Gottes- Existenz (2014 Wörter)

 

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Die Frage, ob es einen Gott gibt oder nicht, lässt sich am erfolgversprechendsten und zuverlässigsten beantworten, indem erstens seine Vorgänger betrachtet werden und zweitens die Art und Weise betrachtet wird, wann und wie unser Gott entstand.

 

Zunächst also die Vorgänger Gottes:

Vor ungefähr 35.000 Jahren wurden die ersten der vielen verschiedenen Götter mit ihren speziellen Zuständigkeiten für notwendig erachtet. Diese hatten aber noch kein Umfeld, wie der heutige Gott. Auf das Umfeld Gottes wird weiter unten eingegangen.

Vor ungefähr 3500 Jahren wurde in Ägypten der Sonnen-Gott Aron für notwendig gehalten. Diesem wurde die Schöpfung der Welt ebenso zugesprochen, wie unserem heutigen Gott. Aus irgendwelchen Gründen konnte sich der Sonnen-Gott jedoch nicht durchsetzen. Ein Grund könnte darin bestanden haben, dass auch er noch kein Umfeld hatte, wie der heutige Gott.

 

Nun die Art und Weise, wann und wie unser Gott entstand:

Als sich vor etwas über 3000 Jahren besonders kluge Leute wieder einmal die Frage stellten, wer all das um uns herum nicht nur steuerte, sondern auch irgendwann (aus dem Nichts) erschuf, war es naheliegend anzunehmen, dass es ein ganz besonderer (Über-) Gott gewesen sein musste. Diese besonders klugen Leute beließen es nun aber nicht dabei, sich wieder einmal nur einen neuen Gott auszudenken, wie schon so oft zuvor, sondern die versahen den neuen Gott zusätzlich und erstmalig mit einem Umfeld. Dieses besteht hauptsächlich aus Engeln, dem Paradies im Himmel, den Mitteilungen (Offenbarungen) Gottes an Propheten und der Schöpfungs-Geschichte. Aber auch der Teufel und die Hölle zählen zum Umfeld Gottes, denn auch diese beiden Dinge gibt es erst seit etwas über 3000 Jahren. Vorher gabe es nur die Dämonen. Gott wurde genial in ein Umfeld eingebettet. Das Umfeld dient zugleich als Schutzwall Gottes. Das Dumme ist nur, dass neben Gott auch das komplette Umfeld ausgedacht / erfunden wurde, denn nichts von all den soeben aufgeführten Dingen ist auffindbar oder jederzeit wissenschaftlich nachweisbar. Die Festigung der Position Gottes erfolgte im Wesentlichen durch die Tora-Rollen, ihre Erweiterung zum Alten Testament, eine weitere Erweiterung um das neue Tesament und schließlich noch mit dem Koran.

 

Zusammenfassung: Vor ungefähr 35.000 Jahren wurden die ersten verschiedenen Götter mit ihren speziellen Zuständigkeiten erfunden (aber ohne Umfeld). Dann wurde vor ungefähr 3500 Jahren der Sonnen-Gott Aron erfunden (auch ohne Umfeld), der sich nicht durchsetzen konnte und schließlich wurde vor etwas über 3000 Jahren der bis heute gültige Gott samt Umfeld erfunden, an den noch immer so viele hartnäckig glauben.

 

Es folgt nun eine Auflistung von Gründen, warum Gott sehr unwahrscheinlich ist:

Vor etwas über 3000 Jahren gab es wieder einmal die Frage: „Wer erschuf all das um uns herum?“ Die Beantwortung dieser Frage lautete damals: „Dies war Gott“. Dass es so war, ist am ersten Satz im alten Testament erkennbar: „Am Anfang erschuf Gott Himmel und Erde.“ Es fing also mit Gott sehr harmlos an. Doch dann wurden Gott immer mehr Eigenschaften und Fähigkeiten zugesprochen, obwohl nichts davon beweisbar ist. Die Existenz Gottes ist aus heutiger Sicht sehr unwahrscheinlich (und somit auch, dass er das Kopftuch fordert) wegen der folgenden fünf Erkenntnisse:

1. Die begrenzte Engel-Fughöhe auf 10 bis 12 km, weil weiter oben die Luft zu dünn wird. Da sich die Engel normalerweise in der Nähe Gottes aufhalten, müsste sich auch Gott in 10 bis 12 km Höhe befinden. Dort ist er aber nicht auffindbar.

2. Die sehr weit entfernten Planeten in anderen Galaxien mit menschähnlichen Wesen können durch einen Gott, der sich nahe der Erde aufhält, aus physikalischen Gründen nicht überwacht werden. Damit würde Gott gegen den Gleichbehandlungs-Grundsatz verstoßen.

3. Die Gottes-Zulassung der drei großen Menschheits-Geißeln: Natur-Katastrophen, Krankheiten und Kriege, von denen Gläubige genauso betroffen sind, wie Atheisten. Es gibt keine „schützende Hand“ Gottes, die er über Gläubige hält.

4. Die Gottes-Mitteilungen (Offenbarungen) haben keinen technischen oder wissenschaftichen Inhalt. Dabei hätte Gott der Menschheit schon vor Jahrtausenden sehr helfen können, indem er einem Propheten zum Beispiel mitgeteilt hätte, dass es Elektrizität gibt und die vielen Natur-Gesetze. Die Entschlüsselung der Natur erfolgte nicht durch Propheten, sondern durch Natur-Wissenschaftler.

5. Kein Gottes-Schutz durch Gebete und keine Gottes-Bestrafung durch Beleidigungen Gottes. Es ist egal, ob man täglich zu Gott betet oder ihn täglich beschimpft und beleidigt oder ihn ganz einfach ignoriert.

 

Für Gläubige ist Gott der Schöpfer aller Dinge. Doch Gott beschützt all das, was er erschuf, NICHT, weil alles, was er erschuf, früher oder später wieder verschwindet. Ein Beispiel ist das Arten-Sterben. Auch der Planet Erde und das restliche Sonnen-System werden eines Tages wieder verschwinden. Die biblische Schöpfungs-Geschichte und die Urknall-Theorie sind unvereinbar. Es gibt nur eine Übereinstimmung: Beides ist falsch. Gott ist eine erdachte Hilfs-Größe und ein Hilfsmittel. Die vorherigen Erkenntnisse 1 bis 5 machen Gott so unwahrscheinlich, dass man auch gleich behaupten kann: „Gott gibt es nicht“.

 

Zu 2.: Damit Gott gleichzeitig rund eine Billion Planeten mit menschähnlichen Wesen*** lückenlos überwachen kann, muss er überall im Weltall gleichzeitig sein. Mit anderen Worten: Gott muss mindestens so groß sein, wie das Weltall oder er muss sich in 5-mal so viele Teil-Götter aufteilen, wie es erdähnliche Planeten und Monde im Weltall gibt.

Die Gottes-Dichte muss nicht überall im Weltall gleich hoch sein. Es kann zum Beispiel sein, dass die Gottes-Dichte in der Nähe von bevölkerten Planeten höher ist, wie die in den riesigen Gebieten zwischen den bevölkerten Planeten.

Ein endlich großer Gott (mit unbekannter Größe und Form), der sich irgendwo im Weltall aufhält, kann keine Billion bevölkerte Planeten gleichzeitig überwachen, weil er unter anderem an folgenden vier Dingen scheitert:

- Licht-Geschwindigkeit.

- Keine Schall-Übertragung im Vakuum.

- Auflösung. Gott müsste unvorstellbar große Teleskop-Augen haben.

- Materie, die sich zwischen Gott und den zu überwachenden bevölkerten Planeten befindet.

 

*** Ermittlung der rund eine Billion Planeten mit menschähnlichen Wesen

Eine Gruppe von Wissenschaftlern ermittelte kürzlich mit einer modernen Methode, dass es allein in unserer Galaxie, also der Galaxis bzw. Milchstraße gegenwärtig 35 bevölkerte Planeten geben müsste. Ich halte diese Ermittlung jedoch für zu optimistisch und sehe es für realistisch an, dass es in nur jeder dreizigsten Galaxie gleichzeitig mit uns einen bevölkerten Planeten gibt. Das wäre dann rund 1000-mal weniger. Hierbei ist berücksichtigt, dass nur einzelnstehende Sterne einen Planeten mit menschähnlichen Wesen hervorbringen können.

Neuere Galaxien-Zählungen ergaben, dass es im sichtbaren Teil des Weltalls rund 2 Billionen Galaxien gibt. Es wird angenommen, dass nur jede zweite Galaxie für die Entstehung intelligenter Wesen geeignet ist. So fallen zum Beispiel Starburst-Galaxien und Galaxien im Zusammenstoß aus. Da nur jede dreizigste Galaxie zeitgleich mit uns einen bevölkerten Planeten besitzt, ergibt sich eine Billion Galaxien durch 30. Hierbei handelt es sich jedoch nur um den sichtbaren Teil des Weltalls. Das gesamte Urknall-Weltall wird ungefähr 40-mal so groß geschätzt, also auch 40-mal so viele Galaxien. Die Rechnung ergibt: Eine Billion durch 30 mal 40 = 1,33 Billionen. Dieser Wert wird auf eine Billion abgerundet.

Die Galaxien im Weltall haben durchschnittlich eine Billion Sterne. Für unsere Galaxie werden 100 bis 400 Milliarden Sterne geschätzt. Das sind im Mittel 100 + 400 = 500 / 2 = 250 Milliarden Sterne, also ein Viertel des Durchschnittes. Daraus ergibt sich, dass es eigentlich 4 Billionen Planeten mit menschähnlichen Wesen gleichzeitig mit uns geben sollte. Dennoch wird die eine Billion beibehalten.

 

Mit die drei größten Gottes-Fragen (von fast 14.000)

 

Es ist nahezu unmöglich, die drei größten Gottes-Fragen zu finden, weil es sehr viel mehr sehr große Gottes-Fragen gibt. Nachfolgend also nur eine Auswahl aus den sehr vielen sehr großen Gottes-Fragen:

 

1 Wie groß ist Gott?

2 Welche Form hat Gott?

3 Woraus besteht Gott?

 

Zu 1: Da bislang niemand, also auch kein Prophet, Gott jemals gesehen hat, ist für die GRÖSSE Gottes alles möglich zwischen unendlich klein (Singularität) und unendlich groß. Wegen der rund einen Billion Planeten mit zu überwachenden menschähnlichen Wesen, sollte Gott mindestens so groß sein wie das Weltall. Falls es unendlich viele Urknall-Weltalle gibt oder unser Weltall unendlich groß ist, weil es vielleicht doch keinen Urknall gab, wäre auch Gott unendlich groß.

 

Zu 2: Da bislang niemand, also auch kein Prophet, Gott jemals gesehen hat, ist für die FORM von Gott alles möglich wie zum Beispiel Kugel, Ellipsoid, DCO, Zeppelin, Würfel, Zylinder, Kegel, Birne, Wolke, Mensch, Schlange, ... Falls Gott unendlich klein oder unendlich groß ist, braucht man sich über die Form Gottes keine Gedanken zu machen, denn etwas unendlich Großes oder unendlich Kleines hat keine Form. Falls das Urknall-Weltall die Form einer Kugel hat, was zunächst einmal naheliegend ist und Gott mindestens so groß ist wie dieses Weltall, so hätte Gott ebenfalls die Form einer Kugel. Die Kugel-Form für Gott ist also die wahrscheinlichste oder Gott hat wegen seiner Unendlichkeit überhaupt keine Form.

 

Zu 3: Da Gott überall im Weltall gleichzeitig sein muss, kann er nicht aus Masse und/oder Energie bestehen, denn dann wäre er irgendwie nachweisbar. Es gibt jedoch keine wissenschaftliche, also jederzeit wiederholbare Nachweis-Methode für Gott, wie insbesondere ein spezielles Mess-Verfahren, ein Experiment, Test oder Versuch. Es bleibt also nur die Möglichkeit, dass Gott aus der vierten oder fünften Dimension besteht, die für uns nicht erkennbar ist.

Wenn Gott im Weltall ÜBERALL gleichzeitig ist und aus Masse bestehen würde, wäre das Weltall mit der Masse Gottes ausgefüllt und es wäre kein Platz mehr für seine Schöpfung.

 

Ein endlich großer Gott kann nicht unendlich viel leisten, sondern nur endlich viel. Aber wo liegt die Leistungs-Grenze Gottes? Oder anders gefragt: Wen oder was überwacht Gott und wen oder was überwacht Gott nicht? UND: Wen oder was lenkt / steuert Gott und wen oder was lenkt / steuert Gott nicht? Nach meiner Erkenntnis wird alles durch Einflüsse gelenkt / gesteuert, wobei alle Einflüsse aus einer Masse-Energie-Kombination bestehen.

Vielleicht besteht Gott aus etwas Unbekannten, das keine (abmessungsmäßige / geometrische / körperliche / optische) Größe hat und auch keine Form. "Gott ist groß" würde dann bedeuten: "Gott ist großartig" oder "Gott ist geistig groß" oder "Gott ist kräftemäßig groß" oder "Gott ist leistungsmäßig groß".

Das Problem der Unauffindbarkeit Gottes gibt es auch für das Umfeld Gottes wie den Teufel, die Engel und das Paradies.

 

Noch einige weitere Gottes-Fragen

1 Es gibt ungefähr 10^89 Photonen im beobachtbaren Weltall? Hat Gott auch die alle erschaffen?

2 Es gibt ungefähr 10^89 Neutrinos im beobachtbaren Weltall? Hat Gott auch die alle erschaffen?

3 Wie viel Quanten gibt es im beobachtbaren Weltall? Hat Gott auch die alle erschaffen?

Wieviel Teilchen der kosmischen Strahlung gibt es im Weltall? Hat Gott auch die alle erschaffen?

4 Hat Gott auf den Urknall-Knopf gedrückt? Antwort: NEIN, hat er nicht, denn es gab keinen Urknall.

5 Warum gibt es keine einzige Gottes-Offenbarung mit einer naturwissenschaftlichen Information, die den damaligen Menschen noch unbekannt war? Unbekannte naturwissenschaftliche Informationen wären im 7. Jahrhundert z.B. gewesen: Es gibt noch andere Planeten. Die Sterne sind auch Sonnen. Es gibt Galaxien. Es gibt Bakterien und Viren und noch Millionen andere Dinge, die damals noch unbekannt waren.

6 Warum ist der allmächtige Gott nicht in der Lage, dafür zu sorgen, dass seine Gebote und Verhaltens-Forderungen durchgesetzt werden? Es wird ständig Ehe gebrochen, gelogen und gemordet. Auch verstößt jeder Atheist gegen die ersten beiden Gebote.

7 Warum ist der allmächtige Gott nicht in der Lage, dafür zu sorgen, dass alle Menschen an ihn glauben?

8 Woran erkennt man jetzt und jederzeit zukünftig, dass Gott allmächtig ist? Vielleicht schrieben die Menschen früher die Natur-Katastrophen der Allmacht Gottes zu, weil sie die natürliche Entstehung dieser Katastrophen nicht kannten. Heute können wir jedoch alle Natur-Katastrophen auch ohne die Allmacht Gottes erklären.

 

Gott muss den Teil des Weltalls, den er (möglicherweise) lenkt oder steuert, nicht überwachen, weil es keinen Sinn macht, dass er sein eigenes Handeln überwacht. Aber wieviel % des Weltalls, das Gott nicht lenkt oder steuert, überwacht er?

Glauben alle Menschen, die an Gott glauben, auch an den Teufel (und an den Wetter-Macher Petrus)?

So wie Menschen die Fantasie ihrer Musik lieben, so lieben sie auch die Fantasie ihrer Religion.

 

Nachdem ein neuer Gott definiert / ins Leben gerufen wurde, der per Definition alles erschaffen hat und auch ansonsten alles kann, wurden die alten Götter überflüssig. Obwohl der neue Gott alles kann, macht er gegenwärtig von seiner Allmacht nie eindeutig erkennbar Gebrauch, um von den Menschen Unheil abzuwenden.

 

Reiner Zabel, 04.02.2026

 

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