Gottes-Unwahrscheinlichkeiten (1512 Wörter)
Der
Glaube an Gott wird gerne damit begründet / verteidigt, dass es keine
Existenz-Widerlegung für Gott gibt. Doch es gibt sie, und zwar allein schon
über seine Entstehungs-Weise gemäß dem folgenden Absatz:
Die
Not bestand darin, dass es immer noch unsicher war, wer Himmel (Weltall) und
Erde (Globus) erschuf. Anscheinend fand bis vor über 3000 Jahren noch niemand
eine für alle überzeugende Antwort auf die Frage, wer Himmel und Erde erschuf.
Als sich dann über 1000 vor Christus wieder einmal besonders kluge Leute über
die Schöpfung Gedanken machten, stellten sie fest, dass noch kein geeigneter
Schöpfer bekannt war. Sie folgerten (falsch), dass es ihn aber geben muss und
sie ihn „nur“ finden müssen. Nicht gewesen sein konnte der Schöpfer ein Tier
oder ein (Super-) Mensch. Weiterhin war unbekannt, dass pauschal alles durch
den Urknall entstanden sein soll. Es blieben somit nur die Götter als Schöpfer
übrig. Unter den vielen Göttern gab es jedoch keinen, der für die Erschaffung
von Allem, das die Leute sahen, zuständig war, denn alle Götter steuerten nur
bereits Vorhandenes. Auch der Sonnen-Gott Aton des Echnaton war noch kein
ausreichend übergeordneter Generalist oder er war nach rund 300 Jahren in
Vergessenheit geraten. Es hät-te damals ein weiterer Gott zu den vielen Göttern
hinzugefügt werden können, der dann der Schöpfer-Gott gewesen wäre, neben zum
Beispiel dem Liebes- und Regen-Gott. Aber diesen Weg wollten die damaligen
besonders klugen Leute nicht gehen. Stattdessen setzte sich bei ihnen die
Überzeugung durch, dass das mit den vielen (Sparten-) Göttern nicht stimmen
kann und es stattdessen ein (Alleskönner-) Gott geben muss.
Dieser aus der Not heraus geborene neue
(Allrounder-) Gott konnte per Definition alles, was auch die vorhandene
Götter-Schar konnte, und darüber hinaus erschuf er gemäß den ersten Worten im
Alten Testament zunächst Himmel und Erde (aus dem Nichts).** Da der ins Leben gerufende (Universal-) Gott
als Schöpfer der Welt alles kann und weiß, konnte er auch mit auserwählten
besonderen Menschen, also den Propheten, kommunizieren. Unser Gott entstand vor
über 3000 Jahren, weil er damals notwendig war.
Auf der Seite des Bösen wurde auch eine
Reform durchgeführt. Die vielen Dämonen wurden zum Teufel zusammengefasst, als
Gegenspieler Gottes. Redewendungs-Beispiele: Geh’ zum Teufel / Teufels-Kerl.
Die Götter-Gott-Reform und die
Dämonen-Teufel-Reform waren zu der Zeit, als die 10 Gebote des Alten Testaments
entstanden, denn gleich das erste Gebot lautet: Ich bin der Herr Dein Gott, du
sollst keine anderen Götter neben mir haben. Es ist naheliegend anzunehmen,
dass dieses erste Gebot erst kurz nach der Götter-Gott-Reform formuliert wurde,
bei der die Götter-Schar durch den EINEN Gott ersetzt wurde, wie wir ihn bis
heute kennen. Gemäß Google-KI entstanden die 10 Gebote zwischen 700 und 1000
vor Christus, also vor 2700 bis 3000 Jahren. Folglich fand vorher die
Götter-Gott-Reform statt. Doch „unser“ Gott Vater war damals eine falsche
logische Ableitung / Folgerung.
Ein weiterer Hinweis darauf, wann der EINE
(Schöpfer-) Gott gedanklich entstand, liefert die Schöpfungs-Geschichte. Es ist
naheliegend anzunehmen, dass „unser“ Gott erst kurze Zeit vor der
Schöpfungs-Geschichte entstand, weil er in dieser erstmalig erwähnt wird. Gemäß
Google-KI entstand die Schöpfungs-Geschichte zwischen 600 und 1000 vor
Christus, also vor 2600 bis 3000 Jahren, und zwar in zwei Versionen.
Die 10
Gebote und die Schöpfungs-Geschichte entstanden nahezu innerhalb desselben
Zeit-Bereiches.
Frage 1: Warum meldete sich „unser“
Gott erst vor knapp 3000 Jahren, obwohl es den Homo Sapiens, mit der
Intelligenz des heutigen Menschen, bereits seit rund 40.000 Jahren gibt?
Schlief Gott 37.000 Jahre?
2.)
Gott ist sehr unwahrscheinlich, weil er nicht auffindbar ist.
Engel
halten sich normalerweise in der Nähe Gottes auf und Gott soll im Himmel über
unseren Köpfen sein. Da die Engel mit ihren Flügeln die Erd-Atmosphäre nicht
verlassen können, muss sich auch Gott in der oberen Erd-Atmosphäre befinden.
Diese wird mittlerweile durch hunderte oder sogar tausende Satelliten lückenlos
überwacht. Kein Satellit fand bislang Gott und auch keinen Engel. Damit Gott
den ganzen Globus überwachen kann, müsste er den Globus umspannen. So wie es
eine Ozon-Schicht gibt, müsste es in der Atmosphäre auch eine Gottes-Schicht
geben. Gemäß Psalm 104 leuchtet Gott (Licht ist dein Kleid, das du).
3.)
Gott ist sehr unwahrscheinlich, weil er nicht reproduzierbar reagiert.
Es
gibt kein Experiment, keinen Versuch oder Test, um Gott jederzeit nachzuweisen,
weil er auf nichts reagiert. Es gibt auch keine Mess-Methode bzw. kein
Mess-Verfahren, um Gott jederzeit nachzuweisen, obwohl dies möglich sein
müsste, falls auch Gott aus Masse und/oder Energie bestehen würde und sich in
der oberen Atmosphäre aufhalten würde. Messgeräte können mehr erfassen, wie die
Sinne des Menschen.
4.)
Gott ist sehr unwahrscheinlich, weil er keine weitere(n) Zivilisation(en) im
Weltall überwachen kann.
Mit
Sicherheit gibt es mindestens eine weitere Zivilisation gleichzeitig mit uns im
Weltall, die sich jedoch mit hoher Wahrscheinlichkeit viele Millionen
Lichtjahre von uns und somit von unserem, dem einzigen Gott entfernt befindet.
Auch wegen der endlichen Lichtgeschwindigkeit und wegen der zu geringen
optischen Auflösung kann der erdnahe Gott diese weitere Zivilisation nicht
überwachen. Wegen dem Gleichbehandlungs-Grundsatz bzw. aus Gründen der
Gerechtigkeit müsste Gott aber auch eine zweite Zivilisation im Weltall
gleichzeitig mit uns überwachen. Nach der Abschätzung von Wissenschaftlern und
meiner Korrektur dieser Abschätzung auf ein Tausendstel, müsste es im Weltall
in jeder dreizigsten Galaxie eine Zivilisation gleichzeitig mit uns geben. Das
wären dann bei 40 Billionen Galaxien abgerundet rund eine Billion
Zivilisationen, die Gott alle gleichzeitig zu überwachen hätte.
5.)
Gott ist sehr unwahrscheinlich, weil gegenwärtig seine Allmacht, seine Aktivitäten, seine
Einflüsse und seine Gerechtigkeit nicht eindeutig und zuverlässig erkennbar
sind. A) Gegen alle 10 Gebote wird häufig verstoßen. Es ist nicht
erkennbar, dass Gott seine Allmacht dazu benutzt, dafür zu sorgen, dass die 10
Gebote auch eingehalten werden. B) Es kann nicht im Sinne Gottes sein,
dass es so viel Ungerechtigkeit auf der Welt gibt. So ist es zum Beispiel
ungerecht, dass es nur wenige Reiche aber viele Arme gibt.
Frage 2: Warum sorgt Gott mit
seiner Allmacht nicht dafür, dass seine 10 Gebote auch eingehalten werden?
Einfachste Antwort: Weil es ihn nicht gibt.
Frage 3: Warum verhindert Gott
nichts Schlechtes, wie z.B. Kriege, Katastrophen (der Natur) und Krankheiten.
Einfachste Antwort: Weil es ihn nicht gibt.
6.)
Gott ist sehr unwahrscheinlich, weil es von ihm keine Offenbarung mit technischem oder
wissenschaftlichen Inhalt gab, die über das hinaus ging, was bereits bekannt
war. Der technische und wissenschaftliche Fortschritt erfolgte immer durch
Forscher und Wissenschaftler, aber nie durch Propheten.
7.
Gott ist sehr unwahrscheinlich, weil wir über Gott nur sicher wissen, dass wir nichts sicher
über ihn wissen. Keine der vielen Aussagen zu Gott ist jederzeit überprüfbar.
Es gibt in letzter Zeit zum Beispiel die Behauptung, dass Gott mitten unter uns
Menschen ist. Auch das kann nicht bewiesen / überprüft werden.
8.
Gott ist sehr unwahrscheinlich, weil die Evolution vom Einzeller bis hin zum Menschen
auch mit positiven Fehlbildungen erklärt werden kann, anstatt mit der Schöpfung
Gottes, gemäß meiner Webseite.
Der
Mensch nutzt viele Gebrauchs-Gegenstände bzw. Gebrauchs-Objekte in seiner
näheren und auch weiteren Umgebung und meistens schätzt / liebt er sie auch.
Hierbei ist der Begriff „Gebrauchs-Objekt“ der allgemeinere und der Begriff
„Gebrauchs-Gegenstand“ der speziellere. Möbel und Geschirr sind typische
Gebrauchs-Gegenstände. Alles, was sich im Umfeld eines Menschen befindet, zählt
zu seinen Gebrauchs-Gegenständen bzw. Gebrauchs-Objekten, einschließlich
Kontakt-Personen und auch man selbst. Zu den eigenen Gebrauchs-Objekten gehören
zum Beispiel die eigenen Hände und Füße und auch das Hirn ist nur ein
Gebrauchs-Objekt. Lediglich Säuglinge, Babys & Pflegefälle zähle ich nicht
zu den Gebrauchs-Objekten.
Für Gläubige ist Gott ein zusätzliches
wichtiges Gebrauchs-Objekt, welches sie nicht missen möchten, weil Gott alles
reaktionslos über sich ergehen lässt. Gläubige können Gott auf vielfältige
Weise nutzen: Es kann zu ihm gebetet werden, in der Hoffnung, dass die Gebete
erhört werden. Gott kann auch Halt, Trost, Geborgenheit geben oder als sein
Beschützer ansehen werden, obwohl er in letzterer Funktion oft versagt.
Gott wird gerne in einer Vielzahl von
Redewendungen genutzt, wie zum Beispiel: Lieber Gott / Ach Gott, Grüß Gott / Um
Gottes Willen / Gott sei Dank / So Gott will / Oh mein Gott / Der Mensch denkt,
doch Gott lenkt / Gott mit uns / Allah sei mir gnädig / Inch Allah. Gott als
Autorität kann auch für die Durchsetzung eigener Wünsche herangezogen werden,
indem er zum Beispiel ein Forderer des Kopftuches sein soll.
Gott, wie er seit über 3000 Jahren
definiert ist, hat den großen Vorteil, dass er auf sehr verschiedene Art und
Weise geistig verwendbar ist; auch als Werkzeug. Nur Computer und Smartphones
sind auf ähnlich vielfältige Art verwendbar wie Gott und können deshalb als
dessen Konkurrenz angesehen werden. Beim Vorläufer Gottes, also bei der
Götter-Schar, hatte jeder Gott (der Götter-Schar) nur eine spezielle Aufgabe /
Funktion. Gott wurde zu so einer großen Erfolgs-Geschichte, weil er der beste Nützling
für die Fantasie ist.
**Tatsächlich
entstand alles durch „Einflüsse/Natur-Gesetze/Zufälle“. Nur das Weltall gab es
schon immer.
RZ,
den 15.01.2026
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