2019-09-11 _ ↓↓ ENDE

 

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Wahre & erfundene Geschichten

 

Diese Webseite wurde erstellt, um folgendes zeitlich miteinander in Verbindung zu bringen:

- Die beiden wichtigsten bekleidungsrelevanten Koran-Verse 33:59 und 24:31.

- Überlieferungen, die sich auf die beiden bekleidungsrelevanten Verse 59 und 31 beziehen.

 

CHRONOLOGIE

-H. steht für Hadith _ ↑↑

 

1 Pflicht-H., zu Vers 33:59 (vor 627)

2 Vers 33:59 (Frühjahr 627)

3 Krähen-H., zu Vers 33:59 (627-628)

 

4 Ausleih-H., zu Vers 33:59 (627-628)

 

5 Treffen-H., zu Vers 59+31 (627-628)

6 Vers 24:31 (628)

7 Omar-H., zu Vers 24:31 (634-644)

8 Hijab-H., zu Vers 59+31 (ca. 840)

 

9 Kopftuch-H., zu Vers 24:31 (ca. 840)

10 Verwechsl.-H., zu Vers 33:59 (1.200)

 

11 Wahr / Erfunden _ ↑↑

 

12 Kopftuch-Streit

 

13 Stets dieselbe Argumentation

 

14 Hidschab & Himar wird zu Kopftuch

 

15 Nacktheit im Vor-Islam JA/NEIN?

 

16 Analysen von „to bring down over themselves“

 

17 Ankleide-Vorgang für Gewänder !!!

 

18 Vergleich ALT / NEU

 

19 Reihenfolge der Suren-Verkündung

 

20 Kurz-Beiträge mit Sub-Verzeichnis

 

21 Kontakt-Möglichkeiten

 

1 Pflicht-Hadith (vor 627) _ ↑↑

Gehört zu Vers 33:59.

Quelle: Kleider-Ordnung →→ (0,63 MB), Zitat daraus:

 

>> akhr ad-Din ar-Razi (gest. 606 nach der Hijra): "In der Zeit der Jahiliyya (vorislamische Zeit) sind die freien und versklavten Frauen unbedeckt in die Öffentlichkeit gegangen, und dadurch wurden sie mit der Absicht, Unzucht zu begehen, verfolgt, weshalb Vorwürfe gegen sie erhoben wurden. Und aus diesem Grund hat Allah den freien Frauen den Jilbab als Pflicht auferlegt." <<

Diese Überlieferung wurde deshalb als „Pflicht-Hadith“ bezeichnet. Zu (vor 627): Der Pflicht-Hadith stammt nicht aus der Zeit vor 627, sondern er beschreibt nur die Zeit vor 627. Der Hadith selbst wurde erst etwas vor 606 + 622 = 1.228 geschrieben, also zum Beispiel im Jahre 1.200 nach Christus.

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2 Vers 33:59 (627)

WORTWÖRTLICH English: … to bring down over themselves of their outer garments

outer“ ist falsch, da es sich um traditionelle vorislamische Gewänder handelte.

Deutsch: … lassen herab über sich von ihren Gewändern … (verkündet im Frühjahr 627)

 

Eigen-Anmerkungen:

… lassen herab: Hierbei bewegt sich das gestauchte Gewand nur am Kopf vorbei.

über sich: Dies bezieht sich auf den Bereich unterhalb von Kopf und Hals.

„… lassen herab über sich“ bedeutet letztendlich einfach nur „anziehen“.

von ihren Gewändern: von den Gewändern (nehmend), die sie besitzen. _ ↑↑

Somit kann Vers 33:59 auch wie folgt geschrieben werden, ohne den Sinn zu verfälschen:
… anziehen von den (traditionellen) Gewändern (nehmend), die sie besitzen, …

Zur Reihenfolge der Suren-Verkündung siehe Punkt 19.

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3 Krähen-Hadith (627-628)

Gehört zu Vers 33:59.

Quelle: Kleider-Ordnung→→ (0,63 MB), Zitat daraus:

 

>> Ein Bericht von Umm Salama (einer Frau des Propheten): „Als der Vers (59) ‚Sie sollen ihre Über-Gewänder reichlich über sich ziehen‘ offenbart wurde, schienen die Frauen der Ansar Krähen auf ihren Köpfen zu tragen, durch das Tragen der Jalabib (Plural von Jilbab).“ (Sunna Abu Dawud 32/409) <<

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4 Ausleih-Hadith (627-628)

Gehört zu Vers 33:59.

Quelle: Kleider-Ordnung→→ (0,63 MB), Zitat daraus: _ ↑↑

 

>> Umm Atiyya (r.a.) sagte: „Der Gesandte befahl uns, sie (die Frauen) an (Eid) ul-Fitr und (Eid) ul-Adha herauszubringen und die heranwachsenden Mädchen, die menstruierenden Frauen und die Jungfrauen, doch die menstruierenden Frauen sollten sich vom Gebet fernhalten. Sie sollten die Vorzüglichkeit bezeugen und die Versammlung der Muslime. Ich fragte: ‚O Gesandter Allahs, was ist, wenn eine von uns keinen Jilbab hat?' Er sagte: "Dann soll ihre Schwester ihr einen Jilbab leihen." (Sahih Bukhari Buch 8/347) <<

 

Eigen-Anmerkung: Wegen des obigen letzten Satzes (fett), wird geschätzt, dass nur ungefähr 75% der Frauen ein vorislamisches traditionelles Gewand besaßen. Die 25%, die kein Gewand besaßen, sind vor der Verkündung von Vers 33:59 immer nackt in die Öffentlichkeit gegangen.

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5 Treffen-Hadith (627-628) _ ↑↑

Gehört zu Vers 33:59 + 24:31, weil er

- sich einerseits auf die Zeit nach der Verkündung von Vers 33:59 bezieht und weil er

- andererseits als Auslöser für die Verkündung von Vers 24:31 gilt, in dem es um die Brüste geht.

Quelle: BPB, Konfliktstoff Kopftuch, Ralf Ghadban →→, Zitat daraus:

 

>> Den Anlass der Offenbarung bildet ein Treffen bei Asma, einer Tochter von Murtad, auf dem die Frauen in ihren traditionellen Kleidern ohne zusätzliche Bedeckung erschienen sind. Da waren ihre BRÜSTE und der Schmuck an ihren Füßen SICHTBAR. Das soll Asma angeekelt haben, sie sagte: "Wie hässlich ist das!", und darauf wurde der Vers (24:31) herabgesandt. <<

 

Die im Treffen-Hadith erwähnten „traditionellen Kleider“ sind identisch mit dem „Jilbab“! Begründung: Die Frauen trafen sich bei Asma NACH der Verkündung von Vers 33:59. Die Frauen befolgten bei dem Treffen die Bekleidungs-Forderung von Vers 33:59 und trugen deshalb ihren Jilbab, der im Treffen-Hadith als traditionelles Kleid bezeichnet wird und den Busen sichtbar ließ. _ ↑↑

 

Wie vorislamische traditionelle Gewänder / Kleider sehr wahrscheinlich aussahen, ist hier zu sehen:

Nur ein Busen bedeckt (0,8 MB). Auf der sich öffnenden Seite bitte auch die Links L1 bis L6 öffnen.

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6 Vers 24:31 (628)

… die Frauen sollen ihre ZIERDE nicht vorführen … (Neben-Satz) … und lasse sie ziehen ihre Bedeckungen (zum Beispiel Tücher) über ihre Busen …

Bedeutungsgleich mit:

… die Frauen sollen ihre ZIERDE nicht vorführen … (Neben-Satz) … und lasse sie ziehen (irgendwelche) Bedeckungen, die sie besitzen, über ihre Busen …

Mit der ZIERDE ist der Busen gemeint und sonst nichts.

Zur Reihenfolge der Suren-Verkündung siehe Punkt 19.

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7 Omar-Hadith (634-644) _ ↑↑

Gehört zu Vers 24:31.

Quelle: Frauen-Rechte →→ (2,4 MB), Zitat daraus:

 

Eine Überlieferung aus den klassischen Sunna Werken zeigt auf, wie der 2. Kalif mit diesem Phänomen umgegangen ist: >> Umar schlug die Sklavenfrauen aus der Familie von Anas ibn Malik, als er sie bedeckt sah und sagte: “Enthülle deinen Kopf und vergleiche dich nicht mit den freien Frauen.” - Abd al-Razzaq al-Sanani (gest. 211 NDH) in Al-Musannaf. <<

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8 Hidschab-Hadith (Zeige-Geschichte)

(erfunden ca. 840 n.Chr.)

Gehört zu Vers 33:59 + 24:31.

Quelle: TURKISH-TALK.COM →→ (1,16 MB), Zitat daraus:

 

>> Aischa, die Frau des Propheten, berichtet, dass der Prophet seinen Blick von ihrer Schwester Asma abwandte, als diese einmal mit durchsichtiger Kleidung zu ihm kam. Er sagte zu ihr: "Asma, wenn eine Frau ihre erste Regelblutung hatte, soll man nichts von ihr sehen, außer diesem und diesem." Und er zeigte dabei auf sein Gesicht und seine Hände. << _ ↑↑

 

Eigen-Anmerkungen: Wie das Jahr 840 abgeschätzt wurde, geht hieraus hervor (0,1 MB). Die Gründe, warum diese Geschichte erfunden ist, stehen hier (0,2 MB).

 

Von diesem Hadith gibt es noch eine erweiterte Variante. Die Erweiterung wurde wahrscheinlich erst vor wenigen Jahren oder Jahrzehnten erfunden wurde und ist unter dem nachfolgenden Link zu finden:

ISLAM-PEDIA / Asma bint Abi Bakr (0,7 MB)

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9 Kopftuch-Hadith

(erfunden ca. 840 n.Chr.)

Gehört zu Vers 24:31.

Quelle: ISLAMIQ.DE →→ (8,91 MB!), Zitat daraus:

 

>> Aischa wird dazu mit folgenden Worten zitiert: „Allah soll sich der Frauen der Auswanderer* erbarmen. Sie haben sofort im Anschluss des Gebotes, sie sollen ihre Kopftücher über ihren Busen schlagen, einen

Teil ihrer Röcke abgeschnitten und daraus ein Kopftuch gemacht.“ [9]

[9] BUCHARI, Sahih, Auslegung des 31. Verses der Sure an-Nur <<

* = Frauen der Ansar _ ↑↑

 

Eigen-Anmerkungen: Wie das Jahr 840 abgeschätzt wurde, geht hieraus hervor (0,1 MB). Die Gründe, warum diese Geschichte erfunden ist, stehen hier (0,2 MB).

 

Von diesem Hadith gibt es noch eine Extrem-Variante, die wahrscheinlich erst um 1.200 erfunden wurde. Diese Extrem-Variante wird gerne als Begründung für die Voll-Verschleierung genutzt und ist unter folgenden beiden Links zu finden:

BALKAN FORUM / Alle Albaner haltet Kopftuch-Verbot Schulen … (0,7 MB)

DIE SÜSSE DES GLAUBENS  b) (0,3 MB)

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10 Verwechslungs-Hadith

(erfunden 1.200 n.Chr.)

Gehört zu Vers 33:59.

Quelle: BPB, Konfliktstoff Kopftuch, Ralf Ghadban →→, Zitat daraus:

 

Zum Anlass der Offenbarung: >> Die Frauen des Propheten gingen wie alle anderen Frauen nachts abseits der Siedlung, um ihre Notdurft zu erledigen. Dabei wurden sie von Männern belästigt. Diese wurden zur Rede gestellt. Sie behaupteten, sie hätten sie mit den Sklavinnen verwechselt. Da wurde der Vers herabgesandt. In der Tat trugen freie Frauen und Sklavinnen dieselben Kleider. _ ↑↑

Um die freien Frauen von den Sklavinnen zu unterscheiden, wurden die Musliminnen aufgefordert, ihren dschilbâb, den sie normalerweise beim Ausgehen über dem chimâr tragen, über ihr Gesicht zu ziehen und nur ein Auge freizulassen. <<

 

Eigen-Anmerkung: Die Gründe, warum diese Geschichte erfunden ist, stehen hier (0,3 MB).

 

11 Wahr / Erfunden

1, 3 bis 5 und 7 ist wahr. 8, 9 und 10 ist erfunden.

 

Wahre Geschichten werden wie folgt erkannt:

Ecken nicht an.

Halten jeder kritischen Prüfung stand.

Sind plausibel. Ausnahme: Krähen-Hadith, weil er auf einem Missverständnis* beruht.

Es geht nie um die Kopf-Bedeckung. Ausnahme: Krähen-Hadith, weil er auf einem Missverständnis* beruht.

Zielen nie auf Verschleierung ab.

Es lassen sich keine Gründe finden, warum nicht wahr.

Passen zu dem, was im Koran steht, bei korrekter Übersetzung. Ausnahme: Krähen-Hadith, weil er auf einem Missverständnis* beruht.

Herkunft unproblematisch. _ ↑↑

 

*Zu dem Missverständnis kam es, weil Vers 33:59 für Frauen, die (in der Öffentlichkeit) bereits ein Gewand trugen, eine ganz andere Bedeutung hatte (und hat), wie für Frauen, die noch kein Gewand trugen. Vers 33:59 wurde für die rund 90% der Frauen verkündet, die damals noch kein Gewand trugen, also nackt in die Öffentlichkeit gingen. Die Frauen der Ansar gehörten jedoch zu den rund 10% der Frauen, die mit Gewand in die Öffentlichkeit gingen. Für die rund 10% der Frauen, die bereits ein Gewand in der Öffentlichkeit trugen, wurde Vers 33:59 jedoch überhaupt nicht verkündet, was allerdings aus Vers 33:59 leider nicht deutlich hervorgeht.

 

Erfundene Geschichten werden wie folgt erkannt:

Ecken immer irgendwie oder irgendwo an.

Halten einer kritischen Prüfung nicht stand.

Es geht immer um die Haar- oder Kopf-Bedeckung.

Zielen auf Verschleierung ab.

Es lassen sich relativ einfach Gründe finden, warum es nicht stimmt.

Es lassen sich leicht ungeklärte Fragen finden. _ ↑↑

Passen nicht zu dem, was im Koran steht, bei korrekter Übersetzung.

Herkunft dubios.

 

Der Koran wurde durch die erfundenen Sahih-Hadithe geschickt ausgehebelt. Es fällt auf, dass immer wieder dieselben wenigen erfundenen Geschichten bemüht werden, wenn es um die Begründung einer angeblichen Kopftuch-Pflicht geht.

 

12 Kopftuch-Streit

Den ganzen Kopftuch-Streit gibt es „nur“ wegen folgender unterschiedlicher Argumentationen:

 

PRO: Diejenigen, die das Kopftuch für eine religiöse Pflicht halten (die meisten Islam-Verbände und die meisten muslimischen Geistlichen), versuchen folgendes durchzusetzen, worin sie weltweit gesehen bislang recht ERFOLGREICH sind:

- Es wird mit sinnendstellend umgedeuteten Koran-Versen gearbeitet.

- Die Vers-Umdeutungen werden mit erfundenen Geschichten begründet.

- Die erfundenen Geschichten erhielten den höchsten Glaubwürdigkeits-Grad SAHIH (es ist wahr). Dies bedeutet, dass die erfundenen Geschichten absolut glaubwürdig und über jeden Zweifel erhaben sein sollen. _ ↑↑

 

CONTRA: Diejenigen, die das Kopftuch für KEINE religiöse Pflicht halten (viele Islam-Wissenschaftler und andere fortschrittlich denkende Personen), versuchen folgendes durchzusetzen, worin sie weltweit gesehen bislang weitgehend ERFOLGLOS sind:

- Originalgetreu übersetzte Koran-Verse.

- Gründe, die gegen eine Haar-Bedeckungs-Pflicht sprechen, wie zum Beispiel die Einführung einer flächendeckenden Kopftuch-Pflicht erst rund 200 Jahre nach dem Tod des Propheten und die vorislamische Frauen-Nacktheit, die der Prophet mit den beiden Koran-Versen 33:59 und 24:31 beseitigen wollte.

 

13 Stets dieselbe Argumentation

Die bislang gefundenen drei Begründungen, warum muslimische Frauen diese arabische Tracht zu tragen haben, arbeiten alle nach demselben Muster. Dies ist auch weltweit so.

 

Begründung 1 von IslamIQ

Quellen für das islamische Kopftuch

Das islamische Kopftuchgebot für Frauen wird an zwei Stellen im Koran aufgegriffen:

 

A1 Koran 24:31 _ ↑↑

Zum einen in der Sure Nûr, wo es heißt: „Und sage den gläubigen Frauen, dass sie ihre Blicke senken und ihre Keuschheit wahren und ihre Reize nicht zur Schau stellen sollen, außer was (anständigerweise) sichtbar ist; und dass sie ihre Tücher über ihren Busen schlagen und ihre Reize nur ihren Ehegatten zeigen sollen (…) Und sie sollen ihre Beine nicht so schwingen, dass Aufmerksamkeit auf ihre verborgene Zierde fällt. Und bekehrt euch zu Allah allzumal, o ihr Gläubigen, damit es euch wohl ergehe.“ [1]

 

A2 Koran 33:59 (wurde 1 Jahr vor 24:31 verkündet)

Der andere Vers lautet: „O Prophet! Sage deinen Frauen und deinen Töchtern und den Frauen der Gläubigen, dass sie etwas von ihrem Übergewand über sich ziehen sollen. So werden sie eher erkannt und (daher) nicht belästigt. Und Allah ist verzeihend, barmherzig.“ [2]

 

B Sunna

Das Bekleidungsgebot lässt sich auch aus einem Hadith ableiten, welcher in der Sammlung von Abû Dawûd überliefert ist: „Aischa berichtet: ‚Asmâ bint Abî Bakr erschien in freizügiger Kleidung vor dem Propheten. Dieser wendete sich von ihr ab und sprach: ‚O Asmâ! Wenn die Frau ihre Geschlechtsreife erlangt hat, dann sollte nichts von ihr zu sehen sein außer diesem!’ Und er zeigte auf sein Gesicht und seine Hände.“ [3] _ ↑↑

 

Begründung 2 vom Zentralrat der Muslime in Deutschland e.V.

A Koran 24:31: "... sie [die Frauen] sollen ihre Kopftücher auf den Brustschlitz ihres Gewandes schlagen und ihren Schmuck nicht offen zeigen..." (Koran 24 / 31, Übersetzung Bubenheim/Elyas)

 

Eigen-Hinweise: Dieser Vers-Auszug enthält gleich drei sinnentstellende Umdeutungen:

- Es lautet nicht „Kopftücher“, sondern „Bedeckungen“.

- Es lautet nicht „Brust-Schlitz des Gewandes“, sondern „Busen“.

- Es lautete nicht „Schmuck“, sondern „Zierde“ und es ist damit der Busen gemeint.

 

B Sunna

Aisha, die Frau des Propheten, berichtet, dass der Prophet seinen Blick von ihrer Schwester Asma abwandte, als diese einmal mit durchsichtiger Kleidung zu ihm kam. Er sagte zu ihr: "Asma, wenn eine Frau ihre erste Regelblutung hatte, soll man nichts von ihr sehen, außer diesem und diesem." Und er zeigte dabei auf sein Gesicht und seine Hände (Hadith-Sammlung von Abu-Dawud) _ ↑↑

 

Begründung 3 von der DITIB

Die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion e.V. (DITIB) hat folgende theologische Bewertung ihres Obersten Religionsrates mitgeteilt: Muslimische Frauen müssten ab Eintritt der Pubertät in Gegenwart von Männern, mit denen sie nicht verwandt seien und die zu ehelichen ihnen religionsrechtlich erlaubt sei, ihren Körper - mit Ausnahme von Gesicht, Händen und Füßen - mit Kleidung derart bedecken, dass die Konturen und Farbe des Körpers nicht zu sehen seien. Der Kopf gelte dabei als bedeckt, wenn Haare und Hals vollständig bedeckt seien. Dies sei ein nach den Hauptquellen der Rechtsfindung im Islam (Koran, Sunna, Gelehrtenkonsens und allgemeiner Übereinkunft der Gemeinden) bestimmtes religiöses Gebot definitiver Qualität. In welcher Weise die vorgeschriebene Bedeckung erfolge, sei allein die Entscheidung der muslimischen Frau. Das Tragen des Kopftuchs diene demnach ausschließlich der Erfüllung eines religiösen Gebots und habe darüber hinaus für die Trägerin weder einen symbolischen Charakter noch diene es der Bekundung nach außen. _ ↑↑

 

Eigen-Kommentar: DITIB gibt zwar nicht den Wortlaut des (erfundenen) Hidschab-Hadith an, verwendet dafür jedoch das, was der Hidschab-Hadith aussagt: „Der Kopf gelte dabei als bedeckt, wenn Haare und Hals VOLLSTÄNDIG bedeckt seien.“ (= Sunna: … Prophet zeigte auf Gesicht und Hände, die frei sein dürfen.)

 

FAZIT: Muslimische Rechtsgelehrte, Geistliche und Islam-Verbände blasen alle im Gleichschritt ins selbe Horn. Dadurch soll der Eindruck entstehen, dass es wohl richtig sei, was sie verkünden zur (angeblichen) Kopftuch-Pflicht. Aber sie schmücken sich alle mit denselben Unwahrheiten. Nur weil es einen Konsens / eine Übereinkunft gibt, muss dieser / diese nicht stimmen.

 

Die Gelehrten und Geistlichen, die so um das Jahr 850 n.Chr. lebten, haben ihre Vorstellungen, wie sich eine Frau zu bedecken hat, mit der Erfindung des Hidschab-Hadith verwirklicht.

 

Islam-Verbände und muslimische Geistliche können niemals zugeben, dass der Hidschab-Hadith eine erfundene Geschichte ist, denn dann müssten sie sich gleichzeitig dem Vorwurf aussetzen, dass mit jeder Anwendung des Hidschab-Hadith der Name des Propheten missbraucht wird. _ ↑↑

 

Die Begründungen, warum es sich um drei sinnenstellend umgedeutete Koran-Verse handelt, mit denen im Islam gearbeitet wird und warum drei Geschichten erfunden sind, stehen unter:

Verse und Geschichten (0,3 MB)

 

14 Hidschab & Himar wird zu Kopftuch

Wie groß der Wille bestimmter muslimischer Männer ist, dass Frauen diese arabische Tracht mit der typischen Haar-Hals-Bedeckung tragen, zeigt sich daran, dass gleich zwei Begriffe deutlich nach dem Tod des Propheten in ihrer Bedeutung erweitert wurden.

 

Es sind die Begriffe „Hidschab“ und „Himar“. Hidschab bedeutete ursprünglich nur „Vorhang“ und Himar/Chimar bedeutete ursprünglich nur „Bedeckung“. Beiden Begriffen wurde mindestens 200 Jahre nach Mohammed die zusätzliche Bedeutung „Kopftuch“ gegeben.

 

Den Leuten, die für Frauen unbedingt eine Haar-, Hals- und Kopf-Bedeckung wollen, war es wichtig, dass Begriffe, die im Koran vorkommen, in irgendeiner Weise etwas mit dem Kopf zu tun haben, um den Eindruck zu erwecken, dass der Koran eine Kopf- und Haar-Bedeckung fordert (, was jedoch nicht stimmt.) _ ↑↑

 

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15 Nacktheit im Vor-Islam JA/NEIN?

Allgemein: Was mit der Verkündung von Koran-Vers 33:59 und 24:31 erreicht werden sollte, hängt ganz entscheidend davon ab, wie die Bekleidungs-Situation vor der jeweiligen Vers-Verkündung war.

Spezieller: Ob die Frauen in vorislamischer Zeit nackt oder angezogen waren, ist von entscheidender Bedeutung für das, was die beiden bekleidungsrelevanten Koran-Vers 33:59 und 24:31 fordern.

 

Wenn die meisten Frauen auch in der Öffentlichkeit nackt waren, kann es in Vers 33:59 nur darum gehen, dass sie sich überhaupt etwas anziehen.

 

Wenn alle Frauen in der Öffentlichkeit bereits Gewänder trugen, kann es in Vers 33:59 nur darum gehen, dass die Bekleidungs-Regeln verschärft werden sollten bezüglich Haare, Kopf, Gesicht und Kleider-Schlitzen.

 

Pro nackt

H1 Fremd-Webseite Kleider-Ordnung →→ (0,63 MB), Zitat daraus:

 

>> akhr ad-Din ar-Razi (gest. 606 nach der Hijra): "In der Zeit der Jahiliyya (vorislamische Zeit) sind die freien und versklavten Frauen unbedeckt in die Öffentlichkeit gegangen, und dadurch wurden sie mit der Absicht, Unzucht zu begehen, verfolgt, weshalb Vorwürfe gegen sie erhoben wurden. Und aus diesem Grund hat Allah den freien Frauen den Jilbab als Pflicht auferlegt." << _ ↑↑

Folgerung: Beim Jilbab muss es sich um das vorislamische traditionelle Gewand gehandelt haben.

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H2 Fremd-Webseite Frauen-Rechte →→ (2,4 MB), Zitat daraus:

 

>> DER HIJAB

In modernen muslimischen Kreisen hören wir auch ständig die Behauptungen, dass die Körperbedeckung (Hijab oder Khimar), die Befreiung von sexueller Aufmerksamkeit darstellen soll, dass es eine “feministische Entscheidung” ist, die “eine Frau würdigt”, weil Frauen vor dem Islam “nackt herumgewandert” und mit ihren “Reizen gespielt” haben sollen. Das ist so nicht ganz richtig. Klassendenken existierte mit Sicherheit (auch) in der vorislamisch-arabischen Gesellschaft. Die oberen Klassen, die sogenannten “freien Frauen”, bedeckten ihre Körper, sogar Gesichter, weil ihre “Sexualität und Fortpflanzungsfähigkeit einem einzigen Menschen gehörten”, dies setzte sich später im Islam fort. Frauen, die der unteren Schicht angehörten und die weiblichen Sklaven, bedeckten sich nicht. Tatsächlich durften Sklavinnen sogar ihre Körper nicht bedecken und wurden bestraft, wenn sie versuchten, sich wie freie Frauen zu benehmen - dies setzte sich auch im Islam fort: … <<

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H3 Fremd-Webseite Wikimedia →→ (0,1 MB):

Auf dieser nachgestellten Fotografie ist zu sehen, wie ganz früher die meisten arabische Frauen nackt zum Brunnen gingen. _ ↑↑

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H4 Fremd-Webseite Figurenmuseum/700/→→ (1,46 MB)

Auf dieser Fotografie ist die Nachbildung einer arabischen Sklaven-Karawane als Figuren-Gruppe zu sehen. Diese Figuren-Gruppe wurde ungefähr im Jahr 700 hergestellt und zeigt authentisch wie damals Sklaven und Sklavinnen tatsächlich bekleidet waren. Sie waren zu 99% nackt.

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H5 Die Kern-Forderung in Koran-Vers 33:59 lautet WORTWÖRTLICH (siehe: https://quran.com/33/59 *)

…, (dass sie) lassen herab über sich von ihren Gewändern, …

 

Verdeutlichung 1: lassen herab über sich = anziehen (für nackte Frauen)

Verdeutlichung 2: ihren Gewändern = Gewänder, die sie besitzen

 

Somit lautet die sinnrichte Kern-Forderung in Vers 33:59:

…, (dass sie nehmen und) anziehen von den Gewändern, die sie besitzen, …

 

Vers 33:59 wird am verständlichsten, wenn die „Du-Form“ verwendet wird:

(nehmt und) zieht an, von den Gewändern, die ihr besitzt, …

 

oder gemäß neuer wortwörtlicher Übersetzung _ ↑↑

… lasst herab über euch, von den Gewändern (nehmend), die ihr besitzt, …

Folgerung: Insbesondere die meisten verheirateten Frauen besaßen in vorislamische Zeit zuhause ein traditionelles Gewand. Dieses zogen sie jedoch im Alltag nicht an, sondern nur zu besonderen Anlässen. Die Worte „über euch“ beziehen sich nicht auf den Kopf, sondern auf den Teil der Frau, der normalerweise von einem Gewand bedeckt wird. Von einem Gewand bedeckt wird normalweise der Leib und Teile der Gliedmaßen. Das Wort „von“ kann auch umschrieben werden mit „Verwendung“. Dann lautet es: … lasst herab über euch (den Körper), Gewänder verwendend, die ihr besitzt, …

 

Nachdem Vers 33:59 verkündet wurde, gingen nach und nach immer mehr freie Frauen regelmäßig mit ihren traditionellen Gewändern (anstatt nackt) in die Öffentlichkeit. Einige Wochen oder Monate nach der Verkündung von Vers 33:59 kam es dann zu einem Treffen bei Asma. Auf diesem Treffen trugen die Frauen nun ihre traditionellen Gewänder. Hierbei stellte sich heraus, dass diese Gewänder den Busen sichtbar ließen, was Asma anekelte. Daraufhin wurde der Vers 24:31 einige Wochen oder Monate später verkündet, der die Bedeckung der sichtbaren Busen fordert. _ ↑↑

 

* eine Überprüfung am 2. Juli 2019 von quran.com/33/59 ergab, dass die Einblendung „to draw“ (ziehen) irgendwann im letzten Jahr geändert wurde in „to bring down“ (herunterbringen)! Dies ändert jedoch nichts daran, dass der Vers 33:59 verkündet wurde, um die vorislamische Frauen-Nacktheit zu beenden.

 

Wird einer nackten Frau gesagt, sie soll ihr Gewand

herunterbringen über sich oder

herunterziehen über sich oder

herunterlassen über sich oder

herablassen über sich oder

ziehen über sich,

so bedeutet dies auch nur, dass sie ihr Gewand anziehen soll. Die merkwürdig erscheinende Umschreibung im Vers 33:59 war wahrscheinlich notwendig, weil es im Arabischen das Wort „anziehen“ noch nicht gab, denn Menschen, die normalerweise nackt sind, benötigen das Wort „anziehen“ nicht.

 

In manchen Übersetzungs-Varianten wird nicht „herunterziehen“ verwendet, sondern nur „ziehen“. So lautet eine Übersetzungs-Variante: „sie sollen ihre Gewänder reichlich über sich ziehen“. Da das Wort „reichlich“ nicht im Vers 33:59 steht, lautet es einfach nur „sie sollen ihre Gewänder über sich ziehen = anziehen“. _ ↑↑

 

Vielleicht weiß niemand mit letzter Sicherheit, wie der erste arabische Begriff يُدْنِينَ innerhalb der Bekleidungs-Forderung zu übersetzen ist. Der erste arabische Begriff sieht jedoch nach zwei Worten aus: يُدْنِينَ (blau ist ein Wort und rot ist ein Wort). Insofern ist die neue wortwörtliche Übersetzung „(to) bring down“ richtiger wie die alte Übersetzung „to draw“. „Ziehen über sich“ lässt die Bewegungs-Richtung offen, während „ziehen herab über sich“ die Bewegungs-Richtung „von oben nach unten“ festlegt.

 

Im Vers 33:59 wird der typische Bewegungs-Ablauf beim Ankleiden eines Gewandes / Kleides beschrieben: Zuerst wird das Gewand / Kleid gestaucht über den Kopf gehoben und anschließend wird es über sich herabgelassen (bring down over themselves = lassen oder ziehen herab über sich).

 

Kontra nackt

Genau überprüft spricht NICHTS GEGEN die weit verbreitete vorislamische Frauen-Nacktheit. Von Islam-Verbänden und muslimischen Geistlichen wird jedoch stets so getan, als hätte es diese nie gegeben. Hierbei verwenden sie umgedeutete Koran-Verse und erfundene Geschichten. _ ↑↑

 

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16 Analysen von „to bring down over themselves“

A) Übersetzungen von „to bring“

befördern (herab)

bewegen (herab)

bringen (herab)

führen (herab)

lassen (herab)

(fallen) lassen

leiten (herab)

schaffen (herab)

zerren (herab)

ziehen (herab)

zuppeln (herab)

 

B) Übersetzungen von „down“

herab

herunter _ ↑↑

runter

Speziell für Frauen-Gewänder = Kleider ist folgende Kombination am besten:

to bring down lassen herab

Begründung: Das über den Kopf gehaltene Gewand / Kleid fällt durch die Schwerkraft fast von selbst nach unten über den Leib. Dieser Vorgang kann am zutreffendsten als „herablassen (des Kleides)“ bezeichnet werden. Begünstigt wird das Herablassen, weil das Gewand trapezförmig ist. Es ist im Schulter-Bereich schmaler geschnitten, wie im Hüft- und Bein-Bereich. Dies liegt an der Anatomie von Frauen, deren Schultern schmaler sind wie die Hüften. Einigermaßen zutreffend für „to bring down“ wäre aber auch zum Beispiel: schaffen herab.

 

C) Übersetzungen von „over themselves“

über sich selbst =

über sich

 

D) Bedeutung von „sich“

Mit „sich“ ist der Leib + Teile der Gliedmaßen gemeint.

Mit „sich“ ist NICHT der Kopf gemeint.

Begründung: Ein Gewand bedeckt den Leib und nicht den Kopf. Für den Kopf gab es schon immer eigene Kleidungs-Stücke. _ ↑↑

 

E) Bedeutung von „über“

Mit „über“ ist die Leib-Oberfläche gemeint.

Mit „über“ ist NICHT der höchste Punt des stehenden Menschen gemeint.

Mit „über sich“ ist gemeint: „über den Leib + Teile der Gliedmaßen“

 

Genauso, wie es in quran.com/33/59 →→ steht:

to bring down over themselves [part] of their outer garments

 

[part] wurde dazu erfunden, jedoch als Einfügung kenntlich gemacht

outer wurde auch dazu erfunden, jedoch nicht als Einfügung kenntlich gemacht.

Es handelt sich nicht um äußere Gewänder, sondern um traditionelle Gewänder.

 

Korrigiert:

to bring down over themselves [part] of their outer garments

to bring down over themselves of their garments

 

Beste Übersetzung OHNE Einfügungen:

lassen herab über sich von ihren Gewändern

Beste Übersetzung MIT Einfügungen: _ ↑↑

… [dass sie] lassen herab über sich [ihre Leiber] von ihren [trad.] Gewändern [nehmend] …

Du-Form:

lasst herab über euch [eure Leiber] von euren [trad.] Gewändern [nehmend] …

 

Über sich“ bedeutet im Zusammenhang mit Kleidung NICHT:

Sich einhüllen von den Haar-Spitzen bis zu den Fuß-Nägeln. Ausnahmen: Raum-Anzug, Vollschutz.

Und es bedeutet auch NICHT:

Etwas vom Gewand von der einen Schulter in einem Bogen über den Kopf zur anderen Schulter führen.

 

Die Frauen hatten bei der Verkündung von Vers 33:59 doch spezielle Kleidungs-Stücke für den Kopf, hauptsächlich längliche Tücher. Warum sollte der Prophet nun auf einmal fordern, diese Kleidungs-Stücke nicht mehr zu nehmen und stattdessen etwas vom Gewand?

 

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17 Ankleide-Vorgang für Gewänder

Die zentrale Forderung in Vers 33:59 beschreibt den Ankleide-Vorgang speziell für Gewänder und lautet

to bring down over themselves of their garments …

lassen herab über sich von ihren Gewändern …

 

Diese Beschreibung eines Ankleide-Vorganges kann in vier Teile unterteilt werden: _ ↑↑

lassen herab (Teil 1)

über sich (Teil 2)

von (Teil 3)

ihren Gewändern (Teil 4)

 

Zu Teil 1 „lassen herab“:

Etwas kann nur dann etwas herabgelassen werden, wenn es zuvor weit genug nach oben gehoben wurde.

Aus „lassen herab“ ist erkennbar, dass sich das Gewand bereits oben befunden haben muss.

 

Der Ankleide-Vorgang für ein Gewand / Kleid kann in folgende zwei Schritte aufgeteilt werden:

Schritt 1: Das Gewand wird mit den Händen und Armen aufgenommen, dabei so ähnlich wie eine Ziehharmonika gestaucht und über den Kopf eingefädelt. Das Gewand befindet sich nun gestaucht in Kopf-Höhe.

 

Schritt 2: Das Gewand wird herabgelassen über sich (den Leib + Teile der Gliedmaßen)

Der Vers 33:59 beschreibt den Schritt 1 NICHT, sondern nur den wichtigeren Schritt 2. _ ↑↑

 

Zu Teil 2 „über sich“:

Wenn sich das Gewand gemäß Schritt 1 gestaucht in Kopf-Höhe befindet und gemäß Schritt 2 herabgelassen wird, dann trifft es nicht auf den Kopf, sondern auf den Leib.

Die Wortfolge „lassen herab über sich“ bzw. „lasst herab über euch“ ergibt nur dann einen Sinn, wenn davon ausgegangen wird, dass

- sich das Gewand bereits in Kopf-Höhe befindet und dass

- mit „über sich“ gemeint ist: „über den Leib + Teile der Gliedmaßen“.

Lasst herab (ein in Kopf-Höhe befindliches Gewand) über den Leib.

 

Zu Teil 1+2 „lassen herab über sich“:

Dies ist einfach nur eine Ankleide-Umschreibung, die speziell auf Gewänder zugeschnitten ist.

 

Zu Teil 3 „von(+ Doppeldeutigkeit):

Unter diesem Punkt geht es um Sätze mit dem Wort „von“, die nachfolgend als „VON-Sätze“ bezeichnet werden. VON-Sätze haben in den nachfolgenden Texten folgenden Aufbau:

- Tätigkeits-Vorgabe für Person(en)

- VON _ ↑↑

- Pronom

- ein Objekt oder mehrere Objekte

Beispiel: Esse von deiner Melone.

„Esse“ ist die Tätigkeits-Vorgabe, „deiner“ ist das Pronom und „Melone“ ist das Objekt.

 

Für VON-Sätze mit obigem Aufbau sind fünf Varianten relevant:

 

Variante 1: Es sind ein oder mehrere Stücke oder Teile von einem Objekt gemeint.

Variante 2: Es ist jeweils ein Stück oder Teil von mehreren Objekten gemeint.

Variante 3: Es sind jeweils mehrere Stücke oder Teile von mehreren Objekten gemeint.

Variante 4: Es ist ein komplettes Objekt von mehreren Objekten gemeint.

Variante 5: Es sind mehrere komplette Objekte von mehreren Objekten gemeint.

 

Der obige Beispiel-Satz „Esse von deiner Melone“ gehört zur einfachen Variante 1, denn es sind mehrere Stücke von einer Melone gemeint.

 

Eindeutig und doppeldeutig

Fall 1: In VON-Sätzen ist das Wort „von“ immer eindeutig, wenn es sich auf EIN einzelnes Objekt bezieht, denn dann können nur Stücke oder Teile des einen Objektes gemeint sein. _ ↑↑

 

Fall 2: In VON-Sätzen ist das Wort „von“ jedoch leider oftmals doppeldeutig, sobald es sich auf mehrere Objekte bezieht. Zur Doppeldeutigkeit:

Bedeutungs-Möglichkeit 1: Es kann mit „von“ gemeint sein, dass von mehreren gleichartigen Objekten jeweils etwas oder ein Teil genommen und verwendet werden soll.

Bedeutungs-Möglichkeit 2: Es kann mit „von“ aber auch gemeint sein, dass von mehreren gleichartigen Objekten mehrere komplette Objekte genommen und verwendet werden sollen.

 

Der Fall 2 wird meistens nur durch eine oder mehrere Zusatz-Infos eindeutig. Solche Zusatz-Infos sind zum Beispiel:

- Art des Objektes

- Ausgangs-Zustand

- Größe des Objektes

- Personen-Anzahl

- Randbedingung(en)

- Teilbarkeit des Objektes _ ↑↑

 

Nachfolgend werden Beispiele angegeben, wie aus dem doppeldeutigen Fall 2 mit Hilfe von Zusatz-Infos eindeutige Fälle werden:

 

Beispiel 1: Esst von euren Trauben.

Bedeutung 1.1: Es könnte entweder gemeint sein, dass von mehreren Trauben jeweils etwas oder ein Teil genommen und gegessen werden soll.

Bedeutung 1.2: Es könnte aber auch gemeint sein, dass von mehreren Trauben mehrere komplette Trauben genommen und gegessen werden sollen.

 

Um die vorhandene Doppel-Bedeutung zu beseitigen, wird in diesem Fall folgende Zusatz-Info herangezogen: Jedem ist bekannt, dass Trauben so klein sind, dass sie normalerweise ungeteilt verzehrt werden. Somit kommt nur die Bedeutung 1.2 infrage.

 

Beispiel 2: Esst von euren Melonen.

Bedeutung 2.1: Es könnte entweder gemeint sein, dass von mehreren Melonen jeweils etwas oder ein Stück genommen und gegessen werden soll.

Bedeutung 2.2: Es könnte aber auch gemeint sein, dass von mehreren Melonen mehrere komplette Melonen genommen und gegessen werden sollen.  _ ↑↑

 

Um die vorhandene Doppel-Bedeutung zu beseitigen, wird in diesem Fall folgende Zusatz-Info herangezogen: Jedem ist bekannt, dass Melonen so groß sind, dass sie normalerweise Stück für Stück verzehrt werden. Somit kommt erst einmal die Bedeutung 2.1 infrage. Leider ist es in diesem Beispiel 2 jedoch nicht ausgeschlossen, dass doch die Bedeutung 2.2 zutrifft (komplette Melonen). Wenn es die Bedeutung 2.1 sein soll, ist es sinnvoll, das Wort „Stücke“ in den Satz einzufügen: Esst Stücke von euren Melonen.

 

Beispiel 3 (Vers 33:59): … (dass sie) lassen herab über sich von ihren Gewändern …

Bedeutung 3.1: Es könnte entweder gemeint sein, dass von mehreren Gewändern jeweils etwas oder ein Teil genommen und über sich herabgelassen werden soll.

Bedeutung 3.2: Es könnte aber auch gemeint sein, dass von mehreren Gewändern mehrere komplette Gewänder genommen und herabgelassen werden sollen über sich.

Um die vorhandene Doppel-Bedeutung zu beseitigen, gibt es in diesem Fall zwei sehr unterschiedliche Zusatz-Infos:

Zusatz-Infos 1: Es wird behauptet, dass die von Vers 33:59 angesprochenen Frauen bereits äußere Gewänder = Überwürfe trugen und sich der Vers 33:59 auf die Überwürfe bezieht.  _ ↑↑

Zusatz-Infos 2: Es war jedoch tatsächlich so, dass die von Vers 33:59 angesprochenen Frauen meistens noch nackt in die Öffentlichkeit gingen, jedoch traditionelle Gewänder zuhause hatten, die sie nur zu besonderen Anlässen trugen.

 

Unter Berücksichtigung der Zusatz-Infos 1 ergibt sich, dass die Bedeutung 3.1 zutrifft. Es soll also von getragenen Überwürfen jeweils etwas oder ein Teil über sich herabgelassen werden.

 

Unter Berücksichtigung der Zusatz-Infos 2 ergibt sich, dass die Bedeutung 3.2 zutrifft. Es sollen also von ungetragenen aber zur Verfügung stehenden traditionellen Gewändern komplette Gewänder genommen und herabgelassen werden über sich (= angezogen werden).

 

Abschließend noch ein modifizierter Spruch:

Original: Wenn das Wörtchen „WENN“ nicht wär', wär' das Leben halb so schwer.

Abgewandelt: Wenn das Wörtchen „VON“ nicht wär', wär' das Leben halb so schwer.

 

Zu Teil 4 „ihren Gewändern“:

Ihre Gewänder sind die Gewänder, die sie besitzen. Es kann also auch alternativ geschrieben werden:

(von) den (kompletten) Gewändern (nehmend), die sie besitzen.  _ ↑↑

 

Zu Teil 3+4 „von ihren Gewändern“:

 

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Die Skizze zeigt symbolisch zur Verfügung stehende komplette Gewänder. Es handelt sich um traditionelle vorislamische Gewänder, die die Frauen in ihren Häusern lagerten, aber dennoch meistens nackt in die Öffentlichkeit gingen. Der Prophet forderte die Frauen in Vers 33:59 auf, herabzulassen über sich (den Leib) von ihren (kompletten) Gewändern (nehmend). Lassen herab vom Kopf ausgehend bedeutet, dass das Gewand den Leib bedeckt. Ein Gewand bedeckt normalerweise nur den Leib und nicht auch den Kopf.  _ ↑↑

 

Zu Teil 4 „Gewändern“:

Hiermit sind weder äußere Gewänder, noch Ober-Gewänder, noch Über-Gewänder und auch keine Überwürfe gemeint, sondern die traditionellen vorislamischen Gewänder, die die Frauen bei der Verkündung von Vers 33:59 bereits zuhause liegen hatten, jedoch im Alltag nicht anzogen, sondern lieber nackt in die Öffentlichkeit gingen, bis auf eine Kopf-Bedeckung und Ringen, um sich von den Sklavinnen zu unterscheiden, die weder Kopf-Bedeckungen noch Ringe tragen durften.

 

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18 Vergleich ALT / NEU

In diesem Absatz geht es um den Vergleich zwischen der ursprünglichen wortwörtlichen Übersetzung (ALT) und der aktuellen wortwörtlichen Übersetzung (NEU) von Vers 33:59.

Die ursprüngliche wortwörtliche Übersetzung lautete bis ungefähr Ende 2018:

… to draw over themselves …

… ziehen über sich …

 

Die aktuelle neue wortwörtliche Übersetzung lautet seit ungefähr Ende 2018:

… to bring down over themselves …

… lassen herab über sich … _ ↑↑

 

Positiv ist, dass die ursprüngliche wortwörtliche Übersetzung „… ziehen über sich …“ nicht im Widerspruch steht zur neuen wortwörtlichen Übersetzung „… lassen herab über sich …“.

Vielmehr gilt folgendes:

Die ursprüngliche wortwörtliche Übersetzung „… ziehen über sich …“ schließt die neue wortwörtliche Übersetzung „… lassen herab über sich …“ mit ein.

 

Zu „über sich“:

Dies bedeutet NICHT, dass etwas über den höchsten Punkt der stehenden Frau bewegt werden soll, sondern es bedeutet in Wirklichkeit, dass etwas über die Oberfläche des Leibes bewegt werden soll.

 

Die neue wortwörtliche Übersetzung „… lassen herab über sich …“ lässt deutlicher erkennen, dass es im Vers 33:59 darum geht, ein Kleidungsstück über den Leib anzuziehen.

 

Die ursprüngliche wortwörtliche Übersetzung „… ziehen über sich …“ ist allgemeiner und passt nicht nur für Gewänder / Kleider, sondern zum Beispiel auch für Jacken und Hosen.

Die neue wortwörtliche Übersetzung „… lassen herab über sich …“ ist spezieller und passt nur für Gewänder / Kleider. _ ↑↑

 

Die ursprüngliche wortwörtliche Übersetzung „… ziehen über sich …“ ist nicht wirklich falsch, sondern „nur“ zu allgemein, denn sie beinhaltet die neue wortwörtliche Übersetzung „… lassen herab über sich …“:

„… lassen herab über sich …“ wird mit abgedeckt durch „… ziehen über sich …“.

„… lassen herab über sich …“ ist auch ein „… ziehen über sich …“.

 

„Ziehen über sich“ kann für ALLE** Kleidungs-Stücke angewendet werden.

„Lassen / ziehen herab über sich“ kann nur auf Gewänder, Kleider, Pullover, T-Shirts und Unter-Hemden angewendet werden.

 

Es kann gesagt werden: „(sie sollen) ziehen über sich von ihren Jacken, Gewändern, Hosen, Kleidern, Mänteln, Kitteln, Pullovern, Schuhen, Strickjacken, Strümpfen, T-Shirts, Unter-Hemden, Unter-Hosen, Unter-Röcken, Westen (nehmend).

Das Wort „über“ bezieht sich auf die Körper-Oberfläche und das Wort „sich“ bezieht sich auf den Teil des Menschen, der vom genannten Kleidungs-Stück normalerweise bedeckt wird.

 

** Die einzigen vier Kleidungs-Stücke, auf das „ziehen über sich“ NICHT angewendet wird, sind (alphabetisch sortiert) Gürtel, Kopftuch, Schal und Schürze. _ ↑↑

Niemand sagt: „Ziehe über Dich einen Gürtel / ein Kopftuch / einen Schal / eine Schürze“.

Es kann gesagt werden: „Ziehe an einen Gürtel / ein Kopftuch / einen Schal / eine Schürze“.

Besser ist es jedoch zu sagen: „Binde Dir um einen Gürtel / ein Kopftuch / einen Schal / eine Schürze“.

 

Es kann NICHT gesagt werden: „(sie sollen) lassen herab über sich von ihren Gürteln, Jacken, Hosen, Mänteln, Kitteln, Kopftüchern, Schals, Schuhen, Schürzen, Strümpfen, Unter-Hosen, Westen (nehmend), weil diese Kleidungs-Stücke zum Anziehen nicht herabgelassen werden.

 

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19 Reihenfolge der Suren-Verkündung (Kairo 1912)

 

Quelle: Eslam.de, Suren in ihrer offenbarten Reihenfolge →→

 

Es wird nur der Teil verwendet, innerhalb der die Suren 033 und 024 liegen.

V088 bedeutet: Es handelt sich um die Verkündung Nr. 088 (von insgesamt 114).

 

Frauen waren nackt.

V088: Sure 003 „Die Familie Imrans“

V089: Sure 033 „Die Gruppen“ _ ↑↑

Vers 33:59 (Jahr 627)

 

… [dass sie] lassen herab über sich [den Leib] von ihren [traditionellen] Gewändern [nehmend] …

 

V090: Sure 060 „Die Geprüften“

V091: Sure 004 „Die Frauen“

V092: Sure 099 „Das Beben“

V093: Sure 057 „Das Eisen“

 

Frauen bedeckten ihren Unterleib.

 

V094: Sure 047 „Der Krieg“

V095: Sure 013 „Der Donner“

V096: Sure 055 „Der Barmherzige“

V097: Sure 076 „Der Mensch“

 

Frauen-Treffen bei Asma.

 

V098: Sure 065 „Die Scheidung“

V099: Sure 098 „Konnten sich nicht lösen...“

V100: Sure 059 „Die Versammlung“

V101: Sure 110 „Wenn die Hilfe Gottes kommt...“

V102: Sure 024 „Das Licht“ _ ↑↑

Vers 24:31 (Jahr 628)

 

… und lasse sie schlagen (oder ziehen) ihren Bedeckungen (z.B. Tücher) über ihre Busen …

Daraufhin bedeckten Frauen auch ihren Oberleib.

 

V103: Sure 022 „Die Pilgerfahrt“

Ca. 200 Jahre später (ca. 840):

Erfindung des Kopftuch- und Hidschab-Hadith.

Ca. 400 Jahre später (ca. 1.200):

Erfindung des Verwechslungs-Hadith.

 

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20 KURZ-BEITRÄGE (7)

 

Sub-Inhaltsverzeichnis

 

20a Das Wort-Reihenfolge-Problem

 

20b Widersprüchliche Bewegungs-Richtungen

 

20c Fünf Manipulationen beim Vers 33:59

 

20d Vergleich Trauben / Gewänder

 

20e Körper-Bedeckung & -Entblößung

 

20f Wie es dargestellt wird _ ↑↑

 

20g Veranschaulichungen von „to bring down“

 

20a Das Wort-Reihenfolge-Problem

Meistens wird behauptet, dass alle Frauen bereits Über-Gewänder trugen, als der Vers 33:59 verkündet wurde und es nur noch darum ging, dass die Frauen etwas von ihrem Über-Gewand über sich herunterlassen. Wird die Wort-Reihenfolge der wortwörtlichen Übersetzung beibehalten, so ergibt sich folgende widersprüchliche Aussage:

… (dass sie) lassen herab über sich etwas von ihren Über-Gewändern …

Der Widerspruch besteht aus der gegensätzlichen Bewegungs-Richtung:

lassen herab↓↑ über sich

Deshalb wurde die Wort-Reihenfolge vertauscht:

über sich↑↓herablassen

Die Vertauschung der Wort-Reihenfolge ist jedoch nur eine von mehreren Verzerrungen im Vers 33:59.

 

20b Widersprüchliche Bewegungs-Richtungen

Widersprüchliche Bewegungs-Richtungen können entstehen, wenn mit dem eingefügten Wort „etwas (vom Gewand)“ gearbeitet wird. _ ↑↑

Diejenigen, die die wortwörtliche Übersetzung festlegten, wählten wahrscheinlich deshalb zunächst

„… to draw over themselves …“ (… ziehen über sich …) anstatt

„… to bring down over themselves …“ (… lassen herab über sich …), damit der Widerspruch bezüglich der Bewegungs-Richtung nicht so auffällig wurde.

 

Ein Widerspruch in der Bewegungs-Richtung entsteht, wenn davon ausgegangen wird, dass etwas vom Gewand zunächst nach oben über den Kopf und anschließend nach unten gezogen werden soll. Für diesen Fall passt die Wort-Folge „… lassen herab über sich …“ NICHT. Es soll ja nicht zunächst etwas vom Gewand herabgelassen werden, um es anschließend über sich (den Kopf) zu ziehen, sondern es soll zunächst etwas vom Gewand über sich (den Kopf) gezogen werden (und dann erst herabgelassen). Das Problem wurde gelöst, indem die Wort-Reihen-Folge vertauscht wurde. Aus „… lassen herab über sich …“ wurde einfach „… über sich herunterziehen …“ gemacht.

 

A) Alte Übersetzung „ziehen über sich“

Hierbei ergeben beide Wort-Reihenfolgen „ziehen über sich“ und „über sich ziehen“ einen Sinn:

Var. 1: … etwas vom Gewand ziehen über sich …

Var. 2: … etwas vom Gewand über sich ziehen …

 

B) Neue Übersetzung „lassen herab über sich“ _ ↑↑

Hierbei klingt die Var. 3 widersprüchlich und nur die Var. 4 gut:

Var. 3: … etwas vom Gewand lassen herab über sich …

Var. 4: … etwas vom Gewand über sich herablassen …

 

Die neue genauere wortwörtliche Übersetzung „… lassen herab über sich …“ lässt deutlicher erkennen, dass im Vers 33:59 der Ankleide-Vorgang für Gewänder beschrieben wird, denn es können nur Gewänder herabgelassen werden. Die ursprüngliche allgemeinere wortwörtliche Übersetzung „… ziehen über sich …“ lässt den Ankleide-Vorgang für Gewänder weniger deutlich erkennen. In beiden Fällen bezieht sich das Wort „sich“ auf den Leib und nicht auf den Kopf, denn ein Gewand bedeckt normalerweise nur den Leib und nicht auch den Kopf.

 

20c Fünf Manipulationen bei Vers 33:59

Die fünf Manipulationen betreffen die Ankleide-Forderung in Vers 33:59.

 

1 Das Wort „etwas“ wurde eingefügt, ohne Kenntlichmachung.

 

2 Aus traditionellen Gewändern wurden Obergewänder / Überwürfe gemacht.

 

3 Aus der Mehrzahl „Gewänder“ wurde die Einzahl „Gewand“ gemacht. _ ↑↑

 

4 Die ersten vier Wort „lassen herab über sich“ wurden vom Anfang an das Ende verlegt.

 

5 Die Wort-Reihenfolge „lassen herab über sich“ wurde vertauscht zu „über sich herablassen“.

 

Durch die fünf Manipulationen wurde aus der wortwörtlichen Formulierung

„… (dass sie) lassen herab über sich von ihren Gewändern (nehmend) …“

folgende sinnentstellend umgedeutete Formulierung gemacht:

„… (dass sie) etwas von ihrem Obergewand über sich herunterziehen …“

 

20d Vergleich Trauben / Gewänder

Wenn es lautet: „esst von euren Trauben“, geht es darum, irgendwo zur Verfügung stehende Trauben zu nehmen und zu essen und es bedeutet nicht, von bereits im Mund befindlichen Trauben etwas abzubeißen.

Wenn es lautet: „zieht an von euren Gewändern“, geht es darum, irgendwo zur Verfügung stehende Gewänder zu nehmen und anzuziehen und bedeutet nicht, von bereits am Körper befindlichen Gewändern etwas abzutrennen, um es zum Beispiel über den Kopf zu binden.

Die Worte in Vers 33:59 „lassen herab über sich“ ist eine spezielle Umschreibung für das Anziehen von Gewändern und Kleidern, für die somit gilt:

anziehen = lassen herab über sich (Vers 33:59) _ ↑↑

und in der Du-Form

lasst herab über euch = zieht an

 

Trauben

Wenn jemand KEINE Traube im Mund hat, kann sich die Formulierung „von ihren Trauben“ nur auf Trauben beziehen, die irgendwoher sind (und sie kann sich nicht auf Trauben beziehen, die im Mund sind).

 

Gewänder

Wenn jemand KEIN Gewand trägt (nackt ist), kann sich die Formulierung „von ihren Gewändern“ nur auf Gewänder beziehen, die irgendwoher sind (und sie kann sich nicht auf Gewänder beziehen, die am Leib sind).

 

20e Körper-Bedeckung & -Entblößung

Um die Körper-Bedeckung in Kombination mit Kleidungs-Stücken zu beschreiben, gibt es viele Möglichkeiten:

- anlegen (z.B. Verbände)

- schlüpfen (z.B. Schlüpfer) _ ↑↑

- anziehen (nahezu universell anwendbar)

- umbinden (z.B. Schürze)

- aufsetzen (z.B. Hut)

- ziehen über sich (Koran, alt)

- lassen herab über sich (Koran, neu)

Es können jedoch nicht alle Körper-Bedeckungs-Arten mit allen Kleidungs-Stück-Arten kombiniert werden.

 

Um die Körper-Entblößung in Kombination mit Kleidungs-Stücken zu beschreiben, gibt es nur wenige Möglichkeiten:

- ausziehen (nahezu universell anwendbar)

- ablegen (nahezu universell anwendbar)

- abnehmen (z.B. Hut)

 

20f Wie es dargestellt wird

Als der Vers 33:59 (angeblich irgendwann NACH Vers 24:31) verkündet wurde, sollen die Frauen nicht nur Gewänder, sondern auch bereits Überwürfe getragen haben und sie sollten gemäß Vers 33:59 von ihren Überwürfen etwas über den Kopf ziehen (, indem sie ihre Überwürfe zum Beispiel hoch über den Kopf ziehen sollten, die dann dadurch unten etwas zu kurz gewesen wären). _ ↑↑

 

Wie es wirklich war

Als der Vers 33:59 (rund ein Jahr VOR! Vers 24:31) verkündet wurde, gingen die meisten freien Frauen und alle Sklavinnen noch nackt auf die Straße. Insbesondere die freien verheirateten Frauen hatten zuhause traditionelle Gewänder, trugen diese jedoch nur zu besonderen Anlässen. Der Vers 33:59 machte die traditionellen Gewänder zur Pflicht. Gemäß Vers 33:59 sollten die Frauen lassen herab über sich von ihren Gewändern (nehmend).

 

20g Veranschaulichungen von „to bring down

Veranschaulichung 1: Gemäß Vers 33:59 soll das in Kopf-Höhe befindliche und gestauchte Gewand in irgendeiner Weise dazu gebracht werden, nach unten über den Leib zu rutschen.

Veranschaulichung 2: Gemäß Vers 33:59 sollen die Frauen das in Kopf-Höhe befindliche und gestauchte Gewand dazu bringen, nach unten über den Leib zu rutschen.

Veranschaulichung 3: Wenn etwas, das sich auf Kopf-Höhe befindet, nach unten gelangt, trifft es auf den Leib. Daraus folgt: „über sich“ = „über den Leib“.

 

Angenommen, Vers 33:59 hätte verlangt, einen ärmellosen und auf den Schultern liegenden Überwurf nach oben zu bewegen, so dass er den Kopf bedeckt, so hätte Vers 33:59 auf Englisch wie folgt lauten müssen:

… to bring down UP over themselves of their outer* garments … _ ↑↑

oder auf Deutsch

… heben HERAUF über sich (den Kopf) von ihren Überwürfen* …

 

* im Vers 33:59 ging es jedoch nicht um äußere Gewänder, sondern um traditionelle.

 

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Betreiber der Webseite _ www.parkfach.de _ ist Reiner Zabel.

 

21 Kontakt-Möglichkeiten

a) Alternative 1: Es kann mir eine E-Mail geschrieben werden unter parkfach@freenet.de

b) Alternative 2: Ein Kommentar kann veröffentlicht werden unter parkfach.wordpress →→ (1,4 MB)

c) Alternative 3: Ein Kommentar kann in https://gutefrage.net/nutzer/Renies veröffentlicht werden.

 

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