wies mich an, meinen Töchtern, also euch, zu sagen, dass ihr lasst herab über euch von euren (vorhandenen) Gewändern (, bevor ihr das Haus verlasst).“ _ ↑↑

 

Ebenso müsste der Prophet mit seinen Frauen verfahren und ihnen folgendes sagen:

„Allah wies mich an, meinen Frauen, also euch, zu sagen, dass ihr lasst herab über euch von euren (vorhandenen) Gewändern (, bevor ihr das Haus verlasst).“

 

Harems-Nacktheit

In vorislamischer Zeit und zunächst auch noch als der Prophet lebte, gingen die meisten Frauen busenfrei oder auch ganz nackt in die Öffentlichkeit. Da ist es sehr naheliegend, dass auch die Frauen im Harem von Männern, die sich mehrere Frauen leisten konnten, busenfrei oder doch ehr ganz nackt waren. Im Harem des Propheten war es ganz bestimmt nicht anders. Auch die Frauen im Harem des Propheten waren meistens nackt.

 

Aber auch die busenfreien oder nackten Frauen im Harem trugen als Abgrenzung zu den Sklavinnen meistens eine Kopf-Rücken-Bedeckung und manchmal auch Schmuck am Hals, den Armen und Beinen. Wie das ausgesehen haben könnte, ist hier zu sehen (Harems-Frau, nackt; 1,72 MB). Die Annahme „busenfrei“ oder „nackt“ wird dadurch gestützt, dass Frauen gemäß Vers 31 ihre Zierde, also ihren Busen, auch den Bediensteten des Hauses zeigen durften. _ ↑↑

 

Der Prophet forderte mit Vers 59 seine Frauen und Töchter deshalb auf, sich ein Gewand (von einem vorhandenen Gewand-Vorrat) überzuziehen (bevor sie das Haus verlassen), weil sie im Haus busenfrei oder nackt waren und es anscheinend immer vorkam, dass sie genauso busenfrei oder nackt in die Öffentlichkeit gingen, weil sie es so gewohnt waren.

 

Eine feste Zuordnung zwischen Gewand und Frau bzw. zwischen Kinder-Gewand und Tochter gab es wahrscheinlich nicht. Es existierte wahrscheinlich eine Art Kleider-Kammer oder Garderobe, in der sich die Frau oder Tochter ein ihr passendes Gewand raussuchen sollte, um es sich überzuziehen, bevor sie nach draußen ging.

 

Speziell für die Ehe-Frauen und Töchter des Propheten lautet Vers 33:59 vervollständigt wie folgt:

O Prophet, sage zu Deinen Ehe-Frauen und Deinen Töchtern (, die in Deinen Häusern normalerweise busenfrei oder nackt sind, dass sie, bevor sie das Haus verlassen) lassen herab über sich VON ihren Gewändern (, die ihnen gemeinsam gehören und in der Garderobe sind). So ist es am ehesten gewährleistet, dass sie (als ehrbare und gläubige Frauen und Töchter) erkannt und in Folge dessen nicht belästigt werden. _ ↑↑

 

Siehe auch eigene Webseite: Übersetzungs-Varianten Vers 59 (0,6 MB)

 

VON IHREN GEWÄNDERN

Die Bekleidungs-Forderung im Vers 59 lautet wortwörtlich:

lassen herab über sich von ihren Gewändern

Diese vier plus drei Worte haben es in sich, denn sie können nahezu beliebig ausgelegt oder interpretiert werden.

 

A) von ihren Gewändern

Zunächst zu den hinteren drei Worten. Folgende Formulierungen sind bedeutungsgleich:

Erweiterung 1: von den Gewändern, die es gibt und die ihnen gehören = von ihren Gewändern

Erweiterung 2: von den Gewändern, die sich in ihrem Besitz befinden = von ihren Gewändern

Erweiterung 3: von den Gewändern, die ihnen gehören = von ihren Gewändern

Erweiterung 4: von den Gewändern, die existieren und die sie besitzen = von ihren Gewändern

Erweiterung 5: von den Gewändern, die sie haben = von ihren Gewändern

 

B) lassen herab über sich

Die ersten beiden der vier Worte wurden variiert. Es wurden jedoch nur solche Varianten erfasst, die die ursprüngliche Bedeutung erhalten. _ ↑↑

Original EN: bring down over themselves

Original DE: lassen herab über sich (den Leib*)

Variante 1: herablassen über sich

Variante 2: schaffen herab über sich

Variante 3: schaffen herunter über sich

Variante 4: herabbringen über sich

Variante 5: über sich herablassen

Im Deutschen wird eher der Begriff „anziehen“ verwendet. Vielleicht gab es damals im Arabischen keinen Begriff, der genau dem Begriff „anziehen“ entspricht. *Der Leib ist der Körper ohne Kopf.

 

C) Angesprochene Bevölkerungs-Teile

Vers 33:59 beginnt mit:

O Prophet! Sage zu Deinen Gattinnen und Deinen Töchtern und den Frauen der Gläubigen …

Bei den „Frauen der Gläubigen“ handelt es sich um alle ledigen und verheirateten Frauen der neu entstandenen Glaubens-Gemeinschaft. Die Gattinnen des Propheten und die Frauen der Glaubens-Gemeinschaft können deshalb zusammengefasst werden zu den „gläubigen Frauen“. Darum ist folgende Vereinfachung zulässig:

O Prophet! Sage zu den gläubigen Frauen und Deinen Töchtern … _ ↑↑

 

Vers 59 sprach also nur zwei Bevölkerungs-Teile an. Diese waren die Frauen, die der neuen Glaubens-Gemeinschaft angehörten (einschließlich der Propheten-Gattinnen) und die Töchter des Propheten. Diese beiden Bevölkerungs-Teile wurden im Vers 59 jedoch NICHT angesprochen, damit sie ETWAS von ihrem (Ober-) Gewand über ihren Kopf und / oder über ihr Gesicht ziehen sollten und auch NICHT, weil sie ihre (Ober-) Gewänder REICHLICH über sich ziehen sollten, sondern, weil bekannt war, dass ihnen traditionelle Gewänder zum Anziehen zur Verfügung standen, die dann direkt auf der nackten Haut getragen wurden.

 

Die vielen Frauen, die traditionelle Gewänder hatten, aber draußen nicht anzogen, verstanden Vers 59 sehr gut. Die wenigen Frauen, die bereits Gewänder trugen, hatten jedoch ein Problem mit dem Verstehen, weil im Vers 59 nicht darauf hingewiesen wurde, dass er nur für die gläubigen Frauen gilt, die noch nackt in die Öffentlichkeit gingen.

 

D) … den Frauen der Gläubigen … _ ↑↑

Diese Formulierung kann wie folgt ausgelegt werden: Wenn ein Mann den neuen Glauben annahm, musste seine damals im Haus noch nackte Ehefrau, vor dem Verlassen des Hauses ein Gewand anziehen. Sie musste dies unabhängig davon tun, ob sie auch den neuen Glauben auch angenommen hatte oder nicht. Wahrscheinlich war es jedoch so, dass die Ehefrau den neuen Glauben zwangsweise mit annehmen musste, wenn ihr Ehemann dies tat.

 

E) Überleitung zu Vers 24:31

Der Vers 31 (von Sure 24) kann nur dann vollständig verstanden werden, wenn Vers 59 (von Sure 33) vollständig verstanden wurde, weil Vers 59 zuerst verkündet wurde und Vers 31 auf Vers 59 aufbaut.

 

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Diese Webseite hat 0,2 MB, füllt 7 DIN-A4-Seiten und enthält ungefähr 2.720 Wörter mit 15.500 Zeichen. Seiten-Name: Über sich herunterziehen

 

Betreiber der Webseite _ www.parkfach.de _ ist Reiner Zabel.

 

Kontakt-Möglichkeiten

a) Alternative 1: Es kann mir eine E-Mail geschrieben werden unter parkfach@freenet.de

b) Alternative 2: Ein Kommentar kann veröffentlicht werden unter parkfach.wordpress →→ (1,4 MB)

c) Alternative 3: Ein Kommentar kann in gutefrage.net/nutzer/Renies veröffentlicht werden.

 

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