Drei (+1) Schaubilder zum Finanzwesen (6096 Wörter)

 

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Inhalt

 

(1) Schaubild 1: Zu- und Abflüsse des Geld-Kreislaufes

 

(2) Zweite Einleitung

 

(3) Schaubild 2: Begrenzung des Schöpf-Geldes vom Typ ll

 

(4) Schaubild 3: Geld-Kreislauf mit Zuflüssen (Ausgaben) und Abflüssen (Einnahmen)

 

(5) Neuverschuldungs-Senkung für Bund, Länder und Kommunen ohne Steuer-Erhöhung

 

(6) Verbesserungsbedürftges Finanz-System

 

(7) Bislang wurden Staats-Schulden noch nie von späteren Generationen getilgt

 

(0) Erste Einleitung

 

TEIL 1: Die öffentlichen Schulden von Bund, Ländern und Kommunen entstehen durch die 10 bis 20 Prozent Spar-Quote der Privat-Personen. Dies gilt auch dann, wenn die Steuer-Ausgaben gewissenhaft und verantwortungsbewusst erfolgen. Wäre die Spar-Quote bei allen 0 %, würden die Steuer-Einnahmen in der Regel ausreichen. Aber die Spar-Quote ist ein wichtiger Leistungs-Motivator und muss deshalb größer 0 % sein.

 

Es sollte nicht länger so sein, dass die öffentlichen Haushalte unter der Schulden-Last leiden, denn die Verwalter der öffentlichen Haushalte sind weitgehend unschuldig an der Verschuldung, weil die nicht beseitigbare Spar-Quote zu rund 90% schuld ist, neben der minimalen Steuer-Verschwendung.

 

Es könnte nun argumentiert werden, dass es schon immer so war, dass sich der öffentliche Bereich bei Geld-Mangel von denen Geld leiht, die genug davon angesammelt (gespart) haben*. Weil das schon immer so war, ist es noch lange nicht gut. Vielmehr ist diese Methode schlecht, war schon immer schlecht und sollte deshalb endlich geändert werden. Der öffentliche Bereich sollte das fehlende Geld bis zur Höhe der Spar-Quote als geschöpftes Geld erhalten.**

 

Das ist ungefährlich, solange nicht diejenigen das geschöpfte Geld erhalten, die bei den stets knappen Konsum-Gütern, wie insbesondere Lebensmittel, Kleidung, Energie-Träger und Wohnraum, einen Konsum-Nachholbedarf haben, sondern wenn insbesondere diejenigen das geschöpfte Geld erhalten, die für den Erhalt der Infrastruktur und Verteidigungs-Bereitschaft sorgen, sowie für den Sozialwohnungs-Ausbau. _ ↑↑

 

Weit über 90% des Anleihe-Volumens kann nicht mehr zurückgezahlt werden, weil es bereits ausgegeben wurde. Wertpapiere sind Wertlospapiere. Ein untragbarer Zustand, der wie folgt geändert werden sollte:

 

Für die erforderlichen Depots mit Parkfächern bzw. Parkfach-Konten gelten weitgehend die selben Regeln wie für öffentliche Anleihen. Parkfach-Geld kann also nur als Laufzeit-Geld angelegt werden. Die Mindes-Laufzeit ist zum Beispiel ein Jahr.

Vorzeitige Rückzahlungen in begrenzter Höhe sind möglich. Die Höhe des monatlich vorzeitig abhebbaren Betrages könnte errechenbar gemacht werden durch einen einheitlichen Prozentsatz für alle Anlage-Beträge in Höhe von zum Beispiel 4% des Anlage-Betrages. Zusätzlich gibt es noch einen Quotienten, der proportional mit der Anlage-Zeit wächst. Doppelte Laufzeit halbiert hierbei die Rückzahlungs-Höhe. Beispiel: 100.000 € x 0,04 (einheitlich) / 2 Jahre = 2000 €. Es könnten also bei einer zweijährigen Laufzeit 2000 € pro Monat abgehoben werden (2000 € x 24 Monate = 48.000 €, also 48%).

Höher werdende Zinzsätze mit zunehmender Laufzeit könnten auch errechenbar gemacht werden, indem es einen festen prozentualen Zusammenhang zwischen Laufzeit-Länge und Zins-Aufschlag gibt.

Formel-Beispiel: Laufzeit-Zinsen = Basis-Zinsen (z.B. 2% von EZB monatl. festgelegt) x (1 + (Laufzeit-1) / 10).

Zahlen-Beispiele: a) Laufzeit = 1 Jahr: Laufzeit-Zinsen = 2 x (1 + (1-1) / 10) = 2%. b) Laufzeit = 2 Jahre: 2 x (1 + (2-1) / 10) = 2 x 1,1 = 2,2%. c) Laufzeit = 10 Jahre: 2 x (1 + (10 -1) / 10) = 2 x (1 + 9 / 10) = 2 x 1,9 = 3,8%.

 

Die von den öffentlichen Einrichtungen (z.B. Behörden, Schulen) nicht erwirtschafteten Zinsen, stammen jedoch nicht wie bisher aus Steuer-Einnahmen oder aus Neu-Verschuldung, sondern sind geschöpftes Geld.

 

Am Ende sind alle öffentlichen Schulden weg und das dafür eingesetzte Schöpfgeld ist genauso gut und sicher gebunden, wie jetzt das Geld in öffentlichen Anleihen gebunden ist und richtet keinen Schaden an.

 

Die meisten Leute wollen einfach nur mit Geld möglichst risikolos etwas Geld verdienen, ohne viel Arbeit damit zu haben. Für diese Leute ist es unwichtig, woher die Zinsen kommen. Sie haben kein Problem damit, wenn die Zinsen aus Steuer-Mittel oder Neuverschuldung stammen, obwohl das eindeutig schlecht ist. Wenn jemand einen Kredit aufnimmt und mit dem Geld etwas bezahlt, erhält der Geld-Empfänger geschöpftes Geld und hat kein Problem damit, das geschöpftes Geld anzunehmen. Dann sollten die Leute auch kein Problem damit haben, Zinsen anzunehmen, deren Quelle Schöpfgeld ist.

 

* Das angesammelte/gesparte Geld hat viele Quelle. Eine Quelle ist (meistens) legal erhaltenes Steuergeld. Eine weitere Quelle sind (meistens) legal eingesparte Steuer-Abgaben an den Fiskus. Eine dritte Quelle sind die Zinsen aus öffentlichen Anleihen. Es gibt noch weitere Quellen wie z.B. Handels-Spannen / Ausbeutung.

 

** Beispiel: Wenn im Jahr 2027 ein öffentlicher Haushalt zufällig genau eine Milliarde Euro hoch ist, dann dürften diesem Haushalt im selben Jahr 100 bis 200 Millionen Euro geschöpftes beigemischt werden, entsprechend 10 bis 20 % Spar-Quote. Zum Ausgleich dürften für diesen Haushalt im selben Jahr keine neuen Schulden mehr gemacht werden. Ansonsten erfolgt eine Schöpfgeld-Sperre für die Folge-Jahre. _ ↑↑

 

TEIL 2: Wenn Firmen oder Privat-Leute Schulden machen, so wird die Rückzahlung einschließlich der Zinsen erwirtschaftet. Die jährlichen neuen Schulden der öffentlichen Haushalte in Höhe von durchschnittlich ungefähr 11% der Steuer-Einnahmen, werden erfahrungsgemäß nie mehr zurück gezahlt, sondern es erfolgt höchstens eine Umschuldung oder im Extremfall eine Währungs-Reform und die Zinsen für öffentliche Schulden werden nie erwirtschaftet, sondern stammen entweder aus den wertvollen Steuer-Einnahmen oder aus der gefährlichen Neu-Verschuldung. Auch sollten diejenigen, die bereits genug Geld haben, nicht mehr wertvolles Steuer-Geld oder gefährliches Neu-Verschuldungs-Geld erhalten.

Für das trotz gewissenhafter Haushaltsführung fehlende Geld der öffentlichen Haushalte kann alternativ zur unpopulären Steuer-Erhöhung und / oder gefährlichen Neu-Verschuldung, auch Schöpfgeld vom Typ ll bedenkenlos eingesetzt werden und zwar maximal bis zur Höhe der Spar-Quote von ungefähr 11%. Bislang wird auf zwei Arten kontrolliert mit Schöpfgeld gearbeitet (Kredite und Aufkäufe), ohne dass es zu Problemen kam. Wenn jetzt auf eine dritte Art kontrolliert mit Schöpfgeld gearbeitet würde, käme es ebenfalls zu keinen Problemen. Dies gilt besonders, wenn alle großen Währungen es so machen würden. Empfohlen wird ein 3-Jahres-Stop der 11%-Schöpfgeld-Aufstockung für alle, die sich weiterhin neu verschulden. Die weiteren Erläuterungen zum Einsatz des Schöpfgeldes vom Typ ll erfolgen ab Schaubild 1. _ ↑↑

 

Beim dem in den nachfolgenden Schaubildern dargestellten Geld-Kreislauf handelt es sich nur symbolisch um einen Kreis. Tatsächlich besteht der Geld-Kreislauf aus der Summe aller Bargeld- und Buchgeld-Konten. Das sind in Deutschland deutlich über 200 Millionen, wenn z.B. auch Geld-Börsen, Sparschweine, Tresore, Schließfächer und ähnliche Bargeld-Konten mitgerechnet werden. Aber der Geld-Kreislauf besteht nicht nur aus den Konten, sondern auch aus den Geld-Beträgen, die den Besitzer wechseln. In Deutschland wechseln pro Tag rund 200 Milliarden Euro den Besitzer. In drei Tagen sind das 600 Milliarden Euro. Das ist mehr wie der Bundeshaushalt mit 525 Milliarden Euro in 2026.

 

Beim Kreis in den nachfolgenden Schaubildern, der den Geld-Kreislauf darstellt, handelt es sich nur um ein virtuelles Kurzzeit-Konto, das niemandem gehört. Wenn ein Pfeil auf den Geld-Kreislauf gerichtet ist, dann bedeutet das, dass Geld von einem Konto kurzzeitig gedanklich auf das virtuelle Konto des Geld-Kreislaufes übertragen und anschließend sofort auf ein anderes Konto weitergeleitet wird. Bei den Weiterleitungen ist der Pfeil vom Geld-Kreislauf weggerichtet, was nachfolgend mit 1. markiert wurde.

 

Der Geld-Kreislauf lässt sich besonders gut verstehen, wenn er mit dem Bahn-Kreislauf verglichen wird:

Zum Geld-Kreislauf gehören die  Konten und die Geld-Beträge darauf. Zum Bahn-Kreislauf gehören die Bahnhöfe, die Abstell-Gleise und die Züge in den Bahnhöfen und auf den Abstell-Gleisen. Die Bahnhöfe und Abstell-Gleise haben einschließlich der dort stehenden Züge unterschiedliche Besitzer, damit ein Geld-Vergleich möglich ist. Der Geld-Transfer von einem Konto zu einem anderen ist beim Bahn-Kreislauf, wenn ein Zug von einem Bahnhof zu einem anderen fährt. Im Falle der Bahn steht der Kreis für die Schinen, die die Bahnhöfe verbinden. Entsprechend steht im Falle des Geldes der Kreis für die Übertragungswege des Geldes. Wenn Geld zum Beispiel mit der Post verschickt wird, wäre der Übertragungsweg der Postweg. Würden z.B. 50% der Züge dauerhaft auf Abstell-Gleise gestellt, stünden in den Bahnhöfen nur noch 50% der ursprünglichen Züge, was den Bahn-Kreislauf (= Bahn-Betrieb) sehr beeinträchtigen würde. Genau so wäre es beim Geld-Kreislauf, wenn immer mehr Geld dauerhaft auf Abstell-Gleis-Konten geparkt wird. Deshalb muss geschöpftes Kredit-Vergabe-Geld hinzukommen. _ ↑↑

 

Reiner Zabel, 11.02.2026

 

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(1) Schaubild 1: Zu- und Abflüsse des Geld-Kreislaufes

 

Für alle Staaten gilt: Viele Staats-Bürger, Firmen und Unternehmen erhöhen ihr Vermögen auf Kosten zunehmender Staats-Verschuldung. Die Vermögens-Erhöhungen sollen zukünftig nicht mehr zu einer weiteren Staats-Verschuldung führen, indem den Steuer-Einnahmen rund 11% Schöpfgeld vom Typ ll beigemischt werden. Das untere Schaubild wurde erstellt, um zu verdeutlichen, dass das gesamte Geld, das links in den Geldkreislauf eingespeist wird, später rechts dauerhaft auf den Konten derer landet, die regelmäßig mehr einnehmen, wie sie ausgeben. Dies gilt auch für Schöpfgeld vom Typ ll, dessen Mini-Einsatz deshalb ungefährlich ist. Die Definition für Schöpfgeld vom Typ l, ll und lll erfolgt zwischen Schaubild 2 und 3.

 

 

Linke obere Seite: In den ersten drei Fällen (Löhne, Steuern, Wertpapiere) wurde das Geld, das in den Geld-Kreislauf eingespeist wird (2. Zuflüsse), zuvor dem Geld-Kreislauf entnommen (1. Abflüsse). Deshalb haben die drei Verbindungs-Linien einen Doppel-Pfeil. Es kommt hierbei zu keiner Geldmengen-Erhöhung. Im vierten Fall (Summe der ausstehenden Kredit-Tilgungen) erhöht Schöpfgeld vom Typ l die Geldmenge und im fünften Fall erhöht das den Steuer-Einnahmen hinzugefügte Schöpfgeld vom Typ ll die Geldmenge. _ ↑↑

 

Rechte obere Seite: Es wird immer einen Bevölkerungs-Teil geben, der monatlich regelmäßig mehr einnimmt, wie er ausgibt. Dieses Überschuss-Geld wandert dann auf Sparkonten oder auch in private Tresore und geht dem Geld-Kreislauf dauerhaft verloren / wird vererbt. Das Schöpfgeld vom Typ ll sollte mengenmäßig nicht auf Sparkonten, sondern auf Parkfach-Konten bilanzfrei geparkt werden.

 

Die kaufmännische Vorstellung, dass auch der Staat jährlich nicht mehr ausgeben darf, wie er einnimmt, führte dazu, dass die Infrastrunktur auf Verschleiß gefahren wurde (z.B. Brücken). Die Gesetzte zur Schulden-Bremse stellten sich als Fehler heraus und werden jetzt durch Sonder-Vermögen umgangen.

 

Vor dem Beginn der Null-Schulden-Politik (Schwarze Null) ab ungefähr 2009, wurde die Inrastruktur einigermaßen instand gehalten durch die jährliche durchschnittiche Neuverschuldung in Höhe von ungefähr 11% der Steuer-Einnahmen. Man sollte meinen, dass mein Vorschlag, in begrenztem Umfang Schöpfgeld vom Typ ll für die Erhaltung einer guten Infrastruktur einzusetzen, ohne dass es wie früher zu einer jährlichen Neuverschuldung der öffentlichen Haushalte von rund 11% kommt, etwas Gutes sei. Doch anscheinend sind diejenigen, die das Sagen haben, der Meinung, dass das Infrastruktur-Erhalt ohne Neuverschuldung etwas Schlechtes ist, natürlich ohne mir mitzuteilen, warum das etwas Schlechtes ist.

----- Parkfächer sind Schließfächer / Depots für Schöpfgeld vom Typ ll, also für Buchgeld -----

 

17.02.2026, Reiner Zabel

 

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(2) Zweite Einleitung

 

Der Geldkreislauf leidet unter einem kontinuierlichem Geld-Entzug auf Spar-Konten, deren Tiefst-Werte immer weiter ansteigen. Er muss deshalb ständig mit frischem Geld aufgefüllt werden. Ein nennenswert großer Teil der Bevölkerung entzieht dem Geldkreislauf regelmäßig und dauerhaft Geld-Beträge, indem er diese auf Spar-Konten ansammelt, zum Beispiel für die Alterssicherung, um sie dann häufig doch zu vererben. Der Geldkreislauf wird bislang auf vier Arten wieder mit frischem Geld aufgefüllt:

Art 1: Durch Geld, das zuvor verdient wurde (Löhne und Gehälter). Diverse Monats-Ausgaben.

Art 2: Durch Steuer-Ausgaben, denn die Steuer-Einnahmen werden komplett wieder ausgegeben.

Art 3: Durch den Verkauf von Wertpapieren, weil die Einnahmen daraus wieder ausgegeben werden.

Art 4: Durch die Kredit- und Hypotheken-Vergabe der Banken, denn das Geld wird komplett ausgegeben.

 

Zu Art 3: Es kann davon ausgegangen werden, dass Geld-Einnahmen durch den Wertpapier-Verkauf zeitnah weitgehend komplett ausgegeben werden und somit den Geldkreislauf wieder auffüllen. Diese Art der Geldkreislauf-Auffüllung ist jedoch weniger gut, weil hierbei die Wertpapier-Verschuldung immer weiter ansteigt. Ein zusätztlicher Nachteil ist das höhere Ausfall- und Kurs-Risiko für den Wertpapier-Käufer. Wert-Papiere sollten deshalb besser als Risiko-Papiere bezeichnet werden. _ ↑↑

 

Zu Art 4: Es kann davon ausgegangen werden, dass Kredit-Geld zeitnah weitgehend komplett ausgegeben wird und somit den Geldkreislauf wieder auffüllt. Diese Art der Geldkreislauf-Auffüllung ist jedoch weniger gut, weil er zu einer ständigen Verschuldungs-Zunahme führt. Die gewaltige Geldmengen-Zunahme durch die Kredit-Vergaben ist hingegen unproblematisch, wie die Erfahrung zeigt.

 

Art 5: Der Geldkreislauf kann aber auch (in begrenztem Umfang!) durch eine fünfte Art wieder mit frischem Geld aufgefüllt werden. Das ist der Einsatz von Schöpfgeld vom Typ ll in Kombination mit einer Auffang-Einrichtung für das gesamte geschöpfte Geld in Form von Parkfach-Konten (auch für Anleihe-Aufkäufe der EZB).

Diese Art der Geldkreislauf-Auffüllung sollte jedoch nur dem Bund, den Ländern und Gemeinden erlaubt werden, also weder Firmen/Unternehmen noch Privat-Personen. Die Art 5 führt auch zu einer Geldmengen-Zunahme, wie die Art 4. Sie hat jedoch den großen Vorteil, dass die Verschuldung der öffentlichen Haushalte weniger oder überhaupt nicht mehr steigt und sogar langsam abbaubar ist. Durch die neu zu schaffende Auffang-Einrichtung wird das Schöpfgeld vom Typ ll neutralisiert. Es ist also nicht richtig zu behaupten, dass mit unbegrenzt geschöpftem Geld die ganze Welt aufgekauft werden könnte.

 

In den beiden Schaubildern der Folge-Seiten geht es um das begrenzte Schöpfgeld vom Typ ll und die Auffang-Einrichtung für das gesamte geschöpfte Geld in Form von Parkfach-Konten. Besonders das Schaubild 3 zeigt, wie das Schöpfgeld vom Typ ll durch den Geldkreislauf geschleust und auf den Parkfach-Konten dauerhaft unschädlich gemacht wird (Einbahnstraßen-Geld).

 

Für den Geldkreislauf vorteilhaft sind alle, die nichts dauerhaft ansparen. Das sind die öffentlichen Haushalte, die Bürgergeld-Empfänger und alle, die das wenige mit Arbeit verdiente Geld komplett wieder ausgeben. Für den Geldkreislauf nachteilig sind alle, die Gelder dauerhaft ansparen. Das sind in der Regel Leute mit höheren Einkommen und manchmal auch Firmen, wenn sie für längere Zeit Rücklagen bilden. Aber das Sparen für schlechte Zeiten wird schon den Kindern eingetrichtert und hat auch Vorteile.

 

Das jetzige Finanzsystem ist nicht besonders gut und durchaus verbesserungsbedürftig, weil es die Vermögenden / Wohlhabenden immer reicher macht und insbesondere auch die Verschuldung der öffentlichen Haushalte immer weiter steigen lässt. Bund, Länder und Gemeinden verschulden sich meistens nicht wegen zu geringer Einnahmen, sondern wegen zu hoher Ausgaben und diese sind auch deshalb zu hoch, weil viele Leute ganz legal mehr Steuergeld erhalten, wie sie zum Leben benötigen. Ein beachtlicher Teil der Bevölkerung spart Geld an und leiht einen Teil davon dem Staat durch den Ankauf von Staats-Anleihen. Durch die vielen Milliarden an Verzinsung entziehen sie dem Staat weiteres Geld und treiben die Staats-Verschuldung und ihr Vermögen weiter in die Höhe. Die Steuer-Einnahme-Aufstockung mit Schöpfgeld vom Typ ll könnte auch von 11% auf z.B. 19% der Steuer-Einnahmen erhöht werden. Dann stünden jährlich 8% zum Rückkauf abgelaufener Staats-Anleihen und für Kredit-Tilgungen zur Verfügung.

 

RZ, 07.02.2026 _ ↑↑

 

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(3) Schaubild 2: Begrenzung des Schöpf-Geldes

vom Typ ll

 

 

Die durchschnittlich rund 11% aller Steuer-Ausgaben werden durch Neuverschuldung gedeckt. Nur diese 11% sollen durch Schöpf-Geld vom Typ ll ersetzt werden. Nur die rund 11% der Steuer-Ausgaben, die von den Steuergeld-Empfängern dauerhaft gespart werden (Abstellgleis-Geld), sollen nicht mehr durch Neuverschuldung gedeckt werden, sondern durch Schöpf-Geld vom Typ ll.

 

Beim Schöpft-Geld vom Typ l legt die Bank ein Kredit-Konto mit 0 € an und überweist davon z.B. 10.000 €. Anschließend hat das Kredit-Konto -10.000 €. Nachdem der Kredit-Nehmer alles Geld zurückgezahlt hat, ist das Kredit-Konto wieder 0 €. In solchen Fällen gab es also nur eine zeitweise Geld-Schöpfung. _ ↑↑

 

Beim Schöpft-Geld vom Typ ll legt die Bank oder EZB ein Guthaben-Konto mit z.B. 50 Milliarde € an und überweist davon. Anschließend hat das Guthaben-Konto 0 €. Dies ist eine dauerhafte Geld-Schöpfung, die wieder neutralisiert werden muss, indem sie auf Parkfach-Konten dauerhaft gebunden wird.

Beim Schöpf-Geld vom Typ ll ist sichergestellt, dass es nicht in den inflationstreibenden Konsum fließt, sondern in Investitionen wie die Erneuerung der Infrastruktur.

 

Nur Schöpf-Geld vom Typ lll der zwanziger Jahre führte zur Inflation. Aber auch dieses Schöpf-Geld hätte damals zu keiner Inflation geführt, wenn es die Lebensmittel-Produzenten erhalten hätten. Sattdessen erhielten es fehlerhaft die Käufer / Konsumenten des damals zu knappen Lebensmittel-Angebotes.

 

Es wird immer wieder behauptet, dass es auf Dauer nicht möglich ist, mehr auszugeben wie einzunehmen. Dies gilt für Personen und Firmen / Unternehmen, weil es zur Privat- oder Firmen-Insolvenz führt. Aber für den Bereich der Steuern (Bund, Länder, Kommunen) wäre es nur dann vermeidbar, dauerhaft nicht mehr auszugeben, wie zuvor durch Steuern eingenommen wurde, wenn keine Steuer-Ausgaben auf Spar-Konten oder Ähnliches abgezweigt würden, sondern wenn alle Steuer-Ausgaben wieder zurück in den Geld-Kreislauf fließen würden, weil dann alles billiger wäre. Ein Großteil des Geldes auf Sparkonten und Ähnlichem (z.B. Heim-Tresore) sind Abstellgleis-Gelder und werden vererbt.

 

Die Banken sollten für die einmalige Einrichtung des Parkfach-Systems und die dauerhafte Führung der Parkfach-Konten eine staatliche Vergütung erhalten, die vom Schöpfgeld Typ ll abgezweigt werden kann.

 

RZ, 11.02.2026 _ ↑↑

 

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(4) Schaubild 3: Geld-Kreislauf mit Zuflüssen (Ausgaben) und Abflüssen (Einnahmen)

(ohne Fremd-Währungen, Devisen, Steuern und EZB-Anleihe-Aufkäufe)

 

 

Die Ursache allen Übels ist der Kasten B) mit dem dauerhaft gesparten Geld, weil es dem Geld-Kreislauf auf lange Sicht fehlt und deshalb durch die Banken-Kredit-Vergabe gemäß Kasten C) ersetzt werden muss. Folgender Vergleich mit den Bahn-Zügen veranschaulicht dies: Werden Bahn-Züge, aus welchen Gründen auch immer, dauerhaft auf Abstell-Gleisen geparkt, was dem dauerhaft gesparten Geld entspricht, so fehlen diese Züge für den Güter- und Personen-Verkehr und müssen ersetzt werden, was der Kredit-Vergabe der Banken entspricht. Die Kredit-Vergabe erfolgt mit Schöpf-Geld vom Typ l. Das dauerhaft gesparte Geld wurde Anderen indirekt weggenommen, indem diese ein zu niedriges Gehalt erhielten. _ ↑↑

 

Die noch ausstehenden Kredit- und Hypotheken-Tilgungen gemäß Kasten C) sind weitgehend identisch mit dem dauerhaft gesparten Geld gemäß Kasten B). Beide Werte { B) und C) } steigen ungefähr mit demselben Prozentsatz (z.B. 7%) wie die jährliche Geldmengen-Zunahme. Die gesamte Geld-Menge befindet sich in den Kästen B) Dauerhaft gespartes Geld, E) Kurzzeitig gespartes Geld und I) Auffang-Einrichtung für Schöpf-Geld. Der Kreis symbolisiert den Geld-Übertragungsweg entsprechend den Bahn-Gleisen. Dort befindet sich nur sehr kurzzeitig Geld.

 

Das Geld, das für den Kauf von Wertpapieren (Aktien, Anleihen) in das blaue Kästchen G) rechts oben fließt, wird auch dem kurzzeitig gesparten Geld gemäß Kasten E) zugerechnet. (>3a) = größer ca. 3 Jahre.

Rechnungen: Einnahmen 100% = B) 7% + E) 93%. D) 89% = E) 93% - G) 4%. H), I) 11% = B) 7% + G) 4%.

 

RZ, 17.02.2026

 

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(5) Neuverschuldungs-Senkung für Bund, Länder und Kommunen ohne Steuer-Erhöhung

 

Eine Währung bleibt auch dann stabil, wenn in wenigen Fällen mit Schöpf-Geld vom Typ ll gearbeitet wird. Es muss jedoch eine Auffang-Einrichtung installiert werden, die dieselbe Geld-Menge aufsaugt.

 

 

Beim Schöpft-Geld vom Typ l legt die Bank ein Soll-Konto mit 0 € an und überweist davon z.B. 10000 €. Anschließend hat das Soll-Konto -10000 €. Beim Schöpft-Geld vom Typ ll legt die Bank oder EZB ein Haben-Konto mit z.B. 50 Milliarde € an und überweist davon. Anschließend hat das Haben-Konto 0 €.

Beim Schöpf-Geld vom Typ ll ist sichergestellt, dass es nicht in den inflationstreibenden Konsum fließt. Nur Schöpf-Geld vom Typ lll, wie es in den zwanziger Jahren ausgezahlt wurde, führte zur Inflation. _ ↑↑

 

Es geht zunächst nur um rund 11% der Steuer-Ausgaben. Zufällig tauchen die rund 11% zweimal auf:

1. Die durchschnittliche Neu-Verschuldung betrug seit der Währungsreform rund 11% der Steuer-Ausgaben. Die öffentlichen Ausgaben lagen also in Deutschland bei rund 112,3% der Steuer-Einnahmen.

2. Die durchschnittliche Spar-Quote in Deutschland betrug in den letzten Jahrzehnten ebenfalls rund 11%.

 

Es sollte nicht mehr so sein, dass die jährliche Neu-Verschuldung hauptsächlich dazu verwendet wird, dass sekundäre Steuergeld-Empfänger mit dem aus der Neu-Verschuldung stammenden Geld (meistens ganz legal) Vermögen aufbauen oder bilden. Primäre Steuergeld-Empfänger sind die Finanz-Ämter. Nachfolgend sind mit den Steuergeld-Empfängern die sekundären gemeint, wie zum Beispiel Beamte.

 

Da man die Gehälter von Steuergeld-Empfängern nicht so weit absenken kann, dass diese keine Vermögen mehr aufbauen oder bilden können, sollte die Finanzierung des Vermögens-Aufbaues der Steuergeld-Empfänger NICHT mehr durch jährliche Neu-Verschuldungen erfolgen, sondern mit Schöpf-Geld vom Typ ll.

 

Unbedenklichkeits-Begründungen: 1.) Die Steuer-Ausgaben, die direkt in den Vermögens-Aufbau von Steuergeld-Empfängern fließen, stehen dem Geld-Kreislauf von Anfang an nicht zur Verfügung und dürfen deshalb die Quelle „Schöpf-Geld vom Typ ll“ haben, was allemal besser ist, wie die Quelle „Schulden-Bildung von Bund, Ländern und Kommunen“. 2.) Es ist sichergestellt, dass das Schöpf-Geld vom Typ ll nicht in den inflationstreibenden Konsum, sondern in die inflationsneutrale Vermögens-Bildung fließt.

 

Es wird vereinfacht angenommen, dass auch die durchschnittliche Spar-Quote von Steuergeld-Empfängern rund 11% beträgt, weil es sehr schwer bis unmöglich ist, die spezielle durchschnittliche Spar-Quote von Steuergeld-Empfängern zu ermitteln. Falls es doch gelänge, könnte auch diese spezielle Spar-Quote verwendet werden, aber nur, falls sie höher ist, wie die vom Bundes-Durchschnitt.

 

Wegen folgender Gründe sollte eine neuartige Auffang-Einrichtung vorgesehen werden:

1. Beim Schöpf-Geld vom Typ ll in Höhe von 11% der Steuer-Ausgaben würde es sich um gewaltige Geld-Mengen handeln. 2. Weil diesen Geld-Mengen keine Zusatz-Schulden in gleicher Höhe gegenüberstehen, wie dies bei der Banken-Kredit-Vergabe der Fall ist, bekämen die Banken ein Bilanz-Problem. Die neue Auffang-Einrichtung wäre eine bilanzfreie Zone in Form von Parkfach-Konten, gemäß den Folge-Seiten.

 

Wenn erst einmal das Parkfach-System installiert ist, könnten in einer einmaligen Aktion die bislang aufgelaufenen Schulden teilweise oder sogar vollständig beglichen werden, was viel leichter ist, wie zu versuchen, den „Reichen“ das Geld wegzunehmen und auch viel besser ist wie eine Währungs-Reform.

Es sollte nicht sein, dass Politiker und Staaten dauerhaft mit einem riesigen Schulden-Berg gegeißelt werden, nur weil frühere Leute (meistens ganz legal) Steuer-Geld in ihren Vermögens-Aufbau abzweigten. _ ↑↑

 

RZ, 22.11.2025

 

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(6) Verbesserungsbedürftges Finanz-System

 

   1. Dass während der Lebensdauer einer Währung fast immer sowohl Geld-Menge als auch Staats-Verschuldung immer weiter steigen, liegt an dem verbesserungsbedürftigen Finanz-System. Beide Dinge sind so etwas wie ein Abfall-Produkt oder eine Leckage des löchrigen Geld-Kreislaufes und entstehen hauptsächlich, weil die Summe der dauerhaften Vermögens-Bildung immer weiter steigt und auch durch die Inflation. Die dauerhafte Vermögens-Bildung führte zu der riesigen Erbschafts-Summe.

   2. Die Steuer-Einnahmen reichen hauptsächlich deshalb nicht, weil ein Teil davon in die dauerhafte Vermögens-Bildung fließt. Deshalb ist ungefähr in diesem Umfang die jährliche Neuverschuldung unvermeidbar. Beispiel: Es wird angenommen, dass rund 11% der Steuer-Ausgaben in die dauerhafte Vermögens-Bildung fließen, anstatt in Infrastruktur, Militär und Soziales. Zufällig gibt es aber auch eine Neuverschuldung von ebenfalls rund 11% der Steuer-Ausgaben im Durchschnitt seit der Währungsreform. Die zugehörigen Staats-Anleihen sollten nach einer gewissen Zeit mit geschöpftem Geld in Parkfach-Konten umgewandelt werden, damit der Steuerzahler nicht mit Zusatz-Steuern bestraft wird, nur weil Steuer-Geld bereits bei der Erst-Verwendung in die dauerhafte Vermögens-Bildung fließt. Die Spar-Quote dient der Umwandlungs-Begrenzung: Es fließen zum Beispiel rund 11% der Steuer-Ausgaben bereits bei der Erst-Verwendung als Sparquote in die dauerhafte Vermögens-Bildung. Dann darf die Neuverschuldung auch nur bis zu einer Höhe von rund 11% der Steuer-Ausgaben in Parkfach-Konten umgewandelt werden.

   3. Folgender Gedanken-Trick könnte es einem erleichtern, sich damit anzufreunden, eine Bank-Konto-Art zu erlauben, die nicht in den Bilanzen der Banken erscheint: Wenn jemand sein Geld auf einem Bank-Konto hat, erscheint es in der Bank-Bilanz. Hebt jedoch jemand sein Geld vom Konto als Bargeld ab und legt es bei der Bank in sein Schließfach, so erscheint es nicht mehr in der Bilanz.

   4. Auch folgende Überlegung könnte es einem erleichtern, ein bilanzfreies Parkfach-Konto zu akzeptieren: Würde das geschöpfte Geld für die Umwandlung von Staats-Anleihen nicht auf ein neues Parkfach-Konto des vormaligen Anleihe-Besitzers überwiesen werden, sondern würde dieses Umwandlungs-Geld dem vormaligen Anleihe-Besitzer „ausbezahlt“, indem ein neu eingerichtetes und gesperrtes Schließfach mit Bargeld gefüllt wird, so wäre es auch nicht in den Banken-Bilanzen. Dem vormaligen Anleihe-Besitzer würden die geschöpften Zinsen als Bargeld dem Schließfach hinzugefügt und er bekäme den Schlüssel für das Schließfach erst nach Ablauf der Anleihe-Laufzeit.

   5. Das geschöpfte EZB-Geld für den Ankauf von Staats-Anleihen kurbelt die Wirtschaft nicht oder nur unwesentlich an. Begründung: Diejenigen, die Staats-Anleihen kauften, kurbelten die Wirtschaft nicht oder nur indirekt über staatliche Subventionen an. Wenn diese Personen, Firmen oder Fremd-Staaten ihr Geld zurückerhalten, werden sie auch weiterhin ihr Geld so anlegen, dass die Wirtschaft nicht oder nur unwesentlich angekurbelt wird. _ ↑↑

   6. Die Banken müssen in Summe ungefähr genauso viel Geld bei der EZB parken, wie diese an geschöpftem Geld in den Geld-Kreislauf pumpte durch den Ankauf von Staats-Anleihen.

   7a Erhalten diejenigen geschöpftes Geld, die einen Konsum-Nachholbedarf (z.B. Hunger) haben, so steigt die Inflation, weil die Nachfrage größer wird (bei gleichbleibendem Waren-Angebot). So war es in den zwanziger Jahren. Da wurde den Hungernden zusätzliches gedrucktes Geld gegeben.

   7b Erhalten jedoch diejenigen geschöpfte Gelder, die damit das Waren- und/oder Dienstleistungs-Angebot erhöhen, so führt das eher dazu, dass die Inflation sinkt, weil das Angebot steigt. Deshalb sind Subventionen für Investitionen in das produzierende Gewerbe sinnvoll.

   8. Der Staat rettet systemrelevante Firmen, wenn deren Insolvenz droht, wie z.B. die Deutsche Netzagentur bei der starken Erhöhung der Gas-Einkaufspreise. Der Staat selbst ist aber die systemrelevanteste „Firma" aller Firmen, weshalb er bei drohendem Bankrott von wem auch immer gerettet werden darf, mit geschöpftem Geld.

   9. Es ist schlecht am jetzigen Finanz-System, dass die Zinsen für öffentliche Schulden von den wertvollen Steuer-Einnahmen abgezweigt werden, um sie denjenigen zu geben, die bereits genug Geld haben.

Diese Steuer-Einnahmen würden dringend für hoheitliche Aufgaben von Bund, Ländern und Gemeinden benötigt.

 

RZ, 29.01.2026

 

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Reiner Zabel, Rev. c vom 28.01.2026

 

     Wenn ich immer wieder höre, dass nachfolgende Generationen, die in fast allen Ländern immer weiter steigenden Staats-Schulden bezahlen müssen, fühle ich mich irreführend informiert, denn es gilt:

(7) Bislang wurden Staats-Schulden noch nie von späteren Generationen getilgt und es ist auch nicht notwendig, dass spätere Generationen alte Staats-Schulden irgendwann begleichen, weil Buchgeld (rund 90% des Geldes) und der Wert von Bargeld durch Geldschöpfungen entstanden (wie auch die Schöpfungen aus dem Nichts im Alten Testament und in der Urknall-Theorie) und werktäglich werden bei der Kredit-Vergabe der Banken viele weitere Millionen Euro Buchgeld durch Geldschöpfung den Kreditnehmern bereitgestellt und diejenigen, die es wissen, stört es nicht.

Es gibt nur zwei Methoden, alte Staats-Schulden ganz oder teilweise zu beseitigen:

1.) Währungs-Reform, die es meistens nach Kriegen gab oder früher auch oft bei einem Herrscher-Wechsel. _ ↑↑

2.) Umwandlung von zum Beispiel 10 bis 90% der Staats-Anleihen in bilanzfreie und gebundene Parkfach-Konten gemäß dem Absatz „Bilanzfreie gebundene und ungebundene Parkfach-Konten“ am Seiten-Ende.

(EZB-Anleihe-Käufe mit Schöpfgeld senken nicht die Schulden, produzieren aber für die Bank-Bilanzen toxisches Geld.)

 

     Würden alle Leute nur so viel einnehmen, wie sie ausgeben, gäbe es einen idealen Geld-Kreislauf. In der Praxis ist es aber so, dass es immer Leute gab und geben wird, die mehr einnehmen, wie sie ausgeben und dass diese Leute Guthaben anhäufen. Im gleichen Umfang steigt jedoch auch die Firmen-, Privat- und Staats-Verschuldung. Schuld an den Schulden haben also diejenigen, die Guthaben anhäufen und es dadurch dem Geld-Kreislauf entziehen. Dieses auf viele Guthaben-Konten abgezweigte Geld nimmt kaum noch am Geld-Kreislauf teil und muss deshalb ständig ersetzt werden. Diese Ersetzung erfolgt durch die Kredit-Vergabe der Banken, leider mit dem Neben-Effekt, dass Geld-Menge und Schulden ständig steigen. Der Anteil des Geldes, der auf irgendwelchen Konten liegt und kaum noch am Geld-Kreislauf teilnimmt, steigt immer weiter. Ich schätze, dass inzwischen über 90% der Geld-Menge kaum noch am Geld-Kreislauf teilnehmen. Staaten können finanziell nicht komplett so behandelt werden wie Personen oder Unternehmen.

 

     Die EZB könnte alle Staats-Schulden mit geschöpftem, also neuem Geld begleichen (=EZB-Geld). Doch dann würde von diesem neuen EZB-Geld ein großer Teil in den Aktien-Markt fließen und diesen noch weiter anheizen. Deshalb wäre es sinnvoll, dass man EZB-Geld auf den vorgeschlagenen bilanzfreien Parkfach-Konten anlegen kann. Es sollte ungefähr so viel Geld auf Parkfach-Konten angelegt sein, wie Staats-Anleihen von der EZB aufgekauft wurden. Um das zu erreichen, muss der einheitliche Guthaben-Zinsatz für Parkfach-Konten von der EZB für den Euro-Raum im Probier-Verfahren ermittelt werden. Liegt der Zinzsatz zu hoch, würde zuviel Geld auf Parkfach-Konten fließen. Liegt der Zinzsatz zu niedrig, würde zuwenig Geld auf Parkfach-Konten landen. Die auf Parkfach-Konten insgesamt eingezahlte Geld-Summe muss jedoch nicht genau, sondern nur ungefähr so hoch sein, wie die Geld-Summe, die die EZB aus dem Nichts schöpfte, um Staats-Anleihen aufzukaufen. Wenn Staats-Anleihen mit geschöpftem Geld vom Markt genommen werden, entsteht bilanzschädliches Geld, das in den Abfall-Eimer, also auf Parkfach-Konten gehört. Die Summe auf den Parkfach-Konten ist ein Abfall-Eimer für Gelder, die nicht schuldenbasiert, also nicht durch Kredit-Vergabe entstanden.

 

     Dass Zinsen erwirtschaftet werden müssen, ist genauso ein Ammen-Märchen, wie die Behauptung, dass spätere Generationen alte Staats-Schulden begleichen müssen. So werden insbesondere die Zinsen für Staats-Anleihen nicht erwirtschaftet, sondern je nach Betrachtungsweise durch Steuer-Einnahmen oder Zusatz-Schulden aufgebracht, was eine schlechte Regelung ist. So wie es den Banken erlaubt wird, das Buchgeld für die Kredit-Vergabe aus dem Nichts zu schöpfen, könnte es den Banken auch erlaubt werden, das Geld für die Umwandlung von Staats-Anleihen zu Parkfach-Geld und das Geld für die steuerfreien Parkfach-Zinsen aus dem Nichts zu schöpfen, denn es gilt: Inflationstreibend ist nur die Verknappung lebensnotwendiger Dinge, wie insbesondere die von Nahrung und Energie-Trägern, denn kein Mensch wird sein vieles Geld dafür benutzen, sehr viele Lebensmittel aufzukaufen, nur um sie zu vernichten und der Aufkauf von sehr viel Gas, Kohle, Öl oder Strom scheitert an den begrenzten Lager-Möglichkeiten. Ungefährlich, also nicht inflationstreibend ist Buchgeld, das durch einen angepassten Einheits-Zinssatz auf Parkfach-Konten gebunden / isoliert wird, und zwar unabhängig davon, ob sich auf Parkfach-Konten zehn Billionen (10^13) oder zehn Billiarden (10^16) Euro befinden. Die Banken wären keinesfalls in der Lage, die Zinsen für Parkfach-Konten zu erwirtschaften. _ ↑↑

 

     Es wird für Staaten mit geringen Rohstoff-Exporten wie Deutschland auf Dauer nie gelingen, alle öffentlichen Aufgaben mit Steuer-Einnahmen zu erfüllen, weil es viele Leute gibt, die mit zu viel Steuer-Geld bezahlt werden. Es wäre aber schlecht, den Fleißigen fast alles überschüssige Geld wegzunehmen, wie zeitweise in Schweden, um damit Staats-Schulden zu tilgen oder zu verhindern, weil die Aussicht wohlhabend werden zu können, ein wesentlicher Leistungs-Motivator ist. Das von den Banken bei der Kredit-Vergabe aus dem Nichts geschöpfte Geld, wird letztlich zu Geld-Vermögen derer, die mehr einnehmen wie ausgeben. Die sowieso schon genug haben, investieren einen Teil ihres Geldes in Firmen / Staat und kassieren noch dafür. Die Armen werden immer ärmer und die Reichen immer reicher.

 

     Die Mehrheit der Steuerzahler sollte nicht mit einer noch größeren Steuer-Last bestraft werden, nur weil eine Minderheit Steuer-Einnahmen unvermeidbar und meistens auch legal auf ihre Privat-Konten abzweigt.

 

     Bilanzfreie gebundene und ungebundene Parkfach-Konten

Damit die Staaten des Euro-Raumes sofort entlastet werden, sollten 10 bis 90% ihrer Staats-Anleihen in gebundene Parkfach-Konten umgewandelt werden, und zwar für alle Anleger, die nicht widerprechen. Finanziell würde es für die Investoren sogar rund 25% besser. Der Unterschied ist, dass jetzt die unterschiedlichen Zinsen für Staats-Anleihen durch Zusatz-Schulden und nach der Umwandlung in Parkfach-Konten dieselben aber unversteuerten Zinsen, aus dem Nichts aufgebracht werden. Wenn die Laufzeit eines gebundenen Parkfach-Kontos abgelaufen ist, wird es automatisch zu einem ungebundenen Parkfach-Konto. Damit dieses Geld in Summe auf Parkfach-Konten bleibt, wäre der von der EZB im Probier-Verfahren ermittelte Einheits-Zinzsatz erforderlich. Zum 10 bis 90%-Umwandlungs-Zeitpunkt sollten auch schon ungebundene Parkfach-Konten angeboten werden mit Einheits-Verzinsung, damit bereits getätigte Staats-Anleihe-Aufkäufe dort hinwandern. Warum kann das nicht so gemacht werden? Antwort bitte in einfachen Worten.

 

     Gründe, warum die Umwandlung von Staats-Anleihen in Parkfach-Konten mit geschöpftem Geld ungefährlich ist:

Die Staats-Anleihen im Euro-Raum haben gegenwärtig zusammen ein Volumenen von rund 15 Billionen Euro. Das ist fast so viel wie die Geld-Menge, also ein gewaltiger Betrag. Würden die Staats-Anleihen komplett mit Geld aus dem Nichts aufgekauft und auf zunächst noch gesperrte Parkfach-Konten deponiert werden, würde sich die Geld-Menge fast verdoppeln. Dieses zusätzliche Geld ist bilanzmäßig von den Banken unbeherrschbar. Der jetzigen Geld-Menge von 16 Billionen Euro steht ein nahezu ebenso hoher Betrag an Hypotheken- und Kredit-Schulden gegenüber, die Bürger, Firmen und Städte gemacht haben. Dadurch sind die Bilanzen der Banken ausgeglichen. Kämen jetzt noch 15 Billionen Euro dazu, ohne entsprechende Schulden, würden die Bilanzen der Banken platzen. Deshalb dürfen die Gelder auf Parkfach-Konten in den Bilanzen nicht erscheinen. Geld auf Parkfach-Konten ist „Aufkauf-Geld“, während das jetzige Geld schuldenbasiertes Geld ist. Parkfach-Konten sind virtuelle Schließfächer und bleiben bei einer Bank-Pleite erhalten. _ ↑↑

     Der Begriff „Parkfach“ entstand durch Anlehnung an den Begriff „Schließfach“, weil die Schließfach-Inhalte auch nicht in den Bilanzen der Banken erscheinen. So wie es die Möglichkeit gibt, Bargeld in einem Schließfach aufzubewahren, soll es auch die Möglichkeit geben, Buchgeld in einem Schließfach aufzubewahren, was jedoch nur in einem Parkfach oder Buchgeldfach möglich ist. Parkfächer sind die Schließfächer für geparktes Buchgeld. Grundsätzlich ist das viele zusätzliche Geld auf den über das Internet-Banking unerreichbaren Parkfach-Konten nicht inflationstreibend, weil

- das Geld auf Parkfach-Konten zunächst nicht besser verfügbar ist, wie das Geld aus dem Verkauf von Staats-Anleihen,

- diejenigen, die Geld in Staats-Anleihen investierten, offenbar keine bessere Verwendung für ihr Geld hatten und

- durch die im Probier-Verfahren ermittelten Parkfach-Guthaben-Zinsen das Geld mengenmäßig auf den Parkfach-Konten gehalten wird.

 

     Würden alle Staats-Anleihen in Geld auf Parkfach-Konten umgewandelt, würde sich die Geld-Menge von 16 auf geschätzt 31 Billionen Euro fast verdoppeln, weil die Anleihe-Umwandlung mit geschöpftem Geld erfolgt. Dadurch entstünde aber keine Inflation, weil das zusätzliche Geld diejenigen erhalten, die auch jetzt schon die Laden-Regale leer kaufen, also verstärkt konsumieren könnten und es nicht tun. Leute, die Anleihen kauften, haben keinen Konsum-Nachholbedarf. Allgemein gilt: Geldmengen-Erhöhung führt nur dann zur Inflation, wenn sie in den Zusatz-Kauf von den lebenswichtigen Konsumgütern fließt, die auch jetzt schon deutlich eingeschränkt verfügbar sind, wie insbesondere Lebensmittel und Energieträger, also Gas, Öl und Strom. Genau diese Art der Geldmengen-Erhöhung erfolgte nach dem ersten Weltkrieg. Damals wurde Geld gedruckt, um die zu wenigen Lebensmittel zu kaufen, was diese weiter verteuerte. Geldmengen-Erhöhungen, die in Investitionen fließen (z.B. Kredite für Büros, Maschinen), sind nicht inflationstreibend.

 

     Wir haben bei Steuern kein Einnahme-, sondern ein Ausgabe-Problem. Erhielten alle Steuer-Empfänger nur so viel Steuer-Geld, dass sie davon leben, aber nichts davon dauerhaft sparen könnten, würden die Steuer-Einnahmen reichen.

 

A) Haupt-Grund, warum die Steuer-Einnahmen nicht reichen: Alle, die mit Steuer-Geldern bezahlt werden, also der öffentliche Dienst und beauftragte Firmen, zweigen Steuern auf Sparkonten ab. Die Sparquote liegt bei 10 Prozent. Diese abgezweigten Steuern stehen für Infrastruktur, Bundeswehr und Soziales nicht zur Verfügung. Alle Projekte könnten kostenkünstiger sein, wenn die Beteiligten kein Geld auf ihre eigenen Sparkonten abzweigen würden. _ ↑↑

 

B) Weitere Neuverschuldungs-Gründe: z.B. Baukosten-Explosionen, Firmen-Rettungen, Steuer-Verschwendung, Subventionen, eine überalterte Gesellschaft, die es erforderlich macht, mit Steuer-Geldern die Sozial-Versicherungen aufzubessern und die übermäßige Zuwanderung in die sozialen Systeme, die die Kommunen zunehmend überfordert.

 

     Es könnte nun argumentiert werden, dass die Steuer-Verschwendung und Neu-Verschuldung ausufern, wenn alle Staats-Schulden weg wären. Gegen-Argument: Auch nach jeder Währungs-Reform waren alle Schulden weg und diejenigen, die mit den Steuer-Geldern zu tun hatten, waren dennoch verpflichtet, verantwortungsbewusst mit den Steuer-Geldern umzugehen. Auch bei Schulden-Freiheit besteht die Pflicht, möglichst mit den Steuer-Einnahmen auszukommen und die Anleihe-Neu-Verschuldung auf das unvermeidbare Minimum zu reduzieren.

Die umgesetzten Vorschläge sollten für alle Staaten dieser Welt einheitlich gelten.

 

     Was die Parkfach-Konten von anderen Konten unterscheidet:

01 Sie entstehen mit Einführung von Schöpfgeld vom Typ ll, z.B. durch Umwandlung von Staats-Anleihen.

02 Das für die Umwandlung benötigte Schöpfgeld vom Typ ll darf von den Banken geschöpft werden.

03 Nach der Anleihe-Umwandlung ist die Geld-Verfügbarkeit so wie bei der ursprünglichen Anleihe.

04 Nur während der Rest-Laufzeit sind die Parkfach-Guthaben-Zinsen identisch mit den Anleihe-Zinsen.

05 Die sonstigen Parkfach-Guthaben-Zinsen werden im Probier-Verfahren von der EZB festgelegt.

06 Nach dem Anleihe-Laufzeit-Ende sind die Parkfach-Guthaben-Zinsen folglich bei allen Banken gleich.

07 Parkfach-Guthaben-Zinsen stammen aus geschöpftem Geld anstatt aus Steuern / Neuverschuldung.

08 Parkfach-Guthaben-Zinsen sind steuerfrei, damit sie etwas niedriger ausfallen können.

09 Parkfächer (= Parkfach-Konten) sind kein Bestandteil der Banken-Bilanzen, wie auch die Schließfächer.

10 Kein Geld-Verlust bei einer Banken-Pleite. Konto- / Depot-Einsicht über das Internet sollte möglich sein.

11 Optional: Keine Abbuchungen über das Internet-Banking, um die Diebstahl-Gefahr zu minimieren.

12 Parkfach-Konten sind auch für bereits geschöpftes Anleihe-Aufkauf-Geld (schlechtes Geld) vorzusehen.

 

Die Wirtschaft benötigt einen „Antriebs-Motor“, auch Anschub-Finanzierungen genannt. Ohne diese erlahmt sie. Für den Antriebs-Motor ist der Staat zuständig. Er macht jedoch Schulden für die Anschübe. Dafür soll der Staat zukünftig keine Schulden mehr machen, sondern Schöpfgeld vom Typ ll verwenden.

 

So wie die Banken ungedeckte Wert(los)papier-Depots verwalten, könnten sie auch Parkfach-Depots verwalten. Die EDV-Strukturen für die Wertpapier-Depots könnten auch für die Parkfach-Depots genutzt werden.

 

Mit freundlichen Grüßen

Reiner Zabel

 

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