2018-11-18 _ ↓↓ ENDE

 

Der Koran fordert KEINE Kopf-, sondern nur eine Busen-Bedeckung

 

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Sure 24, Vers 31 (Übersetzungs-Varianten bzw. verschiedene Übersetzungen)

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Inhaltsverzeichnis

 

1 Ergebnis

 

2 Geltungs-Bereich von Vers 31

 

3 Zitat 1: DER KORAN (Taschen-Buch)

 

4 Zitat 2: DER ISLAM (Buch)

 

5 Zitat 3: DER HEILIGE KORAN (PDF-Datei)

 

6 Zitat 4: KORAN AUF DEUTSCH

 

7 Zitat 5: ALRAHMAN (CH/DE)

 

8 Zitat 6: GUTEFRAGE.NET

 

9 Zitat 7: ISLAM.DE _ ↑↑ (= OBEN)

 

10 Unvollständige Übersetzungen

 

10 Zitat 8: ANTIKE ZUKUNFT

 

11 Zitat 9: DEUTSCHE ISLAM-KONFERENZ

 

12 Zitat 10: BR-FERNSEHEN (PDF-Datei)

 

13 Zitat 11: DEUTSCHLANDFUNK

 

14 Zitat 12: IslamIQ.de

 

15 Arabisch-Englisch-Deutsch

 

15 Zitat 13: SAHIH (wortwörtliche Übersetzung)

 

16 Arabisch-Deutsch mit Google-Übersetzer

 

16 Zitat 14: KORAN IM UNICODE

 

17 Übersetzung mit 3x Zierde

 

17 Zitat 15: CHRISLAGES.de _ ↑↑

 

18 Übersetzungs-Vergleich Vers-Abschnitte

 

19 Absatz 1 - 21 Kopftücher bis ≈100 n. Mo.

 

1 Ergebnis

Die bekleidungsrelevanten Texte von Sure 24, Vers 31 wurden im Sommer 627 für die vielen Frauen verkündet (und später niedergeschrieben), die DAMALS noch mit freiem Busen in der Öffentlichkeit anzutreffen waren. Die bekleidungsrelevanten Texte von Vers 31 wurden NICHT geschrieben für die Frauen, die DAMALS bereits ein Gewand trugen, das auch den Busen vollständig bedeckte. Dem Propheten ging es sowohl in Sure 24, Vers 31 als auch in Sure 33, Vers 59 bekleidungsmäßig NUR darum, dass die Oberweite von Frauen und ihre Scham ordentlich bedeckt oder verhüllt sind. Bedeckungen oder Verhüllungen oberhalb der Schultern waren für ihn ganz offensichtlich keine Pflicht und überhaupt kein Thema. Ansonsten hätte er in den beiden Versen mindestens einen der folgenden Begriffe verwendet: Hals, Nacken, Kinn, Gesicht, Mund, Lippen, Wangen, Nase, Augen, Ohren, Haare, Haupt, Kopf. _ ↑↑

 

2 Geltungs-Bereich von Vers 31

Dieser Vers galt den Frauen, die nach Verkündung von Vers 59 (Gewänder überziehen) entweder immer noch kein Gewand trugen (aus den unterschiedlichsten Gründen) oder solche Gewänder trugen, die einen so großen Ausschnitt hatten, dass der Busen weiterhin vollkommen unbedeckt blieb. Da heute keine muslimische Frau mehr ohne Gewand, also unbedeckt in die Öffentlichkeit geht, weiterhin auch keine Frau ein Gewand trägt, das einen so großen Ausschnitt hat, dass der Busen komplett sichtbar ist und auch weil keine muslimische Frau mehr das eindeutige Gebot in Vers 31, den Blick gesenkt zu halten, einhält, wäre der Vers 31 hinfällig und könnte im Koran auch stillgelegt werden, wenn da nicht die eine Sache wäre, in der gefordert wird, (außer in der Ehe) keusch zu bleiben. Nur das hat heute noch in Vers 31 Relevanz, wird aber dennoch auch von Muslima immer weniger eingehalten.

 

In diesem Vers geht es ausschließlich um Oberweite und Scham der Frau. Letzteres wird auch als Intim-Bereich bezeichnet. In Vers 31 geht es NICHT um Gesicht, Haare, Ohren, Hals, Nacken oder Kopf der Frau! Begründung: Es gibt in Vers 31 drei Vers-Abschnitte, die eindeutig erkennen lassen, dass mit der Zierde der Frau nur die Oberweite gemeint sein kann: _ ↑↑

Der Neben-Satz mit der Ausnahme-Regelung: „bis auf das, was von der Zierde unvermeidbar zu sehen ist“.

Die Forderung, den Busen zu bedecken / zu verhüllen, damit er für Fremde keinen Reiz mehr darstellt.

Die Forderung nicht aufzustampfen, weil sonst von der Zierde zu viel erkennbar werden würde.

 

In Vers 31 weist nichts eindeutig darauf hin, dass auch die Kopf-Haare der Frau gemeint sind. Folglich gilt die Bedeckungs-Forderung in Vers 31 nur halsabwärts. Der Prophet hätte im Vers 31 eine gute Gelegenheit gehabt, auch eine Bedeckung für Kopf-Haare klar und eindeutig zu fordern, was er aber nicht tat.

Der Vers 31 wird manchmal auch als „Kopftuch-Vers“ bezeichnet. Dies ist jedoch falsch, weil Vers 31 verkündet wurde, um die Busen-Freiheit zu beenden. Der Vers 31 müsste somit eigentlich als „Busen-Vers“ bezeichnet werden.

 

bis markiert den Beginn wichtiger Vers-Abschnitte, die im Kapitel ↓Übersetzungs-Vergleich für Vers-Abschnitte verwendet werden.

 

3 Zitat 1: DER KORAN _ OBEN ↑↑

Taschen-Buch von Ludwig Ullmann, Goldmann-Verlag 1959

 

Sage auch den gläubigen Frauen , dass sie ihre Augen niederschlagen und sich vor Unkeuschem bewahren sollen und dass sie nicht ihre Zierde (ihren nackten Körper, ihre Reize), außer nur was notwendig sichtbar sein muss, entblößen und dass sie ihren Busen mit einem Schleier verhüllen sollen. ' Sie sollen ihre Reize nur vor ihren Ehemännern zeigen oder vor ihren Vätern oder vor den Vätern ihrer Ehemänner oder vor ihren oder den Söhnen ihrer Ehemänner, den Stiefsöhnen, oder vor ihren Brüdern oder vor den Söhnen ihrer Brüder und Schwestern oder vor ihren Frauen oder vor ihren Sklaven oder vor den Dienern, welche kein Bedürfnis zu Frauen (kein Geschlechtstrieb) fühlen, oder vor Kindern, welche die Blöße der Frauen nicht beachten. Auch sollen sie ihre Füße nicht so werfen, dass man der Zierde, die sie verbergen sollen, gewahr werde. O Gläubige, kehrt doch alle zu Allah zurück, damit ihr glücklich werdet.

 

Übersetzungs-Vergleich zu             

 

Anmerkungen: Die Übersetzung gemäß Zitat 1 ist insofern interessant, als es damals hierzulande noch keine Hidschab- oder Voll-Verschleierungs-Debatte gab und dass der Übersetzer wahrscheinlich ein waschechter Deutscher ist. Das Wort Zierde wurde dennoch FALSCH interpretiert mit (ihren nackten Körper, ihre Reize). Die richtige Bedeutung von Zierde ist speziell im Koran „BUSEN“. Die Zierde des Mannes ist der Bart und die ZIERDE der Frau ist der BUSEN. Warum es für Viele so schwer ist, auf das Naheliegendste zu kommen, ist rätselhaft. Aus dem Taschenbuch wurde der Text eingescannt, weil dieses Taschenbuch wahrscheinlich nicht mehr so einfach zu beschaffen ist: Scan von 4 Koran-Versen (0,7 MB).

 

4 Zitat 2: DER ISLAM _ OBEN ↑↑

Buch von Peter Heine, Patmos-Verlag 2007

 

Und sprich zu den gläubigen Frauen, sie sollen den Blick senken und ihre Scham bewahren, ihren Schmuck nicht offen zeigen, mit Ausnahme dessen, was sonst sichtbar ist. Sie sollen ihren Schleier auf den Kleidungsausschnitt schlagen ' und ihren Schmuck nicht offen zeigen, es sei denn ihren Ehegatten, ihren Vätern, den Vätern ihrer Ehegatten, ihren Söhnen, den Söhnen ihrer Ehegatten, ihren Brüdern, den Söhnen ihrer Brüder und den Söhnen ihrer Schwestern, ihren Frauen, denen, die ihre rechte Hand besitzt, den männlichen Gefolgsleuten, die keinen Trieb mehr haben, den Kindern, die die Blöße der Frauen nicht beachten. Sie sollen ihre Füße nicht aneinanderschlagen, damit man gewahr wird, welchen Schmuck sie verborgen tragen. Bekehrt euch allesamt zu Gott, ihr Gläubigen, auf dass es euch wohl ergehe.

 

Übersetzungs-Vergleich zu             

 

Anmerkungen: Bereits der Vergleich von Zitat 1 und 2 zeigt deutliche Übersetzungs-Unterschiede. Deshalb werden an dieser Stelle einige mögliche Ursachen aufgezählt, warum es offensichtlich für manche oder sogar viele Koran-Vers-Abschnitte einen relativ großen Auslegungs-Spielraum gibt: _ ↑↑

A) Der Wortschatz war im Koran-Arabisch noch nicht so groß, wie im heutigen arabisch.

B) Die Grammatik war im Koran-Arabisch noch nicht so weit entwickelt, wie im heutigen arabisch.

C) Die Buchstaben waren im Koran-Arabisch teilweise anders, wie im heutigen arabisch und können nicht mehr eindeutig entschlüsselt werden.

D) Wichtige Schlüssel-Worte im Koran-Arabisch haben ein zu breites Bedeutungs-Spektrum.

E) Formulierungen mussten zugunsten der Reimbarkeit vereinfacht werden.

Wie die Übersetzung ausfällt richtet sich auch danach, welches Ziel der Übersetzer verfolgt. Übersetzungen, die eine erweiterte Verhüllungs-Pflicht beweisen sollen, fallen naturgemäß etwas anders aus, wie Übersetzungen, die das genaue Gegenteil erreichen wollen. Deshalb ist es sinnvoll, möglichst viele Übersetzungs-Varianten zu berücksichtigen.

 

5 Zitat 3: DER HEILIGE KORAN _ OBEN ↑↑

Aus einer 2015 heruntergeladenen PDF-Datei, im Internet nun gelöscht.

 

Und sprich zu den gläubigen Frauen , dass sie ihre Blicke zu Boden schlagen und ihre Keuschheit wahren und ihren Schmuck nicht zur Schau tragen sollen - bis auf das, was davon sichtbar sein darf, und dass sie ihren Schal um ihre Kleidungsausschnitte schlagen ' und ihren Schmuck vor niemand (anderem) enthüllen sollen als vor ihren Gatten oder Vätern oder den Vätern ihrer Gatten oder ihren Söhnen oder den Söhnen ihrer Gatten oder ihren Brüdern oder den Söhnen ihrer Brüder oder Söhnen ihrer Schwestern oder ihren Frauen oder denen, die sie von Rechts wegen besitzen, oder solchen von ihren männlichen Dienern, die keinen Geschlechtstrieb mehr haben, und den Kindern, die der Blöße der Frauen keine Beachtung schenken. Und sie sollen ihre Füße nicht so (auf den Boden) stampfen, dass bekannt wird, was sie von ihrem Schmuck verbergen. Und wendet euch allesamt reumütig Allah zu, o ihr Gläubigen, auf dass ihr erfolgreich sein möget.

 

Übersetzungs-Vergleich zu             

 

Anmerkungen: Da im Basis-Text das Wort „DASS“ noch mit ß geschrieben wird (daß), könnte diese Übersetzung noch vor der Rechtschreib-Reform entstanden sein, die 1996 war. _ ↑↑

 

Kleid-Ausschnitt-Alternativen: Vergleichsweise viele Übersetzer wählen die Kombination „Tücher über Kleidungs-Ausschnitte ziehen“. Bei genauerer Betrachtung wäre diese Forderung wie mit Kanonen-Kugeln auf Spatzen geschossen. Es wäre doch besser, einfacher und ökonomischer eine der folgenden Alternativen oder Varianten zu verlangen:

▪ Einen weniger tiefen Kleid-Ausschnitt tragen

▪ Einen runden Kleid-Ausschnitt tragen

▪ Einen möglichst kleinen Kleid-Ausschnitt tragen

▪ Einen verschließbaren Kleid-Ausschnitt tragen

▪ Einen hinten liegenden Kleid-Ausschnitt tragen

Grundsätzlich erschein es übertrieben, einen Koran-Vers wegen so etwas Belanglosem wie einem Kleid-Ausschnitt zu verkünden. Es wäre unnötig kompliziert, teuer und wegen der Hitze auch unpraktisch, zu verlangen, einen meistens V-förmigen Kleid-Ausschnitt mit zusätzlichen Tüchern zu bedecken, wo es doch viel einfacher wäre, zu verlangen, Kleider OHNE tiefe vordere Ausschnitte zu tragen oder Kleider MIT verschließbaren Ausschnitten. Beispiele: „und lasse sie keine Gewänder mit tiefen unverschlossenen Ausschnitten tragen“ oder „und lasse sie verschließen ihre Kleider-Ausschnitte“. Tatsächlich sollen unbedeckte Busen mit Tüchern bedeckt werden. Hierzu gibt es keine besseren Alternativen. _ ↑↑

 

Wegen neuerer Erkenntnisse wird der Abschnitt „Kleid-Ausschnitt-Alternativen“ wie folgt naschgebessert:

1. So belanglos waren die Kleid-Ausschnitte nicht, denn sie zeigten viel mehr vom Busen, wie dies auch die größten heutigen Kleid-Ausschnitte tun. Die damaligen Kleid-Ausschnitte zeigten auch die Brustwarzen und wahrscheinlich manchmal auch den kompletten Busen.

2. Es wäre doch nicht einfacher und ökonomischer eine der obigen fünf Alternativen oder Varianten zu verlangen. Grund: Bei so großen Kleid-Ausschnitten hätten die vorhandenen Gewänder geändert oder es hätten sogar ganz neue Gewänder hergestellt werden müssen. Der Prophet wollte jedoch keine Änderungen an bestehenden Gewändern und erst recht keine neuen Gewänder, weil er den Frauen keine zusätzliche Arbeit machen und keine zusätzlichen Kosten verursachen wollte. Der Prophet wollte sowohl beim Vers 59 der Sure 33, als auch beim Vers 31 der Sure 24 mit Bestehendem auskommen.

 

6 Zitat 4: KORAN AUF DEUTSCH→→ _ OBEN ↑↑

 

Und sprich zu den gläubigen Frauen , dass sie ihre Blicke zu Boden schlagen und ihre Keuschheit wahren sollen und dass sie ihre Reize nicht zur Schau tragen sollen, bis auf das, was davon sichtbar sein muss, und dass sie ihre Tücher über ihre Busen ziehen sollen ' und ihre Reize vor niemandem enthüllen als vor ihren Gatten, oder ihren Vätern, oder den Vätern ihrer Gatten, oder ihren Söhnen, oder den Söhnen ihrer Gatten, oder ihren Brüdern, oder den Söhnen ihrer Brüder, oder den Söhnen ihrer Schwestern, oder ihren Frauen, oder denen, die ihre Rechte besitzt, oder solchen von ihren männlichen Dienern, die keinen Geschlechtstrieb haben, und den Kindern, die von der Blöße der Frauen nichts wissen. Und sie sollen ihre Füße nicht zusammenschlagen, so dass bekannt wird, was sie von ihrem Zierrat verbergen. Und bekehret euch zu Allah insgesamt, o ihr Gläubigen, auf dass ihr erfolgreich seiet.

 

Übersetzungs-Vergleich zu             

 

Anmerkungen: Die Formulierung, und dass sie ihre Reize nicht zur Schau tragen sollen, lässt die Vermutung aufkommen, dass vor rund 1.400 Jahren Frauen durchaus auch oben ohne in der Öffentlichkeit zu sehen waren, auch wenn das heute niemand mehr so recht glauben möchte. Viele Menschen waren damals zu arm, um sich Kleidung leisten zu können, die den ganzen Körper bedeckt. Wenn es lautet, dass Tücher über Busen zu ziehen sind, geht die Bevölkerungs-Mehrheit sicherlich davon aus, dass der freie Busen gemeint ist und nicht der bereits anderweitig bedeckte.

 

7 Zitat 5: ALRAHMAN→→ (CH/DE)_ OBEN ↑↑

 

Sage den gläubigen Frauen, sie sollen den Blick niederschlagen und ihre Blöße wahren und ihre Zierde (ziynah) nicht zeigen, außer dem, was äußerlich sichtbar ist, und ihre Brüste bedecken mit ihren Bedeckungen (khimar). ' Und ihre Zierde niemandem zeigen außer ihren Ehemännern, ihren Vätern, Schwiegervätern, ihren Söhnen, Stiefsöhnen, ihren Brüdern, den Söhnen ihrer Brüder und ihrer Schwestern oder ihre Frauen oder männlichen Dienern, die Frauen nicht mehr begehren, und den Kindern, die noch kein Verlangen nach Frauen haben. Sie sollen nicht plakativ mit den Füßen schlagen, um verdeckten Schmuck bemerkbar zu machen. Kehrt alle reumütig zu Gott zurück, ihr Gläubigen, damit ihr Erfolg erzielt!

 

Übersetzungs-Vergleich zu             

 

Anmerkungen: Siehe Webseite von ALRAHMAN.

Eigene Anmerkungen: ZIYNAH ist die lateinische Schreibweise für das arabische Wort, das meistens falsch mit „Reize“ oder „Schmuck“ übersetzt wird. „Zierde“ ist auch deshalb die richtige Übersetzung, weil die beiden Worte „ZIYNAH“ und „Zierde“ eine gut erkennbare Verwandtschaft haben. _ ↑↑

Warum in den vorderen beiden Vers-Abschnitten Zierde verwendet wurde und im hinteren Vers-Abschnitt dann auf einmal Schmuck, ist nur schwer nachvollziehbar, wo es doch in allen drei Fällen um ein und dieselbe Sache geht, nämlich um Busen. In der wortwörtlichen Übersetzung ins Englische (Zitat 13) wird 3-mal ADORNMENT angegeben. Die Übersetzung „und ihre Blöße wahren“ weicht erheblich von den anderen Übersetzungen ab.

 

Auf der Webseite von Alrahman steht unter dem Vers 31 unter anderem noch folgendes:

>> Aber im Zusammenhang sollte die Brust (der Busen) als das entsprechende Körperteil verstanden werden. Deshalb ist es die tief ausgeschnittene Kleidung, die hier gemeint ist. <<

 

Nicht nur die Betreiber der Webseite „Alrahman“, sondern ALLE, die Vers 31 behandeln, behaupten, dass dieser Vers die Frauen unter Anderem auffordert, eine (Kopf-) Bedeckung oder ein (Kopf-) Tuch über ihren Kleider-Ausschnitt zu ziehen. Das ist jedoch nur die halbe Wahrheit. Um die ganze Wahrheit zu erkennen, muss der Vers 59 mit einbezogen werden, weil dieser VOR Vers 31 verkündet wurde: _ ↑↑

 

Im Vers 59 werden nur die verheirateten Frauen aufgefordert ein Gewand anzuziehen, weil nur diese eines hatten. Die unverheirateten Frauen gingen weiterhin gewandlos in die Öffentlichkeit, weil sie kein Gewand hatten. Der Vers 31 wurde hauptsächlich wegen der busenfreien unverheirateten Frauen verkündet, indem er diese aufforderte, doch wenigstens ein Tuch über ihren Busen zu ziehen.

 

Vers 31 wurde dennoch auch für die verheirateten Frauen verkündet. Allerdings nur für diejenigen, die ein Gewand trugen, das einen (aus Sicht des Propheten) viel zu großen Dekolleté-Ausschnitt hatte, der faktisch den gesamten Busen zeigte.

 

Der Bart ist die Zierde des Mannes und der BUSEN ist die ZIERDE der Frau.

 

8 Zitat 6: GUTEFRAGE.NET→→ _ OBEN ↑↑

 

Und sag den gläubigen Frauen, sie sollen (statt jemanden anzustarren, lieber) ihre Augen niederschlagen, und ihre Keuschheit bewahren, den Schmuck, den sie (am Körper) tragen, nicht offen zeigen, soweit er nicht (normalerweise) sichtbar ist, ihren Schal sich über den (vom Halsausschnitt nach vorne heruntergehenden) Schlitz (des Kleides) ziehen ' und den Schmuck, den sie (am Körper) tragen, niemandem offen zeigen, außer ihrem Mann, ihrem Vater, ihrem Schwiegervater, ihren Söhnen, ihren Stiefsöhnen, ihren Brüdern, den Söhnen ihrer Brüder und ihrer Schwestern, ihren Frauen, ihren Sklavinnen, den männlichen Bediensteten, die keinen Geschlechtstrieb (mehr) haben, und den Kindern, die noch nichts von weiblichen Geschlechtsteilen wissen. Und sie sollen nicht mit ihren Beinen aneinanderschlagen und damit auf den Schmuck aufmerksam machen, den sie (durch die Kleidung) verborgen (an ihnen) tragen. Und wendet euch allesamt (reumütig) wieder Allah zu, ihr Gläubigen. Vielleicht wird es euch (dann) wohl ergehen.

 

Übersetzungs-Vergleich zu             

 

Anmerkungen: Da die Webseite von GUTEFRAGE.NET mit dem Zitat 6 recht lang ist, kann auf dortiger Webseite der Text von Zitat 6 leicht gefunden werden, indem ein Teil des Textes von Zitat 6 in die Such-Funktion des Browsers eingegeben wird.

 

9 Zitat 7: ISLAM.DE→→ _ OBEN ↑↑

 

Und sag zu den gläubigen Frauen, sie sollen ihre Blicke senken und ihre Scham hüten, ihren Schmuck nicht offen zeigen, außer dem, was (sonst) sichtbar ist. Und sie sollen ihre Kopftücher auf den Brustschlitz ihres Gewandes schlagen ' und ihren Schmuck nicht offen zeigen, außer ihren Ehegatten, ihren Vätern, den Vätern ihrer Ehegatten, ihren Söhnen, den Söhnen ihrer Ehegatten, ihren Brüdern, den Söhnen ihrer Brüder und den Söhnen ihrer Schwestern, ihren Frauen, denen, die ihre rechte Hand besitzt, den männlichen Gefolgsleuten, die keinen (Geschlechts-) Trieb (mehr) haben, den Kindern, die auf die Blöße der Frauen (noch) nicht aufmerksam geworden sind. Und sie sollen ihre Füße nicht aneinanderschlagen, damit (nicht) bekannt wird, was sie von ihrem Schmuck verborgen tragen. Wendet euch alle reumütig Allah zu, ihr Gläubigen, auf dass es euch wohl ergehen möge!

 

Übersetzungs-Vergleich zu             

 

Anmerkungen: Die Verwendung des Wortes Kopftücher (eigentlich Hidschabs) bedeutet nicht automatisch, dass sie auch zwingend zu tragen sind. Im Koran steht nun mal nirgends, dass ein Hidschab oder eine Voll-Verschleierung zu tragen ist. Natürlich stimmt es, dass zur Zierde der Frau auch deren Kopf-Haare zählen, so wie die Bart-Haare zur Zierde des Mannes gehören. Somit ist zu unterscheiden zwischen Kopf-Haar-Zierde und Oberweiten-Zierde. Eine Analyse der Sätze von Vers 31, in denen das Wort Schmuck, also eigentlich Zierde verwendet wird, ergibt, dass nur die Oberweiten-Zierde gemeint sein kann. Haar-Schmuck ist nicht das Haar selber, sondern etwas, welches das Haar schmückt, also zum Beispiel eine Schleife aus Stoff-Band. _ ↑↑

 

Wäre die Forderung, einen verlängerten Hidschab auch über die Brust-Schlitze der Gewänder zu schlagen, tatsächlich zur Zeit des Propheten erhoben worden, so wäre diese Forderung zu einer Zeit erhoben worden, als noch viele Frauen in den Dörfern und Städten oben ohne (topless) zu sehen waren. Es macht also keinen Sinn, zu einer Zeit, als viele Frauen überhaupt noch keine (weiten) Gewänder trugen, von ihnen zu verlangen, ihren Hidschab über die (noch nicht vorhandenen) Gewand-Dekolletee-Ausschnitte zu schlagen.

 

Unvollständige Übersetzungen

 

10 Zitat 8: ANTIKE ZUKUNFT→→ _ OBEN ↑↑

 

Und sage zu den Gläubigen Frauen , dass sie ihre Blicke niederhalten sollen und dass sie ihren Intimbereich schützen und ihre Keuschheit wahren sollen und dass sie ihre Reize nicht zur Schau stellen sollen, bis auf das, was davon zwangsläufig sichtbar wird, und dass sie IHRE Kopftücher über ihre Ausschnitte ziehen sollen […]”

 

Übersetzungs-Vergleich für          

 

Anmerkungen: Wichtig ist das Wort IHRE vor dem Wort Kopftücher (eigentlich Hidschabs): IHRE bedeutet eindeutig nur, dass sich der Hidschab im Besitz der Frauen befinden. Woher der Hidschab kommt, bevor er über den Ausschnitt gezogen wird, bleibt offen. Es könnte also auch so sein, dass die Frau ein an der Garderobe hängenden Hidschab nur über ihren V-förmigen Kleid-Ausschnitt zieht, den Kopf jedoch frei lässt, bevor sie das Haus verlässt. Der Teil-Satz in Vers 31 lautet NICHT „und dass sie IHRE zu tragenden Hidschabs über ihre Ausschnitte ziehen sollen“, sondern er lautet neutral komplettiert „und dass sie IHRE irgendwoher genommenen Hidschabs über ihre Ausschnitte ziehen sollen“. _ ↑↑ (= OBEN)

 

Da normale Kopftücher nur den Kopf einhüllen müssen, sind sie normalerweise zu klein, um sie auch noch über den Kleid-Ausschnitt ziehen zu können. Somit ergeben sich zwei Varianten. Variante 1: Die Frau nimmt ihr Kopftuch vom Kopf, um es über den Kleid-Ausschnitt zu ziehen, denn Verdeckung der Oberweite geht vor Verdeckung der Haare. Variante 2: Die Frau kann (freiwillig) ein Kopftuch aufziehen und sie muss ein zweites Kopftuch über ihre Oberweite ziehen. Es steht nirgends im Koran, dass extragroße Kopftücher anzufertigen sind, die sowohl Kopf als auch Kleid-Ausschnitt bedecken. Dennoch wurden überdimensionierte Mammut-Kopftücher (Hidschabs) erfunden, die gleichzeitig Kopf und Ausschnitt bedecken können.

 

(Ganz!) Nackt um die Kaaba

Auf der Webseite von ANTIKE ZUKUNFT schrieb ein Kommentator: „Kürzlich sagte ein arroganter TV-Moderator unverschämt, dass bevor der Vers 31 von Sûrah An-Nûr offenbart wurde, Frauen ihre Brüste unbedeckt und sogar nackt ließen. Als Beweis brachte er die Tradition der Umkreisung der Ka’bah in einem nackten Zustand vor.“ _ ↑↑
Fremder Kommentar: Siehe
ANTIKE ZUKUNFT→→. Auf der Webseite von ANTIKE ZUKUNFT mit Hilfe der Such-Funktion nach nackt suchen. Wird viermal gefunden.

 

Eigener Kommentar: Warum der TV-Moderator als arrogant und unverschämt bezeichnet wurde, bleibt unklar. Es könnte jedoch sein, dass er einen neuralgischen Punkt traf. Jedenfalls war die (mehr oder weniger) nackte Umkreisung der Kaaba solange nicht verboten, wie die Kaaba der Sitz der Götter-Schar war. Wahrscheinlich erst nach der Verkündung von Vers 59 und Vers 31 und nach dem triumphalen Wiedereinzug des Propheten in Mekka, endete das fast oder auch vollkommen nackte Umkreisen der Kaaba. Hierzu noch drei Zitate: _ ↑↑

 

Zitat U: Brockhaus von 1830→→, Blätter für literarische Unterhaltung, Band XIX, Seite 763. Dort steht unter Anderem „So hatten die Araber den Gebrauch, ganz nackt eine Procession um die Kaaba zu halten; denn, sagten sie, die Kleider sind ein Zeichen unsers Ungehorsams gegen Gott (1. Mos. 3).“
Hinweise: 1. Moses 3 ist die Bibel-Geschichte von Adam und Eva, in der es an mehreren Stellen um die Nacktheit geht. Leider führt der Link „Brockhaus von 1830
→→“ nicht genau zur richtigen Stelle. Deshalb alternativ im Chrome-Browser einen Zitat-Teil eingeben und suchen lassen oder Bildschirm-Kopie (0,1 MB) anschauen.

 

Zitat V: ALLAH KNOWING→→ (2,5 MB) Dort steht unter Anderem „Männer Und Frauen pflegten nackt um die Kaaba Herum zu gehen, mit der Begründung, sie sollten sich vor Gott in dem Zustand präsentieren, wie sie geboren worden waren.“

 

Zitat W: Das Leben Mohammed's, Washington Irving, 1865, Seite 252 _ ↑↑

Der Towaf oder die Procession um die Kaaba war eine alte Ceremonie, welche schon lange vor Mohammed's Zeit geübt und von beiden Geschlechtern vollkommen nackt verrichtet wurde. Mohammed verbot diese Schaustellung und schrieb den Ihram oder die Pilgerkleidung vor.

 

Eigene Kommentare: Die Begründungen von Zitat U und V sind recht unterschiedlich. Die Bibel-Begründung des Brockhaus kann nicht stimmen, weil Mekka nie christlich war. Mit der Begründung in Zitat V kann auch etwas nicht stimmen, denn die heidnischen Mekkaner hatten nicht den einen Gott, sondern eine Vielzahl von Göttern. Gemäß Zitat W verbot Mohammed die nackte Umkreisung der Kaaba erfolgreich … dank der Machtfülle, die er in seinen letzten Lebens-Jahren erlangte. Mit derselben Machtfülle wäre es für ihn ein Leichtes gewesen durchzusetzen, dass auch alle Frauen nur noch mit Haar- oder Gesichts-Bedeckung in die Öffentlichkeit treten, wenn er dies gewollt hätte. Tatsächlich nahm der Anteil der Frauen, die in der Öffentlichkeit das Haar oder Gesicht bedeckten, zu Lebzeiten Mohammeds und auch in den ersten Jahrzehnten nach seinem Tode nicht merklich zu. Die auffallende Ausbreitung des Hidschabs erfolgte erst ungefähr 100 Jahre nach Mohammed und die des Nikab sogar erst ungefähr 1.000 Jahre nach ihm. _ ↑↑

 

Woher das Wissen der nackten Kaaba-Umkreisung letztendlich stammt ist unklar. Ist es ein alter arabischer Text oder eine mündliche Überlieferung? Jedenfalls ist es naheliegend anzunehmen, dass Frauen, die bereit waren, sich vor fremden Menschen vollkommen nackt auszuziehen, auch keine Probleme damit hatten, ihr Haus, ihre Hütte oder ihr (Beduinen-) Zelt mit freiem Oberkörper zu verlassen. Die Forderung des Propheten, dass Frauen irgendeine Art von Bedeckung über ihre Busen ziehen sollen, macht nur Sinn, wenn es viele Frauen gab, die mit unbedeckten Busen draußen zu sehen waren.

 

11 Zitat 9: DEUTSCHE ISLAM-KONFERENZ→→ _ OBEN ↑↑

 

Und sag den gläubigen Frauen, sie sollen die Augen niederschlagen, und sie sollen darauf achten, dass ihre Scham bedeckt ist, den Schmuck, den sie tragen, nicht offen zeigen, soweit er nicht (sc. normalerweise) sichtbar ist, ihren himār (Im Originaltext steht der Plural dieses Wortes, humur.) über den Schlitz (sc. des Kleides) ziehen ' und den Schmuck, den sie tragen, niemandem offen zeigen, außer ihrem Mann, ihrem Vater, ihrem Schwiegervater, ihren Söhnen, ihren Stiefsöhnen, ihren Brüdern, den Söhnen ihrer Brüder und ihrer Schwestern, ihren Frauen, ihren Sklavinnen, den männlichen Bediensteten, die keinen Geschlechtstrieb haben, und den Kindern, die noch nichts von weiblichen Geschlechtsteilen wissen. (...)

 

Übersetzungs-Vergleich für          

 

Anmerkungen: Warum wurde himār bzw. humur nicht übersetzt? Antwort: Wahrscheinlich wurden diese beiden Begriff nicht übersetzt, weil die Übersetzung unvereinbar strittig ist. Einige bestehen darauf, dass der Begriff „Kopf-Bedeckung“ oder „Kopftuch“ bedeutet, während andere behaupten, dass der Begriff „Schal“ oder „Tuch“ bedeutet. Als Kompromiss, mit dem beide Parteien leben können, wurde dann offenbar vereinbart, dass der arabische Begriff beibehalten und auf die Übersetzung verzichtet wird.  Warum wurde der letzte Satz weggelassen? Gerade dieser letzte Satz macht besonders deutlich, dass es sich beim Schmuck, also eigentlich bei der Zierde, nur um die Oberweite der Frau handeln kann, weil dieser hier weggelassene Satz im Zusammenhang mit Haaren keinen Sinn ergibt. Was bedeutet die Abkürzung „sc.“? Beutet dies gemäß Wiktionary: „scilicet: nämlich, an Vorwissen anknüpfend“? _ ↑↑

 

Was bedeutet himār bzw. humur?

A) Wahrig: Der Begriff himār ähnelt Himation. Letzterer Begriff ist gemäß dem Bedeutungs-Wörterbuch Wahrig altgriechisch und bedeutet Obergewand. Es könnte also durchaus sein, dass gemäß Vers 31 Frauen keinen Hidschab über ihren Kleid-Ausschnitt in V-Form ziehen, sondern Gewand-Tücher über ihre Brust-Körbe wickeln sollen, die den altgriechischen Wickel-Gewändern ähneln und aus langen Tüchern bestehen. Brustkästen: Siehe wortwörtliche Übersetzung gemäß Zitat 13 und dort den Absatz Google Übersetzer.

B) Internet: Die Internet-Recherche ergab zunächst, dass himār Esel bedeutet. Im zweiten Such-Versuch fand sich dann noch eine Definition unter dem Link der Webseite RPI-VIRTUELL→→ . Der Link öffnet eine Word-Datei, in der auf Seite 1 steht, dass himār eine Art „Schleiertuch“ ist.

C) Im Zitat 5 von ALRAHMAN wird an der gleichen Vers-Stelle nicht himār, sondern der ähnliche Begriff khimar verwendet und mit Bedeckungen übersetzt.

 

12 Zitat 10: BR-FERNSEHEN→→ (PDF) _ OBEN ↑↑

 

Hinzu kommt die Sure 24, in der es heißt, dass Frauen ihren Schmuck nicht öffentlich zeigen sollen. Zählt man nun die Haare zum Schmuck der Frau, müssten sie in der Öffentlichkeit bedeckt bleiben. (PDF, Seite 2)

 

Übersetzungs-Vergleich für 

 

Anmerkungen: Auf der Seite 2 der PDF-Datei steht, wie mit dem Koran ein (angebliches) Kopftuch-Gebot begründet wird: Es wird im Vers 59 (der Sure 33) die Bekleidungs-Vorgabe vierfach verfälscht wiedergegeben und es wird im Vers 31 (der Sure 24) der falsche Begriff „Schmuck“, der richtig „Zierde“ lauten müsste, ungerechtfertigt auf die Kopf-Haare ausgedehnt, obwohl mit der Zierde nur der Busen gemeint ist, weil die Frauen damals noch mit unbedecktem Busen ausgingen und der Prophet wollte, dass der Busen bedeckt wird. Zu vierfach verfälscht: +etwas, +herunter, +über den Kopf, Gewänder → Gewand. _ ↑↑

 

Bei diesem Zitat ist zu beanstanden, dass ein wichtiger Teil-Satz des Vers 31 aus dem Zusammenhang gerissen wurde. Diese Vorgehensweise ist geeignet, den Teil-Satz als Begründung für die Behauptung heranzuziehen, dass alle Zierden von Frauen zu verhüllen sind. Bei der Zierde von Frauen geht es in Vers 31 jedoch eindeutig nur um die Oberweite der Frau. Dies ergibt sich aus der Verwendung des Wortes Schmuck (eigentlich Zierde) in den vier Vers-Abschnitten bis . In Vers 31 steht nicht, dass alle Zierden einer Frau gemeint sind. Vers 31 gilt nur für Scham (einschließlich der Scham-Haare) und Oberweite. Siehe auch „Geltungs-Bereich von Vers 31“ nach dem Inhaltsverzeichnis und Mails an BR (0,1 MB).

 

13 Zitat 11: DEUTSCHLANDFUNK→→ _ OBEN ↑↑

 

Und sag den gläubigen Frauen, sie sollen ihre Augen niederschlagen, und ihre Keuschheit bewahren, den Schmuck, den sie tragen, nicht offen zeigen, soweit er nicht normalerweise sichtbar ist, und ihre Tücher über ihre Busen ziehen.

 

Übersetzungs-Vergleich für          

 

Anmerkungen: In diesem Fall wurde der wichtige Teil-Satz nicht aus dem Zusammenhang gerissen. Es fehlt allerdings der wichtige letzte Satz. Die richtige Bedeutung von Vers 31 lässt sich nur erkennen, wenn er komplett erfasst wird, von der ellenlangen Ausnahme-Aufzählung (außer ihren Ehegatten, ihren Vätern, …) einmal abgesehen. Die Ausnahme-Aufzählung erhielt deshalb kleinere Schrift-Größen.

 

14 Zitat 12: ISLAMIQ→→ _ OBEN ↑↑

 

Und sage den gläubigen Frauen , dass sie ihre Blicke senken und ihre Keuschheit wahren und ihre Reize nicht zur Schau stellen sollen, außer was (anständigerweise) sichtbar ist; und dass sie ihre Tücher über ihren Busen schlagen ' und ihre Reize nur ihren Ehegatten zeigen sollen (…) Und sie sollen ihre Beine nicht so schwingen, dass Aufmerksamkeit auf ihre verborgene Zierde fällt. Und bekehrt euch zu Allah allzumal, o ihr Gläubigen, damit es euch wohl ergehe.

 

Übersetzungs-Vergleich zu             

 

Anmerkungen: Die Übersetzung des vorletzten Satzes (Beine nicht so schwingen) weicht deutlich von den anderen Übersetzungs-Varianten ab. Dies ist ein gutes Beispiel dafür, dass es verschiedentlich einen relativ großen Auslegungs-Spielraum für Koran-Übersetzungen gibt. Den Auslegungs-Spielraum gibt es jedoch nicht nur für Übersetzungen, sondern auch für Leute, die perfekt arabisch können und nur den Sinn der Koran-Texte erfassen müssen.

 

Arabisch-Englisch-Deutsch

 

15 Zitat 13: SAHIH INTERNATIONAL→→ _ OBEN ↑↑

 

Wird auf der Webseite von quran.com über die arabischen Text-Teile gegangen, so wird der jeweilige Text-Teil in arabisch gesprochen und es wird der zugehörige englische Texte-Teil eingeblendet. Die einzelnen Text-Teile werden nachfolgend durch | getrennt. Zunächst der rechtsbündig angeordnete arabische Text, weil er von rechts nach links gelesen wird:

 

وَقُل | لِّلْمُؤْمِنَتِ (1) يَغْضُضْنَ | مِنْ | أَبْصَرِهِنَّ | وَيَحْفَظْنَ | فُرُوجَهُنَّ (2) وَلَا | يُبْدِينَ | زِينَتَهُنَّ (3) إِلَّا | مَا | ظَهَرَ | مِنْهَا ۖ  (4) وَلْيَضْرِبْنَ | بِخُمُرِهِنَّ | عَلَىٰ | جُيُوبِهِنَّ ۖ  ’(2) وَلَا | يُبْدِينَ | زِينَتَهُنَّ (0) إِلَّا | لِبُعُولَتِهِنَّ | أَوْ | ءَابَآئِهِنَّ | أَوْ | ءَابَآءِ | بُعُولَتِهِنَّ | أَوْ | أَبْنَآئِهِنَّ | أَوْ | أَبْنَآءِ | بُعُولَتِهِنَّ | أَوْ | إِخْوَنِهِنَّ | أَوْ | بَنِىٓ | إِخْوَنِهِنَّ | أَوْ | بَنِىٓ | أَخَوَتِهِنَّ | أَوْ | نِسَآئِهِنَّ | أَوْ | مَا | مَلَكَتْ | أَيْمَنُهُنَّ | أَوِ | ٱلتَّبِعِينَ | غَيْرِ أُو۟لِى ٱلْإِرْبَةِ | مِنَ | ٱلرِّجَالِ | أَوِ | ٱلطِّفْلِ | ٱلَّذِينَ | لَمْ | يَظْهَرُوا۟ | عَلَىٰ | عَوْرَتِ | ٱلنِّسَآءِ ۖ (5) وَلَا | يَضْرِبْنَ | بِأَرْجُلِهِنَّ | لِيُعْلَمَ | مَا | يُخْفِينَ | مِن | زِينَتِهِنَّ ۚ | وَتُوبُوٓا۟ | إِلَى | ٱللَّهِ | جَمِيعًا | أَيُّهَ ٱلْمُؤْمِنُونَ | لَعَلَّكُمْ | تُفْلِحُونَ

 

Es wäre interessant zu wissen, ob die Arabisch-Englisch-Übersetzung durch einen Menschen oder Computer erfolgte. ↑↑ (= GANZ OBEN)

Dies ist nun die wortwörtliche Arabisch-Englisch-Übersetzung:

 

And say | to the believing woman (that) they should lower | (of) | their gaze | and they should guard | their chastity and not | (to) display | their adornment, except | what | is apparent | of it and let them draw | their head* covers | over | their bosoms | ' and not | (to) display | their adornment, | except | to their husbands | or | their fathers | or | fathers | (of) their husbands | or | their sons | or | sons | (of) their husbands | or | their brothers | or | sons | (of) their brothers | or | sons | (of) their sisters | or | their woman | or | what | possess | their right hands | or | the attendants | having no physical desire | among | (the) men | or | (the) children | who | (are) not | aware | of | private aspects | of (the) woman and not | let them stamp | their feet, | to make known, | what | they conceal | of | their adornment | and turn | to | Allah | altogether, | O believers | so you may | succeed. _ ↑↑

 

* Zu beanstanden ist: | their head covers | = | ihre Kopf-Bedeckungen |.

Dafür gibt es mehrere unabhängige Gründe:

 

Erster Grund: KOPF-Bedeckungen kann kaum stimmen, denn die allermeisten Übersetzer verwenden Bedeckungs-Bezeichnungen, die das Wort Kopf nicht enthalten. Sie verwenden also insbesondere die Bedeckungs-Arten Tücher, Schleier, Schals oder direkt das Wort „Bedeckung“.

 

Zweiter Grund, dass da etwas nicht stimmen kann: Zur Zeit der Suren-Verkündung waren die meisten Frauen noch mit freiem Oberkörper in der Öffentlichkeit anzutreffen. Es ist deshalb naheliegend, dass es dem Propheten nur darum ging, die Frauen dazu zu bringen, ihre Oberweite irgendwie zu bedecken. Für eine solche Oberweiten-Bedeckung sind auf dem Kopf getragene Kopf-Bedeckungen jedoch denkbar schlecht geeignet.

 

Dritter Grund: Zitat aus der Webseite von ALRAHMAN gemäß Zitat 5 ↑ (leicht verändert): Das arabische Wort KHIMAR bedeutet einfach „Bedeckung“ und hat einen großen Bedeutungs-Bereich. … Wenn der Kopf das Ziel gewesen wäre, hätte der Ausdruck nicht KHIMAR, sondern KHIMARU-R-RAS lauten müssen. _ ↑↑

 

Vierter Grund: Es ist recht unwahrscheinlich (aber nicht vollkommen auszuschließen), dass Frauen mit Kopf- aber ohne Busen-Bedeckung zu sehen waren. Die zweifelhafte Forderung Kopf-Bedeckungen über Busen zu ziehen, ließe sich nur dann effektiv für die Busen-Bedeckung erfüllen, wenn die Kopf-Bedeckung zuvor vom Kopf genommen würde, weil normale Kopf-Bedeckungen zu klein sind, um auch noch Busen zu bedecken.

 

Dies ist meine gekürzte wortwörtliche Übersetzung aus obiger englischer wortwörtlicher Übersetzung:

 

Und sage | zu den gläubigen Frauen, (dass) sie sollten niedriger machen | (von) | ihrem Anstaunen | und sie sollten achten | (auf) ihre Keuschheit und (sie sollten) nicht | zur Schau stellen | ihre (eine spezielle Frauen-) Zierde, außer | was | ist anscheinend | von dieser (nachdem sie bedeckt wurde) und lasse sie (darum) ziehen | ihre Kopf-Bedeckungen | über | ihre (freien) Busen | ' und (lasse sie) nicht | zur Schau stellen | ihre (eine spezielle Frauen-) Zierde, | außer | ihren Ehemännern | oder | … und nicht | lasse sie stampfen | ihre Füße, | zu machen bekannt, | was | sie verbergen | von | ihrer Zierde und … _ ↑↑

 

Dies ist, was der englische Übersetzer aus der wortwörtlichen Arabisch-Englisch-Übersetzung machte:

 

And tell the believing women to reduce (some) of their vision and guard their private parts and not expose their adornment, except that, which (necessarily) appears thereof. And to wrap (a portion of) their head covers over their chests ' and not expose their adornment, except to their husbands, their fathers, their husbands' fathers, their sons, their husbands' sons, their brothers, their brothers' sons, their sisters' sons, their women, that which their right hands possess, or those male attendants having no physical desire, or children who are not yet aware of the private aspects of women. And let them not stamp their feet to make known what they conceal of their adornment. And turn to Allah in repentance, all of you, O believers, that you might succeed.

 

Die grauen Klammer-Angaben wurden vom Übersetzer ergänzt. Folgende drei Merkmale lassen erkennen, dass der Übersetzer eine Hidschab-Pflicht in Vers 31 implementieren möchte:

▪ Bereits bei der wortwörtlichen Übersetzung wurde geschummelt, indem nicht die Haupt-Bedeutung „Bedeckung“, sondern die durchaus strittige Neben-Bedeutung „Kopf-Bedeckung“ verwendet wurde.

▪ Die Ergänzung (A PORTION OF), also (ein Teil von).

▪ Aus „Busen“ (BOSOMS) wurde ohne Begründung „Brustkästen“ (CHESTS) gemacht. _ ↑↑

 

Google Übersetzer

Eingespeist wurde in den Übersetzer, was der englische Übersetzer aus der wortwörtlichen Arabisch-Englisch-Übersetzung machte und dies ist das Übersetzungs-Ergebnis:

 

Und erzähle den gläubigen Frauen, ihre Sehkraft zu reduzieren und ihre intimen Stellen zu bewachen und ihre Verzierung nicht auszusetzen, außer dem, was (unbedingt) daraus erscheint. Und ihre Kopf-Bedeckungen über ihre Brustkästen zu wickeln ' und ihre Verzierung nicht auszusetzen, außer zu ihren Ehemännern, ihren Vätern, den Vätern ihrer Ehemänner, ihren Söhnen, ihren Söhnen, ihren Brüdern, den Söhnen ihrer Brüder, ihren Söhnen, ihren Frauen, dem, was ihre rechten Hände besitzen, oder die männlichen Begleiter, die keine physischen haben Wunsch oder Kinder, die sich noch nicht der privaten Aspekte von Frauen bewusst sind. Und lasse sie nicht ihre Füße stampfen, um bekannt zu machen, was sie von ihrer Verzierung verbergen. Und wendet euch Allah in Buße zu, ihr alle, ihr Gläubigen, dass es euch gelingt.

 

Übersetzungs-Vergleich zu             

 

Anmerkungen: Erwartungsgemäß kommt bei so einer Doppel-Übersetzung so mach Seltsames heraus. Der kursive Vers-Abschnitt passt jedoch recht gut zu den anderen Übersetzungs-Varianten. Die Erwähnung von Kopf-Bedeckungen, die auch Turbane sein könnten, bedeutet nicht automatisch die Pflicht, solche zu tragen, so wie die Erwähnung von Schuhen nicht automatisch bedeutet, dass selbige zu tragen sind. Jede Frau besitzt Kopftücher und Schuhe, ohne dass eine Pflicht besteht, diese zu tragen. _ ↑↑

 

Siehe auch Datei 4 GRAFIKEN (0,8 MB) mit arabischen Worten für den zentralen Vers-Abschnitt 4 mit der Bedeckungs-Forderung. In derselben Datei steht am Ende auch die Wort-für-Wort-Übersetzung „Arabisch |0| Englisch |0| Deutsch“ für den gesamten Vers 31, bestehend aus 75 Einzel-Positionen.

 

In der wortwörtlichen Englisch-Übersetzung wird das Wort (TO) DISPLAY verwendet. Dieser Begriff bedeutet auf Deutsch hauptsächlich „zur Schau stellen“ und nur nebensächlich „zeigen“, obwohl Letzteres in Übersetzungen meistens verwendet wird. Es würde dann nicht mehr lauten „sie sollten ihre ZIERDE nicht offen zeigen“, wie meistens übersetzt, sondern es würde lauten „sie sollten ihre ZIERDE nicht zur Schau stellen“. Auch wenn der Prophet mit ZIERDE nur den Busen meinte, könnte ZIERDE auch auf die Kopf-Haare bezogen werden. Es würde dann also lauten „sie sollten ihre Kopf-Haare nicht zur Schau stellen“. _ ↑↑

 

Die bei Muslima meistens langen Kopf-Haare werden dann zur Schau getragen, wenn sie offen oder zu einem Pferde-Schwanz gebunden sind, weil sie sich bei beiden Varianten leicht bewegen. So können sie eventuell einen kleinen sexuellen Reiz bei Männern auslösen, der jedoch verglichen mit dem Busen gering ist. Zu einem Knoten gebundene lange Kopf-Haare, werden jedoch nicht mehr zur Schau getragen, weil sie fixiert sind und sich nicht mehr bewegen können. Sie lösen deshalb auch keinen sexuellen Reiß mehr bei Männern aus. Verknotete Kopf-Haare würden also keinen Hidschab erfordern, weil sie nicht zur Schau getragen werden. Ebenso lösen kurz geschnitten Frauen-Haare (Mekki) keinen sexuellen Reiz mehr aus und erfordern somit auch keinen Hidschab.

 

Arabisch-Deutsch mit Google-Übersetzer

 

16 Zitat 14: KORAN IM UNICODE→→ _ OBEN ↑↑

 

Der gesamte Text von Vers 31 sieht in UNICODE wie folgt aus:

وَقُل لِّلْمُؤْمِنَتِ يَغْضُضْنَ مِنْ أَبْصَرِهِنَّ وَيَحْفَظْنَ فُرُوجَهُنَّ وَلَا يُبْدِينَ زِينَتَهُنَّ إِلَّا مَا ظَهَرَ مِنْهَا ۖ وَلْيَضْرِبْنَ بِخُمُرِهِنَّ عَلَىٰ جُيُوبِهِنَّ ۖ وَلَا يُبْدِينَ زِينَتَهُنَّ إِلَّا لِبُعُولَتِهِنَّ أَوْ ءَابَآئِهِنَّ أَوْ ءَابَآءِ بُعُولَتِهِنَّ أَوْ أَبْنَآئِهِنَّ أَوْ أَبْنَآءِ بُعُولَتِهِنَّ أَوْ إِخْوَنِهِنَّ أَوْ بَنِىٓ إِخْوَنِهِنَّ أَوْ بَنِىٓ أَخَوَتِهِنَّ أَوْ نِسَآئِهِنَّ أَوْ مَا مَلَكَتْ أَيْمَنُهُنَّ أَوِ ٱلتَّبِعِينَ غَيْرِ أُو۟لِى ٱلْإِرْبَةِ مِنَ ٱلرِّجَالِ أَوِ ٱلطِّفْلِ ٱلَّذِينَ لَمْ يَظْهَرُوا۟ عَلَىٰ عَوْرَتِ ٱلنِّسَآءِ ۖ وَلَا يَضْرِبْنَ بِأَرْجُلِهِنَّ لِيُعْلَمَ مَا يُخْفِينَ مِن زِينَتِهِنَّ ۚ وَتُوبُوٓا۟ إِلَى ٱللَّهِ جَمِيعًا أَيُّهَ ٱلْمُؤْمِنُونَ لَعَلَّكُمْ تُفْلِحُونَ

 

Wird dieser Text in den Google-Übersetzer kopiert, so kommt folgendes dabei raus:

 

Sage, wenn sie hatten ihre Obzarethn zu senken und bewahren Vertreter vaginal und ihren Schmuck (ihre ZIERDE) nicht zu offenbaren, was ihnen erschienen und schlagen ihre Hälse auf Busen ' und nicht offenbaren ihren Schmuck (ihre ZIERDE) außer ihren Männern oder Ouabaihn oder Ouabae ihre Männer oder Söhne oder Söhne ihrer Männer oder Akhonhen oder Strukturen Akhonhen oder bauten ihre Brüder oder ihre Frauen oder besessen Oamnhen oder dem ersten von den Männern zu folgen Und Allah anscheinend nicht ٱ lotfl auf Aourt ٱ lnsae Borgelhn nicht geschlagen zu wissen, was sie von ihrem Schmuck (ihrer ZIERDE) verbergen und umkehren zu Allah all ٱ lmamnon A. ihres Erfolg hat.

 

Es kommt also fast nichts Brauchbares heraus. Auffallende sind jedoch die Worte vaginal (die Scham-Lippen betreffend) und Busen. Das Wort „Hälse“ könnte etwas mit Hals-Tüchern oder Schals zu tun haben.

 

Übersetzung mit 3x Zierde

 

Dieser wird nur kommentiert und bleibt im Übersetzungs-Vergleich unberücksichtigt.

 

17 Zitat 15: CHRISLAGES →→ _ OBEN ↑↑

Sage auch den glaeubigen Frauen, sie moechten ihre Augen niederschlagen und ihre Keuschheit bewahren und ihre Zierde nicht enthuellen, ausser dem, was immer sichtbar ist. Sie moegen ihre Schleier ueber ihren Busen werfen und ihre Zierde nicht enthuellen, ausser vor ihrem Eheherrn oder ihren eigenen Vaetern oder den Vaetern ihrer Gatten oder vor ihren oder ihrer Gatten Soehnen oder vor ihren Bruedern oder den Soehnen ihrer Brueder oder ihren Frauen oder vor ihren Sklaven oder von den Maennern ihres Gefolges, die kein Beduerfnis zu Frauen haben {Das heisst vor Kastraten und Greisen} oder vor Kindern, die nicht auf die Bloesse des Weibes acht geben. Auch sollen sie ihre Fuesse nicht so werfen, dass man ihre Zierde bemerke, welche sie verbergen. - Wendet euch alle zu Gott, ihr Glaeubigen, auf dass es euch wohlergehe. (Übersetzung von Theodor Fr. Grigull)

 

Wiederholung der Übersetzung, jedoch in normaler Schreibweise und mit hervorgehobenen Worten:

 

Sage auch den gläubigen Frauen, sie möchten ihre Augen niederschlagen und ihre Keuschheit bewahren und ihre ZIERDE nicht ENTHÜLLEN, außer dem, was immer sichtbar ist. Sie mögen ihre Schleier über ihren Busen werfen und ihre ZIERDE nicht ENTHÜLLEN, außer vor ihrem Eheherrn oder ihren eigenen Vätern oder den Vätern ihrer Gatten oder vor ihren oder ihrer Gatten Söhnen oder vor ihren Brüdern oder den Söhnen ihrer Brüder oder ihren Frauen oder vor ihren Sklaven oder von den Männern ihres Gefolges, die kein Bedürfnis zu Frauen haben {Das heißt vor Kastraten und Greisen} oder vor Kindern, die nicht auf die Blöße des Weibes achtgeben. Auch sollen sie ihre Füße nicht so werfen, dass man ihre ZIERDE bemerke, welche sie verbergen. - Wendet euch alle zu Gott, ihr Gläubigen, auf dass es euch wohlergehe. _ ↑↑

 

Dies ist die bislang einzige gefundene Fremd-Übersetzung, in der das Wort „ZIERDE dreimal verwendet wurde, was vollkommen richtig ist. Leider wird, wie so oft, nicht kommentiert, was mit der „ZIERDE“ gemeint sein könnte. Erfreulich ist hingegen, dass die Begriffe „Schleier“ (Tücher) und „Busen“ verwendet wurden und nicht die falschen Begriffe „Kopftücher“ und „Gewand-Schlitze“.

 

Ein Ausrutscher ist die Übersetzung in „nicht ENTHÜLLEN“. Ein Vergleich mit den meisten anderen Übersetzungen zeigt, dass die Übersetzung in „nicht ENTHÜLLEN“ unzutreffend ist. Andere Übersetzungen lauten meistens zutreffend „nicht offen zeigen“ oder „nicht zur Schau stellen / tragen“. Es geht ja nicht um die bereits verhüllte Zierde (= den Busen), sondern darum, dass der noch freie Busen (in der Öffentlichkeit) nicht mehr gezeigt werden soll. Die wortwörtliche Übersetzung ins Englische lautet: DISPLAY. Dies bedeutet in Deutsch auch vorführen. Die Frauen sollen also ihren Busen nicht mehr in der Öffentlichkeit vorführen und ein Tuch über ihren Busen ziehen.

 

Die Übersetzung „was immer sichtbar ist“ ist ebenfalls nicht gut. Es lautet besser „was daraus erscheint“ oder „was davon sichtbar sein muss“ oder „was davon unvermeidbar sichtbar bleibt“ (nachdem die Zierde / der Busen bedeckt wurde).

 

18 Übersetzungs-Vergleich für … _ OBEN ↑↑

 

… Vers-Abschnitt               

 

Für die nachfolgende Analyse von Vers-Abschnitt 1 wurden alle bislang gefundenen Übersetzungs-Varianten berücksichtigt.

Vers-Abschnitt 1:

 

Aus Zitat 1 „, dass sie ihre Augen niederschlagen und sich vor Unkeuschem bewahren sollen“

 

Aus Zitat 2 „sie sollen den Blick senken und ihre Scham bewahren“

 

Aus Zitat 3 „, dass sie ihre Blicke zu Boden schlagen und ihre Keuschheit wahren“

 

Aus Zitat 4 „, dass sie ihre Blicke zu Boden schlagen und ihre Keuschheit wahren sollen“

 

Aus Zitat 5 „sie sollen den Blick niederschlagen und ihre Blöße wahren“

 

Aus Zitat 6 „sie sollen (…) ihre Augen niederschlagen, und ihre Keuschheit bewahren“

 

Aus Zitat 7 „sie sollen ihre Blicke senken und ihre Scham hüten“ _ ↑↑

 

Aus Zitat 8 „, dass sie ihre Blicke niederhalten sollen und dass sie ihren Intimbereich schützen und ihre Keuschheit wahren sollen“

 

Aus Zitat 9 „sie sollen die Augen niederschlagen, und sie sollen darauf achten, dass ihre Scham bedeckt ist“

 

Aus Zitat 10 [Für diesen Vers-Abschnitt wurde keine Übersetzung angegeben.]

 

Aus Zitat 11 „sie sollen ihre Augen niederschlagen, und ihre Keuschheit bewahren

 

Aus Zitat 12 „, dass sie ihre Blicke senken und ihre Keuschheit wahren“

 

Aus Zitat 13 „sie sollen niedriger machen (von) ihrem Anstaunen und sie sollten achten (auf) ihre Keuschheit“

 

Aus Zitat 14 „sie haben ihre XY zu senken und bewahren Vertreter vaginal“

----------------------------------------------------------------------

Wort-Wahl „sie sollten (wegen der Männer) ihre Blicke gesenkt lassen und keusch bleiben“ _ ↑↑

 

BEGRÜNDUNG für die Wort-Wahl aus Zitat 1 bis 14: Die meisten Übersetzungs-Varianten dieses vergleichsweise einfachen Vers-Abschnittes könnten für die „Optimierte Übersetzung“ auch unverändert übernommen werden. Die aus den Zitaten zusammengebaute „Optimierte Übersetzung“ sollte die Forderung vielleicht noch etwas besser treffen.

 

VERWENDUNG der Wort-Wahl: Webseite Abgeleitete Übersetzung (0,3 MB) und Optimierte Übersetzung (0,2 MB), jeweils Vers-Abschnitt ①.

 

Die Zitat-Auszüge 13 und 14 sind keine weit verbreiteten Übersetzungen und wurden deshalb hellgrau angelegt. Für die Scham wird keine Verhüllung gefordert, weil sie auch damals meistens schon bedeckt war, ganz im Gegensatz zur Oberweite. _ ↑↑

 

Für die nachfolgende Analyse von Vers-Abschnitt 2 wurden alle bislang gefundenen Übersetzungs-Varianten berücksichtigt.

Vers-Abschnitt 2: _ Abschnitte ↑

 

Aus Zitat 1 „und dass sie nicht ihre Zierde (ihren nackten Körper, ihre Reize), …, entblößen“

 

Aus Zitat 2 „ihren Schmuck nicht offen zeigen,“

 

Aus Zitat 3 „und ihren Schmuck nicht zur Schau tragen sollen,“

 

Aus Zitat 4 „und dass sie ihre Reize nicht zur Schau tragen sollen,“

 

Aus Zitat 5 „und ihre Zierde (ziynah) nicht zeigen,“

 

Aus Zitat 6 „den Schmuck, den sie (am Körper) tragen, nicht offen zeigen,“

 

Aus Zitat 7 „ihren Schmuck nicht offen zeigen,“ _ ↑↑

 

Aus Zitat 8und dass sie ihre Reize nicht zur Schau stellen sollen,“

 

Aus Zitat 9 „den Schmuck, den sie tragen, nicht offen zeigen,“

 

Aus Zitat 10 „, dass Frauen ihren Schmuck nicht öffentlich zeigen sollen.“

 

Aus Zitat 11 „den Schmuck, den sie tragen, nicht offen zeigen,“

 

Aus Zitat 12 „und ihre Reize nicht zur Schau stellen sollen,“

 

Aus Zitat 13 „und (sie sollten / lasse sie) nicht zur Schau stellen ihre Zierde,“

 

Aus Zitat 14 „und ihren Schmuck (ihre ZIERDE) nicht zu offenbaren,“

----------------------------------------------------------------------

Wort-Wahl „und (sie sollten) ihre (eine spezielle Frauen-) Zierde nicht zur Schau stellen,“

 

BEGRÜNDUNG für die Wort-Wahl aus Zitat 1 bis 14: Obwohl eine deutliche Mehrheit der Übersetzer Schmuck verwendet, wurde Zierde gewählt (8 x Schmuck, 3 x Zierde und 3 x Reize). Begründung: Schmuck befindet sich normalerweise nur LOSE am Körper oder Objekt, während Zierden (und auch Verzierungen) normalerweise FEST mit dem Körper oder Objekt verbunden sind. _ ↑↑

Beispiele für Zierden: Bart (Zierde des Mannes), Busen (Haupt-Zierde der Frau), Kopf-Haare (Neben-Zierde von Mann und Frau). Ein romantischer Fluss-Lauf oder auch ein einzelnstehender Baum sind Zierden der Landschaft. Blüten sind die Zierde des Baumes.

Beispiele für Verzierungen: Wasserfeste Bemalungen, künstlerische Gravuren, Ornamente oder Stuck. Ein Weihnachts-Baum wird nicht verziert, sondern geschmückt. Schminke gehört zur Kategorie „Schmuck“ und Tätowierungen gehören zur Kategorie „Verzierungen“. Die Übersetzung in Reize ist falsch, denn diese sind nur eine Folge der Zierde. Wie sich Schmuck, Verzierung und Zierde prinzipiell unterscheiden, steht nochmals ausführlicher unter Absatz 8.

Schmuck suggeriert mehrere Dinge. Vermutlich bevorzugen deshalb die Hidschab-Gebieter das Wort Schmuck, denn dann kann leichter behauptet werden, dass zum Schmuck der Frau zwei Dinge gehören, also Busen UND Kopf-Haare. Bei Verwendung von Zierde geht das nicht, weil Zierde die Einzahl ist und es sich deshalb nur um eine Sache handeln kann. Es lautet ja nicht Zierden (Mehrzahl). _ ↑↑

VERWENDUNG der Wort-Wahl: Webseite Abgeleitete Übersetzung (0,3 MB) und Optimierte Übersetzung (0,2 MB), jeweils Vers-Abschnitt ②.

 

Dieser Vers-Abschnitt kommt im arabischen Original zweimal völlig identisch vor.Er wird jedoch von den meisten Übersetzern unterschiedlich übersetzt. Siehe hierzu '

Dieser Vers-Abschnitt 2 für sich alleine gelesen, lässt weitgehend offen, was denn nun alles zum angewachsenen Schmuck, also zur Zierde der Frau gehört. Es könnten also auch die Kopf-Haare, die Ohren oder sogar die Fuß-Nägel zur Zierde der Frau gezählt werden. Der Leser soll jedoch nicht lange darüber im Unklaren darüber gelassen werden, was im Vers 31 tatsächlich mit der Zierde der Frau gemeint ist. Deshalb wurde gleich im Anschluss an obigen Vers-Abschnitt 2 der nachfolgende Vers-Abschnitt 3 als Neben-Satz hinzugefügt. Allerdings lässt sich der Neben-Satz auch auf die Kopf-Haare anwenden, obwohl das der Prophet ganz bestimmt nicht so gemeint hat.

 

Für die nachfolgende Analyse von Vers-Abschnitt 3 wurden alle bislang gefundenen Übersetzungs-Varianten berücksichtigt.

Vers-Abschnitt 3: _ Abschnitte ↑

 

Aus Zitat 1außer nur was notwendig sichtbar sein muss_ ↑↑

 

Aus Zitat 2mit Ausnahme dessen, was sonst sichtbar ist

 

Aus Zitat 3bis auf das, was davon sichtbar sein darf

 

Aus Zitat 4bis auf das, was davon sichtbar sein muss

 

Aus Zitat 5außer dem, was äußerlich sichtbar ist

 

Aus Zitat 6soweit er nicht (normalerweise) sichtbar ist

 

Aus Zitat 7außer dem, was (sonst) sichtbar ist

 

Aus Zitat 8bis auf das, was davon zwangsläufig sichtbar wird

 

Aus Zitat 9soweit er nicht (sc. normalerweise) sichtbar ist

 

Aus Zitat 10 [Für diesen Vers-Abschnitt wurde keine Übersetzung angegeben.]

 

Aus Zitat 11soweit er nicht normalerweise sichtbar ist_ ↑↑

 

Aus Zitat 12außer was (anständigerweise) sichtbar ist

 

Aus Zitat 13außer dem, was (unbedingt) daraus erscheint

 

Aus Zitat 14was ihnen erschienen

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Wort-Wahl „außer was davon sichtbar sein mussODER „außer was daraus erscheint“.

 

BEGRÜNDUNG für die Wort-Wahl aus Zitat 1 bis 14: In diesem Fall gibt es zwei Wort-Wahlen. Das liegt daran, dass dieser Vers-Teil zu den ganz besonders schwer eindeutig zu übersetzenden gehört. Beide Wort-Wahlen werden als gleichberechtigt richtig angesehen. Die erste Wort-Wahl „außer was davon sichtbar sein muss“ kommt den meisten Übersetzungs-Varianten recht nahe. Die zweite Wort-Wahl „außer was daraus erscheint“ hat aber auch ihre Berechtigung, denn sie berücksichtigt, dass die Zierde (also der Busen) erhaben ist und als Aufwölbungen in der Bekleidung erscheint. Diese Aufwölbungen sind die Erscheinung aus der Zierde. Ungeachtet der eigenen Wort-Wahlen könnten auch die meisten Übersetzungs-Varianten dieses Vers-Abschnittes für die „Optimierte Übersetzung“ auch unverändert übernommen werden. _ ↑↑

 

In der wortwörtlichen Arabisch-Englisch-Übersetzung gemäß Zitat 13 wird „APPARENT“ verwendet. Dies bedeutet: anscheinend, ersichtlich, offenbar, offensichtlich, scheinbar und zweifellos. Doch keines der sechs Worte passt so recht. Gewählt wurde „anscheinend“, nicht weil dies noch am besten passt, sondern ganz einfach, weil es im Alphabet ganz vorne steht.

A) Wahrscheinlich, weil APPARENT irgendwie unpassend ist, verwendeten die Leute von SAHIH INTERNATIONAL nicht diesen Begriff, sondern APPEARS, was „erscheint“ bedeutet und besser passt.

B) APPARENT und APPARENCE sind sich recht ähnlich. Letzteres gibt es jedoch nur im Französischen und bedeutet: Anschein, Äußeres, Gestalt, Erscheinung. Dies würde tendenziell auch recht gut passen.

C) Der Google-Übersetzer gemäß Zitat 14 ermittelt „erschienen“, also die Vergangenheits-Form von „erscheinen“.

 

VERWENDUNG der Wort-Wahl: Webseite Abgeleitete Übersetzung (0,3 MB) und Optimierte Übersetzung (0,2 MB), jeweils Vers-Abschnitt ③.

 

Dieser recht unterschiedlich übersetzte Teil-Satz aus Vers 31 verdeutlicht in nahezu allen Varianten, dass nur der Oberweiten-Schmuck gemeint sein kann, weil dieser nicht bis zur vollkommenen Unkenntlichkeit zusammengedrückt werden kann und dadurch immer etwas davon unvermeidbar sichtbar bleibt, besonders, weil es damals noch keinen BH gab. Dieser Teil-Satz macht für den Kopfhaar-Schmuck deutlich weniger Sinn, weil Kopf-Haare problemlos bis zur Unkenntlichkeit zusammendrückbar sind und im Zweifelsfall auch kurz geschnitten oder sogar ganz abgeschnitten werden können. _ ↑↑

 

Die Vers-Abschnitte 2 + 3 lauten unter Berücksichtigung mehrerer Übersetzungs-Varianten tendenziell: … und sie sollten ihre Zierde nicht zur Schau stellen, bis auf das, was davon sichtbar muss und … Das arabische Original und folglich auch ALLE Übersetzungs-Varianten von Vers-Abschnitt 2 + 3 sind so allgemein gehalten, dass dem Erst-Leser nicht genau klar ist, was denn da nun gemeint ist und er sich folglich eine Konkretisierung wünscht. Die Vers-Abschnitte 2 + 3 erfordern also einer Konkretisierung, weil sie so allgemein gehalten sind. Glücklicherweise erfolgt diese Konkretisierung gleich im nächsten Vers-Abschnitt 4, der dann allerdings leider recht unterschiedlich übersetzt wird. Der Vers-Abschnitt 4 beschreibt die konkrete ABHILFE-MASSNAHME für die Erfüllung der Forderung gemäß Vers-Abschnitt 2 + 3.

 

Für die nachfolgende Analyse von Vers-Abschnitt 4 wurden alle bislang gefundenen Übersetzungs-Varianten berücksichtigt.

Vers-Abschnitt 4: _ Abschnitte ↑

 

Aus Zitat 1 „und dass sie ihren Busen mit einem Schleier verhüllen sollen.“

 

Aus Zitat 2 „Sie sollen ihren Schleier auf den Kleidungsausschnitt schlagen“

 

Aus Zitat 3 „und dass sie ihren Schal um ihre Kleidungsausschnitte schlagen“ _ ↑↑

 

Aus Zitat 4 „und dass sie ihre Tücher über ihre Busen ziehen sollen“ (Pl.)

 

Aus Zitat 5 „und ihre Brüste bedecken mit ihren Bedeckungen (khimar).“ (Pl.)

 

Aus Zitat 6 „ihren Schal sich über den Schlitz (des Kleides) ziehen,“

 

Aus Zitat 7 „Und sie sollen ihre Kopftücher auf den Brustschlitz ihres Gewandes schlagen“

 

Aus Zitat 8und dass sie IHRE Kopftücher über ihre Ausschnitte ziehen sollen“ (Pl.)

 

Aus Zitat 9 „ihren himār (humur) über den Schlitz (des Kleides) ziehen“

 

Aus Zitat 10 [Für diesen Vers-Abschnitt wurde keine Übersetzung angegeben.]

 

Aus Zitat 11 „und ihre Tücher über ihre Busen ziehen.“ (Pl.)

 

Aus Zitat 12 „und dass sie ihre Tücher über ihren Busen schlagen“

 

Aus Zitat 13 „Und lasse sie ziehen ihre Kopf-Bedeckungen über ihre Busen“ (Pl.)

 

Aus Zitat 14 „und schlagen ihre Hälse auf Busen“ (Pl.)

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Wort-Wahl „und lasse sie (DARUM) ihre Tücher schlagen über ihre (FREIEN) Busen_ ↑↑

 

BEGRÜNDUNG für die Wort-Wahl aus Zitat 1 bis 14:

Zum arabischen Doppel-Wort (بِخُمُرِهِنَّ) gibt es zwei Lager. Das Lager 1 bilden die Befürworter der Haar-Bedeckungs-Pflicht und das Lager 2 bilden die Gegner der Haar-Bedeckungs-Pflicht. Zum Lager 1 gehören die 3,5 Zitate 7, 8, 50% von 9 und 13 und zum Lager 2 gehören die 8,5 Zitate 1 - 6, 50% von 9, 11 und 12. Es wurde Tücher gewählt, weil Lager 2 mit 8,5 Zitaten deutlich größer ist wie Lager 1 mit 3,5 Zitaten. Außerdem kann die Arabisch-Deutsch-Übersetzung „Kopftücher“ nicht stimmen, weil es kein arabisches Wort für „Kopftuch“ gibt. Dafür gibt es das arabische Wort „Hidschab“, für das es kein eigenes deutsches Wort gibt. Es gibt nur Umschreibungen wie islamisches Kopftuch, muslimisches Kopftuch oder Islam-Kopftuch. Auswertung für das, was als Bedeckung verwendet wird (Summe = 13): 2 x Schleier, 2 x Schal, 3 x Tücher, 1 x Bedeckungen, 2 x Kopftücher, 1 x himār (= Schleier-Tuch ODER Kopf-Bedeckung, da strittig), 1 x Kopf-Bedeckungen und 1 x Hälse. Wegen (DARUM) siehe Absatz 16. _ ↑↑

 

Zum arabischen Doppel-Wort (جُيُوبِهِنَّ) gibt es ebenfalls zwei Lager. Das Lager 3 bilden die Ausschnitt- und Schlitz-Anhänger und das Lager 4 bilden die Busen-Anhänger. Zum Lager 3 gehören die 6 Zitate 2, 3, 6-9 und zum Lager 4 gehören die 7 Zitate 1, 4, 5, 11-14. In diesem Fall liegt fast ein Patt-Situation zwischen Lager 3 und 4 vor (6x / 7x). Da es jedoch sehr wahrscheinlich ist, dass zu Zeiten des Propheten noch viele Frauen topless in den Dörfern und Orten zu sehen waren, ist die Annahme freier Busen durchaus realistisch, zumal die Google-Computer-Übersetzung gemäß Zitat 14 auch Busen ergab. Auswertung für das, was zu bedecken ist (Summe = 13): 6 x Busen, 1 x Brüste, 3 x Ausschnitte und 3 x Schlitze (der Kleider). Warum übersetzt ein Teil der Übersetzer das arabische Wortجُيُو mit Busen und ein anderer Teil mit Ausschnitt oder Schlitz (des Kleides)?

 

VERWENDUNGEN der Wort-Wahl: Webseite Abgeleitete Übersetzung (0,3 MB) und Optimierte Übersetzung (0,2 MB), jeweils Vers-Abschnitt ④. Dritte Verwendung: ↓ Absatz 18

 

Die Zitat-Auszüge 7 und 8 sind die am meisten getunten Übersetzungs-Varianten, bei denen versucht wird, durch geschickte Wort-Wahl in Richtung einer Kopftuch-Pflicht zu gelangen. Die Zitat-Auszüge 9 und 13 sind nur eingeschränkt getunte Übersetzungs-Varianten. _ ↑↑

 

Der Vers-Abschnitt 4 darf nicht losgelöst von den beiden vorherigen Vers-Abschnitten 2 und 3 gesehen werden, sondern sie muss in Verbindung mit den beiden vorherigen Vers-Abschnitten gesehen werden. Wird der Vers-Abschnitt 4 also mit den beiden vorherigen Vers-Abschnitten in Verbindung gebracht, so erklärt der Vers-Abschnitt 4 eindeutig, was in Vers 31 mit dem Schmuck der Frau gemeint ist. Der Vers-Abschnitt 4 macht also unmissverständlich deutlich, dass es im Vers 31 nur um die Oberweiten-Bedeckung der Frau geht und nicht auch um die Haar-Bedeckung. Wären auch die Kopf-Haare gemeint, müsste der Vers-Abschnitt 4 zum Beispiel wie folgt erweitert werden: „und dass sie ihre Tücher über ihre Busen UND HAARE ziehen sollen“.

EINDEUTIGER wäre der Vers-Abschnitt 4 mit den beiden vorherigen Vers-Abschnitten verbunden worden, wenn es zum Beispiel wie folgt lauten würde: „Und lasse sie ziehen ihre Tücher über ihre Busen, damit dieser Schmuck nicht mehr offen gezeigt wird.“

UNKLARER wäre folgende Formulierung: „Und lasse sie ziehen ihre Tücher über ihren Schmuck“. So gesehen ist die Formulierung im Vers 31 ein guter Kompromiss. _ ↑↑

 

Unter der Einhaltung der Regel, dass Worte im Plural des zu übersetzenden Textes, auch im Plural des übersetzten Textes zu bleiben haben, müssten, bis auf die Zitate 4, 5, 8, 11, 13 und 14 alle restlichen Zitate wie folgt geändert werden:

Aus Zitat 1 „und dass sie ihre Busen mit Schleier verhüllen sollen.“

Aus Zitat 2 „Sie sollen ihre Schleier auf die Kleidungsausschnitte schlagen“

Aus Zitat 3 „und dass sie ihre Schals um ihre Kleidungsausschnitte schlagen“

Aus Zitat 6 „ihre Schals sich über die Schlitze (der Kleider) ziehen,“

Aus Zitat 7 „Und sie sollen ihre Kopftücher auf die Brustschlitze ihrer Gewänder schlagen“

Aus Zitat 9 „ihre humur über die Schlitze (der Kleider) ziehen“

Aus Zitat 12 „und dass sie ihre Tücher über ihre Busen schlagen“ _ ↑↑

 

Für die nachfolgende Analyse von Vers-Abschnitt 5 wurden alle bislang gefundenen Übersetzungs-Varianten berücksichtigt.

Vers-Abschnitt 5: _ Abschnitte ↑

 

Aus Zitat 1 „Auch sollen sie ihre Füße nicht so werfen, dass man der Zierde, die sie verbergen sollen, (nicht) gewahr werde.“

 

Aus Zitat 2 „Sie sollen ihre Füße nicht aneinanderschlagen, damit man gewahr wird, welchen Schmuck sie verborgen tragen.“

 

Aus Zitat 3 „Und sie sollen ihre Füße nicht so (auf den Boden) stampfen, dass bekannt wird, was sie von ihrem Schmuck verbergen.“

 

Aus Zitat 4 „Und sie sollen ihre Füße nicht zusammenschlagen, so dass bekannt wird, was sie von ihrem Zierrat verbergen.“

 

Aus Zitat 5 „Sie sollen nicht plakativ mit den Füßen schlagen, um verdeckten Schmuck bemerkbar zu machen.“ _ ↑↑

 

Aus Zitat 6 „Und sie sollen nicht mit ihren Beinen aneinanderschlagen und damit auf den Schmuck aufmerksam machen, den sie (durch die Kleidung) verborgen (an sich) tragen.“

 

Aus Zitat 7 „Und sie sollen ihre Füße nicht aneinanderschlagen, damit (nicht) bekannt wird, was sie von ihrem Schmuck verborgen tragen.“

 

Aus Zitat 8 [Für diesen Vers-Abschnitt wurde keine Übersetzung angegeben.]

 

Aus Zitat 9 [Für diesen Vers-Abschnitt wurde keine Übersetzung angegeben.]

 

Aus Zitat 10 [Für diesen Vers-Abschnitt wurde keine Übersetzung angegeben.]

 

Aus Zitat 11 [Für diesen Vers-Abschnitt wurde keine Übersetzung angegeben.]

 

Aus Zitat 12 „Und sie sollen ihre Beine nicht so schwingen, dass Aufmerksamkeit auf ihre verborgene Zierde fällt.“

 

Aus Zitat 13 „Und lass sie nicht ihre Füße stampfen, um bekannt zu machen, was sie von ihrer Zierde verbergen.“

 

Aus Zitat 14 „Und nicht geschlagen zu wissen, was sie von ihrem Schmuck (ihrer ZIERDE) verbergen.“

----------------------------------------------------------------------

Wort-Wahl „und lasse sie ihre Füße nicht so aufstampfen, damit sich nicht bemerkbar macht, was sie von ihrer (einen speziellen Frauen-) ZIERDE verbergen.“ _ ↑↑

 

BEGRÜNDUNG für die Wort-Wahl aus Zitat 1 bis 14: Es erfolgte eine lose Anlehnung an die wortwörtliche Übersetzung gemäß Zitat 13, weil diese Übersetzungs-Variante recht plausibel klingt.

 

VERWENDUNG der Wort-Wahl: Webseite Abgeleitete Übersetzung (0,3 MB) und Optimierte Übersetzung (0,2 MB), jeweils Vers-Abschnitt ⑤.

 

Dieser letzte Satz im Vers 31 macht für die Kopfhaar-Zierde am wenigsten Sinn, denn von langem verknotetem Haar würde sich durch noch so kräftiges Fuß-Aufstampfen nichts bemerkbar machen, wenn es unter Stoff verborgen wäre. Außerdem lassen sich Haare kürzen oder sogar ganz abschneiden.

 

Ergänzungen zu Absatz 8: Schmuck und Verzierungen sind etwas Künstliches, während Zierden etwas Natürliches sind. Die beiden Tätigkeits-Worte „schmücken“ und „zieren“ werden hingegen universell angewendet. Dies bedeutet konkret: Sowohl Schmuck, als auch Verzierungen und Zierden schmücken und zieren alles Mögliche. Oder anders ausgedrückt: Nicht alles, was schmückt, ist auch Schmuck, sondern es schmücken auch Verzierungen und Zierden. Nicht alles, was ziert, ist auch eine Zierde, sondern es zieren auch Schmuck und Verzierungen. Beispiel: Kopf-Haare sind eine schmückende Zierde, jedoch kein schmückender Schmuck. Obwohl Bart-Haare schmücken, sind sie kein Schmuck, sondern eine Zierde.

 

Zierde und zieren haben durchaus etwas miteinander zu tun, denn wenn sich eine Frau ziert, sich vor einem Mann zu entkleiden, so ziert sie sich hauptsächlich wegen ihrer Zierde, also ihrem Busen. Im übertragenen Sinne wird das Wort „zieren“ dann aber auch in vielen anderen Fällen verwendet. _ ↑↑

 

Vergleich innerhalb von Übersetzungen _ Abschnitte ↑

' Der Vers-Abschnitt (zum Beispiel: und ihre Zierde nicht zeigen) und die ersten Worte hinter dem Vers-Abschnitt , also ', sind im arabischen Original völlig identisch (siehe Gelb-Markierungen in Zitat 13↑). Dennoch wurden diese beiden identischen Vers-Abschnitte fast immer ungleich () übersetzt. Für annähernd gleiche Übersetzungen wurde verwendet und für die beiden gleichen Übersetzungen wurde = verwendet:

 

Aus Zitat 1 „und dass sie nicht ihre Zierde (…) … entblößen“ Sie sollen ihre Reize nur … zeigen

 

Aus Zitat 2 „, ihren Schmuck nicht offen zeigen“ und ihren Schmuck nicht offen zeigen

 

Aus Zitat 3 „und ihren Schmuck nicht zur Schau tragen sollen“ und ihren Schmuck vor niemand (…) enthüllen sollen

 

Aus Zitat 4 „und dass sie ihre Reize nicht zur Schau tragen sollen“ und ihre Reize vor niemandem enthüllen

 

Aus Zitat 5 „und ihre Zierde (ziynah) nicht zeigen“ Und ihre Zierde niemandem zeigen

 

Aus Zitat 6 „, den Schmuck, den sie (…) tragen, nicht offen zeigen“ und den Schmuck, den sie (…) tragen, niemandem offen zeigen_ ↑↑

 

Aus Zitat 7 „, ihren Schmuck nicht offen zeigen“ und ihren Schmuck nicht offen zeigen

 

Aus Zitat 8 und dass sie ihre Reize nicht zur Schau stellen sollen“ [Für dieses Zitat ist kein interner Vergleich möglich.]

 

Aus Zitat 9 „, den Schmuck, den sie tragen, nicht offen zeigen“ und den Schmuck, den sie tragen, niemandem offen zeigen

 

Aus Zitat 10 „dass Frauen ihren Schmuck nicht öffentlich zeigen sollen“ [Für dieses Zitat ist kein interner Vergleich möglich.]

 

Aus Zitat 11 „den Schmuck, den sie tragen, nicht offen zeigen“ [Für dieses Zitat ist kein interner Vergleich möglich.]

 

Aus Zitat 12 „und ihre Reize nicht zur Schau stellen sollen“ und ihre Reize nurzeigen sollen (…)

 

Aus Zitat 13 „and not display (nicht zur Schau stellen) their adornment = and not display (nicht zur Schau stellen) their adornment

 

Aus Zitat 13 „and not expose (nicht bloßstellen) their adornment = and not expose (nicht bloßstellen) their adornment _ ↑↑

 

Aus Zitat 14 „und ihren Schmuck nicht zu offenbaren“ und nicht offenbaren ihren Schmuck“

 

Optimiert „und (sie sollten) ihre (eine spezielle Frauen-) ZIERDE nicht zur Schau stellen=und (lasse sie) ihre (eine spezielle Frauen-) ZIERDE nicht zur Schau stellen

 

Zu „Optimiert“: Die Gleichheit wird OHNE die blassen Klammer-Einfügungen erreicht. Die blassen Klammer-Einfügungen sind kein Übersetzungs-Bestandteil und dienen nur der besseren Verständlichkeit.

 

Komprimierung:

01 Z1: nicht … entblößen

02 Z1': nur … zeigen

03 Z2: nicht offen zeigen

04 Z2': nicht offen zeigen

05 Z3: nicht zur Schau tragen

06 Z3': vor niemand … enthüllen

07 Z4: nicht zur Schau tragen

08 Z4': vor niemandem enthüllen

09 Z5: nicht zeigen

10 Z5': niemandem zeigen _ ↑↑

11 Z6: nicht offen zeigen

12 Z6': niemandem offen zeigen

13 Z7: nicht offen zeigen

14 Z7': nicht offen zeigen

15 Z8: nicht zur Schau stellen

     - (Zitat 8)

16 Z9: nicht offen zeigen

17 Z9': niemandem offen zeigen

18 Z10: nicht öffentlich zeigen

     - (Zitat 10)

19 Z11: nicht offen zeigen

     - (Zitat 11)

20 Z12: nicht zur Schau stellen

21 Z12': nurzeigen sollen

22 Z13: nicht zur Schau stellen

23 Z13': nicht zur Schau stellen _ ↑↑

24 Z13: nicht bloßstellen

25 Z13': nicht bloßstellen

26 Z14: nicht zu offenbaren

27 Z14': nicht offenbaren

28 Op.: nicht zur Schau stellen

29 Op.': nicht zur Schau stellen

 

Die beiden arabischen Wörter وَلَا يُبْدِينَ werden wie folgt übersetzt (Summen-Bildung):

… nicht … entblößen (1x),

… nur … zeigen (2x),

… nicht zeigen (1x),

… niemandem zeigen (1x),

… nicht offen zeigen (7x),

… niemandem offen zeigen (2x),

… nicht öffentlich zeigen (1x),

… nicht zur Schau stellen (2x+4x),

… nicht zur Schau tragen (2x),

… vor niemandem enthüllen (2x), _ ↑↑

… nicht bloßstellen (2x),

… nicht offenbaren (2x)

Kontrolle: 29 = 1+2+1+7+1+2+4+2+2+1+2+2+2

 

Besonders die häufig verwendeten Übersetzungen „nicht offen zeigen“ und „nicht zur Schau stellen / tragen“ sind bedeutungsgleich mit „nicht unbedeckt darbieten“. Die Forderung, dass die Zierde (also der Busen) nicht unbedeckt dargeboten werden soll, weist deutlich darauf hin, dass es viele Frauen gegeben haben muss, die ihre Zierde / ihren Busen unbedeckt darboten.

 

Es wird eine Übersetzung benötigt, die zu den anschließenden beiden Einschränkungen „außer was davon sichtbar sein muss“ und „außer gegenüber ihren Gatten“ gleichgut passt. Die Übersetzung „nicht zur Schau stellen“ erfüllt diese Forderung noch am besten und wurde deshalb gewählt. Die am meisten verwendete Übersetzung „nicht offen zeigen“ (7x), passt nur schlecht zum ersten Folge-Satz „außer was davon sichtbar sein muss“ und wurde deshalb nicht übernommen. „Nicht bloßstellen“ und „nicht offenbaren“ oder „nicht zur Beschauung / Betrachtung freigeben“ oder „nicht darbieten“ wären auch noch akzeptable Übersetzungen.

 

19 Absatz 1 bis 21 _ OBEN ↑↑

 

Absatz-Verzeichnis

 

01 Wie es begann

 

02 In 3 Stufen bis zur Voll-Verschleierung

 

03 Schwachpunkt von Vers 31

 

03 Zeige-Geschichte Teil 2

 

04 Durchschleusen der Kopf-Haare

 

05 Geschichten und Gesetze

 

06 Bekleidungs-Unsicherheit

 

07 Übersetzungs-Probleme

 

08 Schmuck, Verzierung und Zierde

 

09 Auslegungen

 

10 Bezug zu Sure 33, Vers 59

 

11 Tuch oder Kopftuch?

 

12 Sklavinnen

 

13 Oberweite und Haare?

 

14 Immer deutlicher _ ↑↑

 

15 Sekundär-Bedeutungen

 

16 Zuordnung Teil 1

 

17 Zuordnung Teil 2

 

18 Was ist die Zierde der Frau?

 

19 Zusammenhang von Vers-Abschnitten

 

20 Begründungen für Vers 31

 

21 Kopftücher bis ≈100 nach Mohammed

 

Absatz 1: Wie es begann _ Absätze ↑

Zu Zeiten des Propheten waren noch viele Frauen mit freiem Oberkörper draußen unterwegs, auch wenn das heute kaum noch jemand glauben mag. Den besten Beweis für die Topless-Behauptung liefert der Koran selber. In Vers 31 lautet der Vers-Abschnitt 4 ↑ sinngemäß, dass Frauen ihre (freien) Busen bedecken sollen, wenn die Mehrzahl der Übersetzungs-Varianten zugrunde gelegt wird. Es bedarf keiner besonderen Kombinations-Gabe, um im Umkehrschluss zu folgern, dass es damals Topless-Frauen gab.

 

Im Prinzip war es ganz einfach: Der Prophet sah viele Frauen oben ohne und es gab sehr wahrscheinlich auch damals schon das Problem sexueller Übergriffe. Dies ergibt sich auch aus Sure 33, Vers 59, in dem es zum Beispiel lautet: So ist es schicklich, damit man sie als gläubige Frauen erkenne und sie nicht (mehr) belästige. Der Prophet folgerte messerscharf, dass sich Belästigungen reduzieren lassen müssten, wenn Frauen ihre Oberweite bedecken und so kam Vers 31 zustande. Wie es begann? Zieht euch was an! _ ↑↑

 

Koran-Sure 24, Vers 31 und Koran-Sure 33, Vers 59 haben mit Gott, Glaube und Religion nichts zu tun, sondern wurden eingeführt, um das Belästigungs- und Missbrauchs-Risiko sowie die Gefahr sexueller Übergriffe für Frauen spürbar zu verringern. Hierzulande werden Frauen OHNE Islam-Kopftuch oder Voll-Verschleierung unstrittig auch nicht mehr belästigt und sind auch nicht häufiger sexuellen Übergriffen ausgesetzt, wie Frauen MIT diesen beiden Bekleidungs-Merkmalen. Dies gilt umso mehr, seitdem es Gen-Tests gibt.

 

Rein ursächlich gesehen sind also Islam-Kopftücher oder Voll-Verschleierungen hierzulande unnötig. Außerdem fordert der Koran diese beiden Bekleidungs-Merkmale überhaupt nicht, sondern nur eine ordentliche Bedeckung von Oberweite und Scham. Die Islam-Kopftuch-Pflicht und Voll-Verschleierungs-Pflicht wurden erst nachträglich durch Raffinesse in die betreffenden Abschnitte von Vers 31 und Vers 59 hineininterpretiert, was bis heute immer wieder zu kontroversen Diskussionen führt. _ ↑↑

 

Somit, ergibt sich die Frage, warum hierzulande Islam-Kopftücher oder Voll-Verschleierungen getragen werden. Es bleiben letztendlich nur folgende Schluss-Folgerungen:

 

Trägerinnen von Islam-Kopftüchern und Voll-Verschleierungen wollen einfach nur zeigen, dass sie sich nicht anpassen und nicht integrieren wollen oder sie werden von Männern, die sich nicht anpassen und nicht integrieren wollen, dazu gedrängt.

 

Trägerinnen von Islam-Kopftüchern und Voll-Verschleierungen macht es ganz offensichtlich Spaß, sich nicht anzupassen und sich nicht zu integrieren oder sie werden von Männern, die Spaß daran haben, sich nicht anpassen und sich nicht zu integrieren, dazu gedrängt.

 

Trägerinnen von Islam-Kopftüchern und Voll-Verschleierungen wollen einfach nur zeigen, dass sie stolz darauf sind, sich nicht anzupassen und sich nicht zu integrieren oder sie werden von Männern, die stolz darauf sind, sich nicht anpassen und sich nicht zu integrieren, dazu gedrängt.

 

Der erste und einfachste Integrations-Schritt ist nun mal auch hierzulande die Bekleidungs-Anpassung. _ ↑↑

 

Absatz 2: In 3 Stufen bis zur Voll-Verschleierung _ Absätze ↑

Stufe 0: Zu Zeiten des Propheten war im Freien ein heute nicht mehr genau bekannter Prozentsatz der Frauen noch mit unbedeckter Oberweite zu sehen und auch vollkommen unbedeckte Frauen, so wie dies noch vor 140 Jahren, in jedem Fall aber vor Beginn der Kolonisation, in weiten Teilen Afrikas der Fall war. Anders lässt sich der zusammengefasste Satz „sie sollten ihre Zierde (ihre Verzierung / ihren angewachsenen Schmuck, ihre Reize) nicht offen / öffentlich zeigen (nicht zur Schau stellen / nicht zur Schau tragen / nicht entblößen)“, sinnvoll erklären.

 

Stufe 1: Der Prophet forderte in Vers 31 zunächst nur, dass Frauen ihre Oberweite und Scham wenigstens mit einem Schal oder Tuch bedecken, ohne eine Haar-Einhüllungs-Pflicht zu erwähnen. Es entsteht sogar ein ganz klein wenig der Eindruck, dass es sich mehr um eine Kaschierung der Oberweite handeln sollte, ähnlich den um den Hals gehängten Blumen-Kränzen der Hawaii-Frauen. _ ↑↑

 

Stufe 2: Der Prophet forderte in Sure 33, Vers 59 ein (weites) Gewand oder einen Überwurf, um Oberweite und Scham besser bedecken zu können, wie nur mit einem Schal oder Tuch, ohne eine Kopf-Bedeckungs-Pflicht zu erwähnen.

 

Stufe 3: Nach dem Tod des Propheten schossen frauenverhüllungswütige nahöstliche Bekleidungs-Diktatoren über das Propheten-Ziel hinaus, indem sie erst das Kopftuch zur Pflicht erhoben und dann noch die Kopf-Öffnung im Gewand verschlossen, was dann zur Burka oder Ähnlichem führte.

 

Heute wird versucht, durch alle möglichen Tricks, in den Koran etwas hinein zu interpretieren, was dieser nicht fordert. Ein Trick besteht zum Beispiel darin, den Geltungs-Bereich von Sure 24, Vers 31 (Oberweite und Scham) auf die Frauen-Kopf-Haare zu erweitern, um sich weiterhin auf den Koran berufen zu können. Natürlich kann jeder den Geltungs-Bereich von Vers 31 auf die Kopf-Haare von Frauen erweitern. Dann darf er sich jedoch NICHT mehr auf den Koran und somit Allah berufen. _ ↑↑

 

Absatz 3: Schwachpunkt von Vers 31 _ Absätze ↑

Der einzige Schwachpunkt von Vers 31 besteht darin, dass er keinen Hinweis dazu enthält, welche Zierde der Frau NICHT bedeckt oder verhüllt werden muss. Dadurch kann jegliche Frauen-Zierde durch Vers 31 geschleust werden, ohne dass es zu einer Kollision oder zu einem Widerspruch mit Vers 31 kommt. Somit können insbesondere auch die Frauen-Kopf-Haare scheinbar problemlos als Frauen-Zierde berechtigt angesehen und ebenso problemlos durch Vers 31 geschleust werden. Diese Möglichkeit wird von manchen, aber keineswegs allen muslimischen Männern gnadenlos und schamlos ausgenutzt. Allerdings ist zu bedenken, dass im Vers 31 nicht Zierden (Mehrzahl) steht, sondern Zierde (Einzahl), so dass es sich nur um eine Sache handeln kann.

 

Zeige-Geschichte Teil 2

Manche muslimische Frau ist möglicherweise auch dann noch NICHT vollkommen davon überzeugt, dass es eine religiöse Pflicht ist, eine kombinierte Kopfhaar- und Hals-Bedeckung (Hidschab), einschließlich einem bodenlangen Über-Gewand, zu tragen, obwohl sie bereits über die verfälschte Version von Vers 59 und Vers 31 unterrichtet wurde. Für diese wenigen Frauen gibt es als Sahne-Häubchen zum Beispiel noch die folgende (nicht überprüfbare) Zeige-Geschichte obendrauf (frei formuliert):

Der Prophet zeigte angeblich auf sein Gesicht und seine Hände, als seiner Meinung nach eine zu leicht bekleidete Frau vor ihm stand und sagte angeblich, dass bei einer geschlechtsreifen Frau nur dies, worauf er bei sich zeigte, unbedeckt zu sehen sein darf. _ ↑↑

 

Da der Prophet (oder die berichtende Aischa) wahrscheinlich ganz einfach vergaß, auch auf seine Füße zu zeigen, tragen viele muslimische Frauen bis auf den heutigen Tag fast bis zum Boden reichende Kleidung, damit die Füße möglichst nicht zu sehen sind. Es sollte allen klar sein, dass es Quatsch ist, unbedeckte Hände zu erlauben aber unbedeckte Füße zu verbieten. Was ist denn an Füßen mehr sexy wie an Händen? Außerdem mussten sich doch sicherlich nicht nur Männer, sondern auch Frauen in der Öffentlichkeit Füße und Haare waschen, bevor sie eine Moschee betraten.

 

Bei der Frau, die sich beim Propheten leicht bekleidet vorstellte, soll es sich um die jüngere Schwester einer Frau des Propheten gehandelt haben, die auch eine Frau des Propheten werden wollte. Falls der Prophet wirklich eindeutig nur das Gesicht meinte, als er auf seinen Kopf zeigte, muss das im Zusammenhang mit den Propheten-Frauen gesehen werden, die wegen ihres Standes eine Kopf-Bedeckung trugen. Die Zeige-Geschichte wäre wie folgt zurechtzurücken: Wenn eine Frau eine Ehefrau des Propheten werden möchte, müsste sich sie so kleiden, dass nur Hände und Gesicht zu sehen sind. Dies würde dann aber für die anderen Frauen im Land so nicht gelten.

 

Es ist nur von zwei Frauen des Propheten überliefert, dass sie das Haus mit einer Kopf-Bedeckung verließen. Daraus kann jedoch keinesfalls sicher geschlossen werden, dass auch alle anderen Frauen des Propheten immer mit einer Kopf-Bedeckung raus gingen. _ ↑↑

 

So wie sogar Text-Abschnitte des heiligen Koran geschickt verfälscht werden, so könnte auch die Zeige-Geschichte bereits von Aischa geschickt verfälscht worden sein.

 

Von der Zeige-Geschichte gibt es noch eine leicht veränderte Version. Diese steht unter folgendem Link:

Koran verlangt kein Kopftuch! →→. Sie wird hier wiederholt:

>> A´isha, die Frau des Propheten, berichtet, dass der Prophet seinen Blick von ihrer Schwester Asmaa abwandte, als diese einmal mit durchsichtiger Kleidung zu ihm kam. Er sagte zu ihr: "Asmaa, wenn eine Frau ihre erste Regelblutung hatte, soll man nichts von ihr sehen, außer diesem und diesem." Und er zeigte dabei auf sein Gesicht und seine Hände. <<

Auf der Webseite von turkish-talk.com sind einige Kommentare dazu zu finden.

 

Verfechter der Voll-Verschleierung

Auf der Webseite von Islam Fatwa, die ganz zweifellos die Voll-Verschleierung propagiert, fehlt die Zeige-Geschichte ganz einfach. Das ist auch logisch, denn die Zeige-Geschichte erlaubt das Zeigen des Gesichtes. Die Verfechter der Voll-Verschleierung wissen sicherlich, dass es die Zeige-Geschichte gibt. Sie erkennen diese jedoch offensichtlich nicht als etwas an, das zu berücksichtigen ist. Es wäre interessant zu erfahren, welche Gründe die Verfechter der Voll-Verschleierung GEGEN die Maßgeblichkeit der Zeige-Geschichte anführen. _  ↑↑

 

Einige Fragen

01 In welchem Jahr fand das angebliche Zeige-Ereignis statt?

02 Fand das angebliche Zeige-Ereignis vor, in oder nach 627 n.Chr. statt?

03 Wo fand das angebliche Zeige-Ereignis statt?

04 Fand das angebliche Zeige-Ereignis noch in Mekka statt?

05 Fand das angebliche Zeige-Ereignis in Medina statt?

06 Fand das angebliche Zeige-Ereignis in der Öffentlichkeit statt?

07 Fand das angebliche Zeige-Ereignis im Hof statt?

08 Fand das angebliche Zeige-Ereignis im Hause des Propheten statt?

09 Woran erkannte der Prophet, dass Asma bereits die erste Regel-Blutung hatte?

10 Wurde, außer in der Zeige-Geschichte, noch irgendwo registriert, dass Asma den Propheten traf?

11 Warum forderte der Prophet im stillen Kämmerlein (angeblich) so sehr viel mehr wie öffentlich?

12 Warum gab es keinen offiziellen Erlass des Propheten, das dem Zeige-Ereignis entspricht?

13 Was erhoffte sich der Prophet davon, dass er im stillen Kämmerlein Asma diese Vorführung lieferte?

14 Erhoffte sich der Prophet, dass seine Vorführung von Asma in die weite Welt getragen wird?

15 Wie gelangte Asma zum Propheten?

16 Gingen Aischa und ihre Schwester Asma zusammen zum Propheten?

17 Stellte Aischa dem Propheten ihre Schwester Asma vor?

18 Schlich sich Asma heimlich zum Propheten? _ ↑↑

19 Was wissen wir über Asma, außer zwei Dingen?

20 Wie verstanden sich Aischa und Asma?

21 Hatten Aischa und Asma Krach miteinander?

22 Verstanden sich Aischa und Asma gut?

23 War Asma auf Aischa eifersüchtig?

24 Wie erfuhr Aischa von dem, was sie (angeblich) berichtete?

25 Beobachtete Aischa persönlich, was sie (angeblich) berichtete?

26 Erfuhr Aischa von einer dritten Person, was sie (angeblich) berichtete?

27 Erfuhr Aischa von Asma, was sie (angeblich) berichtete?

28 An welchem Ort befand sich Aischa, als sie das angebliche Zeige-Ereignis beobachtete?

29 Stand Aischa direkt neben Asma, als das angebliche Zeige-Ereignis stattfand?

30 Beobachtete Aischa das angebliche Zeige-Ereignis heimlich?

31 Beobachtete Aischa das angebliche Zeige-Ereignis für Prophet und Asma erkennbar?

32 Waren Aischa und ihre Schwester ungefähr gleich „freizügig“ bekleidet?

33 Was bedeutet „in freizügig Kleidung“ konkret? _ ↑↑

34 War Asma beim Propheten-Besuch mehr bekleidet, wie normalerweise?

35 War Asma beim Propheten-Besuch genauso bekleidet, wie normalerweise?

36 War Asma beim Propheten-Besuch weniger bekleidet, wie normalerweise?

37 Warum wendete sich der Prophet angeblich von der unpassend bekleideten Asma ab?

38 Durfte Aischa ihre Schwester Asma zuhause besuchen?

39 Besuchte Aischa ihre Schwester Asma manchmal zuhause?

40 Legte Asma ihre Ober-Bekleidung an der Garderobe im Propheten-Haus ab?

41 Warum gab Aischa ihrer Schwester keinen Hinweis, wie sie sich kleiden soll?

42 Warum verlangte der Prophet von einer engen Bekannten eine so umfangreiche Verhüllung?

43 Wie alt waren Aischa und Asma, als das angebliche Zeige-Ereignis stattfand?

44 Wem berichtete Aischa, was sie angeblich erlebte?

45 Wie kam das, was Aischa angeblich erlebte, zu dem, der es aufschrieb?

46 Warum besuchte die Schwester Aischas den Propheten?

47 Was wollte Asma beim Propheten erreichen? _ ↑↑

48 Warum berichtete Aischa über diesen (angeblichen) Vorfall?

49 Warum berichtete nicht Asma als Betroffene über diesen (angeblichen) Vorfall?

50 Bekam der Prophet hin und wieder von einer fremden Frau Besuch und wie waren diese bekleidet?

51 Wiederholte der Prophet seine Vorführung auch bei anderen zu leicht bekleideten Frauen?

52 Berichtete Aischa vor oder nach dem Tod des Propheten über den Vorfall?

53 Falls Aischa vor dem Tod des Propheten berichtete: Wusste der Prophet von der Niederschrift?

54 Hat das Dokument ein Datum?

55 Stammt das Dokument wirklich aus der Zeit des Propheten?

56 Wurde das Dokument nachträglich zu früheren Dokumenten hinzugemogelt?

57 Wurde schon einmal eine Papier-Altersbestimmung des Schriftstückes gemacht?

58 Wurde schon einmal eine Tinten-Altersbestimmung des Schriftstückes gemacht?

59 Wurde schon einmal eine Handschrift-Analyse des Schriftstückes gemacht?

60 Wurde das Schriftstück unterschrieben und ist die Unterschrift echt?

61 Gab es von Aischa noch weitere Berichte?

62 Warum spielte die Zeige-Geschichte in der frühislamischen Zeit noch keine Rolle?

63 Wie ging es nach dem angeblichen Zeige-Ereignis weiter? _ ↑↑

64 Verließ Asma den Propheten unverrichteter Dinge wortlos?

65 Weinte sich Asma bei ihrer Halb-Schwester Aischa oder ihrem Vater aus?

66 Bekam Asma vom Propheten ein Gewand nach seinen angeblichen Vorstellungen?

67 Ging Asma absichtlich oder versehentlich (zu) leicht bekleidet zum Propheten?

68 Ging Asma mit oder ohne das Wissen anderer (zu) leicht bekleidet zum Propheten?

69 War Asma beim Propheten vorangemeldet?

 

Ganz allgemein ist es nur schwer vorstellbar, dass der Prophet von Frauen, die noch wenige Jahre zuvor nackt in die Öffentlichkeit gingen, nun auf einmal verlangte, sich bis auf Gesicht und Hände komplett zu verhüllen und das in dieser heißen Region.

 

Gut ausgedacht

Die Zeige-Geschichte wurde so gut ausgedacht, dass bislang offenbar niemand auf die Idee kam, dass diese Geschichte frei erfunden wurde.

Ein erster Hinweis auf eine freie Erfindung liefert Abû Dawûd (817 - 889 n.Chr.), denn er erkannte bereits damals, dass es nicht nachvollziehbar war, wie diese angebliche Berichterstattung durch Aischa zu demjenigen gelangte, der die Geschichte niederschrieb. Klar ist auch, dass es bei den Geistlichen einen Bedarf für diese Geschichte gab, denn der Koran liefert keine Details zur Bekleidung. Es könnte wie folgt abgelaufen sein: _ ↑↑

 

Ungefähr 100 Jahre nach dem Auszug des Propheten, also so um 722, wollten Geistliche, warum auch immer, dass sich Frauen einschließlich Haar und Hals verhüllen, was bis dahin keineswegs flächendeckend der Fall war. Die Geistlichen stellten fest, dass der Koran eine Verhüllung bis auf Gesicht und Hände nicht zufriedenstellend hergab, auch wenn die bekleidungsrelevanten Koran-Verse abgewandelt und uminterpretiert wurden. So kamen sie auf die Idee, eine Geschichte zu erfinden. Dies war die wirklich gut ausgedachte Zeige-Geschichte, an der bis heute anscheinend niemand ernsthaft zweifelt. Größter Schönheits-Fehler an der Geschichte ist, dass sie überhaupt nicht zu dem passt, was der Prophet tatsächlich verkündete.

 

Es wird so lange behauptet, dass die Zeige-Geschichte erst ungefähr 90 Jahre nach dem Tode des Propheten frei erfunden wurde, bis die geforderte Dreifach-Analyse durchgeführt wurde. Erst wenn als Analyse-Ergebnis herauskommt, dass die Zeige-Geschichte doch bereits zu Lebzeiten des Propheten, also so um 622 niedergeschrieben wurde, wird die Behauptung zurückgenommen. _ ↑↑

 

Weitere Einwände zur Zeige-Geschichte sind auf der Webseite „Übersetzungs-Varianten für Sure 33, Vers 59“ unter Zeige-Geschichte Teil 1 (0,6 MB) zu finden und unter Zeige-Geschichte Teil 3 (0,2 MB).

 

Absatz 4: Durchschleusen der Kopf-Haare _ Absätze ↑

Wenn die Kopf-Haare zu einem Knoten gebunden werden, ähnelt der Knoten einem Busen und könnte als dritter Busen der Frau angesehen werden. Dadurch passen einige Aussagen im Vers 31 nicht nur auf den Busen, sondern auch auf den Haar-Knoten.

Beim scheinbar widerspruchsfreien Durchschleusen des Frauen-Kopf-Haares als zu verhüllende Zierde gibt es nur einen Wehrmuts-Tropfen beziehungsweise nur ein Haar in der Suppe und das ist der Vers-Abschnitt 4↑. Gemäß diesem Vers-Abschnitt 4 gehört die Oberweite zweifelsfrei zur Zierde der Frau. Ein Äquivalent für das Frauen-Kopf-Haar fehlt jedoch. Grund: Im Vers-Abschnitt 4 steht zwar, dass die Oberweite zu bedecken ist, es steht aber NICHT gleichzeitig darin, dass auch das Frauen-Kopf-Haare zu bedecken ist. _ ↑↑

 

Dieses Manko versuchen einige Übersetzer auszugleichen, indem sie das arabische Wort, das primär nur (Tuch-) Bedeckungen bedeutet, mit Kopftücher übersetzen. Sie versuchen so den Anschein zu erwecken, dass Frauen-Kopf-Haare genauso zum Geltungs-Bereich von Vers 31 gehört, wie die Oberweite. Dieser Versuch gelingt jedoch nicht wirklich überzeugend, weil die Erwähnung von Kopftüchern (genutzt für die Oberweiten-Bedeckung) nicht automatisch auch eine Kopf-Haar-Bedeckungs-Pflicht bedeutet.

 

Zusammenfassend werden drei Einwände im Zusammenhang mit Vers-Abschnitt 4↑ genannt:

 

Es gibt dort, wo auf die Oberweite hingewiesen wird, keinen entsprechenden Hinweis auf das Frauen-Kopf-Haar.

 

Das arabische Doppel-Wort (بِخُمُرِهِنَّ), das von manchen Übersetzern mit „ihre Kopftücher“ übersetzt wird, bedeutet hauptsächlich / primär „ihre (Tuch-) Bedeckungen“. Die wahrscheinlich erst nachträglich ergänzte Sekundär-Bedeutung lautet „ihre Kopftücher“ oder gemäß Zitat 13 „ihre Kopf-Bedeckungen“.

 

Die Verwendung des Wortes „Kopftücher“ (zur Oberweiten-Bedeckung) bedeutet nicht automatisch eine Kopftuch-Pflicht. _ ↑↑

 

Die in Vers-Abschnitt 4 zu findenden Begriffe himār und khimar ähneln dem Begriff Himation. Letzterer ist gemäß dem Bedeutungs-Wörterbuch Wahrig altgriechisch und bedeutet Obergewand. Mit Bedeckung könnte also auch ein Obergewand gemeint sein. Vielleicht wollte der Prophet sowohl in Sure 33, Vers 59 als auch in Sure 24, Vers 31 einfach nur zum Ausdruck bringen, dass sich die Frauen bekleiden sollen (und nicht mehr fast nackt rumlaufen).

 

Absatz 5: Geschichten und Gesetze _ Absätze ↑

Geschichten haben den grundsätzlichen Nachteil, dass deren Wahrheits-Gehalt in aller Regel nicht mehr feststellbar ist und Gesetze haben den grundsätzlichen Nachteil, dass sie in aller Regel Auslegungs-Spielräume lassen, auch Schlupf-Löscher genannt. Bei Geschichten kommt es ganz wesentlich darauf an, wie überzeugend sie vorgetragen werden.

 

Der Prophet griff die Idee der 10 Gottes-Gebote gemäß Bibel auf und baute sie zu einem göttlichen und dadurch respekteinflößenden Gesetzbuch aus, auch Koran genannt. Aber auch die angeblichen göttlichen Gesetze bieten häufig Auslegungs-Spielräume / Schlupf-Löcher, die denn auch weidlich genutzt wurden und werden. _ ↑↑

 

Die angeblichen Gottes-Gesetze gemäß Bibel, Koran und Tora sind nicht gerade ein Parade-Beispiel für die angebliche göttliche Unfehlbarkeit. Es muss erlaubt sein, die Echtheit der angeblichen Gottes-Offenbarungen in Form von Gottes-Gesetzen solange als ungesichert anzusehen, bis geklärt ist, wie die Offenbarungen physikalisch gesehen von Gott zu den Propheten gelangten. Siehe hierzu auch die Fragen unter Offenbarungen (0,6 MB)

 

Absatz 6: Bekleidungs-Unsicherheit _ Absätze ↑

Grundsätzlich ist es schwierig bis unmöglich, eindeutige Bekleidungs-Vorschriften zu machen, wenn wichtige Schlüssel-Begriffe anscheinend unterschiedliche Bedeutungen haben.

 

Ein und dasselbe arabische Doppel-Wort (بِخُمُرِهِنَّ) bedeutet offenbar: _ ↑↑

ihre Bedeckungen (1x),

Ihre HUMUR (1x),

ihre Kopf-Bedeckungen (1x),

ihre Kopftücher (2x),

ihre Schals (2x),

ihre Schleier (2x),

ihre Tücher (3x) und eventuell sogar

ihre Wickel-Gewänder oder das, was heute als

ihre Blusen bezeichnet wird.

 

Ein und dasselbe arabische Doppel-Wort (جُيُوبِهِنَّ ۖ ) bedeutet offenbar:

ihre Ausschnitte (des Kleides) (1x),

ihre Brüste (1x), _ ↑↑

ihre Brustschlitze (1x),

ihre Busen (6x),

ihre Kleidungsausschnitte (2x) und

ihre Schlitze (des Kleides) (2x).

 

Ein und dasselbe arabische Doppel-Wort (زِينَتَهُنَّ) bedeutet offenbar:

ihre Zierde,

ihre Verzierung,

ihr (angewachsener / biologischer / körperlicher / natürlicher) Schmuck,

ihr Zierrat und

ihre Reize.

 

Im Vers 31 ist wahrscheinlich noch am ehesten der unbedeckte Busen gemeint, weil in 50% der Zitate (7 von 14) Busen oder Brüste verwendet wurde. Die primäre Bedeutung des arabischen Wortes ist wohl „Busen“ und die wahrscheinlich erst nachträglich ergänzte Sekundär-Bedeutung ist Kleid-Ausschnitt, Kleid-Schlitz oder ähnliches. _ ↑↑

 

Übersetzer, die andere Begriffe wie Busen oder Brüste verwendeten, wollten anscheinend nicht wahrhaben, dass zu Zeiten des Propheten ein bestimmter Prozentsatz von Frauen mit freiem Oberkörper in der Öffentlichkeit zu sehen war. Offensichtlich weiß niemand zweifelsfrei, was genau worüber genau zu ziehen ist. Sicher ist nur, dass irgendeine Art von Bedeckung für die Oberkörper-Vorderseite gefordert wird.

 

Die vielen Begriffe für die Bedeckungs-Art sind womöglich allesamt zutreffend. Der Prophet wollte den Frauen wahrscheinlich absichtlich nicht einengend vorschreiben, wie genau sie ihre Oberkörper-Vorderseite bedecken und wählte deshalb ganz bewusst einen Begriff aus, der nur ganz allgemein „Bedeckung“ bedeutet. Dass diese ursprünglich vorgesehene Freiheit der Bedeckungs-Ausführung für den Oberkörper nachträglich für den Zwang zu einer bestimmten Bedeckungs-Art genutzt wurde, konnte der Prophet kaum vorhersehen. _ ↑↑

 

Absatz 7: Übersetzungs-Probleme _ Absätze ↑

Die Übersetzung aus dem Alt-Arabisch scheint jedenfalls teilweise wirklich schwierig zu sein, denn ansonsten würden die Übersetzungen in einigen Fällen nicht so erschreckend unterschiedlich ausfallen.

 

Das Arabisch im Koran scheint teilweise etwas spartanisch auszufallen, vielleicht damit es sich reimt, so dass sich der Übersetzer gedrängt fühlt, die Lücken mit Klammer-Sätzen (oder unauffälliger) möglichst logisch zu schließen, was aber leicht zu Fehl-Auslegungen führen kann.

 

Die unterschiedliche Bedeutung wesentlicher Schlüssel-Begriffe erlaubt zum Beispiel auch jene Kombination, die der wortwörtlichen Übersetzung gemäß Zitat 13 entnommen wurde: Und lasse sie ziehen ihre (wegen der Sonnen-Einstrahlung freiwillig und nicht wegen des Glaubens zwangsweise getragenen) Kopf-Bedeckungen über ihre Busen. Dies würde bedeuten, dass es Frauen gab, die eine Kopf-Bedeckung trugen aber einen freien Oberkörper hatten. Diese Variante ist keineswegs illusorisch, weil selbst schon im TV gesehen (natürlich nicht aus Saudi-Arabien). Es könnte aber auch sein, dass bei der wortwörtlichen Übersetzung etwas schiefgegangen ist und es statt Kopf-Bedeckungen nur Bedeckungen lauten müsste. _ ↑↑

 

Absatz 8: Schmuck, Verzierung und Zierde _ Absätze ↑

Schmuck (englisch: Decoration, Jewelry) ist etwas leicht Anbringbares und auch wieder leicht Entfernbares, wie zum Beispiel ein Islam-Kopftuch. Zwischen dem Lebewesen oder Objekt, welches mit Schmuck versehen wird und dem Schmuck, liegt KEINE innige Verbindung vor. Schmuck wird angehängt, aufgehängt, umgehängt oder umgelegt und abgehängt oder abgenommen. Schmuck ist für relativ kurze Zeiträume gedacht, zum Beispiel einen Saal schmücken. Zum Hauptwort „Schmuck“ gibt es das Tätigkeits-Wort „schmücken“, weil dies von Menschen ausgeführt wird.

 

Verzierungen (englisch: Ornaments, Garnishments) sind etwas endgültig Angebrachtes oder Eingraviertes und nicht mehr so ohne weiteres entfernbar. Zwischen dem Lebewesen oder Objekt, welches mit einer Verzierung versehen wird und der Verzierung, liegt EINE innige Verbindung vor. Verzierungen werden nicht an- und abgehängt, sondern zum Beispiel angeklebt, angenagelt, angeschraubt oder eingraviert. Eine Torte wird nicht geschmückt, sondern verziert. Zum Hauptwort „Verzierung“ gibt es das Tätigkeits-Wort „verzieren“, weil dies von Menschen ausführbar ist.

 

Zierden (englisch: Adornments, Virtues) sind von der Natur geschaffene Schönheiten oder Verschönerungen. Zierden werden nie von Menschen geschaffen, sondern immer von der Natur. Beispiele: Baum-Blüte, Hirsch-Geweih, Hahnen-Kamm, Busen. Zum Hauptwort „Zierde“ gibt es kein Tätigkeits-Wort, weil Zierden nicht von Menschen geschaffen werden können. Es gibt Nachbildungen von Zierden (z.B. Toupets), die jedoch nie das Original der Natur erreichen. _ ↑↑

Siehe auch Wort-Wahl für _ ②↑ _ , _ ⑤↑ _ + Absatz 18 ↓Was ist die Zierde der Frau?_!

 

Gemäß Vers 31 sieht es oberflächlich betrachtet erst einmal so aus, dass all das von einer Frau zu bedecken oder zu verhüllen, was zu ihrer Zierde zählt. Für einen Mann zählt bei einer jungen attraktiven Frau von ihrem Scheitel bis zu ihrer Sohle alles zu ihrer Zierde, weshalb auch manchmal von einer (insgesamt) schmucken Frau gesprochen wird. Hier liegt also eine Begriffs-Vermischung vor.

 

Manchmal wird auch gesagt, dass sich erfolgreiche Männer gerne mit einer (insgesamt) attraktiven Frau schmücken (und nicht verzieren, weil keine unlösbare Verbindung zwischen dem Mann und der Frau vorliegt). Es lautet aber auch, dass die Frau die größte Zierde des Mannes ist. So gesehen lässt sich Vers 31 auch als Begründung für die Voll-Verschleierung heranziehen, wenn es da nicht die drei weiteren Vers-Abschnitte gäbe, die klarstellen, dass mit der Zierde der Frau nur die Oberweite gemeint sein kann.

 

Das Wort Kunst ist ein ähnlich vielfältig anwendbarer Ober-Begriff wie das Wort Schmuck und Zierde. Im Zweifels-Fall kann alles zu Kunst erklärt werden. Ebenso kann im Zweifels-Fall auch alles zur Zierde erklärt werden. _ ↑↑

 

Absatz 9: Auslegungen _ Absätze ↑

Anscheinend wissen es die Koran-Interpreten selbst nicht immer so ganz genau, was dieser nun eigentlich fordert. Anders lässt es sich nicht erklären, dass es mindestens fünf Auslegungs-Varianten gibt: Keine Kopftuch-Pflicht, nur eine Haar-Verhüllungs-Pflicht, Kopf-Stoff-Haube bis über Hals und Schultern reichend, Fast-Voll-Verschleierung mit freiliegendem Gesicht und Burka / Nika. Fest steht, dass Menschen eine rege Phantasie entwickeln, wenn es um die Auslegung des Koran geht. Dies dürfte mit ein Grand dafür sein, dass er bei Vielen so beliebt ist. Warum meldet sich Allah nicht noch einmal bei einem der aktuell in Süd-Afrika lebenden Propheten, um dem Auslegungs-Wirrwarr ein Ende zu bereiten?

 

Der Prophet beanstandete unstrittig Frauen mit unbedeckter Oberweite und darüber hinaus eventuell auch Frauen mit zu tiefem Kleid-Ausschnitt in V-Form oder enganliegender Kleidung. Er beanstandete jedoch NIE eindeutig gestikulierend oder mündlich Frauen OHNE Kopf-Bedeckung, obwohl es solche damals in der Öffentlichkeit sehr wohl gab. _ ↑↑

 

Falls die Frauen-Kopf-Haare nachträglich unbedingt mit in den Geltungs-Bereich von Vers 31 aufgenommen werden sollen, so könnte die Forderung „sie sollten ihre Zierde, in diesem Fall also ihre Kopf-Haare, nicht zur Schau stellen“ auch erfüllt sein, wenn Frauen ihre langen Haare nicht offen tragen, sondern zusammengebunden oder zusammengewickelt oder ganz auf lange Haare verzichten. Letzteres wollen aber die meisten muslimische Männer nicht. Falls das Frauen-Gesicht nachträglich unbedingt mit in den Geltungs-Bereich von Vers 31 aufgenommen werden sollen, so könnte die Forderung „sie sollten ihre Zierde, in diesem Fall also ihr Gesicht, nicht zur Schau stellen“ auch erfüllt sein, indem sie sich nicht schminken. _ ↑↑

 

Absatz 10: Bezug zu Sure 33, Vers 59 _ Absätze ↑

In Sure 24, Vers 31 war der Prophet noch damit zufrieden, wenn Frauen ihre Oberweite und Scham mit einem Tuch bedecken. Offenbar dachte er nochmal darüber nach und war mit dieser unsicheren Verhüllung unzufrieden. Deshalb legt er in Sure 33, Vers 59 nach und forderte nun ein (weites) Gewand, welches über den Kopf anzuziehen ist (sie sollen ziehen über sich). Ein solches Gewand ist rundum geschlossen sein, hat eine so kleine Kopf-Öffnung, dass nur der Kopf hindurchpasst und kann nicht von unten angezogen werden. Nachträgliche Anmerkung: Der vorherige nun blasse Text erscheint durchaus logisch, dürfte jedoch nicht stimmen. Nach jetzigem Kenntnistand wurde Vers 59 VOR Vers 31 verkündet.

 

Im Koran gibt es (hoffentlich unstrittig) keine direkte Aufforderung ein Kopftuch oder eine Voll-Verschleierung zu tragen. Durch geschickte Wort-Wahl bei der Übersetzung (hauptsächlich Sure 24, Vers 31) und durch geschickte Umformulierung bei der Übersetzung (hauptsächlich Sure 33, Vers 59) gelang es dennoch, mit dem Koran eine indirekte Kopftuch- und Voll-Verschleierungs-Pflicht zu begründen, um die etablierte Praxis zu rechtfertigen. _ ↑↑

 

Absatz 11: Tuch oder Kopftuch? _ Absätze ↑

Heute ist nicht mehr feststellbar, ob der Prophet Tuch oder Kopftuch meinte.

Was DAFÜR spricht, dass der Prophet tatsächlich Kopftücher meinte: Der Prophet wusste natürlich, dass auch damals schon viele Frauen mindestens ein Kopftuch oder vielleicht sogar mehrere Kopftücher besaßen, von denen sie im Bedarfsfall freiwillig eines als Witterungs-Schutz und vielleicht auch wegen des Insekten-Schutzes trugen. Es war also naheliegend, die Bedeckung der Oberweite durch etwas zu verlangen, was es schon gab.

Was DAGEGEN spricht, dass der Prophet tatsächlich Kopftücher meinte: Mit einem quadratischen Kopftuch, wie es in Europa üblich ist, lässt sich die Oberweite nicht gescheit verhüllen, weshalb manche Übersetzer Schal oder Schleier bevorzugen. Mit einem Schal lässt sich der Ausschnitt recht gut zudecken, jedoch nicht die freie Oberweite. Erst mit Hilfe großer gewickelter Tücher (Wickel-Gewänder) lassen sich Oberweite und Scham sicher verhüllen. _ ↑↑

 

Absatz 12: Sklavinnen _ Absätze ↑

Neuere Erkenntnis: Die Sklavinnen und Sklaven durften in vorislamischer und auch noch in frühislamischer Zeit ihre Körper nicht bedecken, mussten also alle Arbeiten nackt verrichten. Sie wurden sogar nackt durch die lebensfeindliche Wüste getrieben. Die Sklavinnen und Sklaven trugen lediglich eine symbolische Mini-Bedeckung im Schritt. Erst ab ungefähr 100 nach HIRA (= 722 n.Chr.) könnte das gegolten haben, was unter „Ursprünglicher Text:“ steht.

 

Aus dem, was im Koran zu Sklaven und Sklavinnen steht, lässt sich ableiten, dass der Prophet das Sklaventum am liebsten abgeschafft hätte. Er getraute sich jedoch nicht die Abschaffung des Sklaventums als Allahs Wille zu verkünden, denn das hätte einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. _ ↑↑

 

Ursprünglicher Text: Die Bekleidungs-Vorschriften mussten so gewählt werden, dass sie auch für die Mehrheit der Sklavinnen praktikabel und relativ leicht umsetzbar waren. Bei Sklavinnen ist zu berücksichtigen, dass sie arm waren, Kleidung damals noch Luxus war und sie mussten auch bei Hitze körperlich arbeiten. Die in der heutigen Zeit häufig zu sehenden Islam-Kopftücher, die kein einziges Haar herausschauen lassen und nur wenig vom Gesicht, wären für Sklavinnen unpraktikabel gewesen. Grund: Den Kopf nahezu vollständig einhüllende Islam-Kopftücher hätten bei den Sklavinnen, die unter sengender Sonne arbeitend mussten, zu einem Hitze-Stau am / im Kopf geführt und so leicht zum Hitze-Kollaps. In jedem Falle wäre die Arbeits-Leistung von Sklavinnen durch dichte und enganliegende Kopftücher herabgesetzt worden.

 

Heruntergezogene Kopftücher sind bei körperlicher Arbeit wohl mehr hinderlich wie nützlich. Sklavinnen durften wegen ihres Standes keine heruntergezogenen Kopftücher tragen, sondern bestenfalls so etwas Ähnliches wie eine kleine Kappe oder einen Turban, der aus einem Tuch geformt wurde. Eine solche Kopf-Bedeckung lässt alles vom Kopf frei, was sich unterhalb der Schädel-Decke befindet und gewährleistet somit eine ausreichende Wärme-Abfuhr für den Kopf. Die seitlichen Haare waren also zu sehen. Ebenfalls für Sklavinnen praktikabel waren Überwürfe (natürlich mit Kopf-Loch), weil sie eine gewisse Luftigkeit haben und mit wenig Stoff auskommen, verglichen mit Wickel-Gewändern. _ ↑↑

 

Absatz 13: Oberweite und Haare? _ Absätze ↑

Zur Klärung der Frage, ob in Vers 31 neben der Oberweite auch die Kopf-Haare gemeint sind, hilft vielleicht auch eine Betrachtung, ob im Arabischen der Plural oder Singular verwendet wurde. Die Übersetzungs-Variante „Schmuck“ ist hierbei wenig hilfreich, weil Schmuck im Deutschen gleich ist für Plural und Singular. Zwei Übersetzer verwenden im Vers-Abschnitt 2 das Wort Zierde (Zitat 1 und 5). Für Zierde gibt es die Mehrzahl Zierden, die jedoch nicht verwendet wurde.

 

In Zitat 13 wird das arabische Doppel-Wort (زِينَتَهُنَّ) mit den englischen Worten THEIR ADORNMENT übersetzt. ADORNMENT wird vom Google-Übersetzer übersetzt mit Schmuck, Verzierung, Zierde. Dies ist die Einzahl, denn es gibt auch ADORNMENTS = Verzierungen. Es könnte also sein, dass das arabische Wort in der Einzahl verwendet wurde, was bedeuten würde, dass entweder nur die Oberweite oder das Haar gemeint ist. Vielleicht gehört das arabische Wort, das mit Schmuck oder Zierde übersetzt wird, jedoch zu den Worten, die in der Einzahl und Mehrzahl identisch sind, so wie die Worte Schmuck und Busen.

 

Das in drei Übersetzungen verwendete Wort Reize passt nicht mit den wortwörtlichen Übersetzungen gemäß Zitat 13 und 14 zusammen. Die Verwendungs-Zulässigkeit des Wortes Reize für die Primär-Übersetzung muss also angezweifelt werden. ADORNMENT wird NICHT mit Reiz oder Reize übersetzt. Die Übersetzung in „Reize“ ist eine von mehreren „kleinen“ Mogeleien, die jedoch in der Praxis eine riesengroße Auswirkung haben. _ ↑↑

 

Absatz 14: Immer deutlicher _ Absätze ↑

Dieser Absatz gilt nur eingeschränkt wegen Absatz 1.

Für die nachfolgenden Vers-Auszüge werden bevorzugt die Formulierungen und Worte gemäß Zitat 13 und 14 verwendet, weil diese dem arabischen Original noch am nächsten kommen.

 

Verdeutlichungs-Stufe 0: Zunächst gibt es in Vers 31 die relativ allgemeine Forderung,

 

dass Frauen ihre Zierde nicht offen zeigen sollen.

 

Es bleibt also noch viel Auslegungs-Spielraum für das, was denn nun mit Zierde (Verzierung) gemeint ist. Es könnten somit auch die Frauen-Kopf-Haare gemeint sein, auch wenn diese von niemandem als Zierde oder Verzierung umschrieben werden, sondern es wird höchstens von schmückendem Haar gesprochen.

Verdeutlichungs-Stufe 1: Wegen der dennoch verbleibenden Unsicherheit, was denn nun mit Zierde oder Verzierung gemeint sein könnte, wurde gleich im Anschluss präzisiert,

 

bis auf das, was davon sichtbar muss (nach einer Stoff-Bedeckung),

 

Hier schlägt das Pendel erstmals in Richtung Oberweite, weil diese sich wesentlich schlechter zusammendrücken lässt wie Kopf-Haare. Für Frauen-Kopf-Haare müsste keine Rest-Sichtbarkeits-Erlaubnis formuliert werden. _ ↑↑

 

Verdeutlichungs-Stufe 2: Für diejenigen, die immer noch nicht davon überzeugt sind, dass nur die Oberweite gemeint ist, wurde es gleich anschließend noch deutlicher formuliert,

 

und lasse sie (DARUM) ziehen ihre Tücher über ihre Busen,

 

An dieser Stelle müssten auch die Frauen-Kopf-Haare erwähnt werden, wenn sie auch gemeint wären. Das arabische Wort bedeutet keineswegs eindeutig nur Kopftuch. Deshalb wurde Kopf in Klammern gesetzt. Wenn eine Frau ein Kopftuch über den Busen ziehen soll, bedeutet das nicht automatisch, dass sie auch ein Kopftuch aufsetzen soll.

 

Verdeutlichungs-Stufe 3: Es könnte aber immer noch Zweifel geben, ob mit Zierde wirklich nur die Oberweite gemeint ist. Letzte Klarheit bringt der vorletzte Satz in Vers 31. _ ↑↑

 

und nicht lasse sie stampfen ihre Füße, (um) zu machen bekannt, was sie verbergen von ihrer Verzierung.

 

Hier sollte jeder einsehen, dass dieser letzte Satz für Frauen-Kopf-Haare sinnlos ist. Begründung: Angenommen, die Haare wären mit einem Tuch an den Schädel gedrückt. In diesem Fall könnten Frauen so viel Stampfen oder springen wie sie wollten. Die verborgenen Haare würden nicht wackeln, ganz im Gegensatz zur Oberweite.

 

Bleibt die Frage: Warum wurde in Vers 31 nicht überall die Oberweite (Busen) angesprochen? Antwort-Vorschlag: Es sollten die Forderungen nicht so direkt und plump, sondern mehr indirekt und diskret zum Ausdruck gebracht werden. _ ↑↑

 

Absatz 15: Sekundär-Bedeutungen _ Absätze ↑

Hier wird beschrieben, wie es möglicherweise zu den nachträglichen Sekundär-Bedeutungen „Kleidungs-Ausschnitte“ und „Kopf-Bedeckungen“ gekommen sein könnte. Als das erste (Bedeutungs-) Wörterbuch ungefähr 100 Jahre nach der Koran-Fertigstellung erstellt wurde, sahen die Wörterbuch-Ersteller fast nur noch Frauen mit Kleid-Ausschnitten und eventuell auch schon mit Hidschabs. Daraus folgerten sie, dass das arabische Koran-Wort, das eigentlich nur Busen bedeutete, wohl auch Kleid-Ausschnitt oder Kleid-Schlitz bedeuten muss und dass das arabische Koran-Wort, das eigentlich nur Bedeckung bedeutete, wohl auch Kopf-Bedeckung bedeuten muss. Einmal im Wörterbuch fixiert, sind diese wahrscheinlich erst nachträglich hinzugefügten Sekundär-Bedeutungen, dort nicht mehr rauszubringen.

Unklar ist, ob die arabischen Koran-Worte für Busen und Bedeckung, außer im Koran, auch im heutigen normalen Sprachgebrauch Verwendung finden.

Hätte der Prophet nicht Busen, sondern Kleid-Ausschnitt oder Kleid-Schlitz gemeint, so hätte er die entsprechenden arabischen Worte für Kleid-Ausschnitt oder Kleid-Schlitz verwendet, die es damals sicherlich auch schon gab. _ ↑↑

 

Absatz 16: Zuordnung Teil 1 _ Absätze ↑

Insbesondere fremden Männern nicht zu zeigen ist nur, für das es in Vers 31 eine Verknüpfung / Zuordnung zu dem allgemeinen Wort „ZIERDE“ gibt. Eine solche Verknüpfung zum Wort „ZIERDE“ gibt es deutlich für Busen, denn der Vers-Abschnitt 4 mit dem Busen-Satz ist zwischen zwei Vers-Abschnitten eingebettet, die das Wort „ZIERDE“ enthalten (Konkretisierung siehe *). Für Frauen-Haare hingegen gibt es keine Verknüpfung zu den Vers-Abschnitten mit dem Wort „ZIERDE“, weil das Wort „Frauen-Haar“ im Koran nicht vorkommt.

 

* Der eingebettete Vers-Abschnitt 4 ist rot und die einhüllenden Vers-Abschnitte sind blau, wodurch sich eine Verknüpfung / Zuordnung zwischen ZIERDE UND BUSEN ergibt: _ ↑↑

… und (sie sollten) ihre ZIERDE nicht zeigen, bis auf das, was davon sichtbar sein muss UND lasse sie ihre Tücher über ihre (freien) BUSEN schlagen UND (lasse sie) ihre ZIERDE nicht zeigen, außer ihrem Ehegatten …

 

Noch deutlicher wird die Zuordnung, wenn DARUM, deshalb, dafür, dazu oder also in Klammern eingefügt wird:

… und (sie sollten) ihre ZIERDE nicht zeigen, bis auf das, was davon sichtbar sein muss UND lasse sie (DARUM) ihre Tücher°° über ihre (freien) BUSEN ziehen UND (lasse sie) ihre ZIERDE nicht zeigen, außer ihrem Ehegatten …

 

°° Kopftuch-Fordernde verwenden nicht die Haupt-Bedeutung „Bedeckung“ oder „Tücher“, sondern Kopftuch, obwohl höchstens Kopf-Bedeckung richtig wäre und das auch nur als Neben-Bedeutung. Das Wort „Kopf-Bedeckung“ stellt jedoch keinen Ersatz für das Wort „Frauen-Haar“ dar, weil sich die Kopf-Bedeckung nicht zwangsläufig auf dem Kopf befinden muss, Frauen-Haare hingegen schon. Eine eindeutige Haar-Bedeckungs-Pflicht ergäbe sich nur, wenn der rote Satz zum Beispiel wie folgt lauten würde:

UND lasse sie (deshalb) ihre Tücher über ihre BUSEN und KOPF-HAARE ziehen UND _ ↑↑

 

Der rote Vers-Abschnitt beschreibt die konkrete Abhilfe-Maßnahme oder Umsetzung der Forderung, die (fest mit dem Körper verbundene) ZIERDE nicht offen zu zeigen. Eigentlich doch ganz einfach.

 

Und noch etwas deutlicher wird die Zuordnung, wenn der Neben-Satz mit der Ausnahme-Regelung durch drei Punkte ersetzt wird:

… und (sie sollten) ihre ZIERDE nicht zeigen UND lasse sie (darum) ihre Tücher über ihre (freien) BUSEN ziehen UND (lasse sie) ihre ZIERDE nicht zeigen, außer ihrem Ehegatten …

 

Absatz 17: Zuordnung Teil 2 _ Absätze ↑

Nachfolgende Beschreibung ist eine Fortsetzung von Absatz 16. Bevor Absatz 17 gelesen wird, sollte zunächst Absatz 16 gelesen und verstanden worden sein.

Behauptung: Wenn die Haupt-Bedeutungen „Tücher“ und „Busen“ ersetzt werden durch die Neben-Bedeutungen „Kopftücher“ und „Kleidungs-Schlitze“, geht die eindeutige Zuordnung für den unpräzisen Begriff „Zierde“ verloren. Dies bedeutet, dass „Zierde“ nicht mehr klar definiert ist. _ ↑↑

Um das zu verstehen, werden die Vers-Abschnitte, die an der Zuordnung beteiligt sind, in zwei Varianten gegenübergestellt.

 

Variante 1: Hier werden die Haupt-Bedeutungen verwendet

… und (sie sollten) ihre ZIERDE nicht zeigen, bis auf das, was davon sichtbar muss UND lasse sie (dafür) ihre Tücher über ihre BUSEN ziehen UND

Es ist erkennbar, dass mit Zierde die Busen gemeint sind und es gibt auch eine Bestätigung dafür, denn für Busen trifft die Zierde-Kontroll-Aussage, bis auf das, was davon sichtbar muss, am besten zu, weil mit Stoff bedeckter Busen Ausbeulungen erzeugt. _ ↑↑

 

Variante 2: Hier werden die Neben-Bedeutungen verwendet

… und (sie sollten) ihre ZIERDE nicht zeigen, bis auf das, was davon sichtbar muss UND lasse sie (dazu) ihre Kopf-Bedeckungen über ihre KLEIDER-AUSSCHNITTE ziehen UND

In Analogie zur Variante 1 müssten nun die KLEIDER-AUSSCHNITTE mit ZIERDE gemeint sein. Grundsätzlich kann auch ein Kleid-Ausschnitt als Zierde angesehen werden. In diesem Fall ist das aber nicht möglich, weil es die Zierde-Einschränkung „bis auf das, was davon sichtbar muss“ gibt. Kleider-Ausschnitte können deshalb nicht zu der Zierde gehören, die in Vers 31 gemeint ist, weil es nur solche Zierden sein dürfen, der die Zierden-Einschränkung „bis auf das, was davon sichtbar muss“ erfüllen, also Ausbeulungen erzeugen, wenn sie mit Stoff bedeckt werden. Frauen-Kleider-Ausschnitte erzeugen jedoch garantiert keine Ausbeulungen, wenn sie mit Hidschabs bedeckt werden.

 

Zu klären wäre, wann, warum und wie die Neben-Bedeutungen „Kopftücher“ und „Kleidungs-Ausschnitte“ hinzugekommen sind. Vielleicht wurden die Neben-Bedeutungen (bereits vor vielen Jahrhunderten) deshalb nachträglich hinzugefügt, nachdem einige Frauen zu sehen waren, die Jumbo-Kopftücher trugen und die auch den halben Oberkörper bedeckten. _ ↑↑

 

Absatz 18: Was ist die Zierde der Frau? _ Absätze ↑

Der lange Koran-Vers 31 in Sure 24 enthält gleich zweimal einen kurzen Abschnitt, der meistens übersetzt wird mit: „sie (die Frau) sollte ihren SCHMUCK nicht zur Schau stellen“ oder

„sie sollte ihre REIZE nicht zur Schau stellen“ oder „sie sollte ihre ZIERDE nicht zur Schau stellen“.

 

Vers 31 erschließt sich dem Leser hauptsächlich so schwer, wegen der Unklarheit des arabischen Wortes, das meistens mit Schmuck und seltener mit Reize oder Zierde übersetzt wird. Besonders die Übersetzung in Schmuck hinterlässt die größte Unsicherheit, weil erst einmal geklärt werden muss, ob künstlicher oder natürlicher Schmuck gemeint ist. Die Übersetzung in Reize ist falsch und wird deshalb nicht näher betrachtet. Die arabische Lautschrift lautet „ziynatah“ und hat eine erkennbare Ähnlichkeit mit Zierde.

 

Diejenigen, die die richtige Übersetzung „Zierde“ wählten, haben immerhin nicht mehr das Problem, ob künstlicher oder natürlicher Schmuck gemeint ist, denn Zierden sind natürlicher Schmuck. Aber auch bei der Übersetzung in Zierde gibt es immer noch große Unsicherheiten, was mit der Zierde der Frau gemeint ist. Dies ergibt sich aus den unterschiedlichen Angaben von Q1) Personen (außerhalb des Internets), Q2 Internet und Q3 Koran wie folgt (Q = Quelle, F = Frau machte die Angabe, M = Mann machte die Angabe): _ ↑↑

 

Q1) Personen: Der Betreiber dieser Webseite gehört NICHT zu den befragten Personen A-H.

Person A: Ihr nackter Körper, ihre Reiße. (M)

Person B: Ihr Sexappeal. (M)

Person C: Ihre Kopf-Haare. (F)

Person D: Ihre Haupt-Haare, ihr Busen und ihre Scheide. (M)

Person E: Ihr Mann. (F)

Person F: Ihre Anmut und Herzlichkeit. (F)

Person G: Die gesamte Frau bzw. alles von der Frau. (M)

Person H: Das, was ein Mann dafürhält. (F)

 

Q2) Internet: Die Recherche für Zierde ergab: Ihre Verhüllung. Ihre hohen Schuhe (High Heels). Ihre Bescheidenheit. Ihre Fähigkeit zu Ertragen. Ihre Häuslichkeit. Ihre Hingabe an ihren Herrn. Ihre gepflegte Haar-Pracht. Ihre langen Haare. Ihr schönes volles Haar. Das Zarte und weibliche von ihr. Ihre Zärtlichkeit. Ihre Schüchternheit und Schamhaftigkeit. Ihre Unfähigkeit, ihre Schmerz-Empfindung, ihr Sich Abwenden und ihre Schwäche. _ ↑↑

 

Q3) Koran: Aus Vers 31 (in Sure 24) ergibt sich, dass mit der Zierde der Busen gemeint ist. Um dies aufzuzeigen, wird der Vers-Abschnitt … bis auf das, was von der Zierde sichtbar sein muss (nachdem sie bedeckt wurde) temporär weggelassen und es werden die Vers-Abschnitte und direkt aneinandergehängt (Quelle für : Optimierte Übersetzung 0,2 MB):

 

… und (sie sollten) ihre (eine spezielle Frauen-) ZIERDE nicht zur Schau stellen … und lasse sie DARUM ihre Tücher schlagen über ihre FREIEN Busen …

 

Dieser Satz kann wie folgt vereinfacht werden: _ ↑↑

Die Frauen sollten ihre Zierde nicht zur Schau stellen … und ein (Schleier-) Tuch über ihre Busen ziehen.

 

Mit Hilfe dieses Satzes sollte jeder eindeutig erkennen, dass innerhalb von Vers 31 mit der Zierde der Frau nur ihr Busen gemeint ist (und nichts sonst weiter). Die Logik lautet: Das was nicht zur Ansicht preisgegeben werden soll, ist zu bedecken. Wenn also die Zierde nicht zur Ansicht preisgegeben werden soll und gleich anschließend gefordert wird, dass der Busen zu bedecken ist, ergibt sich geradezu zwangsläufig, dass es sich bei der Zierde um den Busen handelt. _ ↑↑

 

Um klar und eindeutig zu erkennen, was Vers 31 im Kern fordert, wird von folgendem Satz ausgegangen:

Die Frauen sollten ihre Zierde nicht offen zeigen … und ihre Busen mit einem Tuch bedecken.

Wird nun „Zierde“ durch „Busen“ und „offen“ durch „unbedeckt“ ersetzt, ergibt sich:

 

Die Frauen sollten ihre Busen nicht unbedeckt zeigen … und ihre Busen mit einem (Schleier-) Tuch bedecken.

 

Auch wenn in Übersetzungen nicht korrekt Busen, sondern fehlerhaft Kleider-Ausschnitt verwendet wird, weist dies darauf hin, dass mit Zierde der Busen gemeint ist, weil Kleider-Ausschnitt und Busen räumlich dicht beieinanderliegt und der Kleider-Ausschnitt von niemandem als Zierde der Frau angesehen wird. Es geht nur vordergründig um die Bedeckung des Kleider-Ausschnittes. Tatsächlich soll KEINE Busen-Haut zu sehen sein und auf gar keinen Fall die Busen-Warze mit dem umgebenden roten Hof. _ ↑↑

 

Ein Vergleich der Personen A-H und dem Internet mit dem Koran zeigt, dass NUR innerhalb des Koran mit der Zierde der Frau ihr Busen gemeint ist. Das macht es etwas verständlicher, warum sich die meisten Menschen schwer damit tun, den langen Vers 31 vollumfänglich zu verstehen.

 

Der Busen ist für Männer unbestritten die mit Abstand größte Zierde (= natürliche Verschönerung) der Frau und die Frauen wissen das auch ganz genau. Dennoch nennen weder Frauen noch Männer den Busen, wenn es um die Frage geht, was denn die (wichtigste) Zierde der Frau ist, nach dem Motto, das Naheliegendste ignorieren oder verdrängen wir. _ ↑↑

 

Zierde des Mannes. Die Internet-Recherche ergab auch so Einiges: Sein Bart, seine Frau, seine Rauheit und sein Ungestüm, sein Haupt-Haar, sein Schwert, seine Waffen, seine Krawatte und sein Hodensack.

 

Die Haupt-Zierde des Mannes ist der Bart und die Haupt-Zierde der Frau ist der Busen. Bart und Busen gehören thematisch zusammen, weil Beides erst während der Pubertät entsteht.

 

Absatz 19: Zusammenhang von Vers-Abschnitten _ Absätze ↑

So wie es insbesondere für Sure 33, Vers 59 und Sure 24, Vers 31 ein Zusammenwirken gibt [siehe hierzu Webseite „Frauen-Verhüllung im Koran“ (0,4 MB), Absatz 9 Zusammenwirken 59/31 und Absatz 15 Verkündet für ], gibt es auch innerhalb des langen Vers 31 ein Zusammenwirken oder in diesem Fall vielleicht zutreffender bezeichnet als Zusammenhang zwischen den Vers-Abschnitten. Der Zusammenhang bezieht sich insbesondere auf die Vers-Abschnitte und . _ ↑↑

: ihre Zierde nicht zur Schau stellen / nicht offen zeigen.

: Tücher über Busen oder Ausschnitte/Schlitze ziehen.

 

Grundsätzlich kann entweder angenommen werden, dass es zwischen und KEINEN Zusammenhang gibt, oder es kann angenommen werden, dass es einen Zusammenhang gibt.

 

A) KEIN Zusammenhang: Wird davon ausgegangen, dass es zwischen beiden Vers-Abschnitten KEINEN Zusammenhang gibt, kann als Zierde der Frau im Prinzip alles angenommen werden und folglich ließe sich dann mit dem Vers-Abschnitt zum Beispiel auch eine Pflicht zur Haar-Bedeckung oder sogar auch eine Pflicht zur Voll-Verschleierung begründen.

 

B) Zusammenhang VORHANDEN: Wird davon ausgegangen, dass es zwischen beiden Vers-Abschnitten EINEN Zusammenhang gibt, so kann dieser in beiden Richtungen bestehen. Die eine Richtung bzw. Wirkung ginge von ② nach und die Rück-Wirkung von nach .

 

B1) Busen _ ↑↑

Wirkung von auf bedeutet, dass das, was in als Zierde angenommen wird, sich in wiederfindet. Dies wäre dann der Fall, wenn in als Zierde der Busen angenommen wird, der sich dann in als zu bedeckend wiederfindet.

 

Rück-Wirkung von auf bedeutet, dass das, was in angegeben wird, in mit Zierde gemeint ist. Diese Rück-Wirkung ist möglich, weil der in angegebene Busen, eine Zierde der Frau sein kann.

Die selbe Untersuchung kann anstatt für Busen, auch für Ausschnitte/Schlitze erfolgen:

 

B2) Ausschnitte/Schlitze (anstatt Busen)

Wirkung von auf bedeutet, dass das, was in als Zierde angenommen wird, sich in wiederfindet. Dies wäre dann der Fall, wenn in als Zierde der Ausschnitt/Schlitz angenommen wird, der sich dann in als zu bedeckend wiederfindet. Das klappt aber nicht, weil niemand einen Kleid-Ausschnitt oder Kleid-Schlitz als Zierde der Frau ansieht.

 

Rück-Wirkung von auf bedeutet, dass das, was in angegeben wird, in mit Zierde gemeint ist. Diese Rück-Wirkung ist NICHT möglich, weil der in angegebene Ausschnitt/Schlitz, KEINE Zierde der Frau sein kann, sondern höchstens der in der Nähe befindliche Busen. _ ↑↑

 

Ergebnis der Untersuchung: Ein Zusammenhang zwischen Vers-Abschnitt und kann nur hergestellt werden, wenn das Wort „Busen“ verwendet wird. Die Verwendung von Ausschnitte/Schlitze KAPPT den Zusammenhang weitgehend und führt leicht zum Fall A). Wenn nicht Busen, sondern Ausschnitt oder Schlitz verwendet wird, geht die versinterne Definition für Zierde verloren!

 

Gemäß der Wörterbuch-Webseite von ALMAANY→→ bedeutet  جُيُوبِهِنَّ ۖ their bosoms = ihre Busen. Eine andere Übersetzung in Richtung „Ausschnitt“ oder „Schlitz“ (des Kleides) wird nicht angegeben. Hinweis: Auf der mit Hilfe des Links geöffneten Webseite von ALMAANY mit der Browser-Such-Funktion suchen nach: their bosoms oder [Koran Words].

 

Absatz 20: Begründungen für Vers 31 _ Absätze ↑

Es wäre geradezu lachhaft, wenn Vers 31 hauptsächlich deshalb verkündet worden wäre, um zu erreichen, dass Frauen schlitzförmige Gewand-Ausschnitte mit länglichen Tüchern bedecken. Dies gilt umso mehr, weil unter den Heidinnen Gewänder überhaupt noch nicht verbreitet waren. Dafür hätte sich die Verkündung von Vers 31 nicht gelohnt und es wären auch sinnvollere Alternativen möglich. Siehe hierzu auch Zitat 3 ↑. _ ↑↑

 

Genauso lachhaft wäre es gewesen den Vers 31 zu verkünden, um die Bedeckung von Frauen-Haaren zu erreichen. Die Forderung im Freien unbedeckt vorgeführte Busen zu bedecken, ist hingegen ein ganz anderes Kaliber und als Haupt-Begründung für Vers 31 gut nachvollziehbar. Dafür lohnte sich eine Vers-Verkündung. Bei der Gelegenheit schnürte der Prophet ein Gesamt-Paket für das gewünschte Frauen-Verhalten, weil erst einmal verlangt wird, dass Frauen ihre Blicke gesenkt halten und keusch bleiben sollen.

 

Absatz 21: Kopftücher bis 100 nach Mohammed _ Absätze ↑

 

In diesem Abschnitt werden folgende Sub-Themen behandelt:

 

1 Damaliger Frauen-Anteil MIT Kopf-Bedeckung

 

2 HIMĀR-Streit

 

3 Zwei Bedeutungen für denselben Begriff

 

4 Dunkle Zeit

 

5 Sub-Fazit

 

6 Vergleich Himār / Socke

 

7 Himār ein Oberbegriff + Stola

 

Streit-Punkt Himār. Vorab jedoch:

 

1 Damaliger Frauen-Anteil MIT Kopf-Bedeckung

Erst ab ungefähr 100 nach Mohammed wurden von Frauen flächendeckend (100%) Hidschabs / Kopf-Bedeckungen / Kopftücher getragen. Für diese Aussage gibt es mehrere übereinstimmende Quellen. Insbesondere gibt es KEINE Quelle, die das anzweifelt oder sogar bestreitet und zum Beispiel behauptet, Kopf-Bedeckungen wurden auch schon in vorislamischer Zeit und zu Lebzeiten Mohammeds von ALLEN Frauen IMMER in der Öffentlichkeit getragen. Somit gehört obiger Satz zu den wenigen unstrittigen Aussagen. Aus dieser unbestrittenen Aussage ergibt sich allerdings im Umkehrschluss, dass zu Zeiten Mohammeds und auch noch einige Jahrzehnte nach seinem Tode, NUR EIN TEIL der Frauen eine Kopf-Bedeckung trug. _ Absatz 21 ↑ _ ↑↑

 

Unklar ist, wie hoch damals der Frauen-Anteil war, der eine Kopf-Bedeckung trug. Es ist naheliegend, dass der Anteil kopftuchtragender Frauen keine Konstante, sondern eine Variable war. Begründung: Das Kopftuch wurde bis ungefähr 100 nach Mohammed weder aus religiösen noch aus sexuellen Gründen getragen, sondern war hauptsächlich Gebrauchs-Gegenstand und vielleicht manchmal auch modisches Accessoire. Es diente primär dem Schutz vor Sonne, Insekten, Sand-Staub und war KEIN Schutz vor Männer-Blicken, denn diese durften damals noch die sexuell viel wirksameren Busen unbedeckt sehen.

 

Der Prophet hat von dem Prozentsatz der Frauen, der KEINE Kopf-Bedeckung trug, nie öffentlich gefordert, den Kopf zu bedecken.

 

Der prozentuale Anteil kopftuchtragender Frauen geschwankte wahrscheinlich stark und war von folgenden Größen abhängig:

- Sonnen-Intensität

- Insekten-Dichte

- Sand-Staub-Gehalt der Luft

- Entfernung des Ziel-Ortes

- Gesellschaftlicher Stand _ Absatz 21 ↑ _ ↑↑

 

Wenn wenig oder keine Sonne war, konnte auf die Kopf-Bedeckung als Sonnen-Schutz eher verzichtet werden.

Wenn wenige oder keine Insekten in der Luft waren, konnte auf die Kopf-Bedeckung als Insekten-Schutz eher verzichtet werden.

Wenn wenig oder kein Sand-Staub in der Luft war, konnte auf die Kopf-Bedeckung als Staub-Schutz eher verzichtet werden.

Wenn die Frau nur eine kurze Distanz zurücklegen wollte, konnte auf die Kopf-Bedeckung generell eher verzichtet werden.

Sklavinnen durften wahrscheinlich überhaupt keine Tücher auf dem Kopf tragen, die lose und weit über den Nacken fielen.

 

Wahrscheinlich gab es nur sehr wenige Frauen oder vielleicht sogar keine einzige Frau, die konsequent immer nur MIT bedeckten Kopf-Haaren den privat-Bereich verließ. _ Absatz 21 ↑ _ ↑↑

 

Da zur Zeit der Suren-Verkündungen unstrittig nur ein Teil der Frauen eine Kopf-Bedeckung trug und dieser Teil wahrscheinlich auch noch stark schwankte, hätte im Koran ein deutlicherer Hinweis stehen müssen, dass auch die Kopf-Haare zu bedecken sind, wenn dies der Prophet oder Allah so gewollt hätten.

 

Jedenfalls gibt es deutlich mehr Hinweise darauf, dass der Koran die Bedeckung freier Busen fordert, verglichen mit den Hinweisen darauf, dass der Koran auch eine Bedeckung der freien Kopf-Haare fordert. Hätte der Prophet die Bedeckung der Kopf-Haare gewollt, so hätte er mindestens einmal die Frauen-Kopf-Haare namentlich erwähnt, so wie er einmal die Busen namentlich erwähnte, zumal die Nennung von Frauen-Haaren bei weitem nicht so anstößig ist, wie die von Busen. Es sieht eher danach aus, dass es dem Propheten vollkommen egal war, ob eine Frau ihr Kopf-Haar bedeckte oder nicht. _ ↑↑

 

2 HIMĀR-Streit

(Hierzu gehört der Vorspann „Damaliger Frauen-Anteil MIT Kopf-Bedeckung“ zu Beginn von Absatz 21 ↑.)

Und nun zu einem der größten aller Streit-Punkte, nämlich der Bedeutung und Verwendung des Himār:

Den Himār-Streit gibt es nur darum, weil Einige mit Hilfe der eindeutigen Bedeckungs-Pflicht FREIER Busen durch den Himār, auch eine Bedeckungs-Pflicht für Kopf-Haare begründen wollen, indem sie den Himār fest mit einer Kopf-Bedeckung verknüpfen.

 

Ein Himār ist unstrittig ein größeres längliches Stoff-Stück, das zur Bedeckung dient. Der Himār kann nicht nur dafür eingesetzt werden, den Kopf zu bedecken. Er kann auch verwendet werden, den Hals zu bedecken oder den Oberkörper auf Höhe der Busen oder den Hüft-Bereich. Es war gewiss so, dass der Himār überwiegend für die Oberkopf-Nacken-Bedeckung verwendet wurde. Dennoch diente der Himār sicherlich auch für andere Bedeckungen oder Zwecke. _ Absatz 21 ↑ _ ↑↑

 

Wahrscheinlich wollte es der Prophet den Frauen überlassen, ob sie das dünne längliche Stoff-Stück

- gleichzeitig über Kopf-Haare und Busen ziehen oder

- gleichzeitig über Hals und Busen oder

- ausschließlich über den mittleren Oberkörper mit den Busen.

 

Mit einer Ausnahme sind alle Kleidungs-Stücke zweckgebunden. Dies bedeutet, jeder sieht dem Kleidungs-Stück gleich an, wozu es gedacht ist und zwar auch dann, wenn das Kleidungs-Stück nicht getragen wird, sondern zum Beispiel in der Schaufenster-Auslage liegt. Diese Kleidungs-Stücke sind im Wesentlichen: Helm/Hut/ Mütze/ Kappe/ Kapuze/ Pudel/ Sturm-Haube (für Motorrad-Fahrer), Bluse/ Hemd, Hose/ Rock, Gewand/ Kleid, Socken/ Strümpfe, Sandalen/ Schuhe, Unter-Hemden und -Hosen. _ Absatz 21 ↑ _ ↑↑

 

Das einzige Kleidungs-Stück, dem niemand sicher ansieht, wozu es gedacht ist, ist das längliche Stoff-Stück, welches auch Himār genannt wird. Nur das längliche Stoff-Stück (der Himār) ist NICHT zweckgebunden. Das dünne längliche Tuch (der Himār) kann verwendet werden für:

- die Kopf-Nacken-Bedeckung

- die Hals-Bedeckung

- die Schultern-Bedeckung

- die Bedeckung des mittleren Oberkörpers mit den Busen

- die Hüft-Bedeckung

und wenn die Frau sitzt auch für

- die Ober-Schenkel-Bedeckung

- die Unter-Schenkel-Bedeckung oder sogar für

- die Fuß-Bedeckung.

- grundsätzlich kann das Tuch auch dazu verwendet werden, um etwas damit zu machen, was überhaupt nichts mit dem Körper zu tun hat. _ Absatz 21 ↑ _ ↑↑

 

Die Verwendung des Himār richtete sich nach dem jeweiligen Bedarf und war sowohl den freien als auch den versklavten Frauen freigestellt. Auf gut Deutsch: Die Frauen konnten mit ihrem Himār machen was sie wollten, wozu auch gehörte, dass sie ihn NICHT trugen … auch in der Öffentlichkeit. Eine spezielle Verwendung des Himār war nicht festgelegt oder vorgeschrieben. Einzige Ausnahme: Mit der Verkündung von Vers 31 soll ein Himār verwendet werden, um auch oder ausschließlich Busen zu bedecken … aber nur dann, wenn die Busen noch unbedeckt waren. Die Frauen mussten von nun an einen Himār über ihre Busen schlagen, falls sie ihn nicht schon anderweitig bedeckt hatten. Darüber hinaus konnten sie mit ihrem Himār jedoch weiterhin machen was sie wollten.

 

Der Prophet wählte den Himār nur deshalb aus, weil ihm bekannt war, dass ALLE Frauen dieses universell einsetzbare Kleidungs-Stück besaßen, auch wenn sie darüber hinaus kein weiteres für die Busen-Bedeckung geeignetes Kleidungs-Stück in ihrem Besitz hatten, wie wahrscheinlich die meisten Sklavinnen. Mohammed hatte keine Auswahl an Kleidungs-Stücken. Es blieb ihm überhaupt nichts anderes übrig, als den Himār zu benennen. Er verwendete den Begriff des Himār garantiert nicht, um irgendwie hintenherum eine Kopf-Bedeckung für Frauen zu fordern. _ Absatz 21 ↑ _ ↑↑

 

Die Erwähnung eines Himār bedeutet nicht automatisch eine Trage-Pflicht des Himār, so wie die Erwähnung des Kopftuches nicht automatisch eine Trage-Pflicht des Kopftuches bedeutet.

Der Himār kann auch zweckentfremdet werden, so wie auch das Kopftuch zweckentfremdet werden kann.

ALLGEMEIN: Wenn verlangt wird, mit einem Kopftuch etwas zu machen, was NICHTS mit dem Kopf zu tun hat, bedeutet das nicht automatisch, dass hierbei das Kopftuch auch auf dem Kopf ist. Wenn verlangt wird, mit einem Himār etwas zu machen, was NICHTS mit dem Kopf zu tun hat, bedeutet das nicht automatisch, dass hierbei der Himār auch auf dem Kopf ist.

BEISPIELE: Wenn verlangt wird, in einem Kopftuch Wallnüsse zu sammeln, bedeutet das nicht automatisch, dass hierbei das Kopftuch auch auf dem Kopf sein muss. Wenn verlangt wird, mit einem Himār den Busen zu bedecken, bedeutet das nicht automatisch, dass hierbei der Himār auch auf dem Kopf sein muss.

 

Sicherlich wurde das längliche Stoff-Stück (der Himār) hauptsächlich für die Kopf-Nacken-Bedeckung verwendet. Mit genauso großer Sicherheit wurde das längliche Stoff-Stück (der Himār) manchmal aber auch für die Bedeckung anderer Körper-Teile verwendet.

 

Hätte der Prophet gewollt, dass das längliche Stoff-Stück (der Himār) nicht nur über den Kopf und Nacken gezogen wird, sondern ZUSÄTZLICH über die (für alle wirklich vollkommen frei sichtbaren) Busen, so hätte er NICHT verkündet: _ Absatz 21 ↑ _ ↑↑

… und lasse sie ziehen ihre länglichen Stoff-Stücke (ihre Humur) über ihre Busen …,

sondern er hätte verkündet:

… und lasse sie ziehen ihre länglichen Stoff-Stücke (ihre Humur) AUCH (noch) über ihre Busen …

 

3 Zwei Bedeutungen für denselben Begriff

- Das dünne längliche Tuch wird als Himār bezeichnet, wenn er als Kopf-Nacken-Bedeckung genutzt wird.

- Das dünne längliche Tuch wird wahrscheinlich ebenfalls als Himār bezeichnet, wenn er ausgebreitet oder zusammengefaltet auf dem Tisch oder Boden liegt.

 

Wird einmal angenommen, dass der Begriff „Himār“ nichts anderes wie eine bestimmte Kopf-Bedeckungs-Art beschreibt, wie dies Manche behaupten, so ergibt sich die Frage, wie der Himār auf Arabisch bezeichnet wird, wenn er NICHT auf dem Kopf ist, sondern zum Beispiel als Schal verwendet wird.

 

Hierzu ein Vergleich mit dem Kopftuch: Das Kopftuch wird auch dann als solches bezeichnet, wenn es zusammengefaltet in der Schublade liegt oder für etwas anderes verwendet wird, wie für die Kopf-Bedeckung. Warum sollte es beim Himār anders sein? _ Absatz 21 ↑ _ ↑↑

 

4 Dunkle Zeit

Die Zeit vor Mohammed wird auch als „dunkle Zeit“ bezeichnet, weil es aus dieser Zeit so gut wie keine Aufzeichnungen oder Dokumente gibt. Fast alles, was wir aus der vorislamischen Zeit wissen, wurde entweder zu Lebzeiten des Propheten niedergeschrieben oder später. Einigermaßen sicher ist allerdings, dass die freien Frauen und Sklavinnen ungefähr bis zum Beginn der Suren-Verkündungen gleichermaßen unbedeckt (busenfrei) in die Öffentlichkeit gingen und kaum voneinander zu unterscheiden waren.

 

5 Sub-Fazit

Es gibt keine Rechtfertigung, die Forderung von Vers 31 „längliche Stoff-Stücke (Humur) über unbedeckte Busen zu ziehen“, auf unbedeckte Kopf-Haare zu übertragen. Haupt-Gründe:

- Es fehlt das Wörtchen „auch (noch)“ in der Vers-Forderung und

- der Himār ist nicht zweckgebunden, weil er für keinen Körper-Teil speziell vorgeformt wurde, wie z.B. der Hut. _ Absatz 21 ↑ _ ↑↑

 

Das Taschen-Tuch heißt nicht Taschen-Tuch, weil es in der Tasche sein muss, sondern weil es für die Tasche besonders gut geeignet ist.

Das Tisch-Tuch heißt nicht Tisch-Tuch, weil es auf dem Tisch liegen muss, sondern weil es für den Tisch besonders gut geeignet ist.

Das Kopf-Tuch heißt nicht Kopf-Tuch, weil es auf dem Kopf sein muss, sondern weil es für den Kopf besonders gut geeignet ist.

Eine Kopf-Bedeckung heißt nicht Kopf-Bedeckung, weil sie den Kopf bedecken muss, sondern weil sie für die Kopf-Bedeckung besonders gut geeignet ist.

 

Ein wichtiger Teil von Vers 31 lautet NICHT

„… und lasse sie ziehen ihre (Kopf-) Bedeckungen AUCH über ihre Busen …“

und er lautet auch NICHT

„… und lasse sie ziehen ihre (Kopf-) Bedeckungen über ihre HAARE und Busen …“,

denn die Worte AUCH und HAARE stehen NICHT im Vers 31. _ Absatz 21 ↑ _ ↑↑

 

Der ganze Himār-Streit ist sowieso nur noch von akademischer Natur. Grund: Der Prophet wollte mit Vers 31, in dem der Himār erwähnt wird, nur erreichen, dass die Frauen, die nach der Verkündung von Vers 59 (Gewänder überziehen) immer noch ihre freien Busen mit Stolz in der Öffentlichkeit vorführten oder dass die Frauen, die sich kein Gewand leisten konnten, ihren Busen irgendwie bedecken, wobei er mangels Auswahl auf den Himār zurückgriff. Der Himār-Streit hat sich erledigt, weil alle gläubigen Muslima Kleidung mit hochgeschlossenen Ausschnitten tragen und zusätzlich noch BHs. Da der Busen durch BH, Unterhemd, Haus-Kleidung und hochgeschlossenem Kleid bereits vierfach bedeckt ist, benötigen sie keinen Himār mehr. Der Himār wurde und wird nur für unbedeckten Busen gefordert. Somit ist es nicht mehr relevant, ob der Himār mehr eine Kopf-Bedeckung ist oder ein dünnes längliches Tuch.

 

6 Vergleich Himār / Socke _ Absatz 21 ↑ _ ↑↑

Ein Kommentator auf der Seite von GUTEFRAGE.NET→→ meinte: „So wie im Deutschen der Begriff Socke eine Bedeckung des Fußes kennzeichnet, obwohl die Bezeichnung Fuß im Wort Socke nicht enthalten ist, wird durch den arabischen Begriff „himar“ eine Bedeckung bezüglich des Kopfes gekennzeichnet. „

 

Erwiderung: Aus verschiedenen Gründen hinkt der Vergleich des Himār mit der Socke. Gründe:

Der Himār ist in erster Linie ein längliches Stoff-Stück und erst in zweiter Linie eine Kopf-Bedeckung, weil es unbenutzt NICHT als Kopf-Bedeckung erkennbar ist.

Die Socke hingegen ist in erster Linie eine Fuß-Bedeckung und erst in zweiter Linie ein geformtes und durch Nähte in dieser Form zusammengehaltenes Stoff-Stück, weil es auch unbenutzt als Fuß-Bedeckung erkennbar ist. Ebenso ist eine Sturm-Haube in erster Linie eine Kopf-Bedeckung und erst in zweiter Linie ein geformtes und durch Nähte in dieser Form zusammengehaltenes Stoff-Stück, weil es auch unbenutzt als Kopf-Bedeckung erkennbar ist.

 

Hätte der Prophet verkündet "und lasse sie unterbringen ihr erspartes Geld in ihren Socken", hätte dies nicht bedeutet, dass die Socken hierbei über die Füße gezogen sein müssen.

 

So wie eine Socke nicht unbedingt an den Füßen getragen werden muss, wenn sie zum Beispiel als Spar-Strumpf verwendet wird, so muss ein Himār nicht unbedingt auf dem Kopf getragen werden, wenn er zum Beispiel der Busen-Bedeckung dient. _ Absatz 21 ↑ _ ↑↑

 

Gründe, warum der Vergleich eines Himār mit einer Socke nur bedingt sinnvoll ist:

- Der Vergleich Himār / Socke hinkt, weil ein längliches Tuch (der Himār) universeller einsetzbar ist, wie eine Socke.

- Beim Anblick ungetragener Socken erkennt jeder gleich eindeutig, dass sie für die Füße bestimmt sind, weil sie eine spezielle Form haben.

- Beim Anblick eines ungetragenen länglichen Tuches (dem Himār) erkennt niemand eindeutig, dass dieses Tuch für den Kopf bestimmt ist, weil es genauso gut für andere Körper-Teile bestimmt sein könnte.

 

Der Himār ist keine eindeutige Kopf-Bedeckung. Er ist jedoch eindeutig ein bedeckendes oder verhüllendes dünnes längliches Tuch. Dieses diente häufig, aber nicht immer, der Kopf- und Nacken-Bedeckung. Auch das europäische quadratische Kopftuch dient nicht immer der Kopf-Bedeckung, obwohl in diesem sogar das Wort „Kopf“ steckt.

 

Der Himār ist streng genommen keine Kopf-Bedeckung, sondern ein längliches Stoff-Stück, das hauptsächlich, aber nicht ausschließlich, als Kopf-Bedeckung genutzt wurde. _ Absatz 21 ↑ _ ↑↑

 

Die Betonung oder der Schwerpunkt beim Himār besteht in seiner Funktion als Bedeckung = Verhüllung und nicht darauf, was zu verhüllen ist. Daraus ergibt sich die sinngemäß vielleicht beste Übersetzung für die Bekleidungs-Forderung innerhalb von Sure 24, Vers 31:

… und lasse sie ziehen etwas Bedeckendes / Verhüllendes über ihre (zuvor frei sichtbaren) Busen …

 

Die Bekleidungs-Forderung in Vers 31 könnte auch wie folgt erweitert werden:

… und lasse sie ziehen ihre Humur über ihre Busen, falls diese nicht bereits anderweitig bedeckt wurden(also zum Beispiel durch ein hochgeschlossenes Gewand)

 

Die meisten Menschen stimmen darin überein, dass der Koran KEINE EINDEUTIGE Haar-Bedeckung fordert. Es könnte versucht werden, diese fehlende Eindeutigkeit damit zu begründen, dass doch ALLE Frauen damals bereits eine Kopf-Bedeckung in der Öffentlichkeit trugen und es darum nicht mehr erforderlich war, besonders deutlich eine Haar-Bedeckungs-Pflicht zu verkünden. Der Schönheits-Fehler an dieser Begründung ist jedoch, dass keineswegs ALLE Frauen eine Kopf-Bedeckung trugen, sondern unter Umständen sogar weniger wie 50% der Frauen. _ Absatz 21 ↑ _ ↑↑

 

Erst ungefähr 100 nach Mohammed wurde mit Hilfe verfälschter Koran-Verse und unüberprüfbarer Geschichten die Haar-Bedeckung zur religiösen Pflicht erklärt und dazu die betreffenden Koran-Vers-Abschnitte „passend“ gemacht oder „passend“ interpretiert.

 

7 Himār ein Oberbegriff

Wahrscheinlich handelt es sich beim Himār um einen Oberbegriff, so wie Gewand oder Kleid auch Oberbegriffe sind. Es dürfte also ganz unterschiedliche Ausführungen des Himār gegeben haben. Einige waren kaum größer wie das europäische Kopftuch, andere waren so riesig, dass sie zu einem Wickel-Gewand werden konnten. In diesem Zusammenhang wird auf das ähnlich klingende altgriechische Wort „Himation“ hingewiesen. Siehe hierzu Zitat 9 ↑. Es gab wahrscheinlich Humur, die aus Seide waren oder auch solche, die aus derbem Material gewoben wurden. Es gab wahrscheinlich halbdurchsichtige Humur (Schleier) aber auch vollkommen undurchsichtige Humur. _ Absatz 21 ↑ _ ↑↑

 

Alrahman (Zitat 5 ↑) schreibt zum Himar bzw. Khimar folgendes:

Das arabische Wort khimar bedeutet einfach ‚Bedeckung‘. Es hat einen großen

Bedeutungsbereich. Es könnte jede Art von Bedeckung sein, so wie eine Tischserviette. Wenn

es benutzt wird, um den Kopf zu bedecken, wird es das Kopftuch bezeichnen. Wenn jedoch der

Kopf das Ziel gewesen wäre, hätte der Ausdruck „khimaru-r-ras“ lauten müssen, was so viel wie

Bedeckung des Kopfes bedeutet.

 

Die Bundeszentrale für politische Bildung liefert auch eine Untersuchung zum Himar:

Konfliktstoff Kopftuch →→

 

Stola

Der Himar kam wahrscheinlich dem recht nahe, was als Stola bezeichnet wird. Das Wort Stola hat allerdings mehrere Bedeutungen. Gemeint ist die Stola mit folgender Bedeutung: Lose umgehängter breiter Schal. Hierdurch ist es möglich den zuvor vollkommen freien Busen weitgehend zu bedecken. _ ↑↑

 

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Diese Webseite hat 0,7 MB, füllt 38 DIN-A4-Seiten und enthält ungefähr 21.090 Wörter mit 119.690 Zeichen. Seiten-Name: Sure 24, Vers 31

 

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Offenbarungen sind physikalisch ungeklärt

Wer fordert den Hidschab? Heutige Männer!

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